Port de la Selva

 

Von den Orten um das Cap Creus verdient Port de la Selva sicher am ehesten die Bezeichnung "kleines Fischerdorf". Kleine, weiße Häuser schmiegen sich eng aneinander, so als würden sie gemeinsam vor dem Tramuntana Schutz suchen.

 

Natürlich leben auch hier viele Einwohner vom Tourismus, aber die Herren des Ortes sind weiterhin die Fischer und ihr Metier geblieben.

Der Fischereihafen zählt zu den bedeutendsten der Provinz.

 

 

 

 

Port de la Selva und seine Geschichte

: 1725 Bau der ersten Kirche; damals gehörte Port de la Selva noch zu Selva del Mar. In Strandnähe befanden sich damals lediglich einige Hütten, in denen die Fischer ihre Geräte aufbewahrten.

  • 1787 Unabhängigkeit von Selva del Mar durch Dekret des Königs Carlos III.
  • Im 19. Jdt. wirtschaftliche Blüte durch Wein und Olivenöl; die Einwohnerzahl steigt.
  • Am Ende des 19.Jhdts. zerstörte die Reblaus die meisten Weinberge. Die Einwohnerzahl sinkt wieder.
  • 1886 wird nach einem Volksbegehren die Straße nach Llançà mit Mitteln der Einwohner gebaut.
  • Nach dem Bürgerkrieg ist Port de la Selva zu 70 % zerstört.
  • In den sechziger Jahren neue wirtschaftliche Blüte durch den Tourismus. Die Einwohnerzahl pendelt sich bei 800 ein. Neue Häuser und Wohnungen werden gebaut, allerdings ohne den Ortskern anzutasten.

Lage und Klima

 

Die Bucht von Port de la Selva bildet ein natürliches Hafenbecken und ist durch die sie umgebenden Berge  vor den hier etwas rauhen Nordwinden relativ geschützt. Der dem Ort vorgelagerte Hauptstrand ist ziemlich groß und bietet selbst in der Hochsaison immer genügend Platz. Die Bucht ist besonders bei Windsurfern sehr beliebt. Der  Strand "Cala Tamariu" liegt in Richtung Cap Creus und ist mit dem Auto zu erreichen. Weitere kleine Strände in Richtung des Kaps lohnen den Fußweg.

 

 

 

 

Nach dem Tourismusboom in den sechziger Jahren hat sich hier unterdessen ein eher nationaler Tourismus etabliert. Besonders bei Barcelonas upper class ist der pittoreske Ort sehr beliebt. In der Hochsaison vom 1. bis 20 August kann es bisweilen etwas eng werden, ohne daß der Ort deswegen überlaufen wirkt.

 

 

 

 

 

 

Bedingt durch die Grenznähe wird Port de la Selva auch gern von französischen Besuchern frequentiert. Die Anzahl der Gäste aus den restlichen EU-Ländern und Skandinavien hält sich in etwa die Waage.

 

 

 

Im Umfeld des Ortes laden zahlreiche Wanderwege zum Spazierengehen inmitten unangetasteter Natur ein und führen zu zahlreichen historischen Stätten aus der megalitischen Epoche und dem Mittelalter.

Infrastruktur

 

 

Unterbringung in eher familiären Hotels und Pensionen, auf  demCampingplatz oder in Ferienhäusern und -wohnungen. Diese werden meistens durch die örtlichen Agenturen oder privat zur Vermietung angeboten. Restaurants verschiedener Preisklassen; einige sind das ganzjährig geöffnet. 3 Campingplätze, 2 davon direkt am Strand. Für Selbstversorger gibt es genügend Einkaufsmöglichkeiten. Das Preisniveau ist hier etwas höher als in Llançà, in etwa vergleichbar dem von Cadaqués.

 

 

 

Sportmöglichkeiten sind günstig für Radfahrer, Tennis und alle Wassersportarten. Im Sporthafen von Port de la Selva werden Liegeplätze vermietet oder verkauft. Tauchzentrum vorhanden.

 

 

 

 

 

Das Kloster Sant Père de Rodes liegt zwischen Llançà und Port de la Selva und gilt als das wichtigste Bauwerk der romanischen Epoche in Katalunien. Es ist per Straße entweder von Port de la Selva oder von Vilajuïga aus zu erreichen. Mehrere Wanderwege führen ebenfalls zum Kloster, u. a. von Llançà oder von Vall de Santa Creu aus.

 

Quelle:
Mit freundlicher Genehmigung von CapCreus onlinewww.capcreus.com/de