logo
 

 

 

 

 

 


 


Wer rastet, der rostet – wenn unser Hund alt wird

-Studien über den dritten Lebensabschnittes des Urvaters Wolf, oder dessen andere, wildlebende Gefährten, sind leider nicht bekannt. Fakt ist, sie erreichen bei weitem nicht das Durchschnittsalter des Haushundes, welches heute bei 12-13 Jahren liegt. Genau wie bei uns Menschen gibt es auch beim Hund, große Unterschiede zwischen den chronologischen Alter und dem körperlichen Zustand. In der Regel haben die Riesenrassen im Vergleich mit kleinen Rassen, die bis zu 20 Jahre alt werden können, eine relativ geringe Lebenserwartung, doch auch hier gibt es lebhafte Schwankungen, abhängig von der Abstammung und der Fürsorge in jüngeren Jahren.

Im allgemeinen geht man davon aus, dass der Hund ab etwa 8 Jahren alt zu werden beginnt. Ab dem machen sich in den Organen die Folgen des Alterungsprozesses bemerkbar. Auch hier gilt, jedes Tier unterliegt unterschiedlichen Alterungsraten. Einige Hunde sind genetisch besser ausgestattet, als andere. So entwickelt zum Beispiel ein Hund, der eine genetisch bedingte Hüftgelenksdysplasie hat, an diesen Gelenken in der Regel früher Arthritis, als Hunde mit gesunden Hüften. Auch Umwelteinflüsse und die Ernährung haben ersichtlich Einflüsse auf die abgeschwächten Körperfunktionen. Ein gut betreuter und richtig gefütterter Hund, gewappnet gegen Erkrankungen, ist in der Regel gesünder und kräftiger. Die Chancen auf eine hohe Lebenserwartung steigen parallel.

Aber ab dem achten Lebensjahr sollten wir erkennen, dass der Alterungsprozess unseres Hundes einzusetzen beginnt, und unseren vierbeinigen Gefährten gut beobachten, um erste Anzeichen so früh wie möglich zu erkennen und Maßnahmen zu ergreifen. Ein Fehler, der gerne gemacht wird ist, den älter werdenden Hund mit weniger Aufmerksamkeit zu bedenken. Will heißen, ihn weniger aktiv mit in den Tag einzubinden. Zunächst fällt es auch gar nicht auf, dass unser Gefährte ruhiger wird, wir empfinden es vielleicht sogar als ganz angenehm, dass das Raubein aus früherer Zeit nun langsam ein gemäßigtes Tempo vorlegt. Automatisch reduziert sich auch die Zeit, die wir uns mit dem Hund beschäftigen, da von ihm die Auforderungen zum gemeinsamen Spiel oder Spaziergang immer öfter ausbleiben. Die einst langen Spaziergänge werden kleiner, im guten Glauben, dem treuen Begleiter nicht mehr soviel zumuten zu wollen. Schließlich sieht man selbst, dass die Gangart nicht mehr so geschmeidig ist, die Ausdauer nachlässt und auch das Interesse am vierbeinigen Kumpel nicht mehr im wilden Spiel ausartet. Ohne es zu merken stellt man selbst sich um, und geht mit dem ruhigen Hund auch ruhiger um.

Ungewollt trägt man  mit diesem vermeintlichen Gleichklang allerdings  dazu bei, den Ruhestoffwechsel des Hundes herabzuschrauben, und das hat Folgen! Nicht nur im Verhalten des Tieres, bedingt durch wachsende Trägheit und Lethargie, auch im Organismus macht sich der schrittweise Abbau der alltäglichen Aktivitäten ungut bemerkbar. Muskelschwund, Knochenabbau und Fettsucht sind nur drei der genannten Folgen, die unweigerlich ihren Lauf nehmen. Natürlich hält der alte Hund nicht mehr mit dem Jungspund Schritt, aber deswegen seine Tagesaktivitäten erheblich zu reduzieren ist grundlegend falsch.

 

-Wer rastet, der rostet, diese Lebensweisheit ist alt bekannt und hat an Wahrheitsgehalt nie verloren. Das gilt für uns und gleichermaßen für unseren Hund. Was Sie drosseln ist nicht die Zeit und die liebevolle, aktive Zuwendung in Form von Spiel, Training und Erziehung, sondern die Intensität der gemeinsamen Unternehmungen. Aus dem einstündigen Morgenspaziergang wird vielleicht nur noch eine halbe Stunde, dafür folgt der im kürzeren Abstand ein weiterer kleiner Gang. Unternehmen Sie auch zuhause etwas, um den Hund nicht in Lethargie fallen zu lassen. Kleine Spiele zwischendurch und eine Ansprache geben dem alten Lebensgefährten schnell wieder die Neugier auf das Leben zurück. Verabreden Sie sich mit Hundefreunden zum gemeinsamen Spaziergang. Der Impuls, der von jüngeren Hunden auf den alten Hund überspringt, ist erheblich. Zögern Sie nicht, Ihrem Senior Neues beizubringen, Sie werden staunen, mit wie viel Freude dieser der ihm gewidmeten Aufmerksamkeit folgen wird.

Gezielte Motivation weckt die Lebensgeister und die Lebensfreude. Die Neugier kehrt zurück, die Augen blicken wach und lebhaft, die Muskulatur bekommt wieder Kraft. Stellt man ihm einen jungen Gefährten an die Seite, die Erfahrung habe ich immer wieder gemacht, so spornt das alle Lebensgeister in dem alten Hund an. Er wird aktiv und es scheint, als ob sich der Kräfteüberschuss des jungen Gefährten auf ihn überträgt. Die oft gehörte Befürchtung, dass das Temperament des jungen Hundes dem älteren zu viel wird, ist unbegründet, das regelt der Ältere in seiner Rolle als jetziger „Rudelführer“ von selbst, ohne dass man mit schlimmen Folgen rechnen muss. Im wechselseitigen Nutzen profitieren beide Generationen von einander.

Ich selbst beobachte jeden Tag mit Freude bei meinem Dreiergespann, wie gut sich alt und jung ergänzt. Filou ist mit seinen, jetzt gerade erreichten, 11 Jahren der Chef im Ring. Er ist voller Tatendrang, bei den Spaziergängen immer vorneweg. Kein Stock ist ihm zu schwer, kein Wasser zu tief und keine Machtrangelei um ein Spielzeug mit dem sechs Jahre jüngeren Gefährten Gaspard zu rau. Er ist nicht mehr so schnell wie zu früheren Zeiten und auch die Ausdauer ist nicht mehr so extrem, dennoch bremst das nicht seinen Lebenseifer. Das Spiel mit seinen beiden jüngern Kollegen hält ihn fit, sein Posten als Rudelführer gibt ihm Stolz, die Spaziergänge in Kataloniens schöner Natur hält die Neugier wach, eine gute Ernährung stärkt den Organismus und seiner vollen Aufmerksamkeit ist er sich gewiss.

Wie Sie sehen, es gibt viele Möglichkeiten, den dritten Lebensabschnitt ihres Weggefährten weiterhin bunt und lebhaft zu gestalten. Machen Sie darum nie den Fehler und geben auf, wenn Sie die vermeintlichen ersten Alterszeichen entdecken. Zuviel Schonung und Rücksichtnahme erreicht oft das Gegenteil von Gewünschten. Das Leben wird durch dieses Verhalten keineswegs verlängert, und schon gar nicht verbessert, sondern der Hund altert schneller, als nötig. Und noch eines ist gewiss, Ihr Hund spürt die Zuwendung gerade im Alter ganz besonders und sein tiefer Dank ist Ihnen sicher.
S.H.

 

Hundejahre = Menschenjahre?

1 Hundejahr = 7 Menschenjahre, diese Faustregel ist falsch. Was sich gegenüberstehen muss, ist der körperliche Zustand der verschiedenen Lebensphasen von Mensch und Tier. Zudem haben die Riesenrassen eine andere (schnellere) Lebensuhr als die „normalen“ Rassen.
Wie alt ihr Hund wirklich ist, können Sie hier nachlesen:

 

Riesenrassen:           Normale Rassen:  
         
Hundejahre
Menschenjahre
Hundejahre
Menschenjahre
1
12
1
15
2
   19   
2
24
3
26
3
28
4
33
4
32
5
40
5
36
6
47
6
40
7
54
7
44
8
61
8
48
9
68
9
52
10
75
10
56
11
82
11
60
12
89
12
64
13
96
13
68
14
103
14
72
15
15
76
16
16
80
17
17
84
18
18
88

                                          

                                    
 

 




























 

 

 


Benvingut , Willkommen
                                bei Pro Gat Ampuria

Wir freuen uns, dass Sie bei uns hereinschauen.


Unsere Artikel im Einzelnen:

Giftige Pflanzen und neugierige Katzen

Wenn unser Hund alt wird Teil 1

Wenn unser Hund alt wird Teil 2

Babesiose, Borreliosen

Tierische Zahnpflege - Sinn oder Unsinn ?

FeLV, das feline Leukämievirus

„Pfoten weg“ vom Teebaumöl

Futterplan

Die Alternative zum Fertigfutter

Ein paar kritische Anmerkungen zum Fertigfutter

Lebensnotwendigkeit Wasser

Schokolade – des Menschen Genuss, des Hundes Tod

Verletzungen und Bisswunden,Wunden und Wundheilung

IM KAMPF GEGEN DEN GEMEINEN HOLZBOCK – VORBEUGEN VOR ZECKEN

Im Kampf gegen die Sandmücke – Leishmaniose und ihre Folgen

Achtung giftig - die Raupe des Prozessionsspinners,la processionària

Erste Hilfe bei Insektenstichen

Von A bis Z  -  Naturheilpraxis für Hunde



Leser-Ecke





  Wir suchen ein neues Zuhause

Damm ca. 3 Jahre alt, Rüde,kastriert, schon zum zweiten Mal schuldlos im Tierheim gelandet. Ein kleiner, etwas eigenwilliger, Terrier-Beagle-Mix, der dringend eindlich ein gutes Zuhause braucht! Damm ist temperamentvoll und verspielt, braucht aber auch seine "ruhige Ecke", in die er sich zurückziehen kann.Eine Familie mit nicht mehr ganz  kleinen Kindern und ohne Katzen - die hat er nämlich zum Fressen gern - wäre das optimale Umfeld, für unseren armen Schützling, der schon viel zu viel Zeit seines Lebens im Tierheim verbringen muss.

Big Boy, Schäferhundmix, ca 4 Jahre, Rüde, kastriert. Sein Besitzer hat ihn im Tierheim"vergessen"

Boy, 2 Jahre alt, Schäferhundmix, Rüde. Ein fröhlicher, verschmuster Zeitgenosse, der das Eingesperrtsein nicht verträgt.

 

Danko, bildschöner Settermix, ca. 4 Jahre, Rüde, kastriert. Temperamentvoll und verspielt. Schon viel zu lange bei uns

Finchen, ca 2 Jahre alt, Hündin, Cockermix, kastriert. Ausgesetzt, angefahren und vergessen. Unser trauriges, sanftes Finchen braucht dringend ein Zuhause!!!

Jacko, Scheidungsopfer, ca 3 Jahre alt, unkomplizierter, fröhlicher kleiner "Irgendwas", Rüde, kastriert.

Jimmy, ca 2 Jahre alt, Stafford-Mix, Rüde. Bildschön, verspielt und gutmütig. daher Rubys bester Freund!

Lobo                           Schäferhundmix, ca 5 Jahre, Rüde, kastriert. Misshandlungsopfer, sehr scheu, braucht viel Liebe und Geduld. Gut als Zweithund, da er gerne die Nähe anderer Hunde sucht.

Unsere Rasselbande: Schäferhundmischlinge, Geschwister, vier Monate alt, einer schöner als der andere.

Rinkels, kleiner, freundlicher unkomplizierter Mischling. Ca 1 Jahr alt, Rüde, kastriert.

Ruby, Rottweiler, 2 Jahre, Hündin. Bildschön, verspielt und gutmütig
Schoko, 8 Monate, temperamentvoller, fröhlicher Jagdhundmix, Rüde kastriert

Tom & Tina, noch ein Geschwisterpärchen, Schäferhundmischlinge, 3 Monate alt

Alfi, 9 Monate, Labradormix, Rüde. Ein  Powerpack. Bildschön, immer gut gelaunt und voller Energie