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| Bahia-Blick Nachrichten | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Hier finden Sie die Nachrichten aus
| 05.04.2008 Am Montag beginn der Regen Das Wochenende verläuft noch sonnig und frühlingshaft. Der Himmel über Katalonien bleibt blau, die Sonne scheint vom wolkenlosen Himmel. Erst am Sonntag nachmittag ziehen Wolken auf, die ab Montag Regen bringen, allerdings nicht so starken, wie es die Natur sich wünscht und für die Stauseen nötig wäre. Die Temperaturen sinken leicht.
Postgewinn drastisch gesunken Die spanische Postgesellschaft Correos erwirtschaftete im letzten Jahr 104 Millionen Euro Reingewinn. Das war über 26% weniger als noch ein Jahr zuvor. Die Firma gab an, die Betriebskosten seien um fast 10 % gestiegen und das Volumen der Postdienste habe nicht zugenommen. Es sei bei 5.900 Millionen Leistungen stehengeblieben. Bei den Zahlen wurden die Sendungen im Zusammenhang mit Wahlen in Spanien nicht berücksichtigt.
Verbraucherschützer zeigen Reisebüros an Die „Föderation Verbraucher in Aktion“ hat 111 Reisebüros bei den zuständigen Behörden angezeigt. Sie hätten viel geringere Preise in ihren Angeboten genannt als dann auf die Reisenden zukamen. So verschwiegen die Agenturen zusätzliche Kosten für die Ausstellung und Bearbeitung der Tickets, Zuschläge bei den Kerosinpreisen und Abgaben in Häfen und Flughäfen. Bei Kreuzfahrten sei ein Trinkgeld vorgeschrieben, aber auch diese Ausgabe werde nicht erwähnt. Ausserdem hätten zahlreiche Reisebüros die Vorschrift nicht beachtet, stets ein Beschwerdebuch für unzufriedene Kunden bereitzuhalten. Eine großangelegte Studie zeigte auch, dass über 97 Prozent der Werbebroschüren Fehler enthielten.
Hafen vernichtet gefälschte Ware Im letzten Jahr wurden am Hafen von Barcelona 466 Warenladungen mit gefälschten Produkten beschlagnahmt. Das waren satte 35 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die verstärkte Polizeipräsens scheint viele der ambulanten Händler auf die Dauer doch davon abzuschrecken, ihr Billiggut auf ausgelegten Decken auf der Strasse anzubieten. Am Donnerstag wurden von der Hafenpolizei über zwei Tonnen dieser Fälscherwaren vernichtet. Insgesamt wurden im Jahr 2007 5,5 Tonnen solcher Taschen, Gürtel, Sonnenbrillen, Brieftaschen und dvd’s beschlagnahmt. Obwohl der Ambulanthandel schon seit längerem in Barcelona verboten ist, leben noch immer viele Menschen, vor allem Immigranten aus Schwarzafrika, Pakistan und Lateinamerika von diesem Geschäft.
Strafzettel gegen Busfahrer Er hatte nur zwei Mal in ein belegtes Brötchen gebissen, während er am Steuer seines Busses darauf wartete, dass die Ampel auf Grün umspringen würde. Alfredo Calvo fuhr einen Touristenbus und sein Pech wollte, dass an der Ampel auch ein Polizeiwagen hielt. Die Beamten sahen den Biß in das Frühstücksbrot und wurden sofort tätig: 60 Euro Strafe, wie es das Gesetz befiehlt. Man darf als Busfahrer nicht gleichzeitig fahren und essen. Die Busfahrer in Barcelona befinden sich seit Wochen im Streik, wenn auch nicht alle Linien gleichermaßen betroffen sind. Sie verlangen zwei volle freie Tage und eine sinnvolle Gestaltung der 30 Minuten Pause, die ihnen nach jeweils sechs Stunden am Steuer zustehen.
Wieder Hasenplage Besonders die landwirtschaftlichen Anbaugebiete der Provinzen Tarragona und Lerida sind von der starken Ausbreitung von Hasen betroffen. Die Landwirte befürchten, dass große Teile der Ernte durch diese Nager vernichtet werden könnten, wenn die Langohren sich weiterhin so schnell vermehren. Die katalanische Regierung wurde aufgerufen, Abhilfe zu schaffen. In der kommenden Woche sollen entsprechende Gespräche stattfinden. Derzeit steht die Generalitat noch auf dem Standpunkt, es handele sich nicht um eine Landplage. Gleichzeitig wollte Sie den Jägern freie Hand lassen, gegen die Tiere vorzugehen.
Pfusch am Bau Die unendliche Geschichte in Spanien: Pfusch am Bau. In Lerida fiel eine einen Meter lange Eisenstange aus einem im Bau befindlichen Gebäude auf die Strasse und verletzte eine Mutter und ihr Kind. Obwohl die Stange aus der Höhe eines siebenten Stocks fiel, wurden beide nur leicht verletzt. Sie hätten auch beide tot sein können. Spanien steht in Bezug auf Nichtbeachtung von Sicherheitsvorschriften im Bauwesen – aber auch in anderen industriellen Branchen – fast an erster Stelle innerhalb der Europäischen Union.
Katalonien in Berlin Der Noch-Vizepräsident der katalanischen Regierung, Josep Lluis Carod Rovira eröffnete am Freitag in Berlin eine katalanische „Botschaft“. Das ist die zweite Vertretung nach der Einrichtung einer katalanischen Delegation bei der EU in Brüssel. Im Falle Berlins wurde zur Begründung dieser „Botschaft“ (Botschaften gibt es nur zwischen verschiedenen Staaten, nicht zwischen Autonomiegebieten oder Ländern im deutschen Sinn) angeführt, es gebe bedeutende wirtschaftliche Interessen zwischen Deutschland und Katalonien. Im Mai soll eine solche Vertretung in London folgen, im Juli eine in Paris. Diese wird die Maison de la Catalogne in der französischen Hauptstadt ablösen, die unter fehlendem Interesse der Franzosen gelitten hatte.
Spanien braucht die Immigranten Auch bei abflauender Konjunktur benötigt Spanien nach seriösen Studien bis zum Jahre 2020 noch immer mindestens 157.000 Arbeitnehmer pro Jahr zuzüglich zu den einheimischen Arbeitskräften. Sollte die Wirtschaft wieder anspringen, könnten es sogar bis zu 300.000 pro Jahr werden. Die Studie stellte fest, dass im Jahr 2000 das Wirtschaftswachstum dieses Landes von vier auf zwei Prozent zurückfiel, aber dennoch neue Arbeitsplätze entstanden, die mehrheitlich von Ausländern eingenommen wurden. Die Immigranten hätten, so hieß es in der Studie, seit 1994 den Rückgang der Geburten und jungen Arbeitnehmer in Spanien soweit ausgeglichen, dass die Arbeitslosigkeit in dieser Berufsgruppe von 24 auf 7,3 Prozent fiel. In den nächsten zehn bis zwanzig Jahren würden nicht nur unqualifizierte Arbeiten von Immigranten ausgeübt, sondern auch akademische Berufe wie Anwälte, Wirtschaftsfachleute und Ingenieure. 04.04.2008 Es soll ein feuchter Frühling werden Wissenschaftliche Einrichtungen und Geräte stehen normalerweise nicht im Verdacht, sich Wunschdenken hinzugeben. Aber womöglich schwingt doch so etwas mit, wenn die Meteorologischen Institute Spaniens und sogar der USA für die Iberische Halbinsel einen feuchten Frühling vorhersagen. So soll es spätestens am Sonntag, den 6. April zu regnen beginnen und bis zum 16. April auch nur mit kurzen Unterbrechungen aufhören. Gleichzeitig schrieb die Presse vorsorglich, Wettervorhersagen, die für einen längeren Zeitraum als den der nächsten vier Tage erarbeitet würden, müßten mit größter Vorsicht zur Kenntnis genommen werden: die Möglichkeit des Irrtums sei sehr groß. In Katalonien regnet es im Herbst am meisten, gefolgt vom Frühling. Ein berühmtes amerikanisches Wetter- und Klimabeobachtungsinstitut sagt für den Nordosten Spaniens nassere Monate April, Mai und September voraus als beim Durchschnitt der letzten 30 Jahre. Juni, Juli, August seien dagegen trockene Monate, wenn auch nicht mehr als in anderen Jahren. Der extrem flache Wasserstand aller spanischen Stauseen läßt befürchten, dass auch die Schneeschmelze in den Pyrenäen und der Sierra Nevada in Südspanien an der Wasserknappheit nicht viel ändert.
April ein Monat der Musik Am 4. April eröffnet die Festivalsaison Jorge Drexler mit einem Gitarrenkonzert im Palau de la Música Catalana in Barcelona. Dieses Festival zieht sich bis in den Juni hin, bietet aber nicht nur Gitarrenkonzerte, sondern auch Musik anderer Instrumente. Am 12. April tritt Noa auf, am 23. April Fito Páez, am 26. April José Mercé, am 29. April Milton Nascimento und am 6. Mai José Satriani. Für Freunde des Blues bietet Badalona eine reiche Auswahl an Konzerten. Am 12. April ist Rokia Traoré zu hören, am 18. April Jose Stark und am 25. April Mavis Staples.
Hotusa macht 20 Millionen Gewinn Die spanische Hotelgruppe HOTUSA hat einen Gewinn von 20 Millionen Euro vor Steuern erwirtschaftet. Das entsprach einem Zugewinn von 28% gegenüber dem Vorjahr. Das Besondere daran ist, dass die Gruppe sich in einer intensiven Umbauphase mit dem Ziel einer stärkeren Präsenz auf dem Hotelmarkt befand.
Wasser per Bahn nach Barcelona? Nach dem energischen Einspruch der Zentralregierung aus Madrid gegen eine Umlenkung von Wasser aus dem Segrefluss in den Großraum Barcelona bemüht sich die katalanische Regierung nun um eine andere Möglichkeit der Wasserversorgung für ihre Hauptstadt und Umgebung. Es soll ein Angebot der Bahngesellschaft RENFE geben, große Mengen Wasser auf dem Schienenweg heranzubringen. Gedacht war zunächst auch an Zisternenschiffe, die aus Marseille Rhonewasser nach Barcelona, Tarragona und bis hinter nach Almería transportieren könnten.
Die Mossos bekommen Hilfskräfte Sie sollen keine Polizisten sein, aber bei der Polizei arbeiten. Die katalanischen Mossos d’Esquadra wollen einen neuen Typ von Hilfskräften schaffen, die sie von gewissen Tätigkeiten befreien sollen, die eigentlich nicht streng in die Amtsausübung von Polizeikräften gehören. In einem Gesetzesentwurf, der im Herbst dieses Jahres beraten werden soll, wird die Schaffung von „Hilfsmossos“ vorgeschlagen, die den hochtrabenden Namen „Beamte der Autorität“ bekommen sollen. Katalonien will sich dabei an der Beispiel England halten: dort sind rund 30% der Männer und Frauen, die für die Polizei arbeiten, einfache Staatsbeamte, die Hilfsarbeiten ausführen, für die die Polizei im strengen Sinn nicht zuständig ist, wie beispielsweise Begleitung bei Häftlingstransporter oder der Zustellung von amtlichen Benachrichtigungen. Eine Neuigkeit in dem katalanischen Gesetzentwurf dürfte viel Staub aufwirbeln: während bisher der Chef einer Ortspolizei sein Amt auf Lebenszeit (sprich bis zur Pensionierung) innehat, soll dieser Posten in Zukunft auf Zeit vergeben werden. Der Bürgermeister der betroffenen Ortschaft soll den Polizeichef bei Fehlverhalten abberufen können. Das neue Gesetz sieht auch vor, dass Angehörige der Ortspolizei (policía local) in die Körperschaft der Mossos d’Esquadra überwechseln können.
Lungenkrebs in den Genen 65 Wissenschaftler aus aller Welt haben in einem Konsortium den Ursprung von Lungenkrebs erforscht. Sie stießen dabei auf eine Veränderung bei einem menschlichen Chromosom, die zu einer verstärkten Neigung zur Entwicklung von Lungenkrebs beiträgt. Bei der Grossuntersuchung standen 11.000 Menschen zur Verfügung, davon 4.500 mit akutem Lungenkrebs. Dabei kann diese Veranlagung erblich sein, wie die Forscher herausfanden. Die Wissenschaft geht aber weiterhin davon aus, dass bis zu 80 Prozent der Erkrankungen an Lungenkrebs auf das Rauchen zurückzuführen sind. Pro Jahr erkranken über eine Millionen Menschen neu an Lungenkrebs und nur maximal 15% erreichen eine Üb erlebensdauer von fünf Jahren.
Alle haben Mobiltelefon Eine Studie der Körperschaft „Tendenzbeobachtung“ ergab, dass alle Spanier zwischen 15 und 35 Jahren inzwischen über ein eigenes Mobiltelefon verfügen. Befragt wurden 2.000 Personen und deren Antworten landesweit hochgerechnet. In Spanien gibt es die Redensart, dass ein Baby „mit einem Brot unter dem Arm geboren“ wird, wenn man sagen will, dass es in glückliche Umstände hineingeboren wurde. Abgewandelt auf das heutige Technikzeitalter könnte man sagen, die kleinen Spanier kommen mehrheitlich mit einem Handy unter dem Arm zur Welt. Übrigens arbeiten in der genannten Altersgruppe 95 Prozent mit einem eigenen PC, 84 Prozent haben eine Digitalkamera und knapp 70 Prozent einen ADSL-Anschluss.
Männer sind faule Obstesser Wenn schon Obst, so denken die Männer mehrheitlich, dann wenigstens etwas, das leicht zu schälen ist wie etwa eine Banane. Auch Äpfel und Birnen, dann aber schon ungeschält, lassen sie sich noch gefallen als Zugeständnis an die Einsicht, dass Obst in der täglichen Ernährung nicht fehlen soll. Die Männer schlucken diesen Teil der Ernährung während der regulären Mahlzeiten, während die Frauen nach einer Studie zu ungewöhnlichen Zeiten zum Obstmesser greifen und drei bis vier Stück Obst pro Tag zubereiten. Sie achten dabei auch mehr als ihre männlichen Kollegen darauf, dass mindestens eine dieser Früchte reich an Vitamin C ist wie Kiwi, Melone, Erdbeeren und viele tropische Früchte. Eine Studie in der Altersklasse der 18- bis 24jährigen Jugendlichen hatte das erschreckende Ergebnis gebracht, dass die meisten von ihnen nicht einmal zwei Stück Obst pro Tag zu sich nehmen. Die Gründe? „schmeckt mir nicht“, „bekommt mir nicht“, „ist mir zu umständlich“ oder „ist zu teuer“ waren die häufigsten Antworten bei der Befragung. Galizien und Katalonien kamen bei der Studie am schlechtesten weg. Über die Hälfte der Katalanen essen höchstens einmal am Tag ein Stück Obst und bleiben damit weit unter den drei Stück pro Tag zurück, die die moderne Ernährungslehre empfiehlt. AE
Spanien kommt groß in Schanghai heraus Die Veranstalter der Expo Schanghai 2010 haben bestätigt, dass Spanien einen gebührenden Platz bei dieser Weltausstellung erhalten wird. So soll im Rahmen der Präsentation der gelungensten Stadtsanierungen Barcelona mit der Umwandlung der Ciutat Vella vertreten sein. Bilbao zeigt die Veränderungen durch den Bau des Guggenheim-Museums, Santiago de Compostela stellt die Umformung der historischen Altstadt vor. Barcelona hatte sich mit zwei Projekten beworben: neben der Ciutat Vella wollte Katalonien auch die Schaffung des Technologiedistrikts 22@ auf dem Boden des früheren Industriegebietes Poblenou zeigen. Auf internationaler Ebene stachen bei der Vorstellung der Projekte die Hochwasserbarrieren von Prag und die Meeresfassade von Sankt Petersburg in Rußland hervor.
Durch brennende Zigarette umgekommen In Barcelona kam ein 64jähriger Mann ums Leben, als er mit nicht ausgedrückter Zigarette einschlief und sein Zimmer Feuer fing. Der Mann war als starker Raucher bekannt. Zum Zeitpunkt des Unglücks befand sich ein weiterer Mann in der Wohnung, der aber zu spät kam, nachdem er den Rauch im Zimmer des Toten bemerkt hatte. Die Polizei ging von einem Unfall aus. 03.04.2008 Alarmglocken zu schrill? Die spanische Staatsbank hat ihre Vorausschau für das Wirtschaftswachstum, die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Bautätigkeit kräftig nach unten revidiert. Demnach soll der Abschwung im Bauwesen die Arbeitslosenzahl in diesem Jahr insgesamt bis zu neun Prozent hochschrauben, im Jahr 2009 eventuell sogar bis hart an die Zehnprozentgrenze. Was dramatisch klingt, kann man auch anders lesen: so soll die Investition im Bauwesen um 0,2 Prozent in diesem Jahr und um 1,2 Prozent im kommenden Jahr abnehmen, sodass das spanische Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr „nur“ um 2,4 Prozent und im kommenden Jahr wiederum „nur“um 2,1 Prozent zunimmt. Wenn man bedenkt, dass durch den ungezügelten Bauboom der letzten zehn und mehr Jahre inzwischen über eine Million Wohneinheiten in Spanien leer stehen, Tausende von Baufirmen Pleite machten und viele Banken Millionenverluste an nicht bedienten Hypotheken hinnehmen mußten, kann so eine Marktbereinigung doch nur positiv sein. Alle Statistiken sagen aus, dass junge Menschen, die eine erste eigene Wohnung erwerben möchten, angesichts ihrer bescheidenen Einkünfte keine Hypothek aufnehmen können. Da könnte ein Nachgeben der absolut überhöhten Immobilienpreise einen ausgesprochen gesunden Effekt haben. Das Madrider Wohnungsministerium erklärte im Herbst letzten Jahres in einer landesweiten Informationskampagne, dass durchschnittlich in ganz Spanien - nicht nur in den gesuchten Feriengebieten des Mittelmeeres! – jede Immobilie um 31 Prozent zu hoch bewertet sei. Dies sollten sich die großen Baufirmen, die Bauunternehmer, die Immobilienmakler, aber auch die Eigentümer und zukünftigen Verkäufer von Häusern und Wohnungen vor Augen halten. Wenn nicht, braucht sich Spanien nicht zu wundern, wenn es als Urlaubs-und Investitionsland bald von Kroatien, Rumänien, Bulgarien oder ähnlichen vormals verachteten Ostblockländern übertroffen wird.
Entspannung zwischen Spanien und Brasilien Die jüngsten politischen Spannungen zwischen Madrid und Brasilia wegen der Einreise der jeweils anderen Staatsangehörigen sollen abgebaut werden. Als Repressalie auf die Einreiseverweigerung spanischer Bürger in Brasilien hatte Madrid im Flughafen Barajas ebenfalls brasilianische Staatsangehörige festgehalten und später zurückgeschickt. Diese Drangsalierung soll nun vorbei sein. In einem bilateralen Treffen in Madrid wurde vereinbart, so rasch als möglich in den betroffenen Flughäfen Geldautomaten einzurichten, sodass die Besucher des jeweils anderen Staates die Vorschrift erfüllen könnten, dass Angehörige aus Staaten außerhalb des Schengen-Abkommens mindestens über 60 Euro pro Tag für die eigene Versorgung verfügen müssen. Da sich einige der zurückgewiesenen Reisenden öffentlich beschwert hatten, bemühten sich die Beamten in Madrid jetzt darum, diesen Reisenden juristischen Beistand, Pflege, Kommunikationsmöglichkeiten und Zugriff auf ihr Reisegepäck zu gewährleisten.
Autoverkäufe sinken Die moderne Wirtschaft ist an solch hohe Zahlen bei den jedes Jahr erwarteten Zuwächsen gewöhnt, dass schon ein geringes Abgleiten als Katastrophe beschrieben und entsprechend laut beklagt wird. So wurden im März dieses Jahres „nur“ rund 125.000 Neuwagen in Spanien zugelassen. Das waren zwar 28% weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres und der stärkste Umsatzrückgang seit 1993, aber in den ersten drei Monten dieses Jahres wurden landesweit doch immerhin knapp 350.000 Autos verkauft und neu auf die Strasse losgelassen. Falls diese Zahlen auch auf die kommenden drei Trimester zutreffen sollten, stünde Spanien am Jahresende mit 1.400.000 Neuwagen da – und das bei einer Bevölkerung von knapp 45 Millionen. Die Firma Ford erzielte sowohl im ersten Trimester 2008 insgesamt wie auch im Monat März die höchsten Verkaufszahlen, an den letzten Stellen rangierten Audi und Mercedes.
Fusion Clickair – Vueling Die Verhandlungen zwischen den beiden Billigfluglinien mit dem Ziel einer Fusion wurden am Dienstag in Barcelona offiziell bestätigt. Die aus einer solchen Fusion hervorgehende Gesellschaft solle unabhängig sein und ihren Standort in Barcelona behalten. Die Verhandlungen dürften sich nicht viel länger als einen Monat hinziehen, da sowohl Clickair wie Vueling in den letzten Monaten erhebliche Verluste eingefahren hatten, sodass ihre finanzielle Situation kritisch wurde. Auch wenn die beiden jungen Gesellschaften zusammengehen, wird der Druck der im Aufwind befindlichen Fluglinien Easyjet und Ryanair spürbar bleiben.
Die Schwimmbäder bleiben gefüllt Eigentlich sollten in diesem Jahr an vielen der 288 öffentlichen Schwimmbäder der Stadt Barcelona Reparaturen ausgeführt werden. Dazu hätte man sie leeren und später wieder neu füllen müssen. Aus Wassermangel wurden diese Arbeiten jetzt auf unbestimmte Zeit vertagt. Normalerweise wird Schwimmbadwasser immer wieder neu aufbereitet, sodass das Becken nur für Reparaturen geleert werden muß. Ein Schwimmbad mit Olympiaausmassen verschlingt 2.600 Kubikmeter Wasser, das sind mehr als zweieinhalb Millionen Liter. In den Großstädten sind Sportanlagen, Hotels und Krankenhäuser Großverbraucher an Wasser. Obwohl die Stadtverwaltung immer wieder zum Wassersparen aufruft, scheint die Krise doch eher an Schärfe zuzunehmen als sich zu entspannen.
Tod im illegalen Kindergarten Derzeit leben in Spanien 1,4 Millionen Kinder unter drei Jahren. Sie alle haben einen Rechtsanspruch auf Erziehung und Schulung, aber es gibt nur 270.000 solcher regulierten Plätze. Viele Familien, vor allem Immigranten mit geringem Einkommen, greifen daher zu einer Behelfslösung: sie geben ihre Kleinen in improvisierten „Ludotheken“ oder Appartements ab, wo sie von meist ungeschultem Personal den Tag über betreut werden. Jetzt starb en vier Monate altes Baby in einem solchen Spielsalon in Barcelona, nachdem es ein Fläschchen getrunken hatte. Die herbeigerufene Polizei stellte fest, dass zwei der drei Aufsichtspersonen sich illegal in Spanien aufhielten und das als „Kindergarten“ vorgestellte Lokal nur eine Genehmigung für Kinderspiele hatte. Ausserdem befanden sich drei mal so viele Kinder in dem Raum wie von der Behörde zugelassen.
Witwenrente für Schwule Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg hat die Entscheidung eines deutschen Gerichtes als „diskriminierend und gegen Europarecht gerichtet“ beurteilt, bei der vor einigen Jahren einem homosexuellen Mann nach dem Tod seines Partners eine Witwenrente verweigert worden war. Auch wenn zwischen den beiden Männern keine formelle Ehe geschlossen gewesen sei, so Luxemburg, habe auf die beiden doch der Titel „stabile Verbindung“ zugetroffen. Entsprechend müßte der Überlebende eine Witwenrente erhalten. 02.04.2008 Katalonien spart Wasser Wegen der enormen Trockenheit hat die Stadtverwaltung von Barcelona damit begonnen, öffentliche Brunnen und Berieselungsanlagen zu sperren, um Wasser zu sparen. Der Streit um eine mögliche Umleitung von Wasser des Flusses Ter nach Llobregat, also in den Großraum Barcelona, erhitzt weiterhin die Gemüter. Gegensätzliche Positionen wurden von den Vertretern der verschiedenen politischen Parteien vorgebracht: einerseits das Grundrecht aller Spanier, mit Trinkwasser ausreichend versorgt zu werden, auf der anderen Seite die Kompetenz der einzelnen Autonomiegebiete, über ihre natürlichen Ressourcen selbst zu verfügen, also keine Weisungen von Madrid befolgen zu müssen. Was die Costa Brava betrifft, so ein Ministeriumssprecher, so würden eventuelle Einsparungsmassnahmen wie beispielsweise einige Stunden pro Tag ohne Wasserzufuhr, frühestens im Herbst Platz greifen. Der Tourismus solle nicht beeinträchtigt werden. Die Landwirte ihrerseits wollten nicht, dass die Einsparungsmassnahmen bei der Berieselung ihrer Felder anderen Branchen zugute kommen wie der Industrie und eben dem Tourismus.
Single-Treffen in Rosas Zum ersten Mal ist Rosas Schauplatz von alleinlebenden Menschen, die auch ohne festen Partner oder eine Partnerin am geselligen und kulturellen Leben teilhaben wollen. Ein Single-Club von Barcelona, den es schon seit über 10 Jahren gibt und dem 15.000 Männer und Frauen zwischen 40 und 50 Jahren angehören, hat sich mit einem Club aus Gerona zusammengetan. Das Mammuttreffen soll am Wochenende in Rosas stattfinden. Es handelt sich bei diesen Singles nicht etwa um deprimierte Versager, sondern um aktive und positiv eingestellte Menschen. So wird die Veranstaltung der Costa Brava mit einem Essen im Hotel Mediterráneo beginnen und mit einem Ball enden. Ausflüge ans Cabo Creus und in die Naturschutzzone Aiguamolls sind geplant. Aus Barcelona werden rund 100 Teilnehmer erwartet. Die Zahl der Singles – Junggesellen, Geschiedene und Witwer beiderlei Geschlechts nimmt in allen europäischen Ländern stetig zu. Abzulesen ist das auch an dem Warenangebot der Supermärkte: immer mehr Nahrungsmittel werden in „Eintellerportionen“ angeboten. Das "Küstengesetz" soll in Santa Margarita gelten - Gebäude und Häuser an Meer und Kanälen betroffen Die Eigentümer von Gebäuden und Häusern am Meer und an den Kanälen in Roses - Santa Magarita haben vom "Servicio Provincial de Costas" in Girona Post bekommen. Diese Delegation des Umweltministeriums bzw. der Küstendirektion in Madrid haben den Betroffenen mitgeteilt, dass das "Abtrennungsvorhaben des Volkseigentums im Küstengebiet der ´Marina Santa Margarita - Fluß Grao`" eingeleitet wird. Seit 1988 gilt in Spanien ein "Küstengesetz", das "Ley de costas". Dieses regelt, welche Be-reiche an der Küste "dominio publico" sind, d. h. "Gemeineigentum", und welche Gebiete staatlichen Auflagen unterliegen. Eingeschlossen sind auch Flußmündungen und innere Gewässer, so weit der Einflußbereich der Gezeiten (mareas) reicht. Das Ziel des Küstengesetzes ist es, die Natur zu schützen und den öffentlichen Zugang zu den Küstengewässern zu gewährleisten. Das Küstengesetz wurde in den vergangenen Jahren verstärkt angewandt. Es war das erklärte Ziel der bisherigen Umweltministerin Cristina Narbona Ruiz, es bis zum Ende der letzten Legislaturperiode in möglichst vielen Teilen Spaniens zur Geltung zu bringen. Die "Asociation de proprietarios y vecinos", also die "Vereinigung der Eigentümer und Bürger" von Santa Margarita, spricht von "Enteignung". Das Umweltministerium spricht von einem besonderen "regimen", in den die betroffenen, im Registro de propietat eingetragenen Grundstücke und Häuser kommen, ohne dass bisher Legales "illegal" werden soll. Die bisherige Praxis zeigt, dass betroffene, aber legal errichteten Häuser, insbesondere die, die vor dem Gesetz errichtet wurden, in der Regel Bestandsschutz genießen. Es wurde ein Nutzungsrecht von 30 Jahren, das auf 60 Jahre verlängert werden kann, erteilt. Das "Abtrennungsvorhaben" wirft viele Fragen auf und löst bei vielen Betroffenen Unsicherheit aus. Bisher wurde den Betroffenen nicht plausibel gemacht, warum die Flußlandschaft von Margarita nun "maritima-terrestre", also Meeresgebiet, sein soll. Wieweit ist es rechtlich vertretbar, dass bisher legale Umstände und administrative Praktiken, die 20 Jahre nach der Verabschiedung des Küstengesetzes galten, jetzt faktisch aufgehoben werden sollen? Ist dies mit der übergeordneten europäischen Gesetzgebung vereinbar? Die "Audiencia National", der nationale Gerichtshof Spaniens, fordert (13.11.98), bei der Grenziehung zum "Dominio publico maritimo terrestre" eine vorherige "Mindestbeweisführung" der Verwaltung durch fachliche Gutachten und Experten. Ist dies in Margarita erfolgt oder wird dies erfolgen? Unklar ist auch, welche konkreten Schritte der Grenzziehung folgen. (Dr.W.Janzen Rosas-Margarita )
Jazz-Festival in Figueras Die Saxophonisten Gorka Benítez und Dick Oatts treten in dieser Woche im Rahmen des Jazz-Festivals in Figueras auf. Am Donnerstag, den 3. April ist um 21.00 Uhr im Sportzirkel von Figueras Gorka Benitez mit seinem Quartett zu hören, am Freitag den 4. April im Teatre Municipal El Jardí, ebenfalls um 21.00 Uhr, Dick Oatts mit seinem Quartett. Dick Oatts hat seit seinem Debut in der Heimatstadt Iowa in den USA eine lange internationale Karriere hinter sich und kommt nicht zum ersten Mal nach Katalonien. Oatts gilt als Spitzenvertreter des modernen Jazz.
Hartes Training für Skydive Wenn vom 9. bis 14. August in Frankreich die Weltmeisterschaften im Formationsspringen ausgetragen werden, will Skydive Empuriabrava mit von der Partie sein. Die erfolgreichen Fallschirmspringer trainieren schon jetzt für die spanischen Meisterschaften, die vom 23. bis 27. Juli in Ampuriabrava ausgetragen werden. Derzeit trainieren die Sportler das sogenannte Go vertical, eine Variante des free-fly, das aus einer Höhe von 15.000 Fuss oder 4.800 Metern gesprungen wird. Diese Woche üben diese schwierige Variante rund 60 Teilnehmer. Im Jahr 2005, als diese Form zuletzt ausgetragen wurde, waren es noch rund 100 gewesen.
Grenzen privater Jagdgründe revidiert Das Umweltministerium der katalanischen Regierung hat sich für dieses Jahr eine schwierige Aufgabe vorgenommen: rund einhundert private Jagdgründe sollen überprüft, eventuell neu vermessen und ihre jeweiligen Grenzen neu festgelegt werden. Die Karten, nach denen diese Grenzen seinerzeit bestimmt worden waren, stammten noch aus den siebziger Jahren und enthielten zahlreiche geographische und arithmetische Fehler. Sie stammten übrigens aus der Feder des amerikanischen Militärs, das damals noch auf spanischem Boden stationiert war. Ein großer Teil dieser privaten Jagdgebiete, die auf weißen Porzellanschildern mit schwarzer Farbe als „Coto privado de caza“ ausgewiesen waren, liegen im Gebiet des Hohen Ampurdan. Einige grenzen direkt ans Meer, andere an französisches Staatsgebiet. Der für diese Korrekturen abgestellt Beamte des Umweltministeriums dürfte für ein volles Jahr mit dieser Aufgabe beschäftigt sein.
El Trull d’en Francesc kocht in Perelada Francesc Xambó, Eigentümer des berühmten Speiserestaurants „El Trull d’en Francesc“ in Boadella zeigt am Mittwoch , den 2. April, seine Kochkunst im Schloß von Perelada. Das Gastronomieprogramm „Tast i Tastets“ führt aus diesem Anlaß mehrere berühmte Chefs dieser Gegend zusammen. Der Abend beginnt mit einer Weinprobe im Restaurant El Mirador del Castell. Das Essen wird im Waffensaal des Schlosses sserviert. Auskünfte über die Veranstaltung erhalten Sie über Telefon 972 53 81 25.
Merken Sie die Sommerzeit? El Periódico de Catalunya stellt jeden Tag eine andere Frage an die Leser. Diesmal wollte die Zeitung wissen, ob die Menschen die Umstellung der Uhr auf Sommerzeit am eigenen Leibe zu spüren bekommen hätten. 66% der Befragten antworteten mit „Ja“. Das ging von größerer Müdigkeit durch die Wegnahme von einer Stunde Zeit bis hin zu vermindertem Appetit. Nun, diese vorübergehenden Unpäßlichkeiten werden bald sicherlich nur noch eine entfernte Erinnerung sein und alle freuen sich dann Ende Oktober wie die Schneekönige über die eine Stunde, die sie länger in den November hineinschlafen dürfen……
Sexualstraftäter sollen ADN-Daten abgeben Um die Gefahr von kriminellen Rückfällen bei Sexualtätern zu vermindern, hat sich eine Expertenkommission dafür ausgesprochen, in dreifacher Hinsicht tätig zu werden. So sollte einmal die Überwachung nach der Haftentlassung solcher Straftäter besser funktionieren, die Täter sollten verpflichtet werden, ihre ADN-Daten abzugeben und sie sollten sich freiwillig einer Medikation zur Unterdrückung der Libido unterziehen. Der frühere Chef-Staatsanwalt von Katalonien, José María Mena, der den „Rat der Weisen“ auf diesem Gebiet anführte, äußerte gleichzeitig, dass eine Nullrisiko leider nicht zu erreichen sei. Der aktuelle Anlaß für die Wiederaufnahme des Themas war die Entführung und Ermordung der fünfjährigen Mari Luz in Südspanien, die einem Sexualtäter zum Opfer fiel, der trotz gerichtlicher Verurteilung wegen gleicher Delikte nicht ins Gefängnis eingeliefert worden war, sondern durch eine Schlamperei der befaßten Beamten auf freiem Fuß blieb.
Richtungsweisende neue Operation Zum ersten Mal hat das Hospital Clinico von Barcelona eine Operation durchgeführt, die richtungweisend werden kann: ein Chirurgenteam unter Leitung des Urologen Dr. Antonio Alcaraz entfernte einer Patientin einen bösartigen Tumor an der Niere durch dieVagina und den Geburtskanal. Mit dieser neuartigen Methode unter Anwendung von Hochtechnologie konnte die Geschwulst von 13 Zentimetern Höhe, acht Zentimetern Breite und fünf Zentimetern Tiefe abgeschnitten und in eine Plastiktüte verpackt werden, um beim Rücktransport durch den genannten Geburtskanal keine weiteren Organe zu berühren. Die 66jährige Patientin erklärte nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus vor der Presse, sie befinde sich in bestem Gesundheitszustand: „Schon am ersten Tag habe ich wieder am Herd gestanden und später gebügelt“, sagte sie.
01.04.2008 Butangas wieder teurer Im April geht der Preis für Butangas um satte neun Prozent in die Höhe. Die organgefarbene Gasflasche kostet dann nicht mehr wie bisher 12,94 Euro, sondern 14,1 Euro. Vermutlich – oder hoffentlich – bleibt sie gleich schwer, auch wenn ihr Gewicht es manchen älteren Menschen nahezu unmöglich macht, sie mehrere Treppen hochzuwuchten.
Die Russen kommen! Was für uns Deutsche der Weltkriegsgeneration ein Schreckensruf war, das wird in Katalonien wie Manna vom Himmel begrüßt: der ständig stärker anschwellende Strom von russischen Urlaubern, die an die Costa Brava kommen. Schon seit Mitte der Neunziger Jahre hatte die katalanische Tourismusbehörde regelmäßig die Touristikmessen in Moskau und Petersburg besucht und dort Stöße von Werbebroschüren über die Costa Brava verteilt. Inzwischen bleiben die russischen Gäste im Durchschnitt fast 12 Tage und geben pro Tag 230 Euro aus, wesentlich mehr als die 90 Euro pro Tag,die die sonstigen Touristen im Durchschnitt hier lassen. Während im letzten Jahr 250 000 russische Touristen gezählt wurden, sollen es in diesem Jahr 330.000 werden, was einer Rekordzunahme von 35 Prozent entsprechen würde. Die Russen kommen? Seien sie willkommen!
Pritzkerpreis für den Architekten des Agbar-Turms Der 63jährige Franzose Jean Nouvel wurde mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet. Dieser stellt so etwas wie den Nobelpreis fürr Architektur dar. Nouvel hat sich mit der Torre Agbar, einem phallusähnlichen blauglänzenden Koloß im Zentrum von Barcelona ein Denkmal gesetzt. Aber auch in Madrid wurde der Franzose tätig: er gestaltete die Erweiterung des spanischen Nationalmuseums Centro Reina Sofia. Am Wochenende kommt Nouvel wieder nach Spanien, um in Barcelona den Park von Poblenou einzuweihen, den er selbst als einen „städtischen Urwald“ bezeichnet. Thomas Pritzker, Präsident der Stiftung Hyatt, die den Architekturpreis vergibt, führte aus, dass es darum gegangen sei, „die unermüdliche Suche von Jean Nouvel nach neuen Ideen“ zu belohnen. Entsprechend sei die moderne Architektur zeitgemäß und der historisierenden Nostalgie völlig abgeneigt. Zu seinen berühmtesten Bauten gehört das Institut der Arabischen Welt am Seineufer von Paris 1987. In New York ersann er eine spektakuläre Nadelspitze von 350 Metern Höhe unweit des Museums für Moderne Kunst. Der Bau soll 2.011 beendet werden und wird dann hoffentlich nicht das Ziel terroristischer Attentäter wie seinerzeit die Zwillingstürme von Manhattan.
Was meinen die Leute zu Ronaldinho? Eine Befragung mit dem Titel „Glauben Sie, dass die Zeit für Ronaldinho im Barça abgelaufen ist?“ beantworteten 90 Prozent mit „Ja“. Die Gründe dafür waren nach Meinung der Bürger mangelnde Disziplin und ein beträchtliches Nachlassen der körperlichen Form des berühmten Fußballers. „Seine guten Zeiten sind vorbei“, war die am öftesten gegebene Antwort. Vermutlich wird der Mann mit den Hasenzähnen nach Mailand verkauft. Angeblich soll er ja ohnehin nur am Geld interessiert sein…
800 Jahre König Jaime der Eroberer Vor genau 800 Jahren wurde der spätere König Jaime Primero, der Eroberer geboren. Aus diesem Anlaß versammelten sich am Sonntag die Präsidenten von dreien der vier Autonomiegebiete, die das ehemalige Königreich Aragon ausmachten, dem Jaime angehörte. Dies waren die Balearen, Katalonien, Aragón und Valencia. Zu dem Festakt in dem prachtvoll restaurierten Zisterzienserkloster Poblet in der Provinz Tarragona hatten sich José Montilla aus Katalonien, Francesc Antich von den Balearen und Marcelino Iglesias aus dem Aragon eingefunden. Der Präsident von Valencia, Francisco Camps dagegen kam nicht persönlich, sondern schickte seine Kulturbeauftragte. In allen Reden wurde die Weitsicht des mittelalterlichen Königs gelobt, der seinen Ehrentitel „der Eroberer“ dadurch erhielt, dass er die Balearen-Inseln aus islamischer Hand zurückeroberte.
Tote und Verletzte bei Motorradrennen Ein 19jähriger Junge starb und 83 Personen wurden verletzt, als am vergangenen Wochenende ein Motorradrennen in der Provinz Jerez in Südspanien tobte. Das Grossereignis brachte zwar 5.000 begeisterte Motorradfans nach Andalusien, aber 73 von ihnen wurden dabei in Unfälle verwickelt. Vier der Verletzten befanden sich am Wochenanfang noch in kritischem Zustand. 108 Fahrer wurden per Radar wegen der Überschreitung der Höchstgeschwindigkeiten geblitzt und erhielten entsprechende Bussgelder aufgebrummt.
35.000 Bäume gepflanzt Wie von uns bereits vor einigen Tagen angekündigt, startete am Wochenende der Plan „Plantem el futur“. 35.000 kleine Bäume wurden von 40.000 Menschen in 35 Wäldern neu gepflanzt. Die Aktion betraf 21 Gemarkungen zwischen den Pyrenäen und dem Ebrodelta. Es war die bisher größte Aufforstungsaktion und betraf eine Fläche von einhundert Mal dem Stadion Camp Nou in Barcelona. Das Projekt geht von der UNO aus und soll über zehn Jahre weltweit die entstandenen Schäden in den Wäldern zumindest zum Teil ausgleichen.
Tag des Buches auch für Immigranten Am Wochenende fand im Großmarkt Mercabarna in Barcelona das Fest des Frühlingsanfangs statt. Über 500 Floristen dachten anläßlich dieses Festes darüber nach, welche Möglichkeiten es gebe, den Blumenhandel zum „Tag des Buches und der Rose“ am 23. April weiter auszubauen. Eine gute Einnahmequelle könnten dabei die Immigranten sein. Man müsse halt die vielen Lateinamerikaner, Rumänen, Chinesen und Araber in Katalonien davon überzeugen, an diesem international begangenen Tag ebenfalls Rosen zu kaufen.
31.03.2008 Antwort auf Kritik am Rathaus von Castelló Die Sondersteuer für die Verlegung von Abwasserkanälen 40 Jahre nach Entstehung der Urbanisation Ampuriabrava hat in weiten Kreisen der ansässigen Bevölkerung Kritik ausgelöst. Besonders beanstandet wurde die Tatsache, dass die vom Rathaus verschickten Schreiben mit der Forderung nach der Bezahlung der ersten Rate dieser Sondersteuer nicht die vollständige Bankverbindung des Gemeindeamtes enthielten. Eine Überweisung des geforderten Betrages zum Beispiel von Deutschland nach Spanien sei deshalb sehr schwer, wenn nicht unmöglich. Es müßte doch inzwischen bekannt sein, dass man für solche internationalen Überweisungen den BIC- und den IBAN-Code angeben müsse, um sicherzustellen, dass die Zahlung ankommt. Viele Bürger nahmen auch Anstoß an der Androhung eines 30prozentigen Strafaufschlags, falls die Zahlung, die innerhalb von nur 14 Tagen erfolgen sollte, nicht rechtzeitig einträfe.
Zu allen diesen Kritikpunkten nahm nun Herr Julián Genovés Stellung, der seit den Gemeinderatswahlen vom Mai letzten Jahres das Amt des zweiten stellvertretenden Bürgermeisters von Castelló d’Empúries bekleidet. Er schrieb an unsere Redakteurin Angelika Eisenführ unter anderem: „Bisher hat bis zum heutigen Tage noch NIEMAND einen Euro mehr zahlen müssen, weil er die Sondersteuer mit Verspätung bezahlt hat. Wir sind uns der zahlreichen Fehler in dem Computersystem bewußt und die Verwaltung DARF ihre eigenen Fehler nicht auf andere abwälzen und noch weniger ungerechtfertigte Beträge fordern. Es stimmt, dass eine ganze Anzahl von Benachrichtigungen unvollständig und ohne die komplette Bankverbindung herausgegangen sind. Einige wurden ohne die genaue Adresse des Anwesens verschickt, bei anderen fehlte ein Teil des Blattes, auf dem die Berechnung nachgewiesen wurde. Daher wird bis zur Behebung dieser Fehler, die keinesfalls politischem Willen entsprechen, kein Strafaufschlag erhoben. Im übrigens sitzen jetzt im Centro Civico in Ampuriabrava zwei Kräfte statt wie bisher nur eine Mitarbeiterin und beide sprechen mehrere Fremdsprachen. Und erstmals haben wir wieder eine Broschüre in fünf Sprachen herausgegeben, um die Arbeiten an den Abwasserkanälen zu erklären. Die vorige Gemeindeverwaltung tat das nicht“.
Soweit die Stellungnahme von Herrn Julián Genovés. Aus früheren Amtsperioden wissen die Bürger von Castelló und Ampuriabrava, dass dieser europafreundliche, weltoffene Mann, der sechs Sprachen beherrscht, sich stets für die Belange der Neubürger unserer Gemeinde eingesetzt hat. Sie können daher darauf vertrauen, dass Señor Genovés im Rathaus darauf dringen wird, die Fehler abzustellen, die die Bezahlung dieser Sondersteuer derzeit noch doppelt unangenehm macht. AE
ETA-Konten in Liechtenstein blockiert Die baskischen Terroristen haben die Erträge der sogenannten „Revolutionssteuer“, also erpressten Summen von Unternehmern im Baskenland und Navarra gewinnbringend in Liechtenstein angelegt. Dort erreichten die Gelder teilweise eine Rendite von zehn Prozent. Nach langen Ermittlungen hat der Madrider Untersuchungsrichter der Audiencia Nacional, Baltasar Garzón, jetzt ein Rechtshilfeersuchen an den Zwergstaat gerichtet, um Auskunft über diese Gelder zu erhalten. Obwohl Liechtenstein unbeugsam an seinem Bankgeheimnis festhält , wie übrigens nur noch Monaco und Andorra, zeigt sich die Führung in Vaduz doch geneigt, in Fällen von Terrorismus mit den ermittelnden Behörden zusammenzuarbeiten. So gab die dortige Bank den Forderungen Garzóns teilweise statt und blockierte eine Anzahl von Konten, die im Zusammenhang mit der Bar Faisán in Irun, Provinz Guipuzcoa, in Liechtenstein eröffnet wurden. Der Barbesitzer Joseba Elosua soll seit über 20 Jahren ein grobmaschiges Netz von Erpressern im Baskenland unterhalten haben, dem hartgesottene und heute in die Jahre gekommene ETA-Terroristen angehören. Inzwischen hat der rührige Ermittlungsrichter – derselbe, der seinerzeit Augusto Pinochet in London unter Hausarrest stellen ließ, - einige der Unternehmer vorladen lassen, um bei der spanischen Polizei darüber auszusagen, weshalb sie der Erpressung nachgingen und an die ETA zahlten. Nach ersten Schätzungen wurden Teile dieser Gelder in Immobilienvermögen von über einer Million Euro Wert umgewandelt.
Blumenhändler der Rambla verschenken Pflanzen Um den Frühlingsanfang zu feiern, haben die 16 Blumenhändler der Rambla von Barcelona am Wochenende über 3.000 Blumen und kleine Pflanzen an die Passanten verschenkt. Besonders die zahlreich erschienenen Kinder wurden bedacht und reagierten mit Überraschung und Freude. Die Blumenfrauen erklärten den Kleinen bereitwillig, dass eine Blumen Wasser brauche und gepflegt werden wolle und die meisten Beschenkten zeigten sich dazu bereit, Verantwortung zu übernehmen. Es war das sechste Mal, dass der Frühlingsanfang von den Blumenfrauen in Barcelona so gefeiert wurde.
Schnauferlrennen Barcelona – Sitges Seit über 50 Jahren ist das Ereignis fester Bestandteil des katalanischen Gesellschaftslebens, das Schnauferlrennen von Barcelona nach Sitges. Dieses Jahr waren 150 dieser antiken Autos angemeldet. Sie wind je nach ihrem Fabrikationsjahr in die vier Gruppen bis 1908, von 1909 bis 1914, von 1915 bis 1920 und von 1921 bis 1924 eingeteilt. Auch diesmal wird die Marke Hispano-Suiza mit über 20 Exemplaren am stärksten vertreten sein. Ein Star ist der Audi 14/35 Phaeton, den das Automuseum von Ingolstadt nach Spanien auslieh und der das Rennen unter der Teilnehmernummer 0 anführt. Das 1911 gebaute Fahrzeug gewann drei mal Die Alpenrally intereinander und wurde so auch in der spanischen Sprache als „Alpensieger“ berühmt. An der Fahrt Barcelona – Sitges können Interessierte nur auf Einladung der Veranstalter teilnehmen. Diese sind die Tourismusbehörde von Sitges, der spanische ADAC und der Katalanische Club für antike Autos. Die Fahrer und Fahrgäste in den historischen Vehikeln kleiden sich dabei der Mode der fernen Zeiten entsprechend, ohne sich deswegen zu verkleiden.
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