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Abschlußbericht vom vergangenen Dienstag mit Fotos
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28.11.17 21:50
Offline elvisthedog 

Moderator

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Abschlußbericht vom vergangenen Dienstag mit Fotos

„Els Excursionistas“: Vom Montperdut zum Castell de Quermanco
Am vergangenen Dienstag, den 28. November 2017, trafen sich 38 Wanderer zum Start der Veranstaltung an der N-260 westlich des Montperdut. Von dort führte uns der Rundweg bei Sommerwetter ohne Regen – wie immer dienstags - über geschichtsträchtige Pfade entlang der „Linea Gutierrez“, einer Festungslinie, die von Francos Armee mit Unterstützung der republikanischen Kriegsgefangenen zwischen 1939 und 1953 zum Schutz vor eventuell eindringenden Alliierten des zweiten Weltkrieges errichtet wurde, auf den Montperdut (327 m) mit dem weit sichtbarem Funkturm und den größten Bunkern. Unser eigentliches Ziel aber war die Burg von Quermanco, die wir jedoch auf dem Rundweg nur von weitem in Augenschein nahmen. Dokumentiert seit 1078 ist sie ein wichtiges Beispiel der katalanischen Verteidigungsburgen des Mittelalters. Aufgrund ihrer felsigen und steilen Lage ist sie weit sichtbar und war immer sehr schwierig zu erobern. Die Burg war anfangs im Besitz der Grafen von Empuries. Graf Ponc I richtete zu Beginn dort das diplomatische Archiv der Grafschaft ein. Dalmar Berenguer von Quermanco, möglicher Enkel von Ponc I, war der Erste des Geschlechts von Rocaberti (denen fast alle Burgen in der Region gehörten) in dessen Besitz sie überging. Das nächste erwähnenswerte Ereignis war im Jahre 1128, als Ponc Hug II wegen eines Streits mit dem Grafen von Besalu vom Grafen Ramon Berenguer III von Barcelona angegriffen, besiegt und in seiner Burg von Quermanco gefangen genommen wurde. Zehn Jahre später war wieder Krieg zwischen Barcelona und Empuries. Berenguer wurde besiegt und im Friedensvertrag wurde die Zerstörung der Burg ausgehandelt. Diese war aber nicht vollzogen worden, da Castro Carmanco bereits 1154 wieder erwähnt wird. Im Kreuzzug gegen Katalonien 1288 wurde die Burg wieder angegriffen und nach langer Belagerung durch die französischen Kreuzritter des Philippe l`Ardit besetzt. Dieses Mal wurde sie jedoch teilweise zerstört und geplündert. Trotz ihres Zustandes befahl König Jaume II im Jahre 1292 eine Besatzung von 12 Mann in der Burg zu halten. Am Ende des katalanischen Bürgerkrieges 1472 wurde die Burg von Truppen des Joan II besetzt. Später wurde sie der „Real Corona“ angeschlossen und gelangte in den Besitz des Herzogs von Cardona, der gleichzeitig Graf von Empuries war. Aufgrund ihrer strategischen Lage (küstennah und doch weit genug von den Kanonen der englischen Marine entfernt) wurde sie 1808 von den napoleonischen Truppen restauriert und befestigt. Danach wurde sie als Waffen- und Munitionslager benutzt. Als die Franzosen sich 1814 zurückzogen, wurde sie auf Befehl vom damaligen Marschall Suchet zerstört, und so ist sie bis heute geblieben. Der aktuelle Burgherr Josep-Maria Martorell hat mit viel Kapital, Heimatliebe und Eigeninitiative seit 2004 versucht, den früheren erbärmlichen Zustand in ein besichtigungswürdiges Geschichtsdenkmal zu verwandeln und wird dieses auch weiterhin vorantreiben. Von weitem macht die Burg aber immer noch einen viel interessanteren Eindruck, als aus der Nähe. Nach rund 10 Kilometer gegen 13.00 Uhr fuhren wir zum gemeinsamen Mittagsmenü ins Restaurant Moli de Vent in Garriguella, wo wir wieder gut bewirtet wurden. Vorher spendierten unsere Geburtstagsjubilare Heidy und Marion auf der sonnigen Terrasse Cava und alle ließen die beiden mit Ständchen hochleben.
Die nächste Wanderung findet kommenden Dienstag, den 05. Dezember 2017, statt. Dazu treffen wir uns um 09.00 Uhr vor dem Aldi in Empuriabrava. Einzelheiten findet Ihr Samstag hier. Bis dahin verbleibe ich mit dem Wunsch nach immer optimalem Wanderwetter und herzlichen Grüßen als Euer Herbert
















Es gibt nichts Gutes - außer man tut es. Wandern ist die beste Medizin...
Der Sinn des Reisens ist, an ein Ziel zu kommen,der Sinn des Wanderns, unterwegs zu sein !!!!

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