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Erste Hilfe bei Insektenstichen Mit der warmen Jahreszeit kommen auch die lästigen Plagegeister zurück. Mücken, Zecken, giftige Raupen – über sie haben wir bereits berichtet. Was noch bleibt sind Wespen, Bremsen, und sonstiges Stechgetier, mit dem unser Hund oft unliebsame Bekanntschaft macht, und natürlich die Biene, die von manchem verspielten Vierbeiner gerne mal näher unter die Lupe genommen wird. In der Regel trifft ihn die Antwort der Biene unsanft den Nasenbereich, wenn es ganz ungünstig kommt, den Rachenbereich. Da meine drei Cocker auch noch rassebedingt über lange Ohren verfügen, passiert es immer mal wieder, dass einer eine Biene mit seinen Schlappohren auffegt. Der Protest des mitgeschleiften Passagiers kommt prompt und schmerzhaft. Um die neugierigen Helden, die offensichtlich aus Fehlern nicht klug werden wollen, zu immunisieren, bekommen sie in der „Bienenzeit“ präventiv eine Dosis Apis mellifica D 200* ins Futter. Damit sind sie gut gefeit, selbst wenn sie sich mit einem Bienenstamm anlegen würden. Hat das Insekt, egal ob Biene, Wespe oder Bremse aber erst einmal zugestochen, kann man mit Calendula-Salbe lindernd eingreifen. Ledum** verhindert den Schmerz bei allen Punkt – und Stichwunden. Kühlung lindert ebenfalls den Schmerz. Nehmen Sie einen Eiswürfel und halten ihn auf die Stichstelle. Bei einem Stich im Rachenbereich, flössen Sie ihren Hund Eiswasser ein, und kühlen Sie den Hals mit feuchten, kühlen Tüchern auch von außen. Vor einigen Jahren hatte eine Wespe meine Schäferhündin gleich zweimal in den Rachen gestochen. Die Schnauze schwoll stark an und die Hündin stand wie vom Schlag getroffen. Eiswürfel oder Sonstiges war nicht parat, und in unserer Not griffen wir zu einer Packung Vanilleeis aus dem Tiefkühlfach. Ernährungstechnisch war das natürlich grober Unfug, aber es wirkte wahre Wunder. Löffel für Löffel wurde erst dankbar, dann voller Genuss, abgeschleckt. Zum Schluss schien es beinahe, als ob sie über diese unerwartete Köstlichkeit, ihren Schmerz und Schreck vergessen hatte. Nachbehandelt habe ich sie mit Apis C30. Die Wespenattacke war dann auch schnell wieder vergessen. Manchmal reagiert der Hund, wie der Mensch auch, allergisch auf Insektenstiche. Bei kurzhaarigen Hunden ist das gut zu beobachten. Es bilden sich Quaddeln und Pustel, häufig am Kopf, aber auch am ganzen Körper. Sie breiten sich minutenschnell aus. In vielen Fällen klingen diese Symptome nach Abbau des Allergens von alleine wieder ab. Bleiben sie aber, sollten Sie etwas unternehmen. Lokal helfen Umschläge mit essigsaurer Tonerde oder Umschlägen aus Apfelessig. (Eine Tasse Essig auf einem Liter Wasser.) Zusätzlich ist eine Therapie mit kurzwirkenden Kortikosteroiden hilfreich. Kommt es bei dem Hund häufiger zu diesen nesselartigen Ausschlägen, ist es ratsam ein homöopathisches Mittel zur Hand zu haben. Apis D3 wird dem Hund alle 15 Minuten verabreicht, dann vergrößern Sie die Zeitabstände, bis der Ausschlag verschwunden ist. Nesselsucht kann aber auch andere Ursachen haben. Der Insektenstich ist nur eine, Futtermittelreaktionen, Impfstoffe und Medikamente können die gleiche Auswirkung haben.
*Apis mellifica (Honigbiene) Die Homöopathie verwendet die ganze Honigbiene. Der Stich der Biene erzeugt brennende Schmerzen, einhergehend mit Schwellungen und starkem Juckreiz. **Ledum - Ledum Palustre (Sumpfporst) auch „wilder Rosmarin“ genannt. Zu finden in Sümpfen und Torfmooren der nördlichen Halbkugel. Verwendet werden die jungen, getrockneten Sprossen.
… und dann ist da noch der Floh! Grundsätzlich ist zu sagen, dass ein kerngesundes Tier selten von Parasiten befallen wird. Ist der Milchsäure-Schutzmantel der Haut intakt, findet ein Parasit nur bedingten Gefallen an ihm. Sie können diese Wirkung noch provozieren, indem sie ihrem Hund Schwefel, in Form der Schwefelblüte oder in potenzierter Form, wie Sulfur D4 oder D6 verabreichen. Es verändert die Ausdünstung, genauso wie die bereits erwähnten Formel-Z-Tabletten* oder auch Bierhefe. Haben sie ihren vierbeinigen Gefährten im Verdacht, dass er sich einen Floh, im schlimmsten Falle inklusiver kompletter Verwandtschaft eingefangen hat, gibt es ein einfaches Mittel, das zu überprüfen. Nehmen sie ein altes, weißes Bettlaken, stellen sie den Hund darauf und kämen ihn gut durch. Sollten sich auf dem Bettlaken schwarze Punkte bewegen, haben Sie Pech gehabt… Flohbefall kann während des ganzen Jahres auftreten. Achtung bei Igel-Kontakt, dann ist der Flohalarm garantiert. Flohbisse sind nicht harmlos. Oft verursachen sie zahlreiche und schwere Hautirritationen. Vielfach werden diese von dem Hund selbst erweitert und verschlimmert, durch heftiges Kratzen. Der Floh gilt als Überträger des Hundebandwurms und auf sein Konto können schlimme Hautkrankheiten wie u.a. hot spots (Pyotraumatische Dermatitis) gehen. Hygiene ist das A und O. Kaufen sie sich einen Staubkamm, einen Kamm mit enganliegenden Zinken, dieser entfernt schon eine großen Teil der ungebetenen Besucher. Waschen Sie ihren Hund mit einem speziellen Flohshampoo, kämmen Sie ihn abermals mit dem Staubkamm gut durch. Spezielle Flohhalsbänder gibt es, aber sie führen oft selbst zu Hautirritationen, daher ist hier die Meinung zwiegespalten. Fast noch wichtiger ist es, die Umgebung flohfrei zu halten! Denn der Floh selber hält sich nur kurze Zeit auf dem Hund auf. Seine Eier, Larven und Puppen sammeln sich im Umfeld an, und ehe Sie sich versehen, befinden Sie sich in einem veritablen Flohzirkus. Vergessen Sie bei der intensiven Säuberungsaktion Ihr Auto nicht, der Floh nimmt, was er kriegen kann. Alles muss gründlich mit Flohpulver eingestäubt werden. Staubsagen (Achtung Staubsaugerbeutel verbrennen), Wischen und wieder einstäuben. Wiederholen Sie diese Prozedere in den folgenden Wochen noch einmal. Wenn Sie Glück haben, sind Sie die Plage los. Die Gefahr besteht, dass Sie eine Ei-Generation nicht erwischen, und dann beginnt das Spiel wieder von vorne. Eine gute Freundin befand sich über drei Monate im verzweifelten Kampf gegen den Hüpfern, nachdem ihr Labrador sich beim „Spielen“ mit einem Nager einen oder mehrere Flöhe eingefangen hatte. Es gibt ein altes Hausmittel gegen Flöhe. Das sind Farnkräuter, die mag der Floh nicht. Damit kann man das Hundelager auspolstern. Aber wer hat die schon immer griffbereit? Am besten sind immer die optimale Hygiene und die genannten, kleinen, präventiven Maßnahmen, die den Säureschutzmantel der Haut für Floh & Co ungenießbar zu machen. Weitere Artikel wählen Sie bitte rechts oben im Inhaltsverzeichnis >>
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