Bahia-Blick-die Nachrichtenschau

Programm San Juan Empuriabrava 2017

 

Goldwing Treffen in Empuriabrava 2017 06 17

 

Country Festival 17.06.2017
in Empuriabrava Placa de Les Palmeras Club Nautic

 

 

 

Programm  50-Jahr Feier

 

 

Gebrauchtbootmesse 2017 erfolgreich beendet

 

Gebrauchtbootaustellung 2017

 

 

 

Badesaison ist eröffnet - Empuriabrava 2017

 

Oldtimertreffen in Empuriabrava am 26.Maerz 2017

 

 

 

 

Empuriabrava will “nachhaltigen Tourismus”

50 Jahre nach dem ersten Spatenstich in einem damals nur von Vögeln und Mücken heimgesuchten Gebiet der sogenannten „aiguamolls“, was so viel heisst wie „seichte Wasser“, will sich das Rathaus in Castelló zur Feier des halben Jahrhunderts dieser Urbanisation jetzt als   Hüter eines nachhaltigen Tourismus profilieren. Man sieht es derzeit an allen Ecken und Enden: Empuriabrava wird aufgemotzt. Was jahrzehntelang versäumt und vernachlässigt wurde, soll jetzt der Welt einen schönen Schein bieten. Schliesslich haben wir in unserer Ortschaft inzwischen  14.000 Häuser und Appartements, von denen über 3.000 als Erstwohnsitz von Ausländern aus aller Herren Länder gelten. Wer es nicht glaubt, braucht nur eines Samstag morgens über den über einen Kilometer langen Wochenmarkt zu schlendern: da wird er nicht nur Französisch, Deutsch und Holländisch hören, sondern auch Russisch, Arabisch und sogar Chinesisch. Die Urbanisationsabteilung des Gemeindeamtes schuftet wie nie zuvor, um noch rasch (nach 50 Jahren!) Abwasserkanäle zu legen, die Strandpromenade neu zu pflastern und mit modernen Laternen auszustatten und überall sind  Gärtner zu Werke, um die Rondelle mit neuem Gras einzusäen. Wenn im Sommer die ausländischen Touristen in Scharen anreisen, wird Empuriabrava wegen seiner Naturschönheit zwischen Mittelmeer und Pyrenäen zeitweise bis zu 75.000 Personen beherbergen.
Bei der Vorstellung des geplanten Festprogramms für die 50-Jahr-Feier, die übrigens das ganze Jahr 2017 andauern soll, zeigte sich Bürgermeister  Salvi Guell zuversichtlich, schon ab dem kommenden Jahr die Kanäle verwalten zu können. Der Streit darum zieht sich allerdings schon seit vielen Jahren hin, denn es gibt noch immer eine Konzessionsfirma, die diese Rechte für sich in Anspruch nimmt, weil sie seinerzeit für die Konzession bezahlt hat. Zumindest, so hofft der Bürgermeister, könnte die Konzessionsfirma „Port Empuriabrava“ die Kompetenzen für die Wartung der Kanäle, ihre Reinigung und Überwachung an das Rathaus abtreten.  Dann nämlich könnte die Gemeinde für diese Dienste von den ansässigen Bürgern kassieren und das dürfte wohl auch der tiefere Grund dafür sein, dass Senyor Guell sich so sehr darum bemüht.
Angelika Eisenführ

 

Sechs Jahre Haft für Urdangarín


Nach langjährigen Ermittlungen in Sachen Schwiegersohn von Altkönig Juan Carlos und Doña Sofía wurde am Freitag das Urteil verkündet: Iñaki Urdangarín soll für sechs Jahre ins Gefängnis, weil er über eine angeblich gemeinnützige Stiftung Millionenbeträge an öffentlichen Geldern mehrerer spanischer Autonomiegebiete gesammelt hatte. Diese Spenden sollten der Veranstaltung grosser internationaler Sportereignisse gelten, fanden jedoch nie statt und die Gelder waren nach längerer Zeit trotzdem verschwunden.
Urdangarín ist der Ehemann der Infanta Cristina, der jüngeren Schwester des heutigen Königs Felipe Sexto und Mutter von vier Kindern. Wie es heisst, wird sie, die jahrelang in Barcelona für LA CAIXA tätig war, in Lissabon in die Stiftung des derzeitigen Aga Khan eintreten, für den sie auch im selbst gewählten Exil in Genf tätig war.
Wie es heisst, war Königin Letizia stark an der Entfremdung der Königsfamilie gegenüber Infanta Cristina beteiligt. Für die kommenden Tage wird mit einem heftigen Presseecho – für und wider – der richterlichen Entscheidung gerechnet.
A.E.

 

Keine Gnade für den Pfarrer


Es hat alles nichts genützt. Der Bischof von Girona, Francesc Pardo, liess nicht mit sich reden. Wie vorgesehen suspendierte er Mossèn Ferran mit Wirkung vom 22. Januar 2017 vom Dienst und setzte statt seiner einen anderen – vermutlich willigeren – Priester für die Gemeinde Castelló /Empuriabrava ein.  Mossèn Ferran  unterwarf sich also der Bischofswillkür – was hätte er auch anderes tun sollen? – und begab sich erst einmal auf Reisen, und zwar nach Rom.  Ob der tapfere Kirchenmann sich nur einmal den Kopf freimachen wollte oder ob er den Plan hatte, sich höheren Orts über die Bischofswillkür in Katalonien zu beschweren, konnte die hiesige Presse zunächst nicht feststellen. Wir Bürger wollen jedenfalls mit der Unterschriftensammlung für den reizenden, hingebungsvoll arbeitenden Gemeindepfarrer fortfahren, denn man weiss ja: die Hoffnung stirbt zuletzt.
Ob der neue Mann bei den Gläubigen so gut ankommt wie Mossèn Ferran, bleibt abzuwarten. Und noch ist ja nicht aller Tage Abend.
AE

 

Die Gemeinde steht zu ihm

Mehrere hundert Menschen verschiedener Nationalitäten versammelten sich am Sonntag vor der Basilika von Castelló, um den Gemeindepfarrer Ferran Jarabo Carbonell zu unterstützen, der unter einem fadenscheinigen Vorwand schon in wenigen Tagen aus dem Amt getrieben werden soll. Der Dienstherr, Bischof Francesc Pardo aus Gerona, hatte vor knapp zwei Wochen verlauten lassen, Mossen Ferran könne wegen der Spätfolgen seines schweren Motorradunfalls vor neun Monaten derzeit seinen dienstlichen Pflichten nur ungenügend nachkommen und solle sich deshalb am Bischofssitz erst einmal auskurieren.

„Mentira gorda“ nennt der Spanier so etwas: eine dicke Lüge.  Und wie heisst doch eines der schärfsten der zehn Gebote, die das Christentum auch zweitausend Jahre nach ihrem Gründer noch immer zusammenhalten? Richtig: du sollst nicht lügen!

Es hat sich schon längst in der gesamten Gemeinde unter den  Mitgliedern verschiedenster Länder herumgesprochen, dass der Bischof den weltgewandten, mehrsprachigen und humorvollen Pfarrer von Castelló und Empuriabrava nicht leiden kann: Mossèn Ferran ist ihm zu kritisch und steht für seine  Überzeugungen ein, auch wenn sie dem Dienstherrn nicht gefallen. Der jüngste Streitpunkt war die Anordnung des Kirchenoberen, bei der Weihnachtsmesse in der Basilika die radikale Katalanenfahne mit dem Stern zu hissen, um so die Forderung nach einem unabhängigen Katalonien  zu unterstreichen.  Mossèn Ferran sah das anders: Politik, so meinte er, habe in einem Gotteshaus keinen Platz und wenn schon eine Fahne in den heiligen Hallen wehen solle, dann müsse es zumindest  eine mit einem christlichen  Inhalt sein, wie beispielsweise die Fahne des Vatikans.

Mit ihrer Kundgebung auf dem Kirchplatz am Sonntag Vormittag begannen die Bürger von Castelló und Empuriabrava eine Serie von Protestaktionen, die weit über die mehr als 1.200 Unterschriften hinausgehen soll, die in den letzten 10 Tagen gegen die bischöfliche Willkür zusammenkamen. Trotz einer eisig fegenden Tramontana waren Deutsche, Spanier, Katalanen und Franzosen zusammengekommen, um ihrem Unmut Luft zu machen. Sie forderten den Bischof auf, seine Entscheidung zu überdenken, zumal sie ja offensichtlich nicht den wahren Beweggründen für das geplante Mobbing des Priesters entsprach: Wer ein Unfallopfer neun Monate lang an Krücken den Dienst versehen lässt, kann nicht im zehnten Monat plötzlich auf den Gedanken kommen, den armen Mann entlasten zu wollen.
Sie sehen, Eminenz, wie wahr und klug das christliche Gebot ist: Du sollst nicht lügen!
Angelika Eisenführ

Demo vor der Basilika

 

 

 

Hafenkran wurde abgebaut

 

 

Eine Kirche der Liebe

Wir hören mit Entsetzen, dass der Bischof von Gerona den Gemeindepfarrer  von Castelló /Empuriabrava, Mossen Ferran Jarabo Carbonell, innerhalb der nächsten 14 Tage vom Dienst suspendieren will. Begründet wurde diese Massnahme mit der Tatsache, dass der  weltoffene, mehrsprachige und gebildete Geistliche vor Monaten einen schweren Motorradunfall erlitten hatte, an dessen Folgen er immer noch laboriert. Zwar muss der Mann nicht mehr an zwei Krücken gehen, sondern nur noch an einer Krücke, aber das Bistum Gerona, eigentlich eine Zweigstelle der „Kirche der Liebe“, wie sie sich gerne nennt, hatte kein Erbarmen. Mossen Ferran, der besonders auch von den deutschen Christen geschätzt wird, weil er nicht nur ein profunder Kenner der Kirchengeschichte ist, sondern dazu auch ein humorvoller Geistlicher, konnte die letzte deutschsprachige Messe in der historischen Basilika von Castelló nur unter Tränen lesen.  Die Entlassung eines kranken Menschen, wie sie im normalen Erwerbsleben heutzutage landesweit verboten ist, scheint bei der Katholischen Kirche nicht zu gelten.

Wir Bürger von Castelló und Empuriabrava haben, weil die Zeit drängt, eine Unterschriftensammlung in die Wege geleitet, bei der in deutscher und spanischer Sprache gegen die geplante Enthebung aus dem Amt protestiert wird. Leider sieht das Gesetz heutzutage vor, dass Menschen, die ihre Unterschrift leisten, eine Fotokopie ihres Ausweises anheften müssen. Eine überflüssige und störende Vorschrift, denn welcher Fussgänger in unserer Ortschaft hat schon einen Fotokopierer bei sich, um dies zu bewerkstelligen?
Auch spanische Steuernummern (NIE)  dürfen angegeben werden, und deren Überprüfung, das wissen alle Bürger hier, ist nur einen Mausklick entfernt: Niemand kann dem Gesetz entgehen, wenn er eine falsche Angabe gemacht haben sollte.
Unsere Bitte: unterschreiben Sie für Ihren Geistlichen und nehmen Sie die kleine Mühe in Kauf, Ihren Ausweis in irgend einem Zeitungsladen oder auch in einigen Büros   fotokopieren zu lassen. Jede Stimme zählt!
Angelika Eisenführ

 

Nationalfeiertag im Dauerregen


Spanien feiert am 12. Oktober nicht mehr die Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus, sondern vor allem die Rückkehr zur Demokratie nach fast 40 Jahren Militärdiktatur unter General Franco.
Im zweiten Jahr der Übernahme der Amtsgeschäfte als Staatschef hatte der Nachfolger von König Juan Carlos, Felipe VI. für dieses Jahr einen weiteren Grund zum Feiern verkündet: an erster Stelle dieses Nationalfeiertages sollte Dank an das Militär stehen. Spanische Soldaten aller Waffengattungen sind ja inzwischen in Friedensmissionen überall in der Welt präsent: von Kosovo bis Mali in Afrika, im Irak und nicht zuletzt bei den vielfältigen Aktionen humanitärer Hilfe, militärischer Ausbildung in Drittweltstaaten und Bergung von Flüchtlingen aus dem Meer. Nationalfeiertag im Regen. Daher bezog sich ein wichtiger Teil des offiziellen Programms an der Plaza Neptún im Zentrum von Madrid auf eben diesen Dank an die Streitkräfte. Wie immer traten die Soldatenformationen in flottem Paradeschritt zu einem perfekten Bewegungsablauf an. Die rund 3000 Männer – darunter nur ganz wenige Frauen – in ihren historischen Kostümen konnten einem aufmerksamen Betrachter sehr viel über die spanische Geschichte vermitteln. Die gesamte Regierungsmannschaft war trotz des strömenden Regens erschienen, allerdings von den 17 Präsidenten der Autonomiegebiete wieder einmal nur 12: wie immer hatten Katalonien und das Baskenland die Einladung nach Madrid abgelehnt und auch der Chef von Podemos, Pablo Iglesias als Kommunistenfreund liess sich nicht blicken. Skandalöser war allerdings das Fernbleiben ausgerechnet der Bürgermeisterin von Madrid, Manuela Carmena. Nun ja, sie ist Altkommunistin und hatte in ihrer relativ kurzen Zeit im Amt schon mehrfach für gehobene Augenbrauen im Volk gesorgt. Verteidigungsminister Pedro Morenés nahm das  mit Fassung: „Niemand wird gezwungen, hierher zu kommen“, lautete seine lakonische Erwiderung auf die Frage einer Journalistin.
Es regnete in Kübeln von der ersten bis zur letzten Minute der einstündigen Militärparade. Trotzdem donnerte die Brigade „Aguila“ wie schon seit 1992 zur Weltausstellung in Sevilla über die Stadt und schrieb die spanischen Nationalfarben an den düsteren Himmel.
Don Felipe in der Galauniform des Oberkommandierenden des Heeres machte wie immer eine untadelige Figur, die Töchter Leonor und Sofia waren mit eigenen kleinen Regenschirmen angetreten und hielten tapfer durch. Und auch Doña Letizia, sehr elegant in einem enganliegenden schwarz-weissen Kleid mit passenden Pumps machte einen wahrhaft königlichen Eindruck.

Angelika Eisenführ

 

 

Vier Kilo Hasch“für den Hausgebrauch“

Als vor anderthalb Jahren in Campllonc unweit von Girona hinter einer Tomatenplantage  ein Feld von Marihuanapflanzen entdeckt wurde, war der Sünder rasch ermittelt. Die Sache kam vor Gericht, aber da die Mühlen der Justiz in Spanien besonders langsam mahlen, wurde erst jetzt ein Urteil gefällt. Das Gericht glaubte dem angeklagten Drogenzüchter,  die sichergestellten 4,3 Kilo Marihuana seien für den Hausgebrauch bestimmt: drei seiner Söhne rauchten Hasch, ebenfalls der Gärtner hin und wieder und gelegentlich würden auch Freunde damit versorgt.
Das Gericht sprach den Sünder frei! Damit dürfte ein Präzedenzfall geschaffen worden sein, an den viele zukünftige Drogenzüchter appellieren werden, wenn sie ebenfalls vor Gericht erscheinen sollen.

 

Hausaufgaben boykottieren

Im November sollen an den Wochenenden keine Hausaufgaben von den Schülern gemacht werden müssen. So beschlossen es viele Elternvereinigungen auch in Katalonien. Ihrer Meinung nach seien die Kinder überfordert, wenn sie nach Schulschluss, der hierzulande ja meist erst gegen 17 Uhr eintritt, noch Hausaufgaben machen müssen. Als Grund für den Boykott gaben Vertreter der Vereinigungen an, diese Aufgaben erschwerten das Familienleben und steigerten die soziale Ungleichheit der Kinder.

 

Schluss mit den Sardellenfeiern

La Escala ist seit den Zeiten der Griechen berühmt für seine Sardellen. Die salzigen Schwänzchen werden heutzutage in alle Welt exportiert und stellen in Katalonien einen wichtigen Erwerbszweig dar. Am 2. Oktober gingen die alljährlichen zehn Tage lang andauernden Festlichkeiten zu Ehren dieses Produktes zu Ende. Die „Goldene Sardelle“ ging in diesem Jahr an den Berufskoch Marc Ribas.  Insgesamt nahmen 43 Gewerbebetriebe an der Tapasroute teil, die ebenfalls zehn Tage lang in und um La Escala präsent war.

 

 

"Tag ohne Auto" ein Reinfall

Die bisherigen Bemühungen Spaniens, die Gesellschaft über die Gefährlichkeit der Autoabgase zu informieren, hat bisher keinen wesentlichen Erfolg gezeitigt. Das machte der "Tag ohne Auto" deutlich, der vor wenigen Tagen in über 50 Städten ausgerufen worden war.  Das Aufkommen der Automasse war nur unwesentlich geringer als an jedem anderen Tag.

 

 

Wahlen stärken Mariano Rajoy

Die Wahlen zu den Regionalparlamenten in Galicien und dem Baskenland stärken die Position des geschäftsführenden Ministerpräsidenten Mariano Rajoy für ganz Spanien. Der bisherige Galicienchef Alberto Núñez Feijóo erreichte zum dritten Mal in Folge die absolute Mehrheit für die Mitte-Rechts-Partei  Partido Popular (PP) und kann so bequem weitere vier Jahre beweisen, dass er ein guter Politiker ist: der Einzige nämlich, dessen Autonomiegebiet die Madrider Vorgaben in Bezug auf die Verschuldung einhält. Auch im Baskenland wird es eine Verlängerung der Amtszeit des bisherigen Ministerpräsidenten  Iñigo Urkullo geben. Seine Nationalistische Baskenpartei PNV errang diesmal zwei Sitze mehr als bei den letzten Wahlen und sorgt so für eine reibungslose Verlängerung der Amtszeit von Urkullo.

Sollte es Ende Dezember doch noch zu einem dritten Wahlgang in ganz Spanien kommen, weil  alle bisherigen Bemühungen, eine starke Regierung zu bilden, bisher scheiterten, kann sich Mariano Rajoy darauf verlassen,  aus diesem Kampf stärker als bisher hervorzugehen.

Der grosse Verlierer in beiden Autonomiegebieten war die sozialistische PSOE unter Pedro Sánchez. Er hatte sich allzu früh darauf versteift, keinesfalls eine Koalition mit der von Korruptionsvorwürfen belasteten PP einzugehen. Seine strikte Weigerung, Rajoy zu unterstützen, führte zu der noch immer bestehenden Blockade der Koalitionsverhandlungen in Madrid. Inzwischen haben sich einige Barone der PSOE gegen ihren Parteichef verschworen und es ist kein Geheimnis mehr, dass die sozialistische Ministerpräsidentin von Andalusien, Susana Díaz, ihren Parteikollegen Sánchez ständig boykottiert. Die politische Zukunft von Sánchez ist daher mehr als ungewiss.

Beschämend schlecht schnitt auch die Mitte-Rechts-Partei "Ciudadanos" unter ihrem charismatischen Führer Albert Rivera ab. In beiden Autonomiegebieten konnte sie keinen einzigen Sitz im Regionalparlament  gewinnen - eine grosse Enttäuschung für alle jene Wähler, die sich ein konservatives Regierungsprogramm ohne Korruptionsbelastung gewünscht hatten.

 

Vermeidbare Blamage

Mariano Rajoy, der geschäftsführende Ministerpräsident Spaniens, lässt offenbar kein Fettnäpfchen aus:Zwei Stunden, nachdem der zweite Anlauf gescheitert war, eine Mehrheit für seine erneute Kandidatur als Regierungschef zusammenzubekommen, wurde bekannt, dass er  José Manuel Soria für einen hohen Posten in der Weltbank nominiert hatte.  Soria hatte erst vor wenigen Monaten von seinem Amt als Industrieminister zurücktreten müssen, weil öffentlich wurde, dass er auf der britischen Insel Jersey, einem Steuerparadies, Gelder unbekannter Herkunft gebunkert hatte. Ausserdem war er zu einem früheren Zeitpunkt von seiner Partnerin beschuldigt worden, häusliche Gewalt gegen sie angewendet zu haben - ein Vorwurf, den die Dame später zurücknahm, aber  der dem Image des smarten Ministers dennoch sehr schadete.

Die Bekanntgabe der Kandidatur von Soria für den Weltbankposten hatte in den eigenen PP-Reihen grossen Unmut ausgelöst. Fast alle Barone der Konservativen kritisierten die Entscheidung von Rajoy, weil sie - sicherlich mit Recht - weiteren Schaden an ihrer eigenen Partei befürchteten. Und schwindende Wählergunst kann die PP nun wahrlich nicht gebrauchen, wenn die Spanier um Weihnachten herum zu einem dritten Urnengang aufgefordert werden sollten, weil Rajoy von den möglichen Koalitionspartnern weiterhin geschnitten wird.

AE


ETA-Terrorist darf nicht zur Wahl antreten


Arnaldo Otegi, einer der gefährlichsten Täter der baskischen Terrororganisation ETA, hat gerade erst eine sechsjährige Haftstrafe verbüsst, weil ihm Beihilfe zu dem mörderischen Attentat auf das Kaufhaus Hipercor in Barcelona mit 21 Toten und unzähligen Verletzten und Traumatisierten nachgewiesen worden war, aber auch Anstiftung zur Verherrlichung von Terror. Jetzt wollte dieser Mann bei den Regionalwahlen im  Baskenland doch tatsächlich für das Amt des Ministerpräsidenten kandidieren!

Dabei schloss die Haftstrafe eine Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte bis einschliesslich 2021 ein, also das Verbot, bei Wahlen als Kandidat aufzutreten.  Die naiv klingende, in Wirklichkeit aber zynische Begründung des "Dicken", wie er in seiner Heimat genannt wird, lautete: jetzt, wo die ETA nicht mehr morde, müsse die Wiedereingliederung der Täter in die Gesellschaft in vollem Umfang möglich sein. Das Verfassungsgericht in Madrid hat dieser These jedoch nachdrücklich widersprochen und so wurde Arnaldo Otegi von allen Kandidatenlisten gestrichen. Ein Sieg für die Demokratie.

AE


Katalanische Regierung weiter auf Kriegskurs

Vielleicht ist es ja  kein Zufall, dass viele Bürger Kataloniens sich stolz den  "burro catalán" an die Heckscheibe ihres Autos kleben. Man wird an den störrischen Charakter des Esels erinnert, wenn man die Politik im Parlament von Barcelona verfolgt. Schon die Umfrage in den vier katalanischen Provinzen, ob das Volk die Unabhängigkeit Kataloniens von Spanien wünsche, war bereits in der Vorbereitungsphase durch das spanische Verfassungsgerich für illegal erklärt worden, hatte die Veranstalter aber nicht davon abgehalten, eine solche gleich mehrmals durchzuführen, zuletzt im November 2014. Das Verfassungsgericht in Madrid zog die Veranstalter  inzwischen zur Verantwortung und erreichte damit immerhin schon  den Rücktritt des damaligen katalanischen Präsidenten Artur Mas und zweier Mitarbeiterinnen. Alle drei sollen vor Gericht gestellt werden und riskieren für ihren "Ungehorsam" gegenüber einer Höchstrichterlichen Entscheidung zwar keine Haftstrafen, jedoch ein zukünftiges Verbot, öffentliche Ämter zu bekleiden.

Obwohl die Generalstaatsanwältin Consuelo Madrigal zur Eröffnung des Gerichtsjahres am Montag in Madrid  das Verhalten der katalanischen Politiker aufs schärfste kritisierte, fuhr in Barcelona die Präsidentin des Autonomiegebietes, Carme Forcadell, damit fort, einen Gesetzesentwurf vorzubereiten, der ein eigenes Finanzamt für Katalonien vorsieht.  Alle Befürworter einer katalanischen Unabhängigkeit übersehen absichtlich, dass gewisse Kompetenzen weiterhin in Madrid bei der  Gesamtregierung liegen. Gleichzeitig kündigte Forcadell an, Katalonien werde weitere vier "Botschaften" in Europa eröffnen. Man hat den Eindruck, dass die katalanischen Politiker allesamt noch keinen Blick in die spanische Verfassung getan haben. Dort steht nämlich gleich nach der Präambel: "Das nationale Territorium ist unverletzlich" und im weiteren Text werden sämliche Kompetenzen des Staates sowie deren teilweise Übertragung an die regionalen Körperschaften aufgelistet. Die Eröffnung von "Botschaften" ist allein Madrid vorbehalten.

Ein Trost  für die bevorstehende "Diada", den Feiertag der Katalanen am 11. September: die Front der Befürworter des Separatismus bröckelt. Und das nicht nur, weil die einzelnen Vereine untereinander verkracht und teilweise in Finanznot sind, sondern vielleicht auch, weil die Mehrheit der Menschen in Katalonien den Irrsinn des gesamten Unternehmens inzwischen begriffen hat. Bereits weit über 900 Firmen und Selbständige haben inzwischen Katalonien verlassen und 44 % davon ausgerechnet Madrid als neuen Standort gewählt

Angelika Eisenführ

Vögel vor dem Verdursten


Ein Gang durch das Naturschutzgebiet Aiguamolls ist normalerweise ein Vergnügen.

Aber dieser Tage wurde er zum Alptraum. Man traute seinen Augen nicht: die grossflächigen Lagunen völlig ausgetrocknet, keine Störche, Enten, Möwen, Kormorane oder Reiher mehr zu sehen, so weit das Auge reichte.

Auf den Feldern  vertrocknen derzeit wegen der Hitze  sowohl die Sonnenblumen wie der Mais  - schlechte Aussichten für die Versorgungslage der Tiere im kommenden Winter!

AE

 

Bald zu Fuss durch die Muga?

Ausbleibender Regen und starke Hitze haben die Algen in der Muga in die Breite schiessen lassen. Ein dicker grüner Teppich bedeckt die gesamte Fläche. Wenn das Rathaus nicht bald einschreitet, werden  Bürger und Touristen in Kürze zu Fuss den Fluss überschreiten können, ohne nasse Füsse zu bekommen.

AE

 

 

 

TERRA DE TROBADORS 2016

 

Die Vila Castiglione war während mehr als 4 Jahrhundert Hauptstadt der Grafschaft Empúries.
Entdecken Sie die prächtige Vergangenheit des Dorfes, während Sie durch die Gassen schlendern.
Sie werden sich ins Mittelalter zuückversetzt fühlen.

Unter diesem Link finden sie Das Festprogramm >
http://www.castelloempuriabrava.com/images/docu/agenda/2016/tdtidiomes2016.pdf

 

Damit Sie einen Vorgeschmack auf dieses jährliche Event bekommen, präsentieren wir Ihnen  das Video aus
dem Jahr 2015

 

 

 

 

 

 

 

 

Seahelp Empuriabrava im Einsatz.
Bootsbergung in der Bucht von Roses

 

Prozession der Heiligen Carmen auf den Kanälen von Empuriabrava

 

Bootsbergung aus dem Kanal in Empuriabrava

 

 

 

Empuriabrava hat dieses Jahr wieder die begehrten Auszeichnungen erhalten.

„EMAS-Flagge“ (europäisches Zertifikat für Umweltqualität),
„ISO 14001“ (europäisches Zertifikat vom TÜV-Rheinland)
„Q“ für touristische Qualität
und die „Blaue Flagge“ für sauberes und qualitativ hochwertiges Wasser.