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Die Grenze zu Frankreich
ist nah, und so nutzen viele Besucher das immer noch existierende Preisgefälle
in der E.U. Im Ort selbst befinden sich zahlreiche Geschäfte und deren Angebot wird von den Grenzgängern reichlich genutzt: Alkoholika und Tabak, aber auch Lederwaren und Bekleidung sind hier deutlich billiger als "drüben" im nahen Frankreich. Jeden Freitag morgen ist Markttag.
Aber auch wer einen längeren
Aufenthalt abseits des Massentourismus plant, sollte Portbou in seine Überlegungen
einbeziehen. Die besondere Lage des Ortes in einem Talkessel verbietet von sich
aus exzessive Bautätigkeit und insofern ist Portbou von nahezu unverfälschter
Natur umgeben. Der dem Ort vorgelagerte Hauptstrand ist nie überfüllt, auch nicht in der Hauptsaison im Juli und August.Am Strand liegen zwar noch die klassischen katalanischen Fischerboote, doch hat sich Portbou jetzt auch dem maritimen Tourismus geöffnet:
Der neue Hafen ist eine aufwendige Konstruktion, die in Zukunft sowohl Fischerbooten als auch Sportbooten und kleineren bis mittleren Yachten Platz bieten wird. Die ersten Boote sollen dort bereits in der Saison des Sommers 2001 ankern. Vor dort ist nur mehr ein
kleiner Seeweg bis zu den Stränden entlag der zerklüfteten Felsküste. Diese
Strände sind jedoch auch zu Fuß relativ einfach zu erreichen, so wie der
Strand ...
Platja del Clapé (Bild rechts). Portbou lädt zu Ausflügen an die nahe Strände förmlich ein. Wassersportler mit Freizeitambitionen sind hier an einem gleichsam idealen Ort angelangt. Jeder kann hier noch sein eigenes Stück Strand finden.
Grenzorte haben oft eine besondere Geschichte, so auch Portbou. Hier fand nicht nur 1940 die letzte Schlacht des spanischen Bürgerkrieges statt, im selben Jahr starb hier auch der deutsche Philosoph und Kunsthistoriker Walter Benjamin. Benjamins (immer noch umstrittener) Freitod am 27. September 1940 im Hotel de Francia in Portbou veranlasste die Frankfurter Walter Benjamin-Gesellschaft, hier in memoriam eines der bedeutendsten Denker des 20 Jahrhunderts die Gedenkstätte Passagen zu errichten. Der Künstler Dani Karavan - wie Benjamin jüdischen Glaubens- versteht sein Werk als Erinnerung an die Bedrohtheit der Emigranten des 20. Jahrhunderts, aber auch als in die Zukunft gerichteten Aufruf zu Toleranz und grenzüberschreitender Verständigung
Von nicht so bitteren Zeiten zeugt die von Joan Martorell erbaute neugotische Pfarrkirche des Ortes und zahlreiche Gebäude aus Zeiten mit einem prosperierenden Bürgertum
Die Infrastruktur des Ortes ist leicht überschaubar.
Fünf Hotels oder Pensionen kleiner Dimension sind mehr oder
weniger das ganze Jahr über geöffnet. Es gibt eine Reihe von Ferienwohnungen
und Häusern zu mieten, diese verfügen aber oft während der Hauptsaison
über eine treue Stammkundschaft. Für das leibliche Wohl sorgen 12 Restaurants und 10 Bars oder Cafeterias. In den Geschäften gibt es alles für
den täglichen Bedarf und ein reichliches Angebot an Souvenirs. Die
medizinische Versorgung ist durch zwei Ärzte und eine Apotheke gesichert,
im Ortszentrum gibt es die Post und vier Banken. Quelle:
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