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| Bahia-Blick Nachrichten | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Hier finden Sie die Nachrichten aus
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03.05.2008 Gefängnisstrafen für Fahren ohne Führerschein Die Polizei in ganz Spanien machte sich am 1. Mai auf die Suche nach den geschätzten 300.000 Auto -und Motorradfahrern, die die Strassen unsicher machen, da sie niemals eine Fahrschule besucht und einen Führerschein erworben haben. Zwar trat die verschärfte Straßenverkehrsordnung schon im letzten Jahr in Kraft, doch ließ man ein Moratorium von einem halben Jahr zu, um den Schuldigen Gelegenheit zu geben, das Versäumte noch nachzuholen. Die ab jetzt geltenden Strafen entsprechen denen von Fahren unter Alkoholeinfluß oder Geschwindigkeitsüberschreitung: drei bis sechs Monate Gefängnis oder eine schwere Geldbusse plus 90 Tage Sozialarbeit. Der Generaldirektor für das Verkehrswesen, Pedro Navarro, betonte vor der Presse, man wolle diese Gruppe nicht mit einem Fahrverbot bestrafen, sondern sie im Gegenteil dazu anhalten, den Führerschein noch zu erwerben, damit sie in Zukunft unter regulären Bedingungen am Verkehr teilnehmen könnten.
Figueras katalanische Kulturhauptstadt Im Jahr 2009 wird Figueras die Kulturhauptstadt Kataloniens sein. „Das verschlafene Landstädtchen“, wie ein deutscher Fernsehbericht die Geburtsstadt von Salvador Dalí nannte, will aus diesem Anlaß alle Register seiner Attraktivität ziehen. In den letzten Apriltagen wurde das Dokument über die Verleihung des Titels für ein Jahr feierlich unterzeichnet.
Ungleiche Behandlung Die Stadtverwaltung von Rosas hat mit der Parkinggesellschaft Romerparck vereinbart, dass Menschen, die in Rosas polizeilich gemeldet sind, eine Stunde pro Tag auf dem großen Parkplatz der Strandpromenade gegenüber der Deutschen Bank gratis parken dürfen. Von elf Uhr abends bis morgens um acht ist der Parkplatz für alle Benutzer kostenfrei. Dies teilte Bürgermeisterin Magda Casamitjana mit. Der Parkplatz ist bisher von Ostern bis Allerheiligen kostenpflichtig.
Treffen der Anwohner von Santa Margarita In der umstrittenen Frage einer möglichen Enteignung von Liegeplätzen in Santa Margarita soll es am 8. Mai zu einem erneuten Treffen zwischen den Betroffenen und Vertretern der Umweltbehörde kommen. Das Thema einer Abgrenzung des Privateigentums von Häusern gegenüber den Strassen und den Kanälen schwelt schon lange und eine Lösung scheint in weiter Ferne zu liegen.
Brillensammlung für die Dritte Welt Die Rotary-Clubs von Rosas und Figueras haben zu einer Spendenaktion aufgerufen, die diesmal gebrauchte Brillen betrifft. Wer eine solche Brille nicht mehr haben will, sollte sie nicht einfach wegwerfen, sondern sie in Optikerläden, Apotheken, einigen Bäckerläden oder an anderen Sammelstellen abgeben. Sie werden in einem Sammeltransport in die Dritte Welt exportiert, wo viele arme Leute sich die Anschaffung einer eigenen neuen Brille nicht leisten können. Auch bei der Zeitung L’EMPORDA in Figueras können solche gebrauchten Augengläser abgegeben werden.
Castelló vorbildlich beim Wassersparen Dass es Katalonien an Wasser fehlt und die Trockenheit extrem ist, drang inzwischen bis in die letzten Ortschaften. Auch Castelló d’Empúries und Ampuriabrava machten mit bei der Aktion Wassersparen. So verbrauchte Castelló im letzten Jahr in den ersten drei Monaten des Jahres 131.100 Kubikmeter Wasser, Ampuriabrava 260.403 Kubikmeter. In diesem Jahr betrug der Wasserverbrauch in Castelló 107.280 Kubikmeter, der von Ampuriabrava 242.871 Kubikmeter. Das waren über zehn Prozent Einsparung, genau gerechnet 10,56 Prozent. Die Versorgungsgesellschaft Acualia zeigte sich mit den Daten zufrieden. Allerdings müßten die Anwohner weiterhin Disziplin wahren: Schwimmbäder nicht neu füllen, Autos weniger waschen, Gärten nur geringfügig sprengen, kürzer duschen, Abwasch nicht unter laufendem Wasser vornehmen und insgesamt ständig daran denken, dass Katalonien derzeit die schwerste Trockenheit seit Jahrzehnten erlebt.
CiU wieder auf dem Vormarsch Eine Umfrage über die Entwicklung der verschiedenen Parteien in Katalonien seit den Autonomiewahlen vom 1. November zeigte die rechtsbürgerliche CiU weiter im Aufwind, auch wenn sie die derzeitige Dreiparteienregierung aus Sozialisten, Linkskatalanisten und Grünen nicht in Gefahr bringen kann. Die „Entesa“ genannte Formation würde bei Wahlen zum heutigen Datum wiederum die absolute Mehrheit erringen. Verlierer in Katalonien waren - wie nach dem Wahldebakel der Konservativen bei den Parlamentswahlen vom 9. März vorhersehbar – die Partido Popular de Cataluña (PPC), die zwei Punkte verlor sowie die Linkskatalanisten der ERC, die sogar 2,2 Punkte einbüßten. CiU konnte ganz besonders von der Schwäche der PP profitieren. Die Meinung über den katalanischen Präsidenten José Montilla war in seiner sozialistischen Partei (PSC) mit fast 77 Prozent Zustimmung überaus positiv, während die Grünen als Regierungskoalitionäre ihn zu 73,3 Prozent und die ERC ihn immerhin noch mit etwas über 50 Prozent gut fanden.
Muttertag in Spanien Im Gegensatz zu Deutschland ist in Spanien bereits der erste Maisonntag der Muttertag. Also denken Sie an das altdeutsche Gedicht: „Wenn du noch eine Mutter hast, so danke Gott und sei zufrieden. Nicht jedem auf dem Erdenrund ist dieses hohe Glück beschieden.“… Kinder, auch wenn sie schon erwachsen und möglicherweise selbst bereits Eltern sind, sollten sich wenigstens an diesem einen Frühsommertag darauf besinnen, wie viel ihre Mutter ihnen im Laufe des Lebens gegeben hat, welche Sorgfalt, Mühen und Arbeit sie in ihren Nachwuchs investierte. Wie oft sie zugunsten der Kinder in materiellen Fragen zurückstand, wie oft sie ausgleichend eintrat, wenn es Spannungen mit dem Vater gab… Wie viele Tage und Nächte sie am Krankenbett der Kinder verbrachte, wie oft sie der ruhende Pol blieb, wenn Pubertät, erster Liebeskummer, Partnerwahl und spätere Trennung ihre Lieben erschütterte. Die Liste könnte endlos fortgesetzt werden. Also denken Sie an Ihre Mutter, besuchen Sie sie mit einem Blumenstrauß – auf die Geste kommt es an, nicht auf teure Geschenke - , oder rufen Sie wenigstens an, senden sie eine SMS, eine e-mail oder sprechen Sie ihr ein paar liebe Worte auf den Anrufbeantworter! AE
Staus auf der Fahrt in den Miniurlaub Das verlängerte Wochenende zum ersten Mai brachte wie alljährlich lange Staus auf den Landstrassen in Richtung der Costa Brava mit sich. Zwischen Torredembarra und Tarragona kam es zu einer 12 Kilometer langen Autoschlange. Diese Autobahn erfuhr bei la Roca del Vallés weitere Kilometerstaus. Auch die C-35 zwischen Vidreres und Playa de Aro, die C-25 bei Cassà de la Selva und die C-65 bei Llagostera verzeichneten verstärkten Verkehr, der die Fahrer auf eine harte Nervenprobe stellte.
Computertastatur Nährboden für Bakterien Der Computer ist nicht nur selbst von Viren bedroht, seine Tastatur birgt auch für den Menschen Gefahren. Nach einer wissenschaftlichen Studie aus England setzen sich dort mit Vorliebe Krankheitskeime und Bakterien fest, die zu Durchfall, Erbrechen und sogar Vergiftungserscheinungen führen können. Bei der Untersuchung wurde festgestellt, dass manche Tastaturen mehr Bakterien aufwiesen als man gewöhnlich auf einer Klobrille vorfindet. In einem Fall mußte die Tastatur unverzüglich aus dem Büro entfernt und gründlich desinfiziert werden. Jeder andere Benutzer hätte sich an den Mikroben des normalen Besitzers dieser Tastatur, der an Erkältung oder Magen-Darm-Infekt litt, anstecken können. Die englische Studie befragte außerdem 4.000 PC-Nutzer über die Häufigkeit, mit der sie ihre Tastatur reinigten. Bei 22 Prozent war das einmal im Monat der Fall, aber immerhin 10 Prozent hatten noch nie daran gedacht, diese einfache Handbewegung zur Reinigung ihrer PC-Tastatur vorzunehmen.
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02.05.2008 Umleitung von Wasser gebilligt Am Dienstag verabschiedete das spanische Parlament gegen die Stimmen der katalanischen Nationalisten CiU und ERC die geplante Umleitung von Ebrowasser in den Großraum Barcelona ab Herbst dieses Jahres. Der Stand der hiesigen Stauseen ist so gering geworden, dass die Trinkwasserversorgung für Katalonien nicht mehr gewährleistet ist, wenn es nicht bis dahin zu kräftigen und ausdauernden Niederschlägen kommt. Überraschend war die Zustimmung der Konservativen , da unter der Ägide von PP-Ministerpräsident José María Aznar in den späten neunziger Jahren ein umfassender Nationaler Wasserplan entwickelt worden war, der die ständige Umleitung großer Mengen Wassers aus den regenreichen Gebieten wie Galizien und Asturien bis hin nach Valencia, Murcia, Almeria und sogar Barcelona vorgesehen hatte, von den Sozialisten nach deren Wahlsieg im Jahre 2004 aber abgeschmettert worden war. Unbegreiflich blieb die Haltung der linkskatalanistischen ERC, die innerhalb der katalanischen Regierung, der sie angehört, den Miniplan zunächst gebilligt, später Kundgebungen dagegen angekündigt und sich schließlich bei der Abstimmung im Parlament von Madrid der Stimme enthalten hatte.
EL PERIODICO drittstärkste Zeitung in Spanien Mit fast 800.000 Lesern täglich konnte EL PERIODICO de Cataluña seine Stellung als drittstärkste Zeitung in Spanien konsolidieren. Innerhalb von Katalonien ist das Blatt mit 715.000 Lesern die meistgelesene Zeitung, wenn auch nur knapp vor LA VANGUARDIA mit 685.000 Lesern. Das Madrider Blatt EL PAIS erreicht auch in Katalonien 260.000 Leser täglich, während die in katalanischer Sprache erscheinenden Blätter EL PUNT und AVUI nur jeweils 135.000 Leser zählen. Landesweit steht EL PAIS aus der Gruppe Prisa mit täglich 2,3 Millionen Lesern an der Spitze, gefolgt von dem rechtslastigen Blatt EL MUNDO mit 1,4 Millionen Lesern.
Sängerknaben von Montserrat in Rom Der Abt von Montserrat, Josep María Soler, reiste nach Rom, um die Beziehungen der katalanischen Geistlichkeit zum Oberhaupt der Katholischen Kirche zu entspannen. Unterstützt wurde seine diplomatische Initiative von dem berühmten Knabenchor des Klosters. Die Escolanía gab am Dienstag in der Kirche Santiago y Montserrat, die eine offizielle Vertretung Spaniens in Rom darstellt, ein Konzert mit Werken von Haydn, Mendelssohn, Brahms und Casals. Unter der Leitung von Bernat Vivancos beschlossen die Jungen mit den engelhaften Stimmen das Konzert mit Fragmenten aus dem „Roten Buch von Montserrat“ und als Zugabe sangen sie El Virolai, ein Lied, das von den rund 200 Zuhörern aufgegriffen und mitgesungen wurde.
21 Frauen freigesprochen Am Dienstag wurden 21 Frauen freigesprochen, die in einer der Kliniken des Dr. Carlos Morin abgetrieben hatten. Die Ermittlungsrichterin in Barcelona vertrat die Ansicht, die Frauen hätten den Schwangerschaftsabbruch in gutem Glauben durchführen lassen. Sie hätten gemeint, rechtens zu handeln, da diese Kliniken ausdrücklich für den Abbruch von Schwangerschaften eingerichtet wurden. Die Staatsanwaltschaft dagegen ließ verlautbaren, sie werde jeden Fall einzeln prüfen. Dennoch gingen Fachleute davon aus, dass keine Berufung gegen die Freisprüche eingelegt wird.
AVE teurer Die Geschäftsleitung der RENFE beschloß am Dienstag die Erhöhung der Fahrpreise für alle Hochgeschwindigkeitszüge und Langstrecken um vier Prozent. Diese Erhöhung erfolgte zeitgleich mit der Indienststellung der regionalen Hochgeschwindigkeitszüge in Katalonien und im Aragon. Damit kostet eine Fahrt von Barcelona nach Madrid in der Touristenklasse jetzt nicht mehr 101,30 Euro, sondern 105,35 Euro. Die neuen Preise gelten ab dem 1. Mai.
Schon 17 % Ausländer in Barcelona Fast 30% der im Jahre 2006 geborenen Kinder in und um Barcelona hatten mindestens einen ausländischen Elternteil.. In über 18 % der Fälle waren sogar beide Elternteile Immigranten. Sogenannte gemischte Ehen, also die eines Ausländers mit einer Einheimischen machten über elf Prozent aus. Dies belegt die gute Eingliederung von Immigranten aus aller Welt in Katalonien und ebenso die Bereitschaft der Hiesigen, sich auf Ausländer einzulassen. Insgesamt wurden in den letzten zehn Jahren 280.000 Menschen aus 165 Staaten dieser Welt in und um Barcelona ansässig.
Touristen griffen Mosso an Es kommt nicht oft vor, dass Menschen, die in einer Stadt überfallen und ausgeraubt werden, den Übeltäter nicht von einem herbeieilenden Polizisten unterscheiden können, doch genau das geschah am Wochenbeginn in Barcelona. Vier englische Touristen wurden zu später Nachstunde nahe dem Olympiahafen von einem Unbekannten überfallen. Ein vorbeifahrendes Polizeiauto, das nicht als solches gekennzeichnet war und von Beamten in Zivil gefahren wurde, hielt an und einer der Beamten machte sich an die Verfolgung des mutmaßlichen Täters, eines jungen Marokkaners. Der andere Beamte blieb in der Nähe des Wagens stehen. Die vier Touristen hielten diesen für den Übeltäter und traktierten ihn mit Schlägen und Fußtritten. Der Beamte versuchte sich mit den Händen auf dem Kopf vor den Angriffen zu schützen, bis es ihm gelang, seine Polizeimarke zu ziehen und sich auszuweisen. Die vier Engländer ließen darauf hin von ihm ab und suchten das Weite.
Rummel auf dem Flughafen Für das verlängerte Wochenende zwischen dem 1. und 4. Mai sah der Flughafen El Prat 5.240 Starts und Landungen vor. Rund 540.000 Passagiere sollten in dieser Zeit abgefertigt werden. Der stärkste Andrang dürfte am Montag mit über 100.000 Fluggästen herrschen, da dieser Tag den „puente“ abschließt und gleichzeitig der verstärkte Wochenanfangsverkehr beginnt. Für den ersten Mai waren 978 Flugbewegungen mit genau 100.000 Passagieren geplant.
Touristen geben mehr Geld aus Trotz alles Krisengeredes und Jammerns über ausbleibende Touristen in Katalonien sprechen die neuesten Statistikdaten eine deutlich positive Sprache. So gaben die Touristen in den ersten drei Monaten des neuen Jahres bereit mehr als 9.000 Millionen Euro in Spanien aus. Das waren knapp 9 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Pro Person ergab sich eine Ausgabe von 871 Euro, was 94 Euro pro Tag und Person entsprach. Alle Zahlen übertrafen die Vergleichsdaten aus dem Jahre 2007. Ebenfalls positiv waren die Wirtschaftsdaten für das erste Trimester insgesamt. Noch immer wächst die spanische Wirtschaft leicht stärker als der EU-Durchschnitt. Auch die Banken und Sparkassen verzeichnete befriedigende Umsatzzahlen.
Musikfestival in Vila-Seca Der kleine Ort Vila-Seca in der Provinz Tarragona ist eigentlich nur für seine geografische Nähe zu dem Freizeitpark Port Aventura bekannt. Bis zum 4. Mai bietet er dem Besucher aber ein umfassendes Programm „Musik auf der Strasse“ an. Auf Strassen und Plätzen können Sie Jazz, Rock, Pop, Flamenco, Hip-hop und sehen Tanz und Theatervorführungen. Besonders gefördert sollen junge Musiker werden und auch der neuen Technologie gegenüber zeigte sich der Veranstalter aufgeschlossen. Vertreten sind Jabier Muguruza, der Argentinier Kevin Johansen, Black Baudelaire, Calima, OVNI, Electroputas und La B anda del Surdo.
Sirenenalarm geübt Die katalanische Regierung will, nachdem sie aus Fehlern der Vergangenheit gelernt hat, in allen Ortschaften Kataloniens einen Sirenenalarm auslösen und die Bevölkerung mit in die Übung einbeziehen, die einen Chemieunfall simuliert. Die Bürger sollen nach dem Schrillen der Sirenen schleunigst in ihre Häuser zurückkehren, alle Fenster und Türen geschlossen halten und etwaige Anweisungen der Polizei befolgen, falls ein solcher Chemieunfall eintreten würde. Damit das im Ernstfall klappt, muß es zuvor eingeübt werden. Auch Kinder sollen unterrichtet werden, was ein solcher Sirenenalarm bedeutet. Eine erste Übung in 17 Ortschaften brachte in den letzten Tagen befriedigende Ergebnisse: alle eingeschalteten Sirenen funktionierten fehlerfrei.
30.04.2008
Vermögenssteuer wird abgeschafft Getreu dem Wahlversprechen vor vier Jahren hat die wiedergewählte Regierung Rodríguez Zapatero die Vermögenssteuer (impuesto de patrimonio) abgeschafft – allerdings erst mit Wirkung vom kommenden Jahr. Diese Vermögenssteuer wurde vor rund 30 Jahren in Spanien eingeführt, sollte aber nur ein provisorisches Werkzeug sein und verblieb wie so viele Provisorien dann doch auf unbestimmte Dauer bestehen. Damit soll nun Schluß sein. Das bisherige Formular 214 für diese Steuererklärung wird vermutlich zum Jahresende durch ein neues Formular ersetzt. Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Steuerberater!
Spanier bleiben im Land Das Industrieministerium in Madrid veröffentlichte am Montag die neuesten Daten über das Reiseverhalten der Spanier.
Prinzessin Sofía feiert Geburtstag Die kleine Tochter des spanischen Kronprinzen Felipe und seiner Frau Letizia feierte am Dienstag ihren 1. Geburtstag. Sofía, so wurde sie zu Ehren ihrer Großmutter, der Königin, genannt, kam am 29. April 2007 in Madrid zur Welt. Die Kleine ist nach Angaben ihrer Mutter noch wacher und wißbegieriger als die große Schwester Leonor und schaut mit riesigen Augen in die Welt. Angeblich sieht sie ihrem Großvater Jesus Ortíz ähnlich. Die stolzen Eltern gaben am Dienstag eine Kindergeburtstagsparty, aber auch die Presse durfte sich über Fotos von den strahlenden Eltern mit der Jüngsten auf dem Arm freuen. Normalerweise sind die Eltern sehr darum bemüht, ihre Kinder nicht dem Starrummel auszusetzen.
Kubanisches Staatsballet nach Barcelona Am 7. Mai beginnt im Theater Tivoli eine dreiwöchige Tournee des kubanischen Staatsballets mit dem Klassiker „Schwanensee“ von Tschaikowsky. Die Inszenierung liegt in Händen von Marius Pepita und Leo Ivánov und wurde in der Presse als „sehr originell“ angekündigt. Das kubanische Ballett begeht in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag und wird noch immer von der Choreografin Alicia Alonso geleitet, die dem Ensemble zu Weltruhm verhalf. „Schwanensee“ hat seit seiner Uraufführung im Bolschoi-Theater in Moskau 1877 vielfältige Wandlungen bei der Inszenierung erfahren. Die Veranstaltung von Barcelona zeichnet sich durch Volksnähe und Fröhlichkeit aus. Die Vorführungen finden am Donnerstag, den 8. und Freitag den 9. Mai jeweils um 21.00 Uhr im Tivoli-Theater in der calle Caspe Nr. 8 in Barcelona statt. Eintrittspreis: fünf Euro pro Person und Vorstellung. Reservierungen über Tel. 902 527 333 (Servicaixa) oder über das Internet
Picassos Friseur gestorben Im gesegneten Alter von 97 Jahren starb am Montag in Südfrankreich ein getreuer Wegbegleiter von Pablo Picasso: Eugenio Arias. Von 1948 bis 1973 lebte der Spanier im südfranzösischen Exil, da er im republikanischen Heer gedient und somit den Francoputsch als Verlierer erlebt hatte. Arias und Picasso teilten sich 26 lange Jahre ihre kommunistische Überzeugung, gingen zusammen zum Stierkampf in Nimes und Arles, spielten zusammen Karten und plauderten gemeinsam über Gott und die Welt. Picasso war von dem Aberglauben besessen, dass derjenige, der seine Haare oder Nägel anfasse, ihm die Manneskraft rauben würde. Daher schnitt er sich die Haare jahrelang selbst, später ließ er auch seine diversen Ehefrauen und Geliebten an seinen Kopf, aber am liebsten überließ er sich den Händen von Arias. „Bei ihm fielen alle Ängste von Picasso ab“, heißt es in den Memoiren seiner Exfrau Françoise Gilot. Arias war klug genug, von Picasso kein Geld für seine Dienste zu fordern, sondern liess sich mit kleinen Zeichnungen mit Widmung entschädigen. Diese sind heute im Picassomuseum der Ortschaft Buitrago unweit von Madrid zu sehen, aus der der Figaro stammte.
Juweliergeschäft Roca überfallen Zum zweiten Mal innerhalb eines Monats wurde das teure Schmuckgeschäft Roca in der Diagonal in Barcelona Ziel eines nächtlichen Einbruchs. Unbekannte Täter schnitten den Stahlrolladen auf und schlugen anschließend mit einer Keule das Schaufenster ein. Sie erbeuteten Uhren im Wert von 20.000 Euro. Schwer vorstellbar, dass trotz der späten Stunde – es war zwei Uhr nachts – eine so belebte Strasse wie die Diagonal so menschleer und verkehrsfrei gewesen sein soll, dass die Täter ihren Überfall ungehindert ausführen konnten.
Superkreuzfahrtschiff nach Barcelona Am 4. Juni kann sich Barcelona auf ein besonderes Ereignis freuen: das englische Superkreuzfahrtschiff Independence of the seas läuft in den Hafen von Barcelona ein und – noch eine Überraschung – wird dort sogar über Nacht bleiben. Es ist nach spanischen Presseangaben der einzige Hafen bei den Kreuzfahrten über Atlantik und Mittelmeer, dem diese Ehre zuteil wird. Der Kreuzer ist so lang wie drei Häuserblocks der Oberstadt von Barcelona beziehungsweise hundert Meter länger als das Fussballstadion Camp Nou. Auf ihm haben 4.375 Passagiere und 1.360 Mann Personal Platz. Eigentümerin des Luxusschiffes ist die Reederei Royal Caribbean, die noch zwei Schwesterschiffe für Fahrten innerhalb der USA in Dienst gestellt hat. Die Independence hat 160.000 Bruttoregistertonnen und ist 340 Meter lang. Sie verkehrt den Sommer über zwischen dem englischen Hafen Southampton und läuft dabei spanische, französische und italienische Häfen an. Wer den Ozeanriesen mit eigenen Augen sehen will, sollte am sogenannten muelle adossat (der Seitenmole) am Nachmittag des 4. Juni und am 5. Juni anwesend sein; außerdem ist das Schiff am 2.und 3. sowie 30. und 31. Juli dort zu sehen. Am 31. August und 1. September und dann noch einmal am 24. und 25. September. Das Schiff verfügt über 1.817 Kajüten, von denen die meisten Meeresblick haben. Das Freizeitangebot ist gigantisch: Drei Riesenpools, ein Pool mit künstlichen Wellen zum Surfen, Sportfeld, Minigolf, Karaoke, ein Theater mit 1.300 Plätzen, Kasino mit 308 einarmigen Banditen und last not least sogar eine Kapelle zum Beten. AE
Brandstifter von La Gomera gefaßt Ein 53jähriger Mann wurde als mutmaßlicher Verursacher des Großbrandes auf der Kanareninsel la Gomera festgenommen. Das Feuer wütete seit dem vergangenen Samstag und vernichtete 800 Hektar Wald und Gebüsch. Bei der Bekämpfung waren rund 200 Feuerwehrleute im Einsatz; viele von ihnen wurden von Gran Canaria und Tenerife herübergeflogen. Noch am Dienstag waren 30 Menschen evakuiert. Wann sie in ihre Häuser zurückkehren könnten, war noch nicht abzusehen.
FAHRER GESUCHT! Wer hat ein Herz und nimmt mich mit nach Deutschland? Der Raum Frankfurt oder Köln wäre ideal, mein Herrchen holt mich an einem vereinbarten Treffpunkt ab. PRO GAT AMPURIA kümmert sich, dass alles reibungslos läuft!
Ich hatte kein Zuhause, war ein Streuner. Nun sitze ich „hinter Gittern“, damit komme ich gar nicht zurecht. BITTE MELDET EUCH, ich warte im Tierheim PRO GAT AMPURIA auf Euch! Telefon: 972 15 25 / 628 290 422
29.04.2008
Mit Geld ins Heimatland zurück Angesichts der Krise im Bauwesen und einer allgemein abgeschwächten Konjunktur erwägt der neu ins Amt gekommene Minister für Immigration, Celestino Corbacho, vielen jetzt arbeitslos gewordenen Immigranten das ihnen zustehende Arbeitslosengeld auf einmal auszuzahlen. Damit soll es diesen Menschen ermöglicht werden, in ihre Heimatländer zurückzukehren und dort ein neues Berufsleben zu beginnen. Eine solche Rückführung solle selbstverständlich auf freiwilliger Basis erfolgen, betonte der Minister. Gleichzeitig meinte er bei einem Gang über die Feria de Sevilla in Barcelona, ausländische Arbeitnehmer sollten in Zukunft nur dann nach Spanien kommen, wenn sie einen festen Arbeitsvertrag hätten. Es müsse „Ordnung gemacht“ werden. Die statistischen Angaben über den Absturz in die Arbeitslosigkeit in den letzten Monaten sind widersprüchlich: zwar verloren viele Immigranten ihren Job, sodass sie die Hypothekenzahlungen für erworbenes Wohneigentum nicht mehr bezahlen konnten und deshalb ins Heimatland zurückkehrten, doch weisen die Zahlen aus Madrid ebenfalls eine hohe Quote von spanischen Arbeitnehmern aus, die ebenfalls ihre Arbeitsplätze einbüßten.
Viel Schnee in den Pyrenäen Entgegen der ständigen Hiobsbotschaften über extreme Trockenheit in Katalonien meldeten die meteorologischen Institute extrem hohe Schneefälle im März und bisher im April. Sowohl in den Alpen wie auf beiden Seiten des Pyrenäenrückens fielen gewaltige Mengen Schnee: in den ersten drei Aprilwochen 449 Liter pro Quadratmeter oder vier Meter Schnee. Seit 1996 hat es nicht mehr so heftig geschneit. Zwar ist damit die Lawinengefahr hoch geworden, doch verspricht die kommende Schneeschmelze große Mengen des sehnlich erwarteten Wassers, sodass das Gespenst der Trinkwasserrationierung möglicherweise doch vermieden werden kann.
Indienausstellung in Barcelona In der Galerie Fotoespai in der Strasse Corleu 74 findet noch bis zum 31. Mai eine Fotoausstellung mit Eindrücken aus Südindien statt. Der katalanische Fotograf Angel Peral i Jódar stellt eine Anzahl von gewonnenen Eindrücken dieser magisch-exotischen Gegend aus. Es geht dabei nicht nur um Fotos von der Naturschönheit und Majestät der Landschaften, sondern auch um laute und verseuchte Städte, Reichtum, extreme Armut und Krankheit. Der Fotograf war mit Bussen, Zügen, Schiffen und Taxis unterwegs, um seine Eindrücke einzufangen. So einfach, wie es heute ist, mit dem Zug nach Barcelona zu kommen, sollten Sie sich diese Veranstaltung nicht entgehen lassen. Öffnungszeiten: 10.00 bis 13.00 Uhr, 18.00 bis 22.00 Uhr.
Barcelona ehrt Maria Callas Die Stadt Barcelona will die begnadete Sopranistin Maria Callas auf ihre Weise ehren. Auf über 2.000 Quadratmetern Fläche zwischen dem Paseo de Grácia und den Strassen Diputación, Gran Via und Pau Claris soll ein Garten mit ihrem Namen entstehen. Die Umgestaltung des Daches eines Gebäudes, das unterirdisch einen Privatparkplatz beherbergt, soll mit einfachen Mitteln erfolgen und einen Park oder Garten darstellen, aber keinen Kinderspielplatz bekommen. Wie immer, wenn es um Verhandlungen zwischen der Stadt und einem Privateigentümer geht, können sich die Gespräche noch eine Weile hinziehen, bevor es zu der Umsetzung des schönen Planes kommt.
Neuer Altar für Kirche in Bàscara Der kleine Ort Bàscara an der Landstrasse Figueras – Gerona ist eigentlich für seine lebenden Krippen zur Weihnachtszeit bekannt. Jetzt wird der Ort mit seinen 900 Einwohnern bald noch attraktiver sein und mehr Touristen anlocken: Eine Metallstruktur von sieben Metern Breite und neun Metern Höhe, verglast mit bunten Fenstern, wird den Altar der Dorfkirche schmücken. Der katalanische Künstler Josep Ministral wurde mit dem Projekt beauftragt. Die Einführung und Befestigung von 47 grossflächigen bunten Glasfenstern, die David Gibernau schuf, wurde nach einer antiken Verfahrensweise durchgeführt, wie sie schon die alten Ägypter kannten. Das Werk erhält den Titel El Crist del Flùvia (Christus der Fluvia), also des gleichnamigen Flusses, der die kleine Ortschaft durchfließt. Die Arbeiten sollen nach dem Sommer beendet sein. Wir werden dann noch einmal darauf hinweisen.
Gesundheitsminister soll Stellung beziehen Die widersprüchlichen Aussagen über angebliche Gesundheitsrisiken beim Verzehr von Sonnenblumenöl aus der Ukraine riefen Gesundheitsminister Bernat Soria auf den Plan. In den nächsten Tagen wird er auf eigenen Antrag im Parlament in Madrid zu dem Thema Stellung beziehen. Eine schwere Gesundheitsgefährdung sei nicht gegeben. Er werde aber diejenigen Markennamen nennen, die Sonnenblumenöl aus der Ukraine bezogen und weiterverarbeitet hätten. Somit hätten die spanischen Konsumenten eine freie Entscheidung darüber, ob und welches Markenöl sie kaufen wollten. Es gibt in Spanien über 800 Firmen, die Sonnenblumenöl vermarkten.
94.000 Reisende mehr mit dem AVE Die Angst der Fluglinie Iberia, der Hochgeschwindigkeitszug AVE könne dem Passagieraufkommen schaden, hat sich voll bestätigt. Nachweislich stiegen im März 94.000 Reisende von der Luftbrücke Barcelona – Madrid auf den neuen Zug um. Das waren für die Fluggesellschaft 21% weniger Passagiere. Anders ausgedrückt: der AVE konnte seit seiner Indienststellung bereits 34% Marktanteil an der Direktverbindung Madrid- Barcelona und Barcelona- Madrid gewinnen, sodass für Iberia nur noch 66% blieben. Noch im März letzten Jahres waren es 91% Fluggäste gegenüber 9% Zugreisenden gewesen. Unterdessen wurde in Barcelona-Sants der erste Regional-AVE in Dienst gestellt. Er heißt Avant und bewältigt die Strecke Barcelona – Camp de Tarragona in nur 36 Minuten. 70 Minuten später erreicht er bereits die Provinzhauptstadt Lerida. An Wochentagen verkehrt dieser neue Regionalschnellzug sechs Mal täglich in beiden Richtungen. Für viele Autofahrer wird angesichts der hohen Spritpreise die Fahrt mit dem Zug sicher attraktiv.
3.000 Besucher im katalanischen Parlament Am ersten Wochenende des Tages der Offenen Tür besuchten über 3.000 Menschen das katalanische Parlamentsgebäude in Barcelona. Gratis können die Räumlichkeiten und Festsäle an jedem Wochenende und an Feiertagen weiterhin besucht werden. Ausgenommen sind der 1. Mai, der gesamte Monat August, Weihnachten mit dem 25. und 26. Dezember und der 1. Januar 2009. AE
Javier Marías Mitglied der Königlich Spanischen Sprachakademie Javier Marías wurde 1951 in Madrid als Sohn von Julián Marías geboren, der seinerseits vierzig Jahre lang der Königlichen Sprachakademie angehörte. Zu der Amtseinführung erschienen waren Kulturminister César Molina, der Madrider Bürgermeister Alberto Ruiz-Gallardón, die ebenfalls berühmten spanischen Schriftsteller Fernando Savater und Vicente Molina Foix sowie eine Anzahl weiterer Akademiemitglieder, die wie Marías in schwarzem Frack mit weißer Hemdbrust und schwarzem Binder in das traditionsreiche Haus einzogen. Den Deutschen dürfte da Werk Corazón tan blanco (Mein Herz so weiß) aus dem Jahre 1992 bekannt sein, das dem jungen Schriftsteller zum Durchbruch verhalf und das in mehrere Sprachen, darunter auch ins Deutsche übersetzt wurde. Der deutsche Literaturpapst Marcel Reich-Ranicki hatte das Werk sofort für eines der wichtigsten des ausgehenden letzten Jahrhunderts gehalten und Marías für den Literaturnobelpreis vorgeschlagen. Zwei Jahre später glänzte Javier Marías mit Mañana en la batalla piensa en mí (Morgen in der Schlacht denke an mich), einer ausführlichen Erzählung über Unentschlossenheit und Enttäuschung. In dem gesamten Werk von Marías spielen Elemente der Fiktion ebenso eine Rolle wie die seiner Meinung nach bestehende Unmöglichkeit,die Realität durch Worte wiederzugeben. Nach seiner letzten Veröffentlichung: Tu rostro mañana (dein Antlitz morgen), in dem der Dichter und Denker sich den drängendsten Problemen und Fragen der Menschen insgesamt widmet, will Javier Marías nunmehr eine schöpferische Pause einlegen. Die Königlich Spanische Sprachakademie genießt Weltruf, zumal sie sich intensiv der Arbeit der Sprachakademien der vielen anderen spanischsprechenden Länder widmet und deren lexikologische Arbeiten koordiniert. Mitglied dieser Akademie zu werden, ist für jeden spanischen Schriftsteller die höchste Belohnung seiner literarischen Bemühungen.
28.04.2008 Je jünger umso kränker? Die jungen Arbeitnehmer zwischen 16 und 24 Jahren fallen in Katalonien öfter wegen Krankheit aus als ihre Kollegen kurz vor der Pensionierung. Knapp vier Prozent der Jungen fehlen jeweils einen Tag im Monat, während es bei den über 55jährigen nur etwas über zwei Prozent sind. In der Statistik folgen in Bezug auf Abwesenheit vom Arbeitsplatz die Gruppe der 25- 34jährigen und danach die 36 bis 44jährigen. Die Gründe für diese eigentlich unnatürliche Situation liegen nach Meinung der Initiatoren der Studien darin, dass über die Hälfte der ganz jungen Arbeitnehmer nur Zeitverträge haben. Damit seien sie Arbeitsunfällen stärker ausgesetzt, aber auch die Vereinbarung von Berufs-und Privatleben sei bei dieser Altersklasse schwieriger. Vor allem Mütter mit Kindern müßten sehr häufig wegen der Krankheit der Kleinen zu Hause bleiben, nicht weil sie selber krank seien. Von der einen Million Krankschreibungen in Katalonien im letzten Jahr bezogen sich 64% auf Abwesenheiten zwischen einem und vierzehn Tagen, elf Prozent auf Abwesenheit vom Arbeitsplatz bis zu einem Monat;die restlichen 25% waren länger als einen Monat krankgeschrieben. Umgekehrt gerechnet: 80% der katalanischen Arbeitnehmer, das waren immerhin 2,7 Millionen Menschen, waren im vergangenen Jahr keinen einzigen Tag vom Arbeitsplatz abwesend.
Der 2. Mai: Krieg zwischen Frankreich und Spanien Die deutschen Kinder lernten die geschichtlichen Vorgänge unter dem Thema „die napoleonischen Kriege“, die spanischen als „la guerra de la independencia“ (der Unabhängigkeitskrieg). Gemeint ist der Volksaufstand von Madrid am 2. Mai 1808, der viele tausend Menschen das Leben kostete; nicht zuletzt durch die Erschießungen vom 3. Mai, die der Maler Goya so erschütternd in seinen Gemälden bezeugt. Zu den Feierlichkeiten anläßlich des 200. Jahrestages dieser Erhebung von meist unbewaffneten Bürgern der Hauptstadt Madrid gibt es in diesem Jahr eine Fülle von Veranstaltungen, die allesamt das Ziel haben, Frankreich und Spanien noch weiter freundschaftlich zusammenzuschließen, als dies im Rahmen der EU, der beide angehören, ohnehin der Fall ist. König Juan Carlos hat aus diesem Anlaß den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy eingeladen, am spanischen Nationalfeiertag, dem 12. Oktober, an der großen Truppenparade teilzunehmen, die traditionell an diesem Tag auf Madrids Prachtstrasse, dem Paseo de la Castellana, abgehalten wird. Obwohl Sarkozys Terminkalender in diesem Jahr übervoll ist, dürfte er die Einladung wohl doch wahrnehmen, da der Feiertag, der unter Franco noch „El día de la Hispanidad“ hieß, in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt.
Autopreise leicht gefallen Im März dieses Jahres wurde der Durchschnittspreis eines in Spanien gekauften Autos mit 20.857 Euro angegeben. Das war erstaunlicherweise 5,6 % weniger als im März 2007. Der Grund dürfte nach Meinung der Autobranche darin liegen, dass weniger großformatige Geländewagen gekauft wurden. Die neue KFZ-Steuergesetzgebung stellt diejenigen Modelle besser, die weniger CO2-Ausstoss verursachen. Das sind verständlicherweise die kleineren Fahrzeuge.
Spanier trinken weniger Bier Nach den neuesten statistischen Angaben trank jeder spanische Staatsbürger im vergangenen Jahr 56 Liter Bier. Das waren rund fünf Prozent weniger als noch im Jahre 2006.Bei der Erhebung waren die ausländischen Touristen nicht berücksichtigt. Die Deutschen kippen im Jahr durchschnittlich 160 Liter Bier.
Spanischer Fischkutter wieder frei Die 26 Mann Besatzung des Thunfischkutters Playa de Bakio konnten aufatmen. Nach sechstägiger Gefangenschaft in der Hand von Piraten aus dem afrikanischen Somalia verließen diese auf Schnellbooten das spanische Schiff und flüchteten sich in die hereinbrechende Nacht, um vor Verfolgung sicher zu sein. Seit dem letzten Sonntag hatten die rund 20 Schwarzafrikaner, die sich abwechselten, die baskische Mannschaft im Essraum gefangengehalten und mit Granatwerfern und Handfeuerwaffen in Schach gehalten, bis sie von dem Reeder eine verbindliche Zusage auf die Zahlung von 1,2 Millionen US-Dollar Lösegeld erhalten hatten. Das Schiff war rund 230 Seemeilen vor der Küste Somalias aufgebracht worden. Die freigelassenen Fischer beschrieben die Angreifer als halb verhungerte Typen, „nur Haut und Knochen“, aber straff geführt und bestens bewaffnet. Im Madrid hatte unterdessen ein Krisenstab unter Leitung der Vizepräsidentin Fernández de la Vega und der neu ernannten Umweltministerin Elena Espinosa getagt. Die Regierung hatte sich aufgrund früherer Entführungen und Erpressungen auf hoher See dazu entschlossen, keine gewaltsame Befreiung der spanischen Fischer zu versuchen, sondern die Verhandlungen mit den Piraten dem Reeder Borja Soroa zu überlassen. Traditionell kassieren die Piraten über den Standort London, wo sich einige britische Rechtsanwälte auf die Abwicklung solcher Erpressungsfälle spezialisiert haben. Sie verhandeln über die Höhe des Lösegeldes, geben eine Bankverbindung mit Kontonummer an, kassieren die überwiesenene Summe, ziehen ihre Provision davon ab und leiten das Geld anschließend an afrikanische Bankkonten weiter. Erst am 11. April wurde ein französisches Schiff aufgebracht. In dem Fall verhandelten die Piraten über Funk direkt mit dem Reeder, der die geforderte Summe in Bargeld schickte. Anschliessend wurde die Ponant freigegeben, aber die französische Regierung ließ bewaffnete Hubschrauber von der französischen Basis in Dschibuti aufsteigen und die Piraten verfolgen, die per Lastwagen flüchteten. Die Militärs töteten drei der Piraten und ein großer Teil des Lösegeldes konnte zurückgeholt werden. Im letzten Jahr registrierten die Behörden weltweit 263 Fälle von Piraterie mit Lösegeldforderungen. Dabei galten der Golf von Guinea, die Meerenge von Malaca und das Horn von Afrika als die gefährlichsten Gebiete. Am Sonntag war die Playa de Bakio unter dem Geleitschutz eines spanischen Kriegsschiffes unterwegs in Richtung der Seychellen-Inseln.
Schwaches Echo der Feria de Abril In Katalonien andalusische Lebensfreude zu verbreiten, fiel den Organisatoren und Standbesitzern bei dieser 37. Veranstaltung in Barcelona schwerer als sonst. Oder ist es die „Krise“, von der täglich die spanischen Zeitungen voll sind? Der Auftakt der Feria de Abril begann wesentlich schwächer als in früheren Jahren. Die Veranstalter hofften am Sonntag auf den Monatswechsel, wenn also die Menschen ihre Löhne und Gehälter kassieren und dann vielleicht eher Lust haben, Geld auf das Gelände des Forums zu tragen, wo die Flamenco-Schau mit Musik, Tanz, Schauspiel, Essenund Getränken noch bis zum 4. Mai stattfindet. AE
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