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Wochen 2008
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29.03.2008

 

Nicht noch mehr Souvenirs!

 Bei den ständig steigenden Besucherzahlen aus aller Welt wäre es ein freiwilliger Verzicht auf die bei den Katalanen so geschätzten Einnahmen aus dem Tourismus, wenn sie die vielen Souvenirläden nicht zuließen, die wie Pilze aus der Erde schiessen. Andererseits empört es viele Bürger, dass an jeder Ecke ein neues Souvenirgeschäft eröffnet, so als wäre die katalanische Metropole nur etwas für Rucksacktouristen. Zahlreiche Beschwerden gingen bereits bei der Stadtverwaltung ein: mit dem Überangebot an Flamencokleidern, mexikanischen Hüten, Badetüchern und Sonnenbrillen drohe diese Großstadt zu einem banalen Badeort zu werden. Barcelona könnte seine Identität als Stadt verlieren. So will der Magistrat in seiner Plenarsitzung vom kommenden 18. April einen Beschluß fassen, bei dem ein schwieriges Gleichgewicht der Interessen zustande kommen soll: einerseits die Wahrung der Würde der architektonisch interessanten Viertel und der historischen Monumente, andererseits die nicht zu verachtenden Einnahmen für den Stadtsäckel aus den verschiedenen Steuern, die die Geschäftsleute und Kioskbesitzer  zu bezahlen haben.

Als „Souvenirartikel“ sollen nach der geplanten neuen Stadtverordnung alle jene Produkte auf der Basis von Textilien, Schuhen, Taschen, Lederwaren, Porzellan, Glas und so weiter gelten, bei denen für Sport oder die bildliche Darstellung von Barcelonas Sehenswürdigkeiten geworben wird. Auch solche Nahrungsmittelgeschäfte, Foto-und Papierläden, die mehr als 20 Prozent ihres  Umsatzes mit T-Shirts von Fußballern, dem spanischen Stier oder Flamencorüschenkleidern machen, sollen unter die neue Kategorie fallen. Rund um die berühmtesten Baudenkmäler der katalanischen Hauptstadt wie die Sagrada Familia – von der ein englischer Reisereporter vor vielen Jahren einmal sagte, das Bauwerk erinnere ihn an die auslaufenden Gedärme eines geschlachteten Huhns, - sollen so bald keine neuen Lizenzen zur Eröffnung von Souvenirgeschäften mehr erteilt werden.

 Die Stadtväter denken auch über den 18. April hinaus schon weiter: man überlegt sich, wie man verhindern kann, dass weitere Fast -food-Ketten in Barcelona eröffnen.

 

Kritik am Wasserplan Segre – Llobregat

Dass die Anrainer des Flusses Segre Zeter und Mordio schreien würden, wenn der Fluß dazu genutzt würde, die Trinkwasserversorgung des Großraums Barcelona zu garantieren, das war zu erwarten.  Die katalanische Regierung beeilte sich denn auch zu versichern, dass es sich um eine zeitlich begrenzte und hoffentlich einmalige Maßnahme handele. Aber gerade diese Beteuerung rief Fachleute auf den Plan: die Investition von 20 Millionen Euro zur Verlegung der notwendigen Röhren für die Umleitung der Wasserströme sei eine „Verschwendung öffentlicher Gelder“, wenn sie nicht zu einer ständigen Einrichtung würde. „Die Röhren müssen bleiben, auch wenn die Wasserhähne fest geschlossen sind“, sagte ein Ingenieur.  Eine Demontierung der Röhren sei eine unerhörte Materialverschwendung, da das System Segre – Llobregat auf keine andere Gegend übertragbar sei..

Wie wichtig die Wasserversorgung in jeder größeren Stadt auch für die gewerbliche Wirtschaft ist, konnte man daraus ersehen, dass die Guardia Civil in Madrid rund 100 Unternehmer, auch Privatpersonen dabei ertappte, dass sie aus dem Kanal  Isabel II. rund 1,7 Millionen Kubikmeter Wasser ableiteten. 90 Vergehen dieser Art wurden von der Polizei protokolliert. Die meisten „Wasserdiebe“ waren dabei Bauunternehmer, die ihre im Rohbau befindlichen Gebäude fertigstellen wollten.

 

 

Schwulenolympiade in Barcelona

Vom 24. bis 27. Juli wollen 5.000 Amateurathleten die sogenannten EuroGames  in Barcelona abhalten. Dazu werden schätzungsweise 30.000 interessierte Zuschauer anreisen. Die Schwulen wollen damit auf ihre angebliche  Diskriminierung im Sport aufmerksam machen. Dieses Jahr werden die EuroGames im Rahmen des Internationalen Tourismussalons in der Pink Corner stattfinden, einem  Raum, der dem Schwulentourismus vorbehalten ist. Die Stadt rechnet mit Einnahmen aus diesem Ereignis von 10 Millionen Euro.

Barcelona hat unter seinem früheren Bürgermeister Joan Clos einen großen Schritt in die Richtung unternommen, die katalanische Hauptstadt zu einem Mekka für Homosexuelle beiderlei Geschlechts zu machen. Hauptsache der Rubel rollt ……

 

 

Fahrradverkehr nimmt sprunghaft zu

Als am 22. März 2007 die ersten 14 Standorte mit 200 Fahrrädern eröffnet wurden, wollte das von der Stadtverwaltung initiierte Unternehmen zwar wachsen, aber niemand sah vorher, wie sprunghaft die Nachfrage nach den weiß-roten Geräten des Systems bicing  steigen würde.
Immer mehr Einwohner von Barcelona stiegen angesichts der Autoschlangen, Staus und Verzögerungen auf den Drahtesel um, um schneller zu ihren Arbeitsplätzen oder auch ihrem abendlichen Freizeitvergnügen zu kommen.  
Bereits 130.000 Abonnenten nutzen diesen Service, der darin besteht, vermittels einer Gebühr an jedem Punkt der Stadt ein solches Fahrrad ausleihen und wieder abgeben zu können.

Nach vorsichtigen Schätzungen wird bicing bis zum Juli über 6.000 Räder an 400 Punkten verfügen. Inzwischen wurden auch schon die ersten technischen Verbesserungen an diesen Fahrrädern vorgenommen:  lautere Klingeln und stärkere Beleuchtung sowohl vorne wie hinten.
Im Durchschnitt kostet ein Jahresabonnement 24 Euro. Gegenüber den Vorteilen der neuen Fortbewegungsmöglichkeit fallen die Nachteile kaum ins Gewicht, wie Fachleute meinen. Die  Fälle von Vandalismus, Vergehen gegen die Verkehrsordnung oder Probleme mit Fußgängern  seien „minimal“.

 

Was kommt nach Bologna?

Die Universität von Barcelona ist seit Donnerstag Schauplatz einer Großveranstaltung, von deren Gelingen oder Mißlingen die Zukunft einer ganzen Generation von Studenten abhängen wird.
Über 350 Rektoren von Universitäten aus 46 europäischen Staaten beraten über die von der EU geplante Reform des Universitätswesens. Schon ab dem Studienjahr 2009/2010 sollen die Abschlüsse  in jedem anderen Staat der EU angekannt werden, sodass die Studenten auch von einem anderen Land zum anderen pendeln können, um ein oder mehr Semester im Ausland zu verbringen. 
Die Hochschulabschlüsse sollen dann so weitgehend international anerkannt sein, dass die Absolventen leicht in einem anderen Staat Arbeit finden.
Die bisherigen Redner der Konferenz von Barcelona mahnten nicht nur einen Wechsel der Mentalität an, sondern verwiesen auch darauf, dass andere Staaten wesentlich mehr Geld in die Zukunft der sogenannten Wissensgesellschaft stecken: in den USA und Korea sind es bis zu drei Prozent des Brutto-Inlands-Produktes, während die EU gerade einmal  1,2 Prozent in die Unis investiert. 

Alle waren sich darin einig, dass ein enormer finanzieller Aufwand nötig sein werde, um die gesteckten Ziele zu erreichen, insbesondere in Bezug auf die Vergabe von Stipendien und Geldern für die Forschung. 
Die Vorgaben von Bologna, die dem Zukunftsplan zugrunde liegen, sehen auch ein lebenslanges Weiterlernen vor. In den USA sind es immerhin bereits fünf Prozent der Menschen zwischen 30 und 50 Jahren, die Unistudien betreiben oder Mastertitel anstreben.

 

 

Klimawandel bedroht Wintersport

Von jetzt bis 2050 könnten die Wintersportorte zwischen 1500 und 1800 Metern Höhe bis zu 40 Tage Saison verlieren, wenn der Klimawandel ungehindert weitergeht.  Experten gehen von einer Temperaturzunahme von 1,8 Grad aus. Das würde für Skiurlaub zu Weihnachten und Ostern in vielen Fällen das Ende bedeuten.

 


28.03.2008

Immer weniger Umsatz im Immobilienhandel

Auf Mallorca sind die Verkäufe von Häusern und Wohnungen seit Jahresbeginn um 45% zurückgegangen. Nun sind Januar und Februar auch nicht die besten Monate, um einen Interessenten für eine Sommerresidenz zu erwärmen, aber die Zahlen geben doch zu denken.  Die Regierung der Balearen vertritt seit Jahren eine sehr reservierte Politik gegenüber dem Zustrom von Nichtspaniern, um nicht zu sagen eine deutschfeindliche Politik.

Noch immer stellen die Deutschen einen beträchtlichen Anteil bei den Investitionen in den Feriengebieten Spaniens.

Wie das Statistikinstitut bekanntgab ging auch das Volumen gezeichneter Hypotheken stark zurück: landesweit um 28 Prozent.  Damit verlief dieses Bankengeschäft parallel rückläufig zu den Verkäufen, aber viele Analytiker waren der Meinung, es sei gerade die gedrosselte Vergabe von Hypothekenkrediten, die zu dem Abschwung im Immobilienhandel geführt habe.  Derzeit betragen die Bankzinsen für Hypothekenkredite durchschnittlich 5,06% bei einer Laufzeit von 26 Jahren. Über  98% der gezeichneten Kredite werden auf variablen Zinssatz abgeschlossen.

Das Nachlassen der Konjunktur in diesem für die Wirtschaft so wichtigen  Bereich brachte die katalanische Regierung um Einnahmen von 1.141 Millionen Euro – das entsprach dem gesamten Budget für Wohnungsbau und Schulwesen.

 

 

Leibwächter wollen stets Waffen tragen

Nach dem tödlichen Attentat auf einen harmlosen Autofahrer, den ehemaligen Stadtverordneten Isaias Carrasco, werden im Baskenland wieder mehr Leibwächter unter Vertrag genommen.. Nun aber verlangt das Kollektiv dieser Sicherheitskräfte, selbst besser geschützt zu werden. Dazu gehört die Forderung, ihre Amtswaffe 24 Stunden am Tag  tragen zu dürfen. Es soll nicht mehr die Regel gelten, dass die Waffe nach Dienstschluß in einem sicheren Waffenschrank zu verwahren ist und erst am nächsten Tag wieder in die Hand genommen werden darf. Das spanische Innenministerium beschäftigt sich seit Wochen mit diesem Problem, will aber nur „individuelle Genehmigungen“ zum ständigen Waffentragen erteilen, nicht generell.  Der spanische Leibwächterverein verlangte, dass nicht nur im Baskenland die Mitglieder ständig ihre Waffe tragen dürften: auch bei der Bekämpfung der organisierten Kriminalität in ganz Spanien sei eine generelle Genehmigung dafür dringend geboten.

 

Größter Umweltschutzkongress in Barcelona

Im Herbst dieses Jahres wird Barcelona das Zentrum der internationalen Aufmerksamkeit sein. Vom 5. bis 14. Oktober findet hier der „Weltkongress der Natur“ statt, zu dem über 8.000 Vertreter von Regierungen, Nichtregierungsorganisationen und wissenschaftlichen Instituten erwartet werden. Obwohl die Hauptveranstaltungen im Kongreß-Palast des Forums stattfinden, werden wegen des vielgestaltigen Rahmenprogramms auch andere Schauplätze für diese Mammutveranstaltung herangezogen.Ganz Barcelona wird also von diesem Ereignis profitieren. Organisiert wird es von der „Internationalen Union für die Natur“, die ihren Hauptsitz in Gland in der Schweiz hat und alle vier Jahre einen solchen Kongreß ausrichtet. Die Veranstaltung in Katalonien fällt auf den 60. Geburtstag dieser ältesten Umweltschutzorganisationen. Sie veröffentlicht jährlich die berühmte rote Liste über vom Aussterben bedrohte Tier-und Pflanzenarten. Während der 10 Tage in Barcelona gibt es 700 Beiträge zum Klimawandel und der Bewahrung der Biosphäre des Planeten Erde.

 

 

Erster Europäer schon vor 1,2 Millionen Jahren?

Die berühmten Grotten von Atapuerca in der Provinz Burgos in Nordspanien gaben jetzt einen sensationellen Fund frei: einen Kiefer mit acht Zähnen, die eindeutig auf einen frühen Vertreter des Menschengeschlechtes hinweisen.  Wissenschaftliche Untersuchungen datieren den Fund auf 1,2 Millionen Jahre und damit 400.000 Jahre früher als die bisherigen Ausgrabungen. Atapuerca ist berühmt für seine Höhlenzeichnungen.

 

 

Sie starben einsam

Eine Studie zum Thema tödlicher Unfälle bei Motorradfahrern erwies, dass in über 40 Prozent aller Fälle die Fahrer allein unterwegs waren und in ihren Unfall kein anderes Fahrzeug verwickelt war.  Die Hälfte der Motorräder waren neu oder zumindest nicht älter als zwei Jahre.  Ausserdem hatten 42% der Fahrer wenig Erfahrung im Umgang mit so starken Maschinen – 600 bis 700 cc. Im letzten Jahr starben auf den Strassen allein in Katalonien 83 Motorradfahrer.  Angesichts dieser erschreckenden Zahlen hat das Verkehrsministerium einen erprobten Motorradfahrer für einen Werbe-und Aufklärungsfeldzug unter Vertrag genommen: Alex Crivillé.  Das Motto soll lauten „Ein großes Motorrad erfordert große Erfahrung“.

 

 

AVE ein Erfolg

In dem ersten Monat seines Einsatzes hat der Hochgeschwindigkeitszug AVE rund 400.000 Menschen zwischen Barcelona und Madrid beziehungsweise zurück transportiert.  Die durchschnittliche Auslastung der insgesamt  28 Züge pro Tag lag bei knapp 70% Von den 1.485 Reisen zwischen dem 20. Februar und dem 23. März verbuchten nur 15 eine Verspätung von mehr als 15 Minuten. Die Fahrt von Barcelona nach Madrid dauert jetzt nur noch 2 Stunden und 37 Minuten.

 

 

Aragon fördert die Aufzucht von Lämmergeiern

Die karge Gebirgslandschaft des Autonomiegebietes Aragon soll Schauplatz der Wiedereinführung des Lämmergeiers werden. Die Regionalregierung will  in den Nationalparks von Ordesa und Monte Perdido gegen das Aussterben dieses schönen Raubvogels ankämpfen, der im Spanischen quebrantahuesos heißt, also „Knochenknacker.“

 

 

35.000 neue Bäume

Wenn die Katalanen  am kommenden Montag erwachen, gibt es in ihrem Autonomiegebiet 35.000 Bäume mehr als einen Tag zuvor. In 35 Wäldern wird dieses Aufforstungsprojekt durchgeführt. Die Initiative geht von Catalunya Radio aus, einem Sender, der damit sein 25jähriges Bestehen feiern will. Dabei soll die Bevölkerung mit eingebunden werden. Bisher haben sich bereits 17.000 Bürger Kataloniens gemeldet, die einen Baum pflanzen wollen; man kann aber auch pro Person bis zu 10 Bäumen „buchen“. Die Bäumepflanzer müssen sich  am kommenden Sonntag zwischen 10.00 und 14.00 Uhr in vier Schichten von je einer Stunde an dem jeweils ausgesuchten Platz einfinden.
Die Stiftung „Territorium und Landschaft“ betreut in Katalonien rund 144.000 Hektar.  Die 35.000 neu gepflanzten Bäume nehmen dabei eine Fläche von 69 Hektar ein.

 

 

Der Hafen weiter im Aufwind

Der Hafen von Barcelona konnte auch in den ersten drei Monaten dieses Jahres wieder kräftige Zuwächse an Passagieren verzeichnen. Dabei stach der Hochseeverkehr von Kreuzfahrtschiffen mit 29.000 Menschen besonders hervor; er bedeutete einen Zuwachs um 20% gegenüber dem Jahr 2007. Bei den Fahrgästen der Fähren nach den Baleareninseln, Genua, Civitavecchia nahe Rom, Livorno und Tanger wurde ein Zuwachs von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht.

 

 

Letizia in Katalonien beklatscht

Sie sprach einige Sätze auf Katalanisch und erntete dafür lebhaften Beifall. Die Ehefrau des Kronprinzen Felipe kam allein nach Barcelona, um den Preis der  internationalen Stiftung für Unternehmerfrauen zu überreichen . In der ehemaligen Hafenbörse kamen über 350 Personen zusammen, um an dem Ereignis und dem anschließenden Essen teilzunehmen. Doña Letizia, wie sie seit ihrer Heirat in den Hochadel offiziell heißt, trug aus diesem anlass ein schwarzes Minikleid mit Perlenstickerei und Schuhe mit so hohen Hacken, dass es der versammelten Presse auffiel.  Sie erwähnte, dass die Geburt ihrer Tochter Sofía  sie daran gehindert habe, schon  im letzten Jahr diesen Preis zu überreichen.  Zum Schluß ihrer kurzen Ansprache versuchte sich Letizia auf Katalanisch. In dieser Sprache überbrachte sie Grüsse und Glückwünsche von Don Felipe.


27.03.2008

Viele Firmenneugründungen

Was in Deutschland eine Zeitlang unter dem Stichwort „Ich-AG“ kursierte, hat in  Barcelona erfreuliche Ergebnisse gezeitigt. 720 Firmen mit durchschnittlich 2,1 Mitarbeitern  wurden mit Förderung der Generalitat im letzten Jahr  gegründet . Von den 1500 neu geschaffenen Arbeitsplätzen wurde jeder fünfte durch einen Ausländer besetzt: 42% aus Staaten Lateinamerikas und 40% aus Europa. Bei den Geschäftszielen  stachen Kultur, Tourismus und Freizeit mit 20% hervor, gefolgt von Dienstleistungen an Menschen mit 18 % und Handel mit 17 Prozent.  Das Großprojekt „Barcelona Activa“ will in diesem Jahr mit einem Budget von 17 Millionen euro rund 17.000 Arbeitslose aktivieren. 4.500 Menschen sollen eine erste Ausbildung oder eine Fortbildung erhalten. Dabei sollen vor allem Frauen und Menschen übe 45 Jahre berücksichtigt werden.

Trauer um Josep Benet

Wir Ausländer kennen seine Person kaum, aber in Spanien wr  er eine der großen Figuren des Widerstandes gegen das Franco-Regime und  einer der wichtigsten Wegbereiter der Wiedergewinnung der Demokratie: Josep Benet. Der Politiker, Historiker, Verleger und gelernte Jurist gewann bei den ersten demokratischen Wahlen 1977  mit 1,3 Millionen die meisten Stimmen. 1979 wurde er als Senator wiedergewählt. Bei den katalanischen Autonomiewahlen trat er gegen Jordi Pujol an, verlor aber und präsentierte im Jahre 1982 einen Mißtrauensantrag gegen Pujol, der jedoch nicht durchging.

Zum katalanischen „Nationalismus“ hatten ihn frühe Jahre im Internat der Sängerknaben von Montserrat geformt, doch blieb er zeit seines 87 Jahre währenden Lebens ein toleranter, aufgeschlossener Mensch.  So wurde sein Tod am Dienstag  von allen politischen Parteien  bedauert und  echte Trauer schwang in den vielen Zeitungen mit, die Nachrufe auf Josep Benet brachten. Besonders beklagt wurde, dass der aufrechte Demokrat gerade in dieser Woche den ersten Band seiner Memoiren herausbrachte, der Kindheit und Jugend umfaßt und mit dem Jahr 1939 endet. Die Trauerfeier vom  Mittwoch wurde von dem Abt  des Klosters  Montserrat, Josep Maria Soler geleitet.

 

 

Gesetz über  die Massengräber des Bürgerkrieges

Auch weit über 70 Jahre nach den schrecklichen Geschehnissen des spanischen Bürgerkrieges beschäftigt das Thema die nachfolgenden Generationen.  Die katalanische Regierung in Barcelona legte jetzt einen Gesetzesentwurf vor, der einerseits die Massengräber aus jener Zeit schützen und ihr Andenken ehren soll, andererseits aber Exhumierungen auf die wenigen Fälle beschränkt, wo eindeutige Indikationen und Beweise für eine Ermordung vorliegen.  Die meisten der 179 bekannten Massengräber liegen in Katalonien innerhalb der Mauern der städtischen Friedhöfe. Nach dem Gesetzentwurf soll es den Angehörigen gestattet werden, jede mögliche Auskunft über ihreToten zu erhalten und deren  Gräber  zu bezeichnen, um an der angegebenen Stelle der Toten gedenken zu können. Die meisten Kenner der Materie gehen davon aus, dass diese Massengräber vor allem Soldaten bergen, die bei Kampfhandlungen ums Leben kamen und nur in vereinzelten Fällen  die Überreste von Men schen, die im Rahmen der Repression nach Francos Sieg erschossen wurden.

 

 

Segrewasser für Barcelona

Nach vielem Hin und Her, Behauptungen und Widerlegungen scheint es jetzt festzustehen: wenn die Trockenheit anhält, wird Barcelona spätestens im Herbst dieses Jahres mit Wasser aus dem Segrefluss versorgt werden müssen.  Ein fast 15 Kilometer langes Röhrensystem, das von  Prats i Sansor in der Cerdaña ausgeht, führt  durch den Tunnel El Cadí an den Stausee La Baells in der Gemarkung Berguedà. Diese Umleitung von Flusswasser soll nach offiziellen Angaben maximal acht Monate währen., solange bis die Entsalzungsanlage von El Prat in Betrieb genommen wird, was für das Frühjahr 2009 vorgesehen ist.

 

 

Messekalender für Madrid

Der Monat April ist bei der Ifema, der Madrider Messegesellschaft, nahezu ausgebucht. Es finden acht Großveranstaltungen statt. Sie gehen vom „Internationalen Schülersalon“ über“Multiprodukt Auswahl“ bis zum Internationalen  Immobiliensalon( www.simaexpo.com)  und zur Internationalen Möbelmesse (www.meuble-madrid.ifema.es )
Ausführliche Informationen über das Veranstaltungsgeschehen erhalten Sie über www.ifema.es

 

Esel essen

Am Samstag soll es wieder so weit sein: ein großes Volksessen mit Eselfleisch in der Gebirgsgegend Esterri d’Aneu. Während im vergangenen Jahr noch in Sort 400 Freunde von Eselfleisch herbeigeeilt waren, um ihren Anteil an dem Langohr zu bekommen, hat sich die Ortsverwaltung von Sort in diesem Jahr geweigert, das Fest noch einmal auszurichten. Allzu laut war die Initiative von Umwelt- und Naturschützern kritisiert worden. In jenen entlegenen Ortschaften haben sich inzwischen mehrere Viehzüchter auf die Aufzucht von Eseln speziell zur Schlachtung und für den menschlichen Verzehr angesiedelt. Diese neuen Viehzüchter machen geltend, ihre Tätigkeit unterscheide sich nicht von der Aufzucht von Kälbern, Rindern oder Pferden.

 

 

 

 


26.03.2008

Vorurteile abbauen

Unter dem Arbeitstitel „Projekt: gegenseitiges Kennenlernen“ soll die Kultur und Folklore der Zigeuner in Katalonien, speziell in Figueras besser bekannt gemacht werden. Damit will man Vorurteile abbauen helfen, die darauf beruhen, dass diese Volksgruppe noch immer unter schweren Nachteilen in Bezug auf Schul-und Ausbildung, wirtschaftlichen und beruflichen Chancen zu leiden hat.  Fünf Männer und Frauen aus Zigeunerfamilien haben eine Arbeitsgruppe gebildet und wollen in Kürze die Zigeunerkultur unters Volk bringen.  Damit gemeint sind Schulen, Firmen und Vereine aller Art.

Was häufig vergessen wird: es gibt unter den Zigeunern in aller Welt auch einige Menschen, die internationale Berühmtheit erlangten, darunter Charly Chaplin, Joaquin Cortés, Hristo Stoichkow, Michael Caine und Yul Brynner.

 

Keine Strandduschen mehr

Im vorigen Jahr wurden sie bereits am 19. August abgeschaltet, um Wasser zu sparen: die Strandduschen vonRosas. Nun  will die Stadtverwaltung in diesem Jahr wegen der weiter verschärften Wasserknappheit diese Duschen ganz abschaffen und durch kleinere Geräte ersetzen, mit denen man sich nur die Füße abspülen kann.  Dies gilt für die Strände la Nova, la Punta, El Rastrell, Salatar und Santa Margarita.  Der für den Umweltschutz zuständige Stadtverordnete des Magistrats erklärte zu der Maßnahme, die Duschen hätten eigentlich den Sinn gehabt, die Badegäste lediglich  von Sand zu befreien. Aber viele Leute hätten die Chance genutzt, um mehrmals täglich ausgiebig zu duschen, sich einzuseifen und sich sogar die Haare unter dem öffentlichen Wasser zu waschen. Das sei nicht länger hinzunehmen. Die Stadt Rosas wird aus dem Boadella-Stausee mit Wasser versorgt und dieser ist wie alle anderen Stauseen derzeit auch derzeit nur noch minimal gefüllt.

 

Doktor Loft  in Castelló

Am 6. Juli findet in Castelló d’Empúries/Ampuriabrava ein großes Musikfestival der Gruppe Doctor loft statt. Um die Vorbereitungen dafür auf allen Ebenen minutiös zu treffen, fanden sich in der Stadtverordnetensitzung   vom vergangenen Donnerstag  Vertreter aller Abteilungen ein: Urbanismus, Tourismus, Sicherheit, Unternehmen, Förderung, Kommunikation und Kultur. Die Veranstalter wollen für einen reibungslosen Ablauf dieser Veranstaltung sorgen, der bis zu 14.000 Besucher in die Ortschaft locken soll.  Es wird ein großes Festzelt, aber auch eine geschlossene Bühne unter freiem Himmel geben.

 

 

Bewerber für den Windkanal

Obwohl die Bauarbeiten für den Windkanal noch gar nicht begonnen haben, in dem mutige Menschen das Gefühl des Fliegens nach einem Fallschirmsprung virtuell  erfahren können, gibt es bereits  über 2.000 Bewerber aus aller Welt für diese neuartige Erfahrung.
Die Firma Skydair, die den Bau betreut, hat auf einer Internetseite www.skydair.com ein Formular entwickelt, in das sich der Bewerber eintragen kann. Den Traum vom Fliegen werden sich also viele Hundert Menschen erfüllen, wenn auch sicher der eine oder andere wieder abspringt, je näher die Eröffnung des Windkanals rückt. Zunächst muß er aber noch gebaut werden.

 

 

Viele Bewerber für Bootsführerschein

Eine Rekordzahl von 170 Männern und Frauen haben sich für den Kurs eingeschrieben, der in Ampuriabrava  abgehalten wird, um einen Bootsführerschein zu erwerben.  Der Andrang war umso erstaunlicher, als sich im letzten Jahr nur 25 Bewerber gemeldet hatten.

 

 

Zum Saisonende noch einmal kräftig Schnee

Der Schneesturm, der am Ostersamstag über das Valle de Aran hereinbrach und anschließend sämtliche Skiorte der Pyrenäen erfaßte, ließ die Betreiber der Lifte, die Hoteliers und manchen Gastwirt  ratlos zurück. Obwohl nach dem  Schneefall die besten  Werte gemessen wurden, die die Gegend seit Jahren  erzielte, wollten sich viele Unternehmer doch nicht auf eine Verlängerung der Wintersportsaison einlassen. Der Grund: die über 400 Hilfskräfte haben befristete Verträge, die nicht ohne Weiteres um Tage oder Wochen verlängert werden können, zu schweigen von der Tatsache, dass viele dieser Menschen bereits anschließend berufliche Verpflichtungen eingegangen sind.  Die Saison wurde allgemein als gut bezeichnet. Die  Finanzchefin von Masella bezeichnete die abgelaufene Saison als „eine der besten der letzten zehn Jahre“. Die 32 Kilometer Skipisten wurden in den knapp 10 Ostertagen von 43.000 Menschen genutzt.  Damit lag Masella an zweiter Stelle hinter Vaqueira Beret, wo auf 91 Kilometer Pisten 55.000 Urlauber kamen. Die Hotelbelegung war mit 95 bis 100 Prozent ebenfalls außerordentlich positiv.

 

Wer hoch hinaus will….

Es gibt Berufe, da spielt die Größe des Menschen eine Rolle. Will man einen  Beruf ergreifen wie beispielsweise Polizist, Soldat, Stewardeß, Model oder Feuerwehrmann, ist aber von zu kleinem Wuchs, dann bietet die Zukunft einem Ausweg, allerdings eine teure.

Seit Neuestem gibt es Schönheitskliniken, die machen die Menschen um drei bis sogar fünf Zentimeter größer. Das Geheimnis liegt darin, dass man dem Patienten zwischen  Kopfhaut und Schädel ein Silikonkissen einpflanzt.  Dr. Luis de la Cruz, Chef der Klinik La Luz für plastische Chirurgie,  hat diese Operation bereits erfolgreich an zehn Männern und neun Frauen ausgeführt. Er versichert, dass es sich dabei um einen einfachen Eingriff handele, der nicht mit Nebenwirkungen belastet sei und auch keine Gefahr für die Gesundheit des Probanden berge.  Kostenpunkt: von sechstausend Euro aufwärts.

 


25.03.2008

600.000 mal Kranzgebäck

Es ist alte Tradition: Am  Ostersonntag schenken die Patenonkel ihren Patenkindern die sogenannte „mona de Pascua“, einen  langweilig schmeckenden Hefekranz, der den Umständen entsprechend mit hartgekochten Eiern dekoriert wird. Seit dem 15. Jahrhundert löst dieses Backwerk die Fastenzeit ab und erfreut sich nur deshalb bei den spanischen Patenkindern einer gewissen Beliebtheit, weil die meisten Paten nicht vergessen,  gemeinsam mit diesem Kuchen einen Umschlag mit Geld  zu übergeben. Allein in Katalonien werden schätzungsweise 600.000 „monas“ an Ostern umgesetzt. Im alten Rom und Persien war das Ei Symbol für das Wiedererwachen der Natur, bei den Heiden das Symbol der Fruchtbarkeit und erst im 16. Jahrhundert wurde es in die christliche Religion als Symbol für die Auferstehung Christi aufgenommen.

 

Weniger Verkehrstote

Im letzten Jahr waren es noch 103 Menschen, die von Jahresbeginn bis zum 23. März auf den spanischen Strassen ums Leben kamen. In diesem Jahr waren es im genau gleichen Zeitraum 54. Das bedeutete einen Rückgang um 45 Prozent. Fachleute führten das nicht so sehr auf die Einführung des Punkteführerscheins zurück, sondern vielmehr auf die verschärften

Bestimmungen bei  Verkehrsdelikten.  Während es bisher noch bis zu sechs Monaten dauert, um jemandem zwei Punkte im Führerschein zu streichen, werden  solche  Straftatbestände im Verkehr binnen 72 Stunden abgeurteilt. Dafür wurden die sogenannten Schnellgerichte eingeführt. Der Täter verläßt nach nur so kurzer Zeit das Gericht – ohne Führerschein.

 

Staus im Rückreiseverkehr

Wie jedes Jahr war auch dieses Mal der Rückreiseverkehr stockend. Auf der AP-7 bei Tarragona staute sich der Verkehr zwischen Altafulla und El Vendrell bis zu 17 Kilometern; von Torredembarra  auf der N-340 kam es zu einer 12 Kilometer langen Autoschlange. Zwischen Llagostera und Maçanet de la Selva kam der Verkehr auf den Landstrassen C-65 und C-35 vorübergehend zum Erliegen.

 

50.000 Familien hinterlegten Nabelschnur

Im letzten Jahr haben 18.000 spanische Familien die Nabelschnur ihres Neugeborenen in öffentlichen oder privaten Blutbanken hinterlegt, sodass jetzt rund 50.000 solcher Reserven bereitstehen. Auch Kronprinz Felipe und seine Frau  Letizia hinterlegten die Nabelschnur von Prinzessin Leonor. Die über 5.000 Blutspenden an öffentliche Blutbanken stehen dem großen Publikum im Notfall zur Verfügung, während 13.000 die Nabelschnur zur Eigennutzung oder zur Nutzung innerhalb der Familie hinterlegten. Solche Reserven können bei Transplantationen nützlich sein, obwohl bei weitem nicht alle Nabelschnüre biochemisch dafür geeignet sind. Die öffentlichen Blutbanken haben denn auch bereits damit begonnen, sehr alte Spenden wieder auszusondern.

 

Tuberkulose in Spanien

Spanien steht in Bezug auf Tuberkulosekranke an neunter Stelle innerhalb Europas. Zwar wurden im letzten Jahr „nur“ 5.800 Neuerkrankungen gemeldet, doch rechnen die Fachleute damit, dass die doppelte Anzahl realistisch ist: etwa 12.000. Tuberkulose ist als Erkrankung meldepflichtig, aber höchstens die Hälfte aller Kranken  erfüllen diese Vorschrift.  Spanien verzeichnet etwas über 18 Fälle auf je 100.000 Einwohner. Diese Daten wurden am Ostersonntag, dem Tag der Tuberkulose veröffentlicht..  An erster Stelle der Tuberkulosinfizierten rangiert Rumänien mit 127, gefolgt von Litauen mit 75, Lettland mit 58, Bulgarien mit 42, Estland mit 34 und Polen mit über 22. Innerhalb Spaniens haben Katalonien, Andalusien und Madrid die höchsten Tuberkulosezahlen.

 

Kokain in der Unterhose

Ein 40jähriger Mann aus Toledo wurde von der Dominikanischen Republik kommend auf dem Flughafen Madrid Barajas festgenommen. Die Nationalpolizei fand bei ihm 57 Säckchen mit Kokain in der Unterwäsche versteckt. Bei näherer Untersuchung stellten die Polizeibeamten fest, dass der Mann außerdem noch rund ein Pfund Drogen geschluckt hatte.

 

 

Rosas will Palamos nacheifern

Barcelona ist unbestritten der größte und wichtigste  katalanische Hafen für Kreuzfahrttourismus der Luxusklasse. Dort können  über 100 Meter lange Hochseeschiffe problemlos ankern und eine riesige Zahl von Passagieren pro Tag abfertigen.  In den letzten Jahren hat Palamos versucht, es dem großen Bruder nachzumachen. Dort wurden im letzten Jahr 30 Kreuzfahrtschiffe mit über 22.000 Passagieren durchgeschleust, was in Bezug auf das Publikumsaufkommen eine Zunahme um 84 Prozent bedeutete. Nun hat Rosas ebenfalls hochfliegende Pläne. Obwohl der Yachthafen – selbst erst wenige Jahre alt – nur sechs Meter tief ist und damit Schiffe bis maximal 60 Metern Länge abfertigen kann, soll der Hafen so ausgebaggert werden, dass er bis zu 11 Metern Tiefe erhält und somit Schiffe bis zu 100 Metern Länge in Rosas anlegen können.

Ein entsprechender Antrag um Subvention von der Generalitat wurde bereits gestellt. Die Geschäftsinhaber  versprechen sich höhere Umsätze, wenn Ausländer mit viel Geld an der Costa Brava anlegen.

 

 

Weniger Geld für Kleidung

Im letzten Jahr gaben die Spanier im Durchschnitt pro Person 621 Euro für Kleidung aus. Das war etwas weniger als ein Jahr zuvor, wo es  640 Euro gewesen waren . Drei Jahre früher, also 2005, hatte der Betrag noch bei 651 Euro gelegen.  Damit war es laut statistischem Amt in Madrid die einzige Branche, die einen leichten Rückgang verzeichnete. Drogeriewaren nahmen um über sechs Prozent zu, Frischwaren um knapp fünf Prozent, Nahrungsmittel um über vier Prozent und sogar die Parfumerieprodukte verzeichneten einen Zuwachs um über drei Prozent. Wenn man bedenkt, dass  je drei von vier Spaniern 40% ihres Einkommens für die Zahlung einer Hypothek  und ihrer Kreditkarten ausgeben müssen, kann es nicht wundern, dass an anderer Stelle gespart werden muß.  Erschreckenderweise mußten fast 80% der Familien drei oder sogar mehr Kredite auf einmal zurückzahlen.

 

Musikgruppe aus Gerona feiert Triumphe in Japan

Sie nennen sich „the Pepper Pots“ (die Pfeffertöpfe) und reisen von Moskau nach Japan, in fast alle europäischen Hauptstädte, wo sie Triumphe feiern – und sind doch total unbekannt in ihrer Heimat. Die Musikgruppe besann sich auf die sechziger Jahre, wo die Musik „mit Emotionen aufgeladen war,  nicht mit Decibel“. Die acht  Künstler an verschiedenen Instrumenten plus drei hübschen Sängerinnen  taten sich im Jahr 2002 zu einer Gruppe zusammen, um die Musik aus Jamaica mit ihren sanften, einschmeichelnden Tönen zurückzuerobern. Von Technomusik wollten sie nichts wissen, sie erschien ihnen abgeschmackt.  Obwohl die ursprüngliche Besetzung mit den Jahren einige Änderungen erfuhr, hat sich der gemeinsame Gründergeist erhalten: ski, soul und reagge lebten wieder auf, als die Pepper Pots im Jahre 2005 die erste Platte „Swinging sixties“ herausbrachte.  Ständige Auslandsreisen brachten die Pepper Pots mit anderen Gruppen in Verbindung, sodass sie erleichtert feststellen konnten, dass auch bei denen  „die alte Schule“ wieder zu Ehren kam.

 

Königsfamilie in Mallorca

Wie jedes Jahr zu Ostern versammelte sich die spanische Königsfamilie auch diesmal zum Ostersonntagsgottesdienst in der Kathedrale von Mallorca. Dabei gab es den traditionellen Fototermin der in den letzten Jahren kräftig gewachsenen Sippe. Wieder waren Kronprinz Felipe mit Ehefrau Letizia und den beiden Töchterchen Leonor und Sofía die Stars. Die beiden kleinen Mädchen waren gleich gekleidet mit weissen Pullovern und rosa Röckchen. Die Fotografen stellten fest, dass die knapp einjährige Sofia ihrem Großvater väterlicherseits, Jesús Ortiz, sehr ähnlich sehe. Der Bischof von Mallorca, Jesús Murgui, empfing Don Juan Carlos und Doña Sofía  in vollem Amtsornat mit Mitra und Bischofsstab.  Auch die Töchter des Königspaares, Elena und Cristina waren mit ihren Kindern vollzählig erschienen. Es fehlte nur Jaime de Marichalar der Noch-Ehemann von Doña Elena, die sich im November letzten Jahres von ihm trennte.

 


24.03.2008

Kalte Eier zu Ostern

Pessimisten hatten vorhergesagt, bei einem so frühen Osterfest im Jahr würden sich kaum Touristen an der Costa Brava einfinden, das Wetter sei zu unsicher. Die erstere Vermutung bestätigte sich nicht, im Gegenteil: kaum jemals hatten sich so viele Urlauber und Hausbesitzer nach Süden aufgemacht wie in diesem März. Das Wetter allerdings spielte nur sehr bedingt mit: nach trüben Tagen zu Beginn der Heiligen Woche, wie die Tage vor Ostern hier genannt werden, brach am Ostersamstag ein Wolkenbruch über die Küste herein. In der Maresme, dem Gemüse-und Obstanbaugebiet vor Barcelona, ging ein heftiger Hagelsturm nieder, der erhebliche Verkehrsbehinderungen mit sich brachte, zu schweigen von den Schäden an den Pflanzen. In Canet de Mar, also direkt am Saum des Mittelmeeres, legten viele Autofahrer Schneeketten an, denn die ganze Gegend war in eine weiße Schneedecke gehüllt.  Die katalanische Regierung stellte in aller Eile  eine große Zahl von Räumfahrzeugen zur Verfügung, sodass sich am späten Nachmittag die Verkehrsverhältnisse wieder normalisierten.

In Ortschaften mit typischen Veranstaltungen wie  dem Krapfenfest in Torrent oder dem mittelalterlichen Markt in Calonge wurde den Menschen der Besuch durch Kälte und Regen verdorben: in Playa de Aro fegte der plötzliche Kälteeinbruch die Terrassen leer und verhagelte den Gastronomen das Ostergeschäft.  Glücklich dagegen waren die Betreiber von Hotels, Restaurants und Skiliften in den Pyrenäen: dort hatten sich Tausende von Wintersportlern eingefunden, denen das ungemütliche Winterwetter mit heftigen Winden den Spass an ihrem Hobby nicht trüben konnte.

An der Costa Brava brach der Sonntag mit wolkenlosem Himmel an: eine heftige Tramontana sorgte für herrliche Lichtverhältnisse , brachte aber auch die Schneekälte der Berge mit ins Tal.

 

 

Ein-und Ausfuhr von Geld erklärungspflichtig

Spanien will der Plage der Geldwäsche zu Leibe rücken. Wie das Wochenblatt.online, die Zeitung der Kanarischen Inseln, jetzt berichtete, sind seit dem 22. Februar 2007 Transaktionen in Bargeld oder Barschecks von 100.000 Euro oder mehr deklarierungspflichtig.  Vorher galten für die 1993 festgelegten Sätze 6.000 Bei der Grenzüberschreitung von und nach Spanien und 80.500 Euro im Inlandsverkehr. Inzwischen sind die Bestimmungen der EU angepaßt worden und diese gelten für Spanier ebenso wie für Ausländer.

Für die Deklarierung ist das sogenannte S1-Formular auszufüllen,  das man bei den Finanzämtern, den Zollbehörden und über das Internet erhält. (www.aeat.es  oder www.tesoro.es ) Diese Deklarierungspflicht besteht auch bei Beurkundungen bei dem Notar. Spanische Notare müssen das S1-Formular  verlangen, sobald es um Beträge von 100.000 Euro oder mehr geht. Auch die Banken müssen dieses Formular bei entsprechend hohen Geldbewegungen verlangen. Für die Erklärung S1 wird keine Gebühr erhoben. Das spanische Wirtschaftsministerium will damit sichergehen, dass die seit Februar 2007 bestehende Vorschrift nun auch endlich  befolgt wird.

 

 

Mit 60 Jahren acht Frauen vergewaltigt

In Cornellà verhafteten die Mossos d’Esquadra einen 60jährigen Mann,  der mit falschen  Versprechungen über Arbeitsangebote  Frauen aus Lateinamerika angelockt hatte. Er hatte solche Angebote über Pflege von alten Menschen oder Putzstellen in der Nähe von  Telefonkabinen angebracht, in denen diese meist illegalen Immigrantinnen in ihre Heimat zu telefonieren pflegten. Die Frauen, die sich darauf hin meldeten, brachte er in ein abseits gelegenes Haus, um sich an ihnen zu vergehen. Wenn sie sich  wehrten, behauptete der Mann, er sei Polizist – wobei er eine falsche Polizeimarke vorzeigte – und ließ die Frauen das ganze Haus putzen, ohne sie zu bezahlen.

 

 

Vater und Sohn in den Tod gestürzt

Ein 24jähriger Mann stürzte am Freitag gegen Abend in Cabrera d’Anoia in einem unzugänglichen Waldgebiet in eine Schlucht und starb. Der junge Mann war von zwei Freunden begleitet, die sofort um Hilfe riefen. Darauf hin setzte sich der Vater in Bewegung, aber inzwischen war die Dunkelheit völlig hereingebrochen und auch  er verlor bei dem Versuch, seinem Sohn zu Hilfe zu kommen, sein Leben.  Die Familie stammte aus Barcelona, hatte aber in Cabrera einen Zweitwohnsitz. Der Bürgermeister bedauerte den doppelten Unfall mit tödlichem Ausgang, machte aber auch geltend, dass man  in Naturschutzgebieten „keine Zäune und keine Türen anbringen“ könne. Die Bevölkerung des kleinen Ortes stand unter Schock.

 

 

Zum Shopping über den großen Teich

Im letzten Jahr waren es bereits 350.000 Spanier, die nur zum Einkaufen nach New York flogen, weil das Verhältnis zwischen Dollar und Euro so günstig war.

Damit nahm Spanien den siebenten Platz auf der Rangliste der ausländischen Besucher in den USA ein. Sie gaben dabei durchschnittlich 178 Dollar pro Person und Tag aus, blieben im Durchschnitt eine Woche und gingen vor allem einkaufen. Erst viel später dachten sie an Restaurantbesuche oder  den Gang in das eine oder andere Museum. Über die Ostertage konnte man an eine zweite Entdeckung Amerikas durch die Spanier glauben: überall war Spanisch mit den  regionalen Färbungen der Stierhaut zu hören. In Chinatown rieben sich die chinesischen Fälscher von Markentaschen die Hände: dorthin zog es riesige Gruppen von Spanierinnen. Die meisten Menschen, die sich einer Blitzumfrage stellten, gaben an, sie hätten vor, täglich mindestens 100 Euro auszugeben. Am Montag vor Ostern erreichte der Euro mit 1,57 Dollar seine höchste Notierung und schloß die Woche beim Stand von 1,54. Damit legte der Euro in den ersten Monaten dieses Jahres noch einmal um 5,5% zu.

 





 

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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