![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Gerade bei hautempfindlichen Hunden hat sich die Umstellung auf artgerechte Kost immer bestens bewährt. Insbesondere die Umstellung auf frisch Bestandteile: Frisches Fleisch, Früchte, Quark, naturbelassene Fette (Öle), Honig, Früchte (fein püriert), frisches Gemüse (fein püriert), mit der Beigabe von Honig, Apfelessig, aber auch Kräutern und ab und zu einem Ei samt Schale (ebenfalls mit in den Püriere werfen). Manche Hunde mögen – wie bereits im vorhergehenden Artikel „ Roh – oder doch besser gekocht“ beschrieben, kein rohes Fleisch. In diesem Fall bleibt der Rat, dieses kurz abzukochen, und mit dem Kochwasser zu verfüttern. Fleisch sollte in möglichst großen Stücken gefüttert werden, besser noch am Knochen. Das Kauen ist wichtig für die Zahnpflege. Wenn Sie Getreide füttern, wählen sie Getreideflocken. Beachten Sie, dass Fleisch und Getreide nicht zusammen gefüttert werden sollen, denn dadurch können Blähungen verursacht werden. Das heißt also, dass der Hund in diesem Fall, zwei Mal täglich gefüttert werden muss. Einmal in der Woche füttern Sie ausschließlich Flocken oder Gemüse. Dem folgt ein Fastentag. Wenn Ihnen das zu grausam erscheint, machen sie den Fastentag einfach mit! Regelmäßige Fastentage sind – medizinisch bestätigt – eine lebensverlängernde Maßnahme. Sie werden erstaunt sein, wie fitt Sie sich schon nach kurzer Zeit fühlen. Kreisen die Gedanken ums Essen, trinken Sie ein großes Glas Wasser, nehmen sich Ihren Hund und lenken sich mit einem schönen Spaziergang davon ab. Alles im Leben ist eine reine Gewohnheitssache. Und diese ist sogar eine, die Ihnen beiden gut tut! Sind Sie aber der Überzeugung, dass der Fastentag Ihrem Hund (und Ihnen) nicht gut tut, ignorieren sie meine muntere Aufforderung. Halten sie aber unbedingt den wöchentlichen, fleischlosen Tag ein. Mag Ihr Hund kein Gemüse, tricksen Sie, indem Sie etwas Thunfisch unterpürieren. Öl oder etwas Sahne wirkt oft auch Wunder. Die nächsten 5 Tage füttern Sie Fleisch. Gehen wir davon aus, dass Sie Ihren Hund zweimal am Tag füttern, so kommen wir – bei Einhaltung des Fastentages – auf 12 Mahlzeiten in der Woche. Davon sind im Idealfall vier Mahlzeiten reine Fleisch- und Knochen-Mahlzeiten. Vier Mahlzeiten bestehen aus Fleisch, Knochen und Gemüse, weitere vier aus Getreide und Milchprodukten. Wenn Sie Getreidefrei füttern, so wie ich es tue, achten sie darauf, dass der Gemüseanteil bei 10-25% liegt und der Fleisch-Innereienanteil bei 75-90%. Die Knochenration der Woche liegt ideal bei 10%, kann durchaus auch höher sein, die 30% aber nicht übersteigen. Wenn Sie Getreide füttern möchten, stellen sie die Mahlzeit aus Flocken, etwas Joghurt, oder Quark, wahlweise auch Hüttenkäse, Buttermilch oder Karottensaft zusammen. Ab und zu geben Sie ein Ei hinzu. Es sei noch einmal darauf hingewiesen, dass es nicht notwendig ist, Getreide zu füttern! Ich selbst, wie schon erwähnt, lasse es komplett weg. Allergischen, arthritischen oder krebskranken Hunden sollte man ohnehin kein Getreide füttern. Die oft besprochene Fleischkost setzt sich aus Fleisch und Knochen zusammen. Wertvolle Öle und Kräuter ergänzen sie perfekt. Bleibt noch die Frage, welches Fleisch, welche Flocken, welches Gemüse oder Obst? Bei den Getreideflocken können Sie Hafer, Roggen, Weizenkleie, Hirse, Maisflocken nehmen. Kokosflocken bieten eine Abwechslung. Bei dem Gemüse bleiben Sie bei dem saisonalen Angebot und schließen rohe Kartoffel, Avocados, Kohl und rohe Tomaten aus. Dass rohe Zwiebeln nicht ins Futter gehören, kann sich jeder gut vorstellen. Knoblauch* hingegen schon. Salate, Kräuter, Löwenzahn Zucchini, Karotten bieten sich an. Ebenso gehen Sie beim Obst vor. Sicher werden Sie ihrem Hund keine Zitrone füttern, aber Orangen mag er gerne, ebenso natürlich Äpfel*, Bananen, Trauben, Melone, Kiwi, Feigen, Ananas, im Winter natürlich auch frische Nüsse. In beiden Fällen, Obst und Gemüse immer pürieren, da die Zellstruktur des Hundes nur dann die wertvollen Inhaltsstoffe optimal verwerten kann. Schauen wir in die Kräuterecke. Petersilie, Borretsch, Alfalfa und Kresse (kann man sich prima selbst ziehen). Dill oder auch Seealgenmehl. Was das Fleisch anbelangt, so denken Sie daran, dass Schweinefleisch nicht roh verfüttert werden darf. Wie ich in meinem vorherigen Artikel „Rohfütterung – oder doch lieber Selbstgekochtes“, bereits geschrieben habe, kann über rohes Schweinefleisch die Aujeszkysche Krankheit übertragen werden, die einem tödlichen Verlauf nehmen kann. Ich selbst habe Schweinefleisch gar nicht auf dem Speiseplan stehen. Sie können vom Rind so ziemlich alles nehmen: alle Knochen, Niere, Pansen, Blättermagen, Leber, Herz, Muskelfleisch, Pansen... die Markknochen allerdings sind recht hart, es ist besser, diesen weichere Knochen vorzuziehen. Bei Krebspatienten heißt es, das rote Fleisch zu meiden. Je heller, desto besser. Geflügel kommt hier in Betracht. Das Huhn steht bei uns ganz oben auf der Liste, alles ist zu verfüttern, von den Füssen bis zum Kopf und bitte immer roh. Das hat seinen Grund, gekochte Knochen splittern, rohe nicht.
Der „Drei-Cocker-Speiseplan“ Nach einem ausgiebigen Spaziergang, gibt es „als Frühstück“ für jeden Hund einen Hühnerflügel, oder zwei Lammrippen, wahlweise ein Hähnchenunterschenkel, oder zwei geputzte Hühnerfüße.
Variante zwei: Sie besteht aus einem Gemüse-Obst-Mix mit einem geringen Anteil Fleisch, in diesem Fall Leber, heiß geliebt zwar, aber mehr als einmal in der Woche sollte sie nicht verabreicht werden. Der „Grünanteil“ besteht z.B. aus Karotten*, Zucchini, Salat, etwas Broccoli, Apfel und Ei mit Schale. Alles zusammen wird fein püriert. Ein Löffel guter Honig* folgt zum Abschluss. Variante drei: Eine fleischlose Mahlzeit, die mein ältester Cocker Filou, über alles liebt: Hüttenkäse, wahlweise auch Quark, mit Honig, püriertem Obst (Äpfel*, Bananen, Feigen, Beeren, was gerade da ist – Ananas liebt er auch…), ein Löffel Nussöl, fertig! Variante vier: Innereien pur: Rinderniere, Rinderherz, Pansen, Lammherzen, oder auch Geflügelmägen, Sie haben reichlich Auswahl. Klein geschnitten wird nichts, das verlängert das Fressvergnügen! Sie sehen, die Fütterung ist nicht nur artgerecht, sie ist abwechslungsreich und flexibel in der Herstellung. Die mit einem *versehenen Zutaten sind besonders wertvoll und haben noch so manchen, interessanten Zusatzaspekt, auf den ich in den folgenden Artikeln eingehen werde.
|
bitte klicken sie auf den unten stehenden Link
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||