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| Bahia-Blick Nachrichten | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Hier finden Sie die Nachrichten aus
| 26.04.2008
Personalkredite drastisch gesunken Um runde 30 Prozent sanken die Personalkredite bei den spanischen Banken in den ersten drei Monaten dieses Jahres. Das bedeutet, dass die Konsumenten sich sehr wohl von dem ständigen Krisengerede in der spanischen Presse beeinflussen und einschüchtern liessen. Kreditanfragen für die Finanzierung von Autos gingen ebenfalls stark zurück. Die Bürger hätten Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes und seien insgesamt vorsichtiger im Geldausgeben geworden. Besonders die Kreditanstalten, die sogenannte „Schnellkredite“ anbieten, mußten eine herbe Minderung der Nachfrage hinnehmen. Sie waren es gewohnt, jedes Jahr mehr Menschen rasch „unter die Arme zu greifen“, die entweder in akute Geldnot geraten waren oder sich trotz kurzer Finanzdecke bestimmte Wünsche erfüllen wollten. Ihr Umsatzvolumen dürfte sich nach Schätzungen in diesem und dem nächsten Jahr drastisch senken.
Banco Popular macht weiter Gewinne Die drittgrößte Bank Spaniens, Banco Popular, erreichte bereits in den ersten drei Monaten dieses Jahres einen Gewinn von 322 Millionen Euro. Damit lag sie um 12 Prozent über dem Gewinn des Vorjahreszeitraumes, wenn auch unter den jährlich 15 Prozent Steigerung, den die Bank sich für die kommenden drei Jahre vorgenommen hat. Bei der Banco Popular stieg auch der Anteil der nicht bedienten Kredite nur unwesentlich an: er erreichte 0,98 Prozent und lag damit relativ weit unter der für ganz Spanien vorausberechneten Quote von 1,15 Prozent. Der Vorstandsvorsitzende der Bank konnte in seiner Pressekonferenz vom Donnerstag denn auch stolz auf die starke Liquidität seines Bankhauses hinweisen und sah der Zukunft trotz nachlassender Konjunktur optimistisch entgegen. Aber auch die Bankkunden können sich beruhigen: wenn in ganz Spanien nur mit etwas über einem Prozent von insolventen Kreditnehmern gerechnet wird, können nach Adam Riese noch immer über 98 Prozent der Menschen ihre Kredite bedienen. Somit wird es kaum zu einem Zusammenbruch des Immobilienmarktes kommen.
Luxushotels voll belegt Bei allem Krisengerede wird zum Formel 1-Rennen in Montmeló am Wochenende doch großer Andrang bei den Hotels in und um Barcelona herrschen. Besonders gefragt sind die Fünfsternhotels mit ihren luxuriös ausgestatteten Appartements und Suites. Die typischen Besucher dieses weltberühmten Autorennens gehören samt und sonders zu finanziellen Oberschicht, sind Menschen zwischen 45 und 60 Jahren und verfügen über die Mittel, sich anläßlich dieses Nervenkitzels anschließend teuerst verwöhnen zu lassen. Die Rennbesucher wissen mehrheitlich auch ein gutes Essen zu schätzen. So sind die besten Restaurants ebenfalls seit mehreren Tagen im Voraus sehr stark gefragt, wenn nicht überhaupt schon ausgebucht. Besonders beliebt sind Tische für sechs, acht oder sogar zehn Personen. Das erklärt sich daraus, dass über die Hälfte der Besucher von Montmeló direkt mit dem Rennbetrieb zu tun haben. Für das Rennen am Sonntag rechnen die Veranstalter mit rund 130.000 Zuschauern.
Polizist wegen sexueller Belästigung vor Gericht Er soll eine vorläufig festgenommene junge Frau bei einer Leibesvisitation sexuell belästigt haben. Der Staatsanwalt forderte für dieses bei einem Polizisten besonders schwere Vergehen vier Jahre Haft, der Nebenkläger sogar sechs. Die Festnahme war erfolgt, nachdem eine Gruppe von Jugendlichen im März 2006 auf offener Strasse im Stadtteil Zona Franca in Barcelona ein Sauffest veranstaltet hatten. Nach Angaben der Klägerin hatte der Mosso d’Esquadra eine junge Frau in einen abgelegenen Keller gefüht und verlangt, dass sie sich bis zur Hüfte nackt ausziehe. Er habe dann ihre Brüste berührt und mit der Hand in ihre Hose gegriffen. Der Polizeibeamte bestritt dies vor Gericht. Er habe die Festgenommene mehrmals verhört, aber sie nicht angefaßt. Auf das Urteil darf man gespannt sein, denn auch wenn die Vorwürfe berechtigt sein sollten, so wurde die Klägerin doch in stark angetrunkenem Zustand auf das Revier gebracht und erinnerte sich möglicherweise entweder falsch oder gar nicht an den Vorfall.
Europaweiter Streik wegen Milchpreis? Bevor sich sich in das Wagnis eines Streiks begeben, wollen die spanischen Milcherzeuger noch einmal den Dialog versuchen. Die Produktionskosten, so ließen sie verlauten, lägen in Spanien bei 0,41 bis 0,43 Euro pro Liter, der bezahlte Preis aber nur bei 0,395 beziehungsweise 0,45 Euro pro Liter. Dennoch wollten die Erzeuger sich nicht gleich dem deutschen Anruf nach einem europaweiten Streik der Milcherzeuger anschließen. Eine Verhandlungsrunde mit den zuständigen Behörden und der Industrie sei vorzuziehen, hieß es.
Diesel erstmals über 1,20 Euro pro Liter Seit Einführung der Europawährung hat sich die Öffentlichkeit viel zu schnell daran gewöhnt, nicht mehr in die Heimatwährungen von vorher umzurechnen. Wäre dies der Fall, würden sich manch einem Spanier die Haare sträuben: erstmals verlangten einige Tankstellen in und um Barcelona 1,20 € pro Liter Diesel. In der alten Währung wären das runde 200 Peseten! Diesel war bisher hierzulande billiger als Benzin, weil es weniger besteuert wird. Landesweit umgerechnet liegt der Dieselpreis jetzt bei 1,17 € pro Liter. Diese Steigerung war auf die Teuerung des Rohöls auf den Weltmärkten bis zu 120 US-Dollar pro barrel Brent zurückzuführen. In Spanien ist Diesel seit dem Januar letzten Jahres um 12 Prozent teurer geworden.
Air Berlin gerne stärker in Barcelona „Wie schade, dass wir nicht mehr Landerechte in El Prat bekommen, um neue Routen anbieten zu können“, sagte Alvaro Middelmann am Donnerstag in Barcelona. Die Gesellschaft verzichtet daher auf Ausbaupläne in Bezug auf den katalanischen Flughafen und wird sich ab dem Sommer mehr auf die Flughäfen Valencia und Alicante stützen, um wöchentlich 400 Flüge nach Palma de Mallorca anzubieten. Palma hat 50 Millionen Euro investiert, um dem Ansturm an Passagieren in Zukunft gerecht zu werden. Middelmann bedauerte in einer Pressekonferenz, dass es seiner Firma nicht gelungen sei, weitere Landerechte für den Vormittag in El Prat zu bekommen, um eine europäische Hauptstadt anzufliegen, deren Namen er nicht nennen wollte. Er bezweifelte darüber hinaus, dass nach dem Ausbau der T-Sur in El Prat das neue Terminal rentabel bewirtschaftet werden könne, solange die bestehenden Pisten nicht abwechselnd zu Starts und Landungen benutzt werden dürften.
Gute Wetteraussichten für das Wochenende Die Temperaturen steigen, die Sonne lacht praktisch in ganz Spanien von einem höchstens mit Quellwolken bestückten Himmel, die keine Niederschläge mit sich bringen. Die sommerliche Wärme wird viele Menschen aus den Großstädten an die Strände treiben. Schon jetzt waren die Küstenstriche bevölkert mit Badegästen, Tauchern und Sportlern, die für das Fahrradrennen am 27. April in Katalonien trainierten. Badegäste Ende April? Das muß mit dem Klimawechsel zu tun haben… AE
Immer geht’s ums Geld Der katalanische Beauftragte für Inneres, Joan Saura, beklagte sich im Parlament von Barcelona bitterlich über die erhöhten Kosten für die Polizeieinsätze bei den Spielen der Champions Leage in der Metropole. Die Bürger müßten vor den oftmals randalierenden Fans geschützt werden, die zu solchen Anlässen eingeflogen kämen. Ausserdem sei ein Grossaufgebot von Mossos nötig, um das Fussballstadion und dessen Umgebung zu sichern. Bei dieser Darstellung waren sich Regierung und Opposition ausnahmsweise einig: zu viel Geld! Saura appellierte an den Fussballclub Barcelona, einen Teil dieser Mehrkosten zu übernehmen. Der Veranstalter Barça müsse finanziell „mitverantwortlich gemacht“ werden. Der CU-Abgeordnete Joaquim Forn drückte es noch drastischer aus: „Die Stadt Barcelona kann nicht ständig Feste für hooligans finanzieren“.
Madrid warnt vor Herbalife Das Gesundheitsministerium in Madrid hat zu größter Vorsicht beim Verzehr von Herbalife-Produkten aufgerufen. Manche dieser als Diät zum Abnehmen beworbenen Produkte könnten zu Leberschäden bei den Verbrauchern führen. Gesundheitsminister Bernat Soria ließ schon im Jahr 2003 eine Studie über die Auswirkungen dieser als „Naturprodukte“ gekennzeichneten Stoffe erstellen. Diese ergab eindeutige Leberschäden bei mehreren Endverbrauchern. Eine endgültige Stellungnahme zu Herbalife, das aus den USA stammt und in über 60 Staaten präsent ist, stand am Donnerstag nach aus, sodass sich das Gesundheitsministerium in Madrid nur dazu entschloß, die Öffentlichkeit vor diesen Produkten zu warnen und zu Vorsicht aufzurufen.
Auch Spanier in Liechtenstein verdächtig Knapp 200 Spanier sind inzwischen in die Ermittlungen über Steuerfluchtdelikte in Liechtenstein verwickelt. In mindestens 80 Fällen gehen die mit der Untersuchung befaßten Beamten von Bankdepots aus, die die Steuern in ihren Heimatländern umgehen sollten. Auch Ermittlungsrichter Baltasar Garzón blieb in dieser Angelegenheit am Ball: Seine Kammer in der Audiencia Nacional geht den mutmaßlichen Verfehlungen spanischer Staatsbürger nach. Die Daten kamen durch die Affäre deutscher Ermittler ans Licht, die mehrere DVD’s von einem ehemaligen Bankmitarbeiter gekauft hatten und nun in Deutschland massiv gegen Steuersünder vorgehen. Während das Bankgeheimnis in Liechtenstein noch bis vor kurzem wasserdicht war, hat die globale Terrorbedrohung dazu geführt, dass kaum noch eine Steueroase wirklich dem Zugriff von Ermittlungsbehörden verschlossen bleibt.
Piloten von Air Europa streiken Vom 5. bis 9. Mai sind Streiks der Piloten der Fluglinie Air Europa angekündigt. Auch im Juni soll die Streikbewegung weitergehen, und zwar jeden Montag, Mittwoch und Freitag. Die Pilotengewerkschaft SEPLA rief zu diesem Ausstand auf, nachdem das Unternehmen ihrer Meinung nach gegen gültige Tarifverträge verstiess, indem es eine neue Gesellschaft gründete. Alle bisherigen Verhandlungen mit den Eigentümern von Air Europa, der Gruppe Globalia, seien bis jetzt im Sande verlaufen.
Rekordumsätze am Tag des Buches Mit 530.000 Exemplaren des neuen Werkes von Carlos Ruiz Zafón war „Das Spiel des Engels“ (El juego del ángel) der absolute Retter am 23. April, Sant Jordi. Obwohl auch viele andere lesenswerte Titel zum Verkauf standen, konnte sich keiner der Autoren rühmen, wie Zafón acht Mal pro Minute ein Buch signieren zu müssen, – so viele, dass ihm zuletzt das Handgelenk wehtat. Die gebürtige Chilenin und Nichte von Salvador Allende, Isabel Allende war im Privatjet von London herbeigeeilt, um Exemplare des Werkes „La suma de los días“ (Die Summe der Tage) zu zeichnen, ein Buch, das schon seit einigen Wochen im Buchhandel erhältlich war. Eine gewisse exotische Berühmtheit erlangte Najat el Hachmi, die Tochter einer eingewanderten Familie aus Marokko, die in dem in katalanischer Sprache verfaßten Werk „el ultim patriarca“ (der letzte Patriarch) die islamischen Familienstrukturen kritisch beschreibt. Ab dem 24. April ist Amsterdam für ein Jahr die Welthauptstadt des Buches. Damit löst die holländische Hauptstadt die ebenfalls einjährige Amtszeit Bogotás in dieser Kategorie ab.
Geschlechtskrankheiten wieder auf dem Vormarsch Seit den frühen achtziger Jahren galten gewisse Geschlechtskrankheiten wie die Syphilis in Spanien als nahezu ausgestorben. Inzwischen nehmen sie wieder kräftig zu. Einige Erkrankungen bei schwangeren Frauen können sogar zur Erblindung des ungeborenen Kindes führen. Zwar können Syphilis und andere Krankheiten, die durch Geschlechtsverkehr übertragen werden, heute mit Medikamenten wirksam bekämpft werden, doch bedarf es dazu einer frühzeitigen Erkennung. Die öffentliche Gesundheitsbehörde in Katalonien hält daher jetzt Informationskurse für Hausärzte ab, um sich mit diesen Krankheiten vertraut zu machen, von denen manch einer noch nie etwas gehört oder gesehen hat. Ein besonders weites Feld für die Übertragung und Verbreitung von Geschlechtskrankheiten sind heute die Internetseiten, auf denen Männer und Frauen Sex mit anderen Menschen suchen, aber nur Sex, und zwar ohne Verhütungsmittel. Viele Spanier reisen auch zu einschlägigen Zwecken nach Tailand und Mittelamerika. Am stärksten breiten sich die Krankheiten unter homosexuellen Männern aus: sie machen bereits ein Viertel aller Kranken aus.
Auf dem Fahrrad durch die Arktis Ein Spanier namens Juan Menéndez Granados brach mit einem Fahrrad und 50 Kilo Gepäck von Helsinki in Finnland auf. Sein Ziel war das Nordkap, das er bei 25Grad unter Null in 45 Tagen erreichte. Der aus Asturien stammende durchtrainierte junge Mann fuhr die 2.300 Kilometer lange Strecke in jeweils sechs Stunden pro Tag und gelangte wohlbehalten an dem selbstgesteckten Ziel an.
24.04.2008 Katalanische Rosen aus Afrika Der Tag des Buches und der Rosen zu Sant Jordi, dem Patronatsfest des Schutzheiligen von Katalonien, nimmt von Jahr zu Jahr größere Ausmaße an – so große, dass manche Journalisten den dadurch ausgelösten Literaturauftrieb schon mit dem Massenverzehr von Hamburgern bei McDonald’s verglichen. Wer sich aber am sonnigen gestrigen Mittwoch in Figueras oder Rosas umschaute, der sah vor allem geschäftige Menschen, die noch schnell letzte Hand an ihren Stand anlegten, ehe dort dichte Gebinde von Rosen aller Art feilgeboten wurden. Welche Vielfalt von Rosen! Nicht nur, dass zu Sant Jordi sechzig Prozent des Jahresumsatzes an dieser Königin der Blumen verkauft werden: sie kommen inzwischen auch aus aller Welt und nur zu einem geringen Anteil aus Katalonien selbst. Via Holland importiert man hierzulande gewaltige Mengen von Rosen aus Kenia und Lateinamerika. Angeboten wurden aber auch hübsch gemachte rotgrüne Stoffrosen , Papierrosen in allen Farben, umwunden mit der unvermeidlichen katalanischen Flagge und ergänzt durch echte Kornähren. Geschmackvolle Verpackungen und viele kleine Accessoires wie Schlüsselanhänger mit dem Wahrzeichen Kataloniens: dem schwarzen Esel auf gelbrotem Grund, Kunstherzen als Magneten in allen Farben und von den Schülern selbst gemalte Lesezeichen. Die Bücherstände bogen sich unter den vielen Neuerscheinungen, darunter auffallend vielen Ratgebern, aber auch Humor war reichlich vertreten. Die Welle von Historienromanen noch immer vorherrschend mit dicken Schmökern und die politische Literatur – zumeist extrem linke – wurde nur von einigen jungen Leuten in überschaubaren Taschenbuchausgaben angeboten.
Auffallend war die unglaubliche Menge An einem der traditionellsten Feste Kataloniens wurde offenkundig, dass auch hier die Welt eingekehrt ist. Eine Wohltat.
23.04.2008 Es fehlen Polizisten Das Polizeirevier von Figueras braucht ein Viertel mehr Beamte als es derzeit hat, um einen befriedigenden Service in all den Ortschaften bieten zu können, die dieser Wache unterstehen. Das teilte der Chef dieser Einheit mit. Ferran Gómez beurteilte in einer Pressekonferenz die Arbeit seiner 160 Beamten dennoch positiv: die Zahl der Verbrechen und Vergehen sei im letzten Jahr um acht Prozent gesunken. Über 200 Tatverdächtige wurden festgenommen. Die Einführung der Regionalpolizei Mossos d’Esquadra in ganz Katalonien wird erst im Laufe des Jahres 2009 vollendet sein. Die Erwägungen gehen dahin, nicht unbedingt die Belegschaft von Figueras zu verstärken, sondern eher ein eigenes Polizeirevier in der Grenzstadt La Jonquera zu schaffen. Für die Stadt Figueras gilt die Besonderheit, dass in ihren Mauern ein Gefängnis liegt, sodass täglich durchschnittlich 15 Transporte von Gefangenen zu bewältigen sind, eine Aufgabe, die nicht unbedingt von Polizeibeamten durchgeführt werden müßte, sondern wie beispielsweise in England von zivilen Hilfskräften besorgt werden könnte.
Es regnete Strafzettel Im letzten Jahr hat die Ortspolizei in Figueras rund 18.000 Strafzettel verteilt. Davon regneten 60 % auf Fahrzeuge, die nicht in Figueras selbst zugelassen waren. Die meisten Vergehen bezogen sich auf Parken in der Zone, wo nur Auf-und Abladen gestattet ist, gefolgt von dem Abstellen von Autos auf dem Bürgersteig und immerhin noch zu knapp zehn Prozent die Störung des fließenden Verkehrs durch falsches Parken. Im vergangenen Jahr legten viele der von Strafzetteln betroffenen Fahrer Protest ein und in 680 Fällen wurden die Anzeigen darauf hin zurückgezogen. Trotzdem verteilen die Beamten der Ortspolizei noch immer durchschnittlich 50 Strafzettel. Kürzlich wurde auch ein zweiter Abschleppwagen in Dienst gestellt.
Teile der N-II neu geteert Die Nationalstrasse Zwei zwischen Llers, Biure, Capmany und Pont de Molins wurde in den letzten Wochen neu geteert. Die Strecke hatte große Unregelmäßigkeiten aufgewiesen. Die Strassenbauarbeiten hatten auf beiden Fahrbahnen riesige Autoschlangen entstehen lassen und die Geduld der Fahrer auf eine harte Probe gestellt. Die Beendigung der Arbeiten wurde entsprechend freudig begrüßt.
Panne im Handyverkehr in San Lorenzo Der Bürgermeister von San Lorenzo de la Muga, Luis Vila, rief täglich bis zu vier Mal bei dem Unternehmen Movistar an, um zu erreichen, dass eine defekte Mobilfunkantenne repariert würde. Die gesamte Ortschaft war tagelang vom Handyverkehr ausgeschlossen. Mindestens 80 Dorfbewohner haben Verträge mit Movistar. Vila erklärte sich das Desinteresse von Movistar nicht, zumal sein Magistrat diesem Unternehmen das Gelände zur Verfügung gestellt hatte, wo sie die Antenne errichten durften.
Patronatsfest Santa Creu in Figueras Am 25. April beginnt in Figueras das jährliche Patronatsfest Santa Creu mit einigem Wirbel und vielen Veranstaltungen. Bis zum 4. Mai gibt es jede Menge Musik, Theater, Spiele, Tradition und Kultur zu sehen , zu hören und zu erleben. Im Stadtpark nahe dem Hospital kommen die Kinder auf ihre Kosten. In diesem Jahr steht der Humor an erster Stelle der Veranstaltungen. Am Rathausplatz beginnen die Festlichkeiten mit der traditionellen Ansprache (el pregón), in dem der frühere katalanische Präsident Pasqual Maragall und der Politiker Duran i Lleide durch die Schauspieler Queco Novell und Xavier Serrano durch den Kakao gezogen werden sollen. Sieben Musikgruppen aus aller Welt untermalen tagelang die Darstellungen. Auch die Casa de Andalucia, die Vertretung der Andalusier in Katalonien, hat ein umfangreiches und farbenprächtiges Programm vorbereitet.
22.04.2008 Morgen ist der Tag des Buches Der 23. April ist der Tag des Schutzheiligen von Katalonien, Sankt Georg der Drachentöter, auf Katalanisch Sant Jordi. Aus diesem Anlaß schenken sich seit altersher Liebespaare gegenseitig eine Rose beziehungsweise ein Buch. Inzwischen ist dieser „Tag des Buches“ in über 100 Staaten der Welt angekommen und wird mit mehr oder weniger großem Aufwand gefeiert. Auf den Strassen in den katalanischen Städten werden lange Tische aufgestellt, fast immer bedeckt mit der katalanischen Fahne und geschmückt mit zahllosen Sträußchen und Gebinden aus jeweils einer Rose und einer Kornähre, umwunden wiederum mit Bändern in den katalanischen Farben. Viele Händler gewähren zehn Prozent Rabatt auf den normalen Buchpreis, um den Absatz zu fördern. Als heißester Buchtitel gilt „el juego del Angel“ von Ruiz Zafón, dem Autor des Weltbestsellers „Im Schatten des Windes“. Ob „das Spiel des Engels“ an die Zehnmillionenmarke heranreicht, die dieses Erstlingswerk erreichte, bleibt abzuwarten. Fest steht, dass Barcelona sich zu Sant Jordi immer besonders festlich herausputzt, sodass sich eine Fahrt – bequem mit dem Zug von Figueras aus zu erreichen – sicherlich lohnt. In der Station Paseo de Gracia aussteigen und die Kamera nicht vergessen, um das geschäftige Treiben einzufangen.
Immigranten von Hypothekenkosten besonders betroffen Die Immobilienkrise und die ständige Erhöhung der Hypothekenzinsen seit dem letzten Jahr bringt vor allem ausländische Arbeitnehmer in schwere Bedrängnis. Der abrupte Stopp des Baubooms machte viele von ihnen binnen kurzer Zeit arbeitslos, sodass sie von einem Minimum an Arbeitslosengeld auskommen müssen. Sehr viele können infolgedessen ihre Hypothekenzinsen nicht mehr bezahlen. Um zu vermeiden, dass das neu erworbene Wohnungseigentum an die Bank zurückfällt, haben Hunderte von Familien aus Marokko und Pakistan sich dazu entschlossen, nur die arbeitsfähigen Männer in Spanien zu lassen und Frauen und Kinder in ihre Heimatländer zurückzuführen. Einige behalten die Wohnungen, stellen aber die Schlafzimmer voller Stockbetten und vermieten diese an alleinstehende Landsleute, um von den Einkünften die Hypothek bezahlen zu können. Pro Bett werden pro Monat durchschnittlich 110 Euro bezahlt. Die Stadtverwaltung von Barcelona hat diese neue Entwicklung zur Kenntnis genommen und zeigt sich sehr besorgt darüber: aus solchen Zuständen könnte sich eine explosive Stimmung entwickeln, die das friedliche Zusammenleben der Einheimischen mit diesen Neubürgern gefährden könnte.
21.04.2008 Caixa Catalunya expandiert weiter Sie hatte sich für die Zeit von 2005 bis 2007 die Eröffnung von weiteren 160 Zweigstellen vorgenommen und – Bankenkrise hin oder her – den Plan auch peinlich genau eingehalten. Die meisten Niederlassungen befinden sich, wie es sich für eine katalanische Sparkasse gehört, in Katalonien. Aber auch in Madrid, Valencia und Andalusien ist die Bank stark vertreten. Es gibt sie jetzt in ganz Spanien und sogar in Perpignan.
Tourismusmesse in Barcelona beendet Der 17. Internationale Tourismussalon ging am Sonntag in Barcelona zu Ende. Auf dem Gelände des Montjuic hatten sich rund 1.500 Aussteller aus 75 Staaten eingefunden. Die Besucherzahl lag um die 200.000. Ein Sprecher äußerte sich vorsichtig optimistisch für die diesjährige Saison: zwar kämen dieses Jahr voraussichtlich weniger Briten zum Urlaub nach Spanien, weil der Wechselkurs zwischen Pfund und Euro für die Engländer nicht günstig sei. Das Pfund verlor gegenüber der Eurowährung innerhalb kurzer Zeit rund 20% des Wertes. Dieser Nachteil könne jedoch durch neue Formen des Tourismus ausgeglichen werden: zum einen durch den kaufkraftstarken Kreuzfahrttourismus, zum anderen durch Spezialangebote für Homosexuelle beiderlei Geschlechts. Auch zähle man auf die starke Nachfrage aus Rußland und den USA. Ausserdem wurden erfreulich viele Lang-und Mittelstreckenreisen bereits gebucht.
Millionen gegen die Krise Die Regierung Zapatero verabschiedete in der Ministerratssitzung vom vergangenen Freitag eine Paket von Maßnahmen, die dazu beitragen sollen, den begonnenen Wirtschaftsabschwung in Spanien in erträglichen Grenzen zu halten. Wirtschaftsminister Pedro Solbes sagte eine Geldspritze von 10.000 Millionen Euro (in Worten: zehntausend Millionen Euro) zu, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Als wichtigste Maßnahme sollen alle Steuerzahler unabhängig von der Höhe ihres Einkommens um 400 Euro entlastet werden. Die Vermögenssteuer wird ausgesetzt und die Verlängerung von Hypothekenlaufzeiten soll in Zukunft kostenlos möglich sein. Damit will man die Hunderttausende von Familien entlasten, die die gestiegenen Hypothekenzinsen nicht mehr aufbringen können, aber ihr Wohneigentum nicht verlieren wollen. Diese letztere Maßnahme setzt die Bereitschaft der Banken voraus, ihrerseits auf gewisse Einkünfte zu verzichten, da alle Veränderungen bei Darlehen dieser Art bisher kostenpflichtig für den Kunden waren. Das Ziel ist, dass diese Familien die bisher bezahlte Quote beibehalten können, indem sie die Laufzeit des Kredites verlängern.
Wenig Schäden durch Meister Petz Die Globalisierung macht auch vor der Tierwelt nicht halt. Von den knapp 20 Braunbären, die derzeit in den Pyrenäen herumstapfen, stammen nur drei Alttiere aus der Region, alle anderen wurden aus Slovenien importiert und im französischen Teil des Grenzgebirges ausgewildert. Immer häufiger kommen die tapsigen Tiere über die Grenze nach Spanien. Hier rissen sie im vergangenen Jahr 20 Schafe und Lämmer und zerstörten zwei Bienenstöcke. Auch ein totes Kalb und ein totes Pferd frassen sie auf. . Die zuständigen Behörden mußten insgesamt nur 6.640 Euro Entschädigung an die Besitzer der getöteten Schafe zahlen. Wie ein Sprecher der Umweltschutzbehörde DEPANA betonte, seien die Schäden, die durch wildernde Hunde, durch Rehwild und Wildschweine verursacht wurden, im letzten Jahr bedeutend höher gewesen. Von den slovenischen Bären haben einige inzwischen die Geschlechtsreife erreicht, sodass die Initiatoren und Betreuer des Auswilderungsprogramms schon bald mit neuem Nachwuchs rechnen.
Alarm versagte bei Giftwolke In Gualba de Baix blieben am Freitag die Alarmsirenen stumm, als in einem Chemiewerk Chlorgas aus den Röhren entwich und das Unternehmen unverzüglich den Notfall ausrief. Ein Informatikfehler setzte die Sirenen außer Kraft, sodass die Anwohner von dem Unfall nichts erfuhren. Die Leitung der „Sociedad Española de Carburos Metálicos“ verständigte telefonisch die katalanische Notfallzentrale, die sofort 13 Feuerwehrwagen sowie Einheiten der Mossos d’Esquadra und der Ortspolizei in Marsch setzte. Die rund 100 Anlieger erfuhren erst gegen 14.00 Uhr von dem Vorfall, als die Werksangehörigen ihnen davon berichteten. Damit sich eine solche Situation nicht wiederholt, ist für den 30. April eine entsprechende Übung – diesmal mit funktionierenden Sirenen – geplant.
Provinzkrankenhaus Trueta wird neu gebaut Mit einem Aufwand von 220 Millionen Euro will die Provinzhauptstadt Gerona ihr schon jetzt als vorbildlich geltendes Krankenhaus Doctor Josep Trueta modernisieren. Die katalanische Gesundheitsbeauftragte Marina Geli und der Architekt Josep Lluis Mateo stellten jetzt das Modell des neuen Krankenhauses vor, das auf den Trümmern des bisherigen gebaut werden soll. Um die geplanten 83.000 Quadratmeter Fläche mit 500 Betten erstellen zu können, muß das heute über 50jährige alte Hospital abgerissen werden. Das neue Haus soll nicht nur 200 Betten als die bisherigen 300 erhalten, sondern auch weitläufige Räume für ambulante Behandlungen , doppelt so viele Operationssäle wie bisher und einen wesentlich größeren Parkplatz. Das neue Gebäude wird sieben Stockwerke mit modernen, fast durchscheinenden Wänden erhalten, damit die Kranken den Ausblick auf die umgebenden Wälder und den Fluß Ter genießen können. Fünf Funktionsebenen wie Labor, Notaufnahme, Toiletten, Röntgenräume und OP’s sowie eine Cafeteria werden unterirdisch untergebracht.
Kulturspaziergänge Treffpunkt vor dem Restaurant Mulan/St. Margarita. Unkostenbeitrag (Führung) Bitte möglichst Anmeldung/ mehr Info: Dr. W.Janzen, Tel.: 972 459 526
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