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18.01.2008

 

Kranker erschlug einen Mitpatienten

Ein 65jähriger Mann hat in einem Krankenhaus in Lerida einen anderen Patienten erschlagen, der mit ihm das Zimmer teilte. Der Täter war wegen eingeschränkter Beweglichkeit behandelt worden, nicht wegen irgend einer geistigen Verwirrung.  José Sanabra hatte sich eine Axt besorgt und damit mehrfach auf den 84jährigen Josep Escribà eingeschlagen „um dem Ansehen des Hospitals zu schaden“, wie er gegenüber den Mossos d’Esquadre erklärte. Offenbar sollte er am nächsten Tag entlassen werden, fühlte sich aber von den Ärzten nicht genügend ernst genommen und auch nicht geheilt. Das Opfer war ein bettlägeriger Mann, der sich der Schläge in keiner Weise erwehren konnte. Er starb wenige Stunden nach dem Angriff.

 

Flughafen Barcelona bald einer der 30 grössten der Welt

Mit einem Passagieraufkommen von 32,8 Millionen im vergangenen Jahr  hat Barcelona alle Chancen, bald in den Club der 30 grössten Flughäfen der Welt aufgenommen zu werden. Im Jahre 2006 hatte El Prat erstmals die 30-Millionen-Grenze an Passagieren überschritten und konnte diese Zahl im Jahre 2007 noch einmal um kräftige 9,3 Prozent erhöhen.  Noch zu Zeiten der Olympischen Spiele in Barcelona im Jahre 1992 hatte El Prat nur 10 Millionen Passagiere abgefertigt. Seitdem gingen die Zahlen ständig in die Höhe.  Im letzten Jahr gelang es dem katalanischen Flughafen, die von Miami, Philidelphia in den USA und Toronto in Kanada zu überflügeln. Dubai ist derzeit derjenige Flughafen der gesamten Welt, der am schnellsten wächst. Barcelona wetteifert derzeit mit Rom-Fiumicino und München um Platz sieben in Europa  und Platz 30 in der Welt. Madrid-Barajas schloß das Jahr 2007 mit über 52 Millionen Passagieren ab, das waren 13,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

 

 

40 Jahre Flughafen Gerona

Innerhalb eines Jahres ist es dem Flughafen Gerona /Costa Brava gelungen, die Flughäfen von Ibiza, Fuerteventura, Teneriffa Nord, Sevilla und Bilbao zu übertreffen.  Damit ist der im Gemeindebezirk von Vilobí d’Onyar gelegene Flugplatz an die zehnte Stelle innerhalb Spaniens vorgerückt. Das Aufkommen an Passagieren  betrug rund 4.850.000 Menschen. In diesem Jahr wird der Flughafen 40 Jahre alt. Er wurde seinerzeit gebaut, um Touristen an die Costa Brava zu bringen, verfiel aber, da er die eine-Million-Grenze an Passagieren jahrelang nicht überstieg, in einen Dornröschenschlaf, aus dem ihn erst der Verfall der Sowjetunion und die Öffnung der Ostblockstaaten erweckte.

Inzwischen platzt der Flughafen aus allen Nähten und das Parkplatzproblem ist trotz gewaltiger Anstrengungen weit von einer zufriedenstellenden Lösung entfernt.

 

 

Kathedrale von Barcelona wird restauriert

Die Wohnungsministerin Carme Chacón bezeichnete die Kathedrale von Barcelona (das ist NICHT die Sagrada Familia von Gaudí) als „ein Juwel der Stadt“. Deshalb stellte ihr Ministerium 800.000 Euro zur Verfügung, um elf großformatige Glasfenster der Fassade zu restaurieren. Eines dieser Fenster stammt noch aus dem 16. Jahrhundert, die anderen meist aus der Jugendstilzeit zu Ende des 19. Jahrhunderts.

 Die Zentralregierung in Madrid hat bisher 34 Millionen Euro bereitgestellt, um in den vier katalanischen Provinzen 16 Restaurierungsprojekte zu fördern.

 

 

Wer geht noch ins Kino?

Das Internet wird es noch schaffen, eine uralte  Kunstform zum Aussterben zu bringen: das Kino. Allein im letzten Jahr besuchten in Spanien 20 Millionen Menschen weniger die Kinos als noch ein Jahr zuvor. Zwar waren es immer noch  102 Millionen Zuschauer, die über das Jahr 2007 hinweg einen Saal betraten, doch immer mehr Menschen laden sich Filme einfach aus dem Internet herunter: so brauchen sie keine Strassenschuhe anzuziehen, können das Auto stehen lassen und der Weg zum Bier in der Küche bleibt erfreulich kurz.  Bis zum Jahr 2004 waren die Zuschauerzahlen in den öffentlichen Kinos von Jahr zu Jahr angestiegen, seither hat der Sinkflug eingesetzt. Viele Häuser kommen nur noch durch den Verkauf von Puffreis und Süßigkeiten über die finanziellen Runden.

Spanier lieben vor allem spanische Filme. Kommt in einem Jahr kein neuer Streifen von Almodóvar oder Amenábar heraus, lassen die Zuschauerzahlen sofort nach: im letzten Jahr waren es runde 2,5 Millionen Plätze, die leer blieben.  Eine Ausnahme war der Film El Orfanato (das Waisenhaus) mit Belén Rueda, das der größte Publikumserfolg des Jahres 2007 wurde.

 

 

20 Jahre Orchester von Cadaqués

Anlässlich seines 20jährigen Bestehens unternimmt das Orchester von Cadaqués eine Spanientournee. Am 18. Januar tritt es in Lerida auf,  und am 19. und 20. in Zaragoza.Zu Gehör kommt die zweite und dritte Symphonie von Brahms in voller Länge.

 Das Orchester steht seit über 10 Jahren unter Leitung von Gianandrea Noseda aus Italien, der normalerweise das Königliche Theater von Turin leitet, aber eine enge Zusammenarbeit mit Cadaqués pflegt.  Das Orchester ergab sich im Jahre 1988 aus dem Festival von Cadaqués. Damals waren es 30 Gründungsmitglieder, von denen heute noch 10 dabei sind.  Der künstlerische Leiter, Llorenç Caballero, hob  vor der Presse hervor, dass 90 Prozent aller Orchester von Subventionen abhingen, während das von Cadaqués privatwirtschaftlich geführt werde. Es ist im Auditorium von Gerona stationiert und arbeitet seit langem mit dem Festival von Perelada zusammen.

 

 

40.000 Immobilienbüros geschlossen

Innerhalb von einem Jahr haben in Spanien von den geschätzten 80.000 Immobilienagenturen 40.000 schliessen müssen. Am ehesten traf es nach Meinung von Branchenkennern solche Neulinge auf dem Markt, die nur anhand eines Mobiltelefons versuchten, die schnelle Mark zu machen, wie sie die überschäumenden Preise der letzten zwei Jahre versprachen.

Die neuesten Schätzungen sprechen von einem Rückgang der Verkäufe um rund 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr.  Wenn man davon ausgeht, dass eine durchschnittliche Agentur mindestens drei Menschen beschäftigt, sind bisher rund 100.000 Arbeitsplätze vernichtet worden.  Wo es nicht zu Entlassungen kam, wurden teilweise feste Arbeitsverhältnisse auf Zeitverträge umgestaltet oder die Arbeitszeiten verkürzt. Da der Immobilienverkauf im Jahre 2000 durch EU-Gesetzgebung liberalisiert wurde, konnte sich jeder auf diesem Gebiet betätigen, unabhängig davon, ob er Branchen-und Sprachkenntnisse, ein Minimum an Jurakenntnissen besaß und das Zusammenspiel mit den jeweiligen Gemeindeverwaltungen beherrschte. Aus dieser Sicht, so ein Sprecher in Madrid, sei die Bereinigung des Marktes eher zu begrüßen.

 

 

Weniger tödliche Berufsunfälle

Nach Jahren skandalös hoher Zahlen an Todesopfern durch Nachlässigkeit  auf dem Bau oder in der Fabrik lesen sich die neuesten Statistiken erstmals wieder besser. So starben in den ersten 11 Monaten des Jahres 2007  insgesamt 791 direkt an der Arbeitsstelle, weitere 313 auf dem Weg von oder zu der Arbeit.  Das waren knapp 13 Prozent weniger als im Jahr davor.

Einer der Gründe davor ist trivial: es wird weniger gebaut und im Baugewerbe ereigneten sich traditionell nur ein Drittel aller tödlichen Unfälle.

Aber auch ein härteres Durchgreifen der Gerichte sorgte dafür, dass die Unternehmer es sich nicht mehr so leicht machten wie zuvor, Sicherheitsnormen zu mißachten.

Unterdessen wurden 200 katalanischen Polizisten  darin unterrichtet,  wie sie auf ihren Patrouillenfahrten eine unmittelbare Gefahr erkennen, die sich aus der Nichtbeachtung von Sicherheitsvorschriften ergibt, zum Beispiel einen Sturz aus große Höhe  oder Verschüttung von Arbeitern im Erdreich.

 

 

Messe Bread & Butter höchst erfolgreich

Schon der erste Tag der Messe für Stadtkleidung in Barcelona war ein Publikumserfolg. Menschenscharen drängten sich um die Stände der fast eintausend Aussteller. An den Zugängen zum Messegelände auf der Avenida Maria Cristina bildeten sich lange Schlangen. Bread & Butter gilt inzwischen als führende Modemesse in Europa und auch der russische Markt beginnt sich für sie zu interessieren. Das zum großen Teil junge Publikum war teilweise so angezogen, als hätten die Mädchen und Jungen bereits bei B&B eingekauft.

 

 

 


17.01.2008

Die Hälfte der Bürgerschaft ist aus dem Ausland

Nach neuesten statistischen Erhebungen  zählt die Gemeinde Castelló d’Empúries 11.062 gemeldete Einwohner. Davon waren 5.751 Spanier, aber  5.311 kamen  aus anderen Staaten. Die größte Gruppe von Ausländern, die sich hier im Hohen Ampurdan angesiedelt haben, ist die der Marokkaner, gefolgt von den Franzosen. Die Deutschen rangieren nur noch an dritter Stelle. Insgesamt sind hier 74 Nationalitäten  ansässig, darunter auch viele Russen und Menschen aus den früheren Ostblockstaaten.  Nach der Statistik ist Castelló eine der wenigen Ortschaften Spaniens, in denen die Zahl der Immigranten aus Drittstaaten die Zahl der Zugewanderten aus EU-Ländern übersteigt. Das Zusammenleber so vieler Menschen aus den verschiedensten Ländern wurde vom Bürgermeister als vorbildlich bezeichnet. „Hier ist jeder einfach der Nachbar des anderen“, hieß es aus dem Rathaus. Fremdenfeindlichkeit sei unbekannt im Ort.

 

 

 

Perpignan  Kulturhauptstadt Kataloniens

Wenn in Kürze die französische Stadt Perpignan den Titel „Kulturhauptstadt Kataloniens“ übernimmt, will Figueras nicht abseits stehen. Zum Auftakt der über hundert Veranstaltungen, die aus diesem Anlaß stattfinden sollen, reiste eine Abordnung aus Figueras dieser Tage nach Perpignan, um die katalanische Sprache auch jenseits der Grenze zu fördern.  Die „Freunde der Giganten von Figueras“ brachten ihre überlebensgroßen Figuren  Janet und Justa mit und zeigten sie in einem großen Umzug durch die Stadt.

 

 

Die Costa Brava vor dem Touristenboom

Am 18. Januar wird in der Casa de la Cultura von Llança eine Fotoausstellung eröffnet, die in 35 grossen Schwarz-Weiss-Aufnahmen den Charakter der Costa Brava vor dem Einzug der Touristen zeigt. Die Bilder stammen aus der Zeit von 1880 bis  1980. Veranstalter der Ausstellung ist das Marinemuseum von Barcelona, das  die Schau auch in anderen Orten Kataloniens zeigen will. Obwohl die Verwüstung der ursprünglichen Naturlandschaft durch den hektischen  Bau von Urbanisationen nicht mehr umkehrbar ist, soll den Betrachtern doch nahegebracht werden, welche Schönheiten der katalanischen Küste – so wurde sie genannt, ehe sie den Markennamen „Costa Brava“ erhielt – durch den Tourismus verloren gegangen sind.

 

 

Höchste Inflationsrate seit 2006

Mit  4,2 Prozent Inflation schloß das Jahr 2007 ab. Der starke Preisanstieg bei Basisprodukten wie Brot, Milch und Treibstoff ließ den Index so sehr in die Höhe schießen. Da die Behörden jedoch mit 4,3 Prozent Inflation gerechnet hatten, wurde die Nachricht von der endgültigen Zahl nicht mehr als Katastrophe zur Kenntnis genommen.  Dennoch ist die Inflationsrate für viele Unternehmen ein harter Brocken, zwingt er sie doch zur Zahlung einer zusätzlichen Prämie bei solchen Belegschaften, denen im Tarifvertrag die Sicherung der Kaufkraft ihrer Löhne und Gehälter zugesichert wurde. Dies betrifft fast sechs Millionen Arbeitnehmer in Spanien.  Das Regionalgebiet Katalonien verzeichnete die höchste Inflationsrate der 17 Autonomiegebiete Spaniens, nämlich die vorhergesagte Ziffer von 4,3 Prozent.

 

 

 

Alberto Ruiz-Gallardón gibt auf

Die  Kämpfe innerhalb der konservativen PP zwischen der Präsidentin des Autonomiegebietes Madrid, Esperanza Aguirre und dem Bürgermeister von Madrid, Alberto Ruiz-Gallardon um die Führungsposition in der Partei führte am Dienstag zum Eklat. Oppositionschef Mariano Rajoy, der im März die PP wieder an die Regierung bringen will, strich den hoch angesehenen und als gemäßigt konservativ geltenden Ruiz-Gallardon von der Liste der Kandidaten bei den Parlamentswahlen. Siegerin blieb Esperanza Aguirre, von der bekannt ist, dass sie im tiefsten Herzen langfristig sogar das Amt des Regierungschefs über ganz Spanien anstrebt. Die ehrgeizige Juristin war für den früheren spanischen Ministerpräsidenten José María Aznar so etwas wie Angela Merkel zu Zeiten von Helmut Kohl: „das Mädchen“. Unvergessen sind ihre zahlreichen Ausrutscher und Taktlosigkeiten sowie  Unwissenheit in Ressortfragen, die anfangs Aznar zur Verzweiflung trieben, für die Karikaturisten der spanischen Presse aber ein gefundenes Fressen waren. Inzwischen hat „Espe“, wie sie allgemein genannt wird, die meisten ihrer Kontrahenten, Widersacher oder auch Mitbewerber mundtot gemacht. Mit dem Sturz Ruiz-Gallardons dürfte sie ihrem Fernziel erheblich näher gekommen sein, denn wenn der blasse Rajoy nun auch noch auf Zugpferde wie Ruiz-Gallardon verzichtet, kommt dies einem Einverständnis nahe, er gebe die Wahlen bereits verloren. Die harte Oppositionshaltung der PP in allen wichtigen Fragen  der spanischen Politik in den letzten vier Jahren hatte der Partei den Ruf eingebracht, stur auf nicht mehr zeitgemäßen  Ideen zu beharren und daher im Volk nicht mehr mehrheitsfähig zu sein.

Ruiz-Gallardón  kündigte an, er werde sofort nach den Wahlen vom 9. März die Politik für immer verlassen. Seine acht Jahre als Präsident des Autonomiegebietes Madrid, also als Vorgänger von Esperanza Aguirre, sowie seine vierjährige Tätigkeit als Bürgermeister der Hauptstadt sind von der Öffentlichkeit stets als vorbildlich bezeichnet worden, weshalb er den Schritt aus der Politik mit ruhigem Gewissen tun könnte.  Der Enkel des spanischen Musikers Isaac Albéniz aus Camprodon gilt selbst als exzellenter Musikkenner und Musikfreund und ist über den Großvater mit Cecilia Sarkozy verwandt, die ihrerseits die Urenkelin von Albéniz ist. (AE)

 

 

 

„Allianz der Kulturen“ in Madrid

Vor drei Jahren hatte der spanische Regierungspräsident José Luis Rodríguez Zapatero die Idee, eine „Allianz der Kulturen“ zu begründen, um dem islamischen Fundamentalismus den Boden zu entziehen und zu religiöser Toleranz in aller Welt beizutragen. In Madrid begann am Dienstag die zweitägige erste Veranstaltung dieser Art, zu der auch der türkische Ministerpräsident  Recep Tayyip Erdogan angereist war.  Er gilt als stärkster Befürworter einer solchen Allianz, nicht zuletzt als Motor für den Beitritt seines Landes zur Europäischen Union. Erdogan hob in seiner Rede denn auch die Vorzüge eines solchen Beitrittes eines islamischen Landes zu Europa hervor, nicht zuletzt im Interesse des Friedens in der Welt.  Zu der Veranstaltung in Madrid waren über 350 Intellektuelle, Politiker und Unternehmer aus aller Welt gekommen. Auch der Generalsekretär der UNO, Ban Ki Moon war vertreten.  Die spanische Regierung gab einen Nationalplan mit 57 Massnahmen bekannt, die die Allianz der Kulturen beflügeln soll, darunter die Ausbildung von Spaniern zu Arabisten, die Förderung der Universität von Tetuán, sowie die Übersetzung alter Schriften von Muslimen, Juden und Christen, ebenso wie die Abfassung eines Verhaltenskodex’ für Polizisten, Vollzugsbeamte und Wirtschaftsführer im Umgang mit fremden Kulturen. Königin Noor von Jordanien stellte einen Fonds von 100 Millionen Dollar in Aussicht, die in das audiovisuelle Geschehen  investiert werden sollen. Gedacht ist an Filme, die durchaus auch in Hollywood gedreht werden könnten. Die Ehefrau des Emirs von Qatar stellte ebenfalls 100 Millionen Dollar in Aussicht zur Förderung von jungen Menschen bei deren Eintritt ins Berufsleben. (AE)

 

 

Vater überfuhr sein Kind

In Lladó, einem kleinen Ort des Hohen Ampurdan, kam es am Dienstag zu einer Tragödie. Die Eltern eines zweijährigen Mädchens waren im Begriff, in ihren an einem Abhang geparkten Geländewagen zu steigen, als das Kind vor die Vorderräder lief, der Wagen ins Rollen kam und das Mädchen überfuhr. Es war sofort tot.  Warum sich die Handbremse des Wagens löste, wie es die Ermittler zunächst annahmen, konnte nicht sofort geklärt werden. Die herbeigerufenen Rettungskräfte konnten  nur noch den Tod des kleinen Mädchens  feststellen. Sie mußten den Eltern beistehen, die beide eine Nervenkrise erlitten.

 

 


16.01.2008

Kino Savoy abgerissen

Das historische Kino Savoy in Figueras hat seit langem  ausgedient und wird jetzt abgerissen. Es war 1977 mit dem Fellini-Film AMARCORD eingeweiht worden  und beschloß seine Karriere im Juli 2004 mit dem spanischen Streifen „Seres queridos“ (geliebte Menschen).. Die durch den Abriß freiwerdende Parzelle soll unverzüglich wieder neu  bebaut werden.

 

Park and ride für Figueras

Am  Samstag, den 19. Januar beginnt in Figueras das Pilotprojekt „park and ride“, das den Verkehr in der Stadtmitte entlasten soll. Auf dem Industriegelände am Eingang der Stadt linker Hand, wenn man von Rosas kommt, entsteht ein kostenfreier Parkplatz mit 500 Plätzen. Von 16.00 bis 21.00 Uhr gibt es von dort aus alle 15 Minuten  einen Bus ins Zentrum bis zu dem Platz mit dem Springbrunnen. Falls das Projekt bei den Bürgern Anklang findet, kann es auf längere Zeiten ausgedehnt werden.

 

Kunsteisbahn geschlossen

Über 8.000 Kinder und Jugendliche machten von der Kunsteisbahn Gebrauch, die die Gemeindeverwaltung von Figueras auf der Rambla eingerichtet hatte, um während der Weihnachtsferien Abwechslung zu bieten.  Die Eisbahn war am 17. Dezember eröffnet und am 7. Januar geschlossen worden. Wegen starker Regenfälle mußte sie zwischendurch ebenfalls einige Tage schließen. Durchschnittlich nutzten dieses Vergnügen jeden Tag zwischen 500 und 800 Menschen. Der jüngste von ihnen war gerade einmal zwei Jahre alt, der älteste 76.  Der Wasserverbrauch war geringer als erwartet. Zudem wurde Wasser aus der Kläranlage verwendet, kein Trinkwasser. Das Rathaus von Figueras  bedankte sich  ausdrücklich bei den jungen Leuten, die während der Öffnungszeiten  als Monitoren eingesetzt waren.

 

Restaurierung der Festung Trinidad teilweise abgeschlossen

Seit fünf Jahren beherrschte ein Riesenkran über der alten Festung La Trinidad auf der vorgeschobenen Landzunge von Rosas den Horizont.  Jetzt wurde das störende Gerät abgebaut, sodass Besucher des Küstenortes den früheren Ausblick wieder genießen können. Die Festung war während der napoleonischen Kriege im Jahr 1814 teilweise gesprengt und verwüstet worden.  Bei den Wiederaufbauarbeiten wurde absichtlich Zement verwendet, um zu dokumentieren, welche Teile der Festung neu sind und welche noch  aus der Zeit der Entstehung stammen. Die Stadtverwaltung ist nun damit beschäftigt, die Außenanlagen zu arrangieren und über die weitere Verwendung dieses Wahrzeichens von Rosas nachzudenken.

 

Strasse in Castelló gesperrt

Wegen Bauarbeiten ist die calle Muralla in Castelló seit dem 14. Januar gesperrt. Gleichzeitig wurden mehrere große Blumenkästen vor der Basilika Santa María installiert, um zu verhindern, dass Autos vor dem Gotteshaus parken.

 

Bald  wieder Radar im Ort

Es gab schon vor langen Jahren einmal Radarkontrollen in Castelló und Ampuriabrava. Jetzt soll das System erneut eingeführt werden.  Der Chef der Ortspolizei, Josep Farré, stellte das Prinzip vor. Demnach soll es nach der Installierung der Radargeräte eine gewisse Zeit zur Eingewöhnung der Autofahrer geben. Das heißt, zunächst werden Geschwindigkeitsüberschreitungen, die das Radar mißt, nicht sofort mit Bussgeldern belegt, sondern die Fahrer werden auf ihr Vergehen hingewiesen und verwarnt. Später soll es dann für Raser Anzeigen und Bussgelder geben.  Besonders dringend, so Farré, sei die Ausstattung mit den Meßgeräten in Ampuriabrava, wo die breiten Alleen und Avenidas geradezu zum Rasen einlüden.

 

Ölfest in Espolla

Wie jedes Jahr im Januar veranstaltet auch in diesem Jahr das Bergdorf Espolla sein Öl-und Olivenfest anläßlich der frischen Pressung der Olivenernte.  Neu bei dieser Veranstaltung ist das Gewicht, dass man jetzt auf die schwarzen Oliven legt. So gibt es am Freitag, den  18. Januar eine öffentliche Verkostung des Öls aus dieser Art.  Anlässlich des traditionellen Festes werden die Balkons und Haustüren im Ort geschmückt. Dabei steht immer das Motto „Öl und Oliven“ im Vordergrund. Wer vorhat, sein Haus besonders festlich zu schmücken, kann sich in eine Liste eintragen, die in mehreren Geschäften von Espolla ausliegt. Ein Fotograf nimmt am Samstag die schönsten Motive auf, die später öffentlich gezeigt und von der Bürgerschaft kommentiert werden sollen.  Auch ein besonderes Vergnügen wird bei dem diesjährigen Olivenfest nicht fehlen: der traditionelle Wettbewerb im Weitspucken von Olivenkernen.

 

Täglicher Flug nach Singapur

Seit Dienstag, den 15. Januar gibt es eine tägliche Flugverbindung Barcelona- Singapur. Die Singapore Airlines dehnt damit ihre bisherige Verbindung von drei mal wöchentlich auf täglich aus.  Der Flug geht über Mailand, wo eine technische Zwischenlandung erfolgt. Ab jetzt hebt täglich  um 9.55 Uhr das  luxuriös ausgestattete Flugzeug vom Typ Boeing 777-300ER von Barcelona- Prat ab. Die Fluglinie hofft damit das Passagieraufkommen auf dieser Strecke innerhalb eines Jahres auf 100.000 erhöhen zu können.  Singapur ist eine Drehscheibe für viele Staaten  Südostasiens. Ab Singapur erfolgen zum Beispiel Flüge nach Australien und Neuseeland, Bali, Phuket, Bangkok, Manila, Hong Kong und Shanghai. Die Boeing 777-300ER hat 276 Sitze, davon acht erster Klasse, 42 „business class“ und 226 als Touristenklasse. Der Flug dauert etwa 15 Stunden.

 

Spanien führend in Organspenden

Mit 1.550 Organspendern erreichte Spanien im Jahre 2007  einen neuen Rekord.  Damit kamen durchschnittlich 34,5 Spenden auf je eine Million Menschen. Das Ergebnis lag damit deutlich höher als in den USA mit 26,5 Spenden und doppelt so hoch wie im europäischen Durchschnitt mit 17,8 Spenden auf je eine Million Einwohner.  Von den insgesamt 3830 ausgeführten Verpflanzungen lagen Niederentransplantationen mit 2.210 an der Spitze, gefolgt von 1.112 Leber- und 185 Lungenverpflanzungen.  Nach den neuesten Zahlen, die Gesundheitsminister Bernat Soria am Montag bekanntgab, gingen dagegen Herz,- Darm -  und Bauchspeicheldrüsentransplantationen stark zurück. Als Grund nannte der Minister das vergleichsweise hohe Alter der Spender: über 60 Jahre in mehr als 40 Prozent aller Fälle.  Madrid will sich mit einer Informationskampagne darum bemühen, mehr Immigranten für die Idee einer Organspende zu gewinnen.

 

Bardem mit Golden Globe ausgezeichnet

Der Weg zum „Oscar“ scheint geebnet. Der spanische Filmschauspieler Javier Bardem  erhielt in USA den Golden Globe für seine Leistung in dem Film „No country for old men“ (Kein Land für alte Männer) der Brüder Ethan und Joel Cohen. Die Globe-Verleihung gilt als wichtigste Etappe auf dem langen Weg zur Erlangung einer Oscar-Auszeichnung.  Die Veranstaltung im Hotel Beverly Hilton wurde durch den seit Monaten andauernden Streik der amerikanischen Drehbuchautoren um einen großen Teil ihres sonstigen Glanzes gebracht.

Javier Bardem zeichnete sich mit seinen 39 Jahren vor so erfahrenen Schauspielern wie John Travolta, Tom Wilkinson und Casey Affleck aus.

 In dem neuen Film verkörpert Bardem einen Mörder. Seine Rolle ist aber nicht die Hauptrolle, sodass der Preis ihn als besten Nebendarsteller auszeichnet.

 

Rekordpreise für Immobilie in Barcelona

Bei allem Krisengerede über die Immobilienbranche in Spanien verliert man leicht den Blick für die Tatsachen. Jetzt verkaufte die katalanische Promoterfirma Aisa in dem Gebäude Paseo de Gràcia 30  zweitausend Quadratmeter Fläche für  26.000 Euro pro Quadratmeter – ein nie dagewesener Preisrekord. Käuferin ist die Investitionsgruppe Nergosa, die verschiedene Familienvermögen verwaltet.  Nergosa hat in letzter Zeit auch in anderen spanische Städten wie Sevilla und Madrid Millionenbeträge für neue Geschäftslokale ausgegeben.  Mit dem Gesamtpreis von 52 Millionen Euro für die Präsenz auf Barcelonas Prachtstrasse stach Nergosa Mitbewerber wie den Corte Inglés und internationale Immobilienfonds aus.

 


15.01.2008

 

Grippewelle nimmt zu

Obwohl die diesjährige Grippeform als „moderat“ bezeichnet wurde, nimmt die Zahl der Betroffenen noch immer zu. Die Gesundheitsbehörden rechnen auch nicht vor Mitte Februar  mit dem Abklingen der Epidemie. Zugleich macht sich ein Magen-Darm-Virus, also Darmgrippe bemerkbar.. Die Anzeichen sind Erbrechen, Durchfall und Schwindelgefühl und Ekel vor Speisen. Die Atemwegsgrippe betrifft die Altersgruppe zwischen 15 und 65 Jahren besonders; die noch  älteren Menschen hatten sich zu 80 Prozent gegen Grippe impfen lassen. Die Anzahl der von Grippe Betroffenen dürfte wesentlich höher liegen als die offiziellen Zahlen, die ja nur solche Personen erfassen, die eine Erstversorgungsstelle der katalanischen Gesundheitsbehörde (CAP) aufsuchen. Die meisten Erkrankten hielten sich auch in diesem Jahr an die herkömmliche Empfehlung, im Bett zu bleiben, viel zu trinken und zu ruhen und nur bei hohem Fieber ein fiebersenkendes Mittel einzunehmen.  Andererseits sollten Menschen mit Schmerzen im Brustkorb und Schwierigkeiten beim Atmen eine Erstversorgungsstelle oder sogar ein Krankenhaus aufsuchen.

 

 

Ehrung für Ramón Sampedro

Vor zehn Jahren machte seine mutige Tat Schlagzeilen. Nachdem er durch einen Sportunfall

vom Hals an gelähmt war und in diesem Zustand dreißig lange Jahre im Bett verbracht hatte, ließ sich der Mann von einer befreundeten Pflegerin einen Becher mit Gift verabreichen, um in Würde zu sterben. Anlässlich seines 10. Todestages versammelten sich in einer Bucht Galiziens, wo der Unfall Sampedro zum Krüppel gemacht hatte, rund 70 seiner Freunde. Sie zitierten Verse des Schwerstbehinderten, die dieser während seines Leidensweges verfaßt hatte und warfen Blumen ins Meer. Der Fall Sampedro hatte seinerzeit die Frage wieder aufflammen lassen, inwieweit die Verabreichung des Giftes die Frau, die diese Handlung vornahm, zu einer Delinquentin machte, die gerichtlich verfolgt werden sollte.

 

 

Abtreibungskliniken wieder geöffnet

Nach einem einwöchigen Proteststreik  wegen angeblicher Rufschädigung haben Privatkliniken, die in Spanien freiwillige Schwangerschaftsabbrüche vornehmen, wieder geöffnet. Rund 2.000 Eingriffe dieser Art, so schätzen Experten, haben sich in dieser Zeit angestaut und werden vermutlich in den nächsten Tagen und Wochen „abgearbeitet“. Das Aus für ebenso viele ungeborene Kinder, von denen nur ein verschwind winziger Bruchteil  so schwere vorgeburtliche Behinderungen entwickelt haben dürfte, dass der Eingriff berechtigt wäre. Während im Parlament noch hektisch über eine rasche Novellierung des Abtreibungsgesetzes debattiert wird, ließ Justizminister Mariano Fernández Bermejo verlauten, auch bei einer möglichen späteren Fristenlösung würden illegale Abtreibungen Straftaten bleiben.

 

 

Tödlicher Streit in Diskothek

Die Mossos d’Esquadra nahmen zwei junge Männer aus Honduras fest, die mit dem Tod eines 21jährigen Mannes aus der Dominikanischen Republik in Verbindung gebracht werden.  Unweit der Diskothek Enjoy Latino im Stadtvieretel Max Xirgu starb der junge Mann an den Folgen eines Schusses in die Brust.  Dabei soll es um  Streit wegen  eines Mädchens gehandelt haben. Die Polizei machte über das Motiv keine Angaben und der Ermittlungsrichter erklärte die Ermittlungen für geheim.  Nach dem Schuß floh der Täter in einem Auto, während die Freunde des Toten die Polizei alarmierten. Schon um neun Uhr morgens konnte der Täter gestellt werden.  Die Diskothek wird vor allem von Lateinamerikanern besucht.

 

 

Mehr Strandrummel als im Sommer

Längst gilt nicht mehr, dass die katalanische Küste nur zwei Monate Saison hat. Immer mehr Surfer, Badegäste, Fischer und Touristen aus aller Welt bevölkern in diesen kalten Wintermonaten die Strände von Barcelona. Sie surfen in dem 14- 18 Grad warmen (kalten) Wasser, härten sich mit Meerbädern ab und last noch least genießen die immer häufiger auch im Winter offenen chiringuitos, jene rustikalen Kioske direkt am Strand, die mit frischen Meeresfrüchten, Paella und Sangria locken. Zwar sind die Prozentzahlen im Vergleich zum Sommer noch bescheiden: etwa ein Fünftel des Hochsaisonbetriebes wurde gezählt. Aber bei den Millionenzahlen von Sommergästen ist auch dies noch ein Aufkommen, das manchen Kioskbesitzer dazu veranlaßt, seinen Betrieb  ganzjährig geöffnet zu halten..  Es hat sich inzwischen eine Vereinigung von Winterschwimmern mit rund 200 Mitgliedern gebildet, die die Idee verbreiten wollen, dass ein kurzes Meerbad im Winter die Abwehrkräfte stärkt und so möglicherweise Grippe und Erkältung vorbeugt.  Die Strände Mar Bella und la Nova Mar Bella ziehen am Wochenende auch viele Bürger von Barcelona an, um die Sonne zu genießen. Windsurfer und Wellenreiter genießen in diesen Wochen die starke Brandung und frischen Winde, die ihrem Sport Auftrieb geben. Dabei wird von den Sportlern allerdings gerügt, dass im Winter keine Umkleidekabinen zur Verfügung stehen.  Auch die mangelnde Strand-und Wasserüberwachung außerhalb der Badesaison wurde beklagt.

 

 

Ausverkauf im Reisebüro

Die jetzt angelaufene Schlussverkaufskampagne betrifft längst nicht mehr nur Kleider und Wäsche, sondern hat sich in den letzten Jahren auf ganz ungewöhnliche Branchen ausgedehnt: Reisebüros bieten Sonderangebote an, Immobilienagenturen werben mit Rabatten und sogar Büros zur Refinanzierung von Darlehen und Hypotheken schließen sich dem Trend an.  In diesen Wochen findet der Schaufensterbummler kaum ein Geschäft, in dem nicht mit Nachlässen zwischen 30 und 50 Prozent geworben wird.  Sogar Lederwaren und Parfüms werden in diesen Wochen zu Schleuderpreisen angeboten und diese Welle erfaßte inzwischen sogar eine so solide Branche wie die Optik. Bücher profitieren von der allgemeinen  Rabattwut, wie auch DVDs und Filme. Bei den Reisebüros  locken „Winterrabatte“ für Städteflüge nach Venedig, Paris, London und Amsterdam sowie Brüssel. Der Billigflieger Clickair kündigte Preisreduzierungen bis zu 50 Prozent an.

 

 

Bob Dylan kommt nach Spanien

Obwohl der Rockmusiker den ihm im letzten Jahr verliehenen Prinz-von-Asturien-Preis nicht persönlich in Empfang nahm, gehen die Konzertveranstalter davon aus, dass der jetzt 66jährige Künstler im Sommer nach Spanien kommen und eine Anzahl Konzerte geben wird. Gemunkelt wird sogar von 14 Auftritten in ebenso vielen Städten. Als bereits sicher gilt, dass Dylan die Weltausstellung von Zaragoza  besucht und in diesem Rahmen auftritt,  aber auch die Stadt Oviedo in Asturias gilt als  gebucht.  Seit 1984 und bis heute ist Dylan in Städten wie  Huesca, Merida, Cartagena, Malaga, Granada, Murcia , Benidorm, Motril und Cordoba, in Calella de Palafrugell und Valladolid aufgetreten – allesamt keine Hochburgen der Rockmusik.  Derzeit bereitet der Künstler in Amerika eine neue CD  unter der Leitung von Rick Rubin vor. Der ist seit Neuestem der Leiter der Columbia Records, jenes Studios, das Dylan seit Anbeginn betreut

 

 


 

 






 

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

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