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DIE ECKE FÜR DEN TIERFREUND Im Kampf gegen die Sandmücke – Leishmaniose und ihre Folgen
Mittel- und Nordafrika, Madagaskar, China, Brasilien, Südeuropa, Mittelfrankreich und die Westschweiz sind betroffene Regionen. Die Sandmücke befindet sich – der Klimaverschiebung sei Dank – weiter auf dem Weg in Richtung Norden. So ist auch Deutschland keine Sandmückenfreie Zone mehr. Hunde und Nager sind das Hauptreservoir des Erregers. Die Übertragung auf den Menschen scheint eher weniger dem Wirtssektrum der Leishmanien zu entsprechen. Wobei am Rande erwähnt sei, dass weltweit, mit Ausnahme Australien, über 12 Millionen Menschen infiziert sind. Jährlich kommen schätzungsweise 1,5 Millionen hinzu. Im Vergleich zum Hund ist das aber eine verschwindend kleine Zahl. Aus diesem Grund ist die Leishmaniose eher als eine „hundetypische“ Infektionskrankheit bekannt. Es ist ausschließlich möglich, dass die Leishmaniose durch den Stich der Sandmücke übertragen wird. Eine direkte Übertragung durch Wundsekret ist theoretisch möglich aber nicht nachgewiesen! Trotzdem sollte man Vorsicht walten lassen, und Leishmaniose-Hunde mit offenen Wunden, nicht in direkten Kontakt mit Kleinkindern kommen lassen. Eine direkte Übertragung durch verseuchte Blutkonserven ist möglich. Die Krankheitssymptome treten oft abrupt auf. Der Hund wirkt müde, verliert an Gewicht. Fieber, Durchfall und Erbrechen können sich einstellen, genauso wie Hautveränderungen. Das Haarkleid verschlechtert sich. Es wird stumpf, dünn und rau. Es kommt zu kahlen Stellen. Die Haut schuppt sich. Krallenverkrümmungen und übermäßige Verhornung sind ein weiteres Zeichen. Es gibt keine Impfung gegen diese Infektionskrankheit. Infolge der vielen Krankheitsbilder ist die Diagnose oft schwierig. Früherkennungen haben gute Chancen geheilt zu werden. Dann ist eine Medikamentierung durch den Tierarzt in Form einer mehrwöchigen Kur, erfolgreich. Nebenwirkungen sind nicht ausgeschlossen. Rückfallerkrankungen ebenfalls nicht. Daher ist der Schutz vor der Sandmücke die einzige Möglichkeit, mit der Leishmaniose nicht konfrontiert zu werden. Saya, die zweijährige Mischlingshündin, die in den nebenstehenden Photos zu sehen ist, ist Leishmanienträgerin. Doch der Erreger führt nicht unmittelbar zum Ausbruch der Krankheit. Der Schlafzustand besagt nicht, dass der Erreger ausbricht und aktiv wird. Saya kann uralt werden, ohne jemals die Folgen der Leishmaniose gespürt zu haben. Viele Menschen haben Leishmanien –Erfahrungen mit ihren Hunden gemacht, viele davon können Positives berichten. Schreiben Sie uns, wir veröffentlichen Ihre Geschichte. Vielleicht hilft es, die Skepsis schwinden zu lassen, und gibt Saya endlich den Weg frei, in ein schönes, verdientes Hundeleben.
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