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Ein paar kritische Anmerkungen zum Fertigfutter

Hauptpfeiler eines gesunden Hundelebens ist die Ernährung. Ein kaum noch überschaubares Angebot an Dosenfutter, dem so genannten Nassfutter, und an Säcken mit getrockneten Pellets, dem Trockenfutter, suggeriert uns mit markigen Versprechungen, häufig ohne verwendbaren Inhalt, ein optimales Ernährungspaket.

Von ganzen, saftigen Brocken bestem Fleisch ist da die Rede, von schmackhaften Zutaten, wie frischem Gemüse und reinem Getreide. Premium-Qualität in Hochglanztüten versprechen eine exzellente Versorgung, inklusive Genuss pur. Auffallend auch die vielen Zusatzprodukte, deren Fantasie offensichtlich keine Grenzen gesetzt sind. Da versprechen Kaustangen mit Minze den Ersatz der Hundezahnbürste (Wie, Sie haben gar keine?), schmackhafte Leckerchen „für zwischendurch“ ergänzen effektiv den Mineralstoffhaushalt des Vierbeiners, obwohl dieser doch eigentlich, des guten Fertigfutters sei Dank, sich im optimalen Rahmen bewegen müsste. Gummiartige Kauspiralen sorgen für ein Hundeleben voller Lebensfreude,  biegsame Kauknochen bringen endlich Kauspaß in das Hundeleben und so weiter und so fort. Das Ende der langen Reihe völlig sinnfreier, dafür aber umso kostenintensiver, Zusatzprodukte gipfelt für mich in den alljährlichen Hunde-Adventskalendern zur Weihnachtszeit, hinter dessen 24 Türchen sich jeweils ein besonders köstliches Stückchen Hundeschokolade verbirgt. Einen Kommentar hierzu erspare ich mir in Anlehnung meines voran gegangenen Artikels.

Ein langes, gesundes Leben Dank der Dose von XY?  Praktisch ist die Dose allemal, wenn man mal von dem beachtlichen Weißblechberg absieht, der sich im Laufe eines Hundelebens so aufstapelt. Dem könnte man ausweichen, indem man sich dem Trockenfutter zuwendet. Der kritische Zeitgenosse schaut in beiden Fällen näher hin, und was er herausfindet, sollte zumindest zum Nachdenken anregen.

 

        Ein Grund zum Knurren oder die Antwort auf die Frage:

                             Was ist Fertigfutter?

 

Ich glaube nicht, dass vielen Hundebesitzern geläufig ist, aus welchen „leckeren“ Zutaten sich Fertigfutter zusammensetzt. Bis vor wenigen Jahren war es mir auch nicht bewusst. Nachdem ich im Bilde war, habe ich die Ernährung  meiner Hunde umgestellt. Wobei ich erwähnen möchte, dass es mir nicht darum geht, den Inhalt von Dose und Tüte zu verteufeln. Auch in der humanen Ernährung gibt es ein, kaum überschaubares, Angebot an Fertigprodukten deren Aufschrift nahrhaft Gutes verspricht, dessen Inhalt allerdings eher abenteuerliche Ausmaße annimmt. Der Mensch weiß das, er kann wählen und frei entscheiden, ob er sich mit industriell vorgefertigter Nahrung verköstigt, oder eben nicht. Der Hund kann nicht wählen. Er ist auf den Menschen angewiesen und damit der in Zukunft einen besseren Überblick über Chappi & Co hat, sei ihm heute ein Einblick in die Industrieküchen der Futtermittelhersteller gewährt.

Ich möchte Ihnen an dieser Stelle nicht mit den drei Schlagwörtern Chemikalien, Konservierungsmitteln und Geschmacksverstärkern kommen. Dass sie sich im Hundefutter tummeln, ist allseits bekannt. Immer mehr Firmen haben Wind von wachsender Wachsamkeit der Hundehalter bekommen, und werben damit, völlig ohne die drei Säulen der Fertigfutterherstellung auszukommen. Wie sie dann die lange Haltbarkeit ihrer Produkte trotzdem bewahren, hüten sie wie ein kostbares Geheimnis. Man könnte diesem in einer einfachen Erklärung auf die Schliche kommen:
Die Hundefutterhersteller kaufen ihre Grundsubstanzen so ein, dass die Konservierungsstoffe bereits enthalten sind. Deshalb brauchen sie bei ihrer eigenen Produktion keine Zusatzstoffe mehr hinzufügen. So verschwinden diese scheinbar wie von Geisterhand, denn auf den Tüten oder Dosen steht nun: „enthält keine Zusatzstoffe“, was allerdings lediglich besagt, dass der Hersteller selber keine weiteren Zusatzstoffe hinzugefügt hat. Das Vorprodukt, die Basis seines Fertigfutters, darf ohne weiteres das ganzes Programm an zusätzlichen Stoffen enthalten. Sprich Farbstoffe, Geschmacksverstärker, Chemikalien und Konservierungsstoffe. Soviel zum Etikettenschwindel.

Von tierischen Nebenerzeugnissen ist in den Inhaltsangaben zu lesen. Oder von pflanzlichen Nebenprodukten. Von Knochenmehl, Geflügelfleischmehl, Fischmehl oder Trockenschnitzel. Diese Wortkreationen verbergen beinahe undurchschaubar die Herkunft und Qualität der einzelnen Zutaten.
Stiftung Warentest, sonst so ein kritisches Qualitätsbarometer, übte sich vor Jahren nur mäßig interessiert an der Bestimmung der Ingredienzien. Die Zeitschrift Öko-Test ging erst gar nicht auf einen Versuch ein, die Inhaltsstoffe zu zerpflücken. Die Trockenfutter seien zu stark verarbeitetet, als dass man sie im Nachhinein noch untersuchen könne, hieß es. Stiftung Warentest stellte fest, dass bei 33 getesteten Produkten, auch die, die im Vergleich für „gut“ befunden wurden, die gesetzlichen Inhaltserklärungen nicht mit den tatsächlichen übereinstimmten. Dementsprechend wenig befriedigend waren dann auch die Testaussagen.

Wagt man einen näheren Blick auf die Inhalte der saftig-fleischigen Brocken, so entdeckt man unter der Rubrik Geflügel folgendes: Krallen, Schnäbel, Federn, und Kot.
Die Abteilung Rindfleisch bietet Blut, Fell, Hufe, Hoden, Kot, Urin an.
Unter der Rubrik Fisch finden wir Fischmehl, gewonnen aus Meereskadavern, teilweise voller Schadstoffe wie DDT und Chlorparaffine.
Die vitaminreiche Gemüsebeigabe wird aus dem Abfall der Gemüseverarbeitung bestückt und Getreide kommt aus dem Abfallbestand der Getreidemühlen.
So erklärt sich auch der Anteil an Roh-Protein des Futtermittels. Füße, Hufe, Schnäbel, Federn usw. enthalten hohe Mengen an Stickstoff, der bei der Rohproteinberechnung als Protein-Stickstoff in die Analyse eingeht. Allerdings kann dieser von dem Hund nur schwer verdaut und kaum verwertet werden.

Ein französischer Tierfutterhersteller, der gerne mit Premium-Qualitäten wirbt, hat über Jahre Klarschlamm aus den werkseigenen Anlagen mit Fleischmehl vermischt. Ein durchaus gängiges Unterfangen. Die EU kontrollierte die Mitgliedsländer mittels Fragebogen, in denen die Hersteller Auskunft über ihre Inhaltsstoffe machen sollten. Nebenbei wurde auf das Verbot der Beimischung von Klärschlamm hingewiesen. Gerade einmal 3% der Mitgliedstaaten reagierten fristgerecht auf die Aufforderung.

Alle Hundefuttersorten bestehen zu einem Großteil aus Getreide. (60-90%). Das hat seinen Grund, denn Getreide ist billig. Damit müsste dieses Füllsel eigentlich als Hauptbestandteil an erster Stelle aufgelistet sein.  Da das aber zu offensichtlich ist, steht daher gerne der Tiermehlanteil an erster Stelle. So fällt dem Käufer auf Anhieb nicht auf, dass die fleischigen Brocken in erster Linie aus Getreide bestehen.

Kommen wir zu den wichtigen Ernährungsbestandteilen wie Enzyme, Vitamine, essentielle Fettsäuen und Aminosäuren. Sie werden leider durch den  Erhitzungsvorgang zerstört oder verändert. Im Gegensatz zu den Narkosemitteln und Medikamenten.
Kommt hinzu, dass die Abdeckereien oft schlampig arbeiten. Die eingeschläferten Hunde, die schlussendlich dann als Tiermehlprodukt im Futter wieder auftauchen, werden nur allzu oft mit Flohhalsbändern, oder noch in der tierärztlichen Plastikverpackung, verarbeitet. Auch das abgelaufene Fleisch aus den Supermärkten wandert gerne mit Styropor und Plastikverpackung in die Weiterverarbeitung.

Ein weiterer Füllstoff neben Getreidemahl ist Rotebeetemasse. Sie verfärbt den Kot dunkel und verbleibt sehr lange im Darm. Dadurch wird der Stuhl fest. Beides, die feste Konsistenz, und die dunkle Farbe, lässt uns glauben, dass das Hundefutter einen erhöhten Fleischanteil hat.

Zellulose ist ein weiteres, sinnfreies Zusatzingredienz der Tierfuttermittelhersteller. Zellulose, der Hauptbestandteil von Pflanzenwänden, kann vom Hund (von seinem Herrn übrigens auch nicht) nicht abgebaut werden. Es fehlt das entsprechende Verdauungsenzym.  Anders sieht es bei der wiederkäuenden Kuh aus, sie verdaut Zellulose im Pansen. Das Pferd und Wassergeflügel verdauen Zellulose über mikrobielle Fermentation im Dickdarm. Da wir aber weder der Kuh noch der Ente eine Dose öffnen wollen, macht diese Beigabe wenig Sinn. Ist man gemein, entdeckt man hinter dem Begriff nichts anderes als Sägemehl, und was das im Hundefutter zu suchen hat, hat sich mir bis heute noch nicht erschlossen.

Das Fett im Fertigfutter muss, damit es nicht ranzig wird, über Konservierungsmittel haltbar gemacht werden. Ethoxiquin (in Schweden inzwischen verboten), BHA* und BHT können die Bildung der Leukozyten, der weißen Blutkörperchen, schwächen. Damit wird automatisch die Abwehr von Krankheitserregern geschwächt.
Zudem wird dadurch die Glucoseaufnahme blockiert. Der Grund dafür, dass zumindest BHT in der menschlichen Nahrung nicht beigesetzt werden darf. (Krebsgefahr!) Die gerne erwähnten Omega-3-Fettsäuren, die so wichtig sind, werden in der Regel der Fälle gleich weggelassen, weil es kein Verfahren gibt, diese für längere Zeit haltbar zu machen. Vitamine, Mineralien, Enzyme und Aminosäuren werden durch den Erhitzungsprozess zerstört. Oft sind es auch preiswerte chemisch hergestellte Präparate, die nur schwer verwertet werden können.  

Zu den Aminosäuren sei gesagt, dass das Kochen von tierischem Eiweiss die Aminosäuren-Ketten verändert. Damit werden sie größtenteils für den Hund unbrauchbar. Eiweiße werden durch Kochen schwer verdaulich, Mineralien gehen zum Teil verloren. Man sollte wissen, dass der Hund, als Fleischfresser einen anderen Bedarf an Aminosäuren hat, als ein Pflanzenfresser. Die dem Hund zugänglichen, wichtigen Aminosäuren sind im rohen(!) Fleisch enthalten. Wie macht sich das mit dem hohen Getreidemehlanteil im Fertigfutter vereinbar? Die Aminosäuren sind wichtig für den Aufbau eines gesunden Gewebes und eines soliden Immunsystems.

Eines allerdings ist erstaunlich, bei all den vielen Skandalen, die in der Nahrungsmittelindustrie über die Jahre bekannt geworden ist, von BSE, über Schweinepest, Hühnergrippe, Antibiotikaverseuchtem Geflügel, schwermetallverseuchtem Fisch oder Scrapie (Traberkrankheit), nie hat man je etwas Negatives über Hundefutter vernommen. Also doch alles in bester Ordnung?
Dazu sollte man wissen. dass der Sektor Fertigfutter ein milliardenschweres Geschäft der Nahrungsmittelindustrie ist. Die für die menschliche Verwertung ungeeigneten Abfallprodukte werden in die Goldgrube Tiernahrung gesteckt. Pedigree Pal, Frolic, Cesar, Advance, Chappi und Loyal gehören Effem an. Dahinter steckt der Großkonzern Mars. Matzinger, Bonzo und Friskies gehören zu Nestlé, Hills Science Diet zu Colgate-Palmolive, IAMS, besser bekannt unter Eukanuba, zu Procter & Gamble, Recipe zu Heinz, Pro Plan, Purina und Latz zu Ralston Purina.

Mächtige Großkonzerne, mit exzellenten Werbekonzepten, die den äußerst gewinnbringenden Markt der Fertigfutterindustrie wohl kaum durch selbstkritisches Offenlegen ihrer Futtermittelzusammenstellung gefährden werden. Dabei übt man sich redlich darin, den Hundebesitzer zu verunsichern. Gezielte in die Irreleitung, und clever genutzte Gesetzeslücken suggerieren Qualitäten, die teuer bezahlt werden, aber oft nicht vorhanden sind.

Ganz abenteuerlich wird es, wenn man sich die Webseiten der großen Futtermittelhersteller einmal näher anschaut.Da heißt es zum Beispiel: „Knochen sind für den Hund gänzlich ungeeignet, da schwer verdaulich.“ Mag sein, dass der Fuchs den Hasen filetiert, bevor er ihn verspeist, bekannt ist es mir nicht. Der tiefere Sinn dieser Behauptung entschlüsselte sich mir in dem unmittelbar folgenden Hinweis auf eine Kaustange mit Minze-Geschmack. Deren festere Partikel sollten die dringende Arbeit des Zahnreinigens übernehmen. Womit wir wieder bei der oben genannten Zahnbürste sind. (Meine Hunde reinigen sich ihre Zähne übrigens seit Jahren durch kräftiges Zerlegen von Knochen. Sie haben ein schneeweiße Gebiss, wenngleich ich zugeben muss, keinen Minze-Duftenden Atem. Gesundheitliche Schäden haben sie durch den Verzehr roher Knochen auch noch nicht davon getragen. Im Gegenteil.)

Rohes Fleisch, so warnt man weiter, geht gar nicht. Entweder wird der Hund blutrünstig oder er siecht an Salmonellen dahin. Wie machen Fuchs, Wolf und Dingo das? Haben sie einen mobilen Campingkocher im Gepäck?
Händeringend wird vor Mangelerscheinungen gewarnt, die unweigerlich bei Verzicht auf Dose und Tüte entstehen. Daran ist nichts auszusetzen, aber auch genauso leicht zu umgehen, nimmt man sich einmal die Zeit, sich mit dem Thema Hundeernährung näher zu befassen.

Fakt ist, der Hund ist in erster Linie ein Karnivor, also ein Fleischfresser. Sein Gebiss ist dementsprechend ausgelegt, kräftige Eckzähne greifen die Beute, scharfzackige Backenzähne durchbeißen Fleisch und  (man glaubt es kaum) Knochen.
Die Magensäure des Hundes enthält 10-mal so viel Salzsäure wie ein menschlicher Magen. Inklusive Nahrungsinhalt liegt die Magensäure bei einem PH-Wert von 1. (Im Vergleich, bei uns Menschen liegt der PH-Wert bei 4 bis 5.) Die Produktion der Magensäfte erfolgt bei dem Hund durch die Aufnahme von rohem Fleisch und nicht von Getreide, Sägemehl oder Sonstigem.  
Eine getreidelastige Ernährung ist – und daran führt kein Wenn und kein Aber vorbei – falsch!

Der Darm des Hundes ist sehr kurz, daher schlägt auch das Wehgeschrei der Industrie vor lebensbedrohender Salmonelleninfektion, - die etwa bei der Aufnahme von rohem Hühnerfleisch passieren kann – ins Leere. Ernährt der Hund sich ausschließlich roh, verbleibt die Nahrung maximal 5 Stunden im Darm. (Bei Fertigfutter ist es das Dreifache der Zeit.)
Der gesamt Verdauungsapparat des Hundes ist auf rohes Fleisch und (rohe!) Knochen eingestellt. Salmonellen und andere Parasiten sind überall und allgegenwärtig. Ein gesunder Organismus hat damit keine Probleme.

Der hohe Getreidefutteranteil hingegen verringert die Magensaftproduktion, da der Schlüsselreiz Fleisch fehlt. Folglich werden Bakterien nicht optimal abgetötet, es kommt zum Parasitenbefall, Fehlgärungen, oder Durchfall.

Natürlich braucht der Hund mehr als nur Fleisch und Knochen. In freier Natur frisst der Fuchs Beeren, Kräuter, er stielt Eier und verzehrt sie mit Schale, oder er buddelt nach Wurzeln. Und noch etwas verzehrt er genüsslich: Schafskot! Und das hat seinen Grund: Schafe fressen nur die besten Kräuter, es muss also noch ausreichend wieder Verwendbares zu finden sein, die der artgerecht gefütterte Hund, oder seine wild lebenden Verwandten, instinktiv für sich nutzen.  Automatisch vertilgt er dabei allerdings auch Würmer und andere Parasiten. Die gleiche Gefahr besteht  bei der Aufnahme von Aas.

Das ist der Hauptgrund, warum wildlebende Tiere eine kürzere (natürliche) Lebensphase haben, als Stadthunde, deren tägliches Nahrungseinerlei aus der Dose oder der Tüte kommt! An dieser Stelle sei erwähnt, dass auch meine Hunde Aas und Schafskot durchaus zugetan sind. Eine Wurmkur ist in unserem Falle also Pflicht. Allerdings nicht nach einem festen Zeitplan, wie es Pharmaindustrie und manche Veterinäre empfehlen. Doch dazu, zu einem späteren Zeitpunkt, mehr.

Ich möchte – und das sei an dieser Stelle betont – mich nicht gegen jegliche Form der Fertigfütterung aussprechen, selbst wenn ich diese schon seit Jahren nicht mehr praktiziere. Millionen Haushunde werden über Jahrzehnte so ernährt. Allerdings sei es dem kritischen Konsumenten vergönnt, einmal genauer hinzusehen. Und sei es nur, um ein besseres Urteilungsvermögen zu erlangen.

Schwedische Futtermittelhersteller haben von Gesetzwegen ein „sauberes Futter“, wie sie auch die bessere Nutztierhaltung von Gesetzwegen praktizieren. Antibiotika, Beruhigungsmittel und Hormonzusätze in der Tierzucht sind hier verboten. Ein schwedischer Tierfuttermittelhersteller richtet sich bei seiner Produktion und Zulieferqualitäten sogar nach einem unabhängigen, hohen Kontrollstandart, obwohl die EU-Richtlinien lediglich den niedrigstmöglichen EU-Standart verlangen. Auch darf in Schweden kein Kadaver zur Fertigfutterherstellung verwendet werden, und das krebserregende Konservierungsmittel Ethoxiquin werden Sie, wie schon erwähnt, in schwedischen Produkten auch nicht finden. Dänische Produkte haben einen ähnlich guten Ruf.

Wer also, nach diesem Bericht das Verlangen verspüren sollte, in der Ernährung seines Hundes etwas zu verändern, und vor der Selbstzubereitung zurückschreckt, dem sei hier eine Alternative geboten.  Dass ernährungsbedingte Krankheiten nicht nur in der Humanmedizin, sondern auch in der Veterinärmedizin einen erschreckend großen Rahmen einnehmen scheint, mit diesen Kenntnissen, nicht weiter verwunderlich. Das viel gepriesene Preis-Leistungskonzept geht hier für den Endverbraucher nicht auf. Die Nahrungsmittelindustrie hingegen macht mit dem Umsatz an Tierfutter Milliardengeschäfte.

Wer mit diesem Wissen bestückt, den Schritt zurück zur Natur – im besten Hundesinn – machen möchte, dem sei gesagt, es ist weder kompliziert, noch aufwendig, geschweige denn teuer, seinen Vierbeiner eine gesunde und abwechslungsreiche Kost zukommen zu lassen. Ein paar Regeln gilt es zu beachten, der Rest ist so einfach, wie schlüssig. Seitdem ich meine Hunde dementsprechend ernähre, haben diese keinen einzigen Fall mehr von Allergien, Ekzemen, Hautproblemen, Magenerkrankungen, Darmproblem oder Sonstigem gehabt. Meine Besuche beim Tierarzt haben seit dieser Zeit absoluten Seltenheitsfaktor.
S.H.

 

*BHA – Butylhydroxyanisol, ein künstlich hergestelltes Antioxydant und Konservierungsmittel, das auch in der menschlichen Nahrung verwendet wird. In erster Linie finden sie es in Fertigsuppen oder Fertigsauen. Aber auch in Chips oder Salzstangen. Rosinen werden ebenfalls mit BHA haltbar gemacht. Die Kosmetikindustrie verwendet ab und zu diesen Stoff, obwohl bekannt ist, dass er allergische Reaktionen auslöst. Gelangt BHA über den verzehr behandelter Nahrung in den Körper, lagert sich Der Konservierungsstoff in dem Fettgewebe ein. Butylhydroxyanisol erhöht den Cholesterinspiegel.

 

 




























 

 

 


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