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Lebensnotwendigkeit Wasser! Auch wenn bei dem Stichwort Ernährung am wenigsten daran gedacht wird: Wasser ist der wichtigste Nahrungsbestandteil. Das haben Mensch und Hund gemeinsam. In unserer Rubrik „“Gesundheit“ setzten wir uns in dieser Woche intensiv mit dem Nahrungsmittel Nummer 1, dem Wasser, auseinander. Gleich wichtig ist das Thema aber auch in der „Ecke für den Tierfreund“. Der Hund besteht zu 70% aus Wasser aber schon ein Verlust von 10% führt zu scheren Erkrankungen, 15% Wasserverlust sind tödlich. Genau wie beim Menschen ist der Wassermangel schwerer zu verwinden, als der der Nahrungsmangel. Je nach Umgebungstemperatur überleben Hunde das Defizit nur wenige Tage. In südlichen Ländern ist Wassermangel für die streunenden Hunde ein wesentlich gefährlicheres Problem, als der Mangel an Fressbarem. Letztern kann der Hund über mehrere Wochen ertragen. Wasser wird benötigt für die Lösung von Nährstoffen und deren Transport aus dem Darm über die Blutbahn zu den Geweben. Weiter ist Wasser erforderlich zum Zellstoffwechsel, aber auch zur Ausscheidung harnpflichtiger Stoffe, und ebenso zur Regulierung der Körpertemperatur. Der Körper gibt ständig Wasser ab. Über die Haut, die Atemluft, Schweißdrüsen, Harn und Kot. Bei säugenden Hündinnen kommt es zu einem zusätzlichen Wasserverlust über die Milch. Verletzte Hunde verlieren Wasser über das Blut. Kranke Hunde durch Erbrechen und Durchfall. Je trockener und härter die Nahrung ist, desto höher ist der Wasserbedarf. Beim Verfüttern von Trockenfutter gilt es also darauf zu achten, dass ausreichend frisches Wasser zur Verfügung steht. Pro Kilogramm braucht ein Hund 35ml Wasser pro Tag. Ein Hund von 10 Kg benötigt also eine Tagesration an Wasser von 350 ml. Ist das Wasser frisch und sauber, trinkt der Hund normalerweise immer mehr, als er nach eben genannter Rechnung braucht. Steht wenig Wasser zur Verfügung, wird der Hund instinktiv auch weniger fressen. Bei zu wenigem Wasser trocknet der Hund regelrecht aus. Das kann man leicht testen: Zieht man einem gesunden Hund die Haut zwischen den Schulterblättern hoch, und lässt sie dann fallen, läst sich diese sofort wieder glatt verstreichen. Die Haut hat Spannkraft und Elastizität. Ist der Hund ausgetrocknet, bleibt diese Hautfalte entweder stehen, oder sie verstreicht nur langsam. Je höher die Leistungsanforderungen an den Hund gestellt werden, desto höher ist natürlich auch sein Wasserbedarf. Die zusätzliche Wärme, die bei erhöhtem Energiebedarf in der Muskulatur gebildet wird, gibt der Hund über das Hecheln wieder ab. Das Leistungspotenzial des Hundes reduziert sich analog zu dem entstehenden Wassermangel. Es kommt zur Eindickung des Blutes. Es muss also immer ausreichende frisches Trinkwasser zur Verfügung stehen. Sowohl vor Ort, wie auch auf Reisen. Wenn Sie in südlichen, heißen Ländern streunenden Hunden helfen möchten, so denken Sie erst an Wasser, dann an Nahrung. Manche Hunde verweigern abgestandenes Wasser. Hier ist es besonders wichtig, auf einen ausreichenden, frisch Wasservorrat zu achten. Genau wie bei uns Menschen ist auch für den Hund, und all seinen tierischen Artgenossen „gutes“ Wasser von lebenswichtiger Bedeutung. Die Notwendigkeit der Wasseraufnahme rangiert allzu oft hinter der Notwendigkeit der Nahrungsaufnahme. Obwohl die in diesem Fall zweitrangig ist. Tun Sie sich und ihrem Vierbeiner Gutes, und setzten sie reines Wasser an die erste Stelle Ihres täglichen Nahrungsbedarfes.
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