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| Bahia-Blick Nachrichten | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 14.01.2008 Tunnel für den AVE freigegeben Die ständigen Klagen der katalanischen Behörden wegen der Arbeiten an der Hochgeschwindigkeitsstrecke für den AVE haben Wirkung gezeigt. Angesichts der in Kürze anstehenden Wahlen will Präsident Rodriguez Zapatero sich das Stimmenpotential der Sozialisten in diesem Autonomiegebiet nicht verscherzen und zeigte sich deshalb zu Zugeständnissen bereit. So sollen die Arbeiten an dem Tunnel, der zwischen den Bezirken Sants und La Sagrera in Barcelona entstehen muß, doch schon in aller Kürze ausgeschrieben werden und nicht erst nach den Parlamentswahlen am 9. März. Erst vor wenigen Tagen waren Verhandlungen zwischen der Zentral - und der katalanischen Regionalregierung gescheitert, bei denen die Katalanen die Oberhoheit über den Nahverkehr in Katalonien gefordert hatten. Die derzeitigen Oppositionsparteien im katalanischen Parlament, CiU und PP, beschuldigten den spanischen Regierungschef des „Verrats“ und bezeichneten die Dreiparteienkoalition in Barcelona als „nichtsnutzig“.
Doch einen Text für die Nationalhymne? Die spanische Nationalhymne ist eine der wenigen in der Welt, die bisher ohne Text ausgekommen sind. Sie wird in schmissigem Rhythmus gespielt, aber niemand singt mit, denn es gibt keinen Text. Kürzlich hatte eine Jury des Spanischen Olympischen Komitees und einer Vereinigung von Verlegern und Autoren einen Wettbewerb ausgeschrieben und jetzt über 7.000 Einsendungen zu prüfen. Als Sieger ging der Text eines 52jährigen Arbeitslosen hervor, der in Alcobendas bei Madrid lebt. Er beschwor unter dem Auftakt „Viva España“ (es lebe Spanien!) die Liebe zum Vaterland, blauen Himmel und grüne Täler, ein unendliches Meer und die Kinder Spaniens, die der Geschichte Gerechtigkeit, Größe, Demokratie und Frieden verliehen hätten. Der Beifall war geteilt. Die Urteile gingen von „gräßlich, gefällt mir gar nicht“ bis zu „verstaubt“ „nichts besonderes“ oder sogar zu dem absoluten Negativurteil „es erinnert mich an frühere Hymnen“. Die Francozeit war bekanntlich voller Anspielungen auf den „patriotischen Geist der Söhne Spaniens“. Die Vizepräsidentin Maria Teresa Fernández de la Vega ließ verlauten, eine so wichtige Frage wie die Textgebung für die spanische Nationalhymne gehöre unweigerlich in die Hände des Parlamentes. Von ihr aus könnten Fußballer den Text des Arbeitslosen singen, er sei aber in keiner Weise verbindlich bei offiziellen Anlässen. Im Laufe der spanischen Geschichte hatte es bereits mehrfach Versuche gegeben, den Marschtönen der Hymne einen Text zu verleihen.
Verkehrsstörungen durch Schneefall Die ergiebigen Schneefälle der letzten Tage führten am Wochenende zu Störungen im Strassenverkehr. So mußte der Tunnel von Vielha auf der N-230 für LKWs zeitweise gesperrt werden. Auf der C-28 und dem Paß La Bonaigua sowie der L-500 im Tal des Boi mußten den Autos Schneeketten angelegt werden. In den Wintersportorten freuten sich die Besucher über Schneedecken zwischen 20 und 80 Zentimetern.
Bandenführer mit 113 Straftaten Acht Jugendliche zwischen 18 und 25 Jahren gingen der Polizei in Mollet des Vallès ins Netz, nachdem die Bande in Industriegebieten, Bars und Geschäften sowie Privatwohnungen eine große Zahl von Diebstählen begangen hatte. Trotz der über 40 nachgewiesenen Straftaten schickte der Ermittlungsrichter nur den Bandenführer ins Gefängnis. Der 23jährige Mann hatte mit falschen Dokumenten Elektrogeräte in verschiedenen Geschäften gekauft. Ihm werden 113 Straftaten zur Last gelegt. Die Bande hatte über Weihnachten sogar Autofahrer bei Canet de Mar und La Pineda im Maresme angehalten und sich als Polizisten ausgegeben.
Neues Stadtviertel für Gerona Auf 25 Hektar Fläche will die Stadt Gerona in den nächsten Jahren 1.200 neue Wohnungen schaffen, von denen die Hälfte Sozialbauten sein sollen. Das Gebiet liegt im Westen zwischen den Stadtbezirken Taialà und Fontajau in Richtung Sant Gregori. Die ersten 160 Einheiten sollen bereits im Jahr 2010 übergeben werden, weshalb man mit einer zügigen Urbanisierung des Geländes rechnet. Die neue Anlage soll nach Auskunft des Magistrats keine „Schlafstadt“ werden, weshalb in die Planung sogleich eine Schule, ein Kindergarten und eine Vielzahl von Geschäften einbezogen wurden. Breite Spazierwege und 4.000 neu gepflanzte Bäume sollen das Bild positiv abrunden.
Parkplatz nur für Motos In der Stadtmitte von Barcelona ist ein unterirdisches Parkhaus entstanden, das ganz für Motorräder sowie einige wenige Fahrräder bestimmt ist. Es liegt an der Kreuzung der Strassen Gran de Gràcia, Santa Rosa und Trilla. Der Parkplatz umfaßt 1.770 Quadratmeter Fläche und bietet 171 Motorrädern sowie 13 Fahrrädern Platz. Mit der neuen Anlage, so die Meinung von Vertretern der Stadtverwaltung, soll erreicht werden, dass mehr Motorradfahrer ihre Maschinen nicht einfach auf den Bürgersteigen parken, sondern diese für die Fußgänger freihalten. Je nachdem, ob das Projekt von den Fahrern angenommen wird, will die Stadt weitere solche Spezialparkplätze einrichten.
Rodrigo Rato berät Banco Santander Wie sehr hatte die Parteispitze der konservativen PP gehofft, den früheren Wirschaftsvizepräsidenten Rodrigo Rato aus den Zeiten von Präsident José María Aznar für sich zu gewinnen! Rato war nach seiner aktiven Politikerzeit an die Spitze des Internationalen Währungsfonds in Washington berufen worden, hatte diesen hochrangigen Job aber vorzeitig gekündigt und war im Sommer nach Spanien zurückgekehrt. Offiziell hieß es, er wolle sich mehr seiner Familie widmen, doch Oppositionsführer Mariano Rajoy hätte nur allzu gerne diesen intelligenten und klugen Wirtschaftsfachmann in den Wahlkampf eingebunden, um damit Stimmen für die PP zu gewinnen. Nun ist klar: Rato macht ernst mit seiner Aussage, es ziehe ihn nicht in die Politik zurück. Er wird für ein Jahresgehalt von 200.000 Euro Berater der Banco Santander unter Präsident Emilio Botin. Gleichzeitig übernimmt Rato eine Vollzeitbeschäftigung als Seniorgeneraldirektor der internationalen Handelsbank Lazard. Er wird für diesen internationalen Bankplatz in Madrid und London tätig sein, obwohl das Hauptquartier von Lazard in New York angesiedelt ist. Es wird spekuliert, dass dieser Bankjob Rato rund drei Millionen Euro Gehalt einbringt.
Heidi Klum bei Bread & Butter Am 16. Januar beginnt in Barcelona die dreitägige Modemesse Bread & Butter, die sich ganz der sogenannten „Stadtmode“ verschrieben hat: also Kleidung für jeden Tag, einschließlich Accessoires und Schuhen. Es wird eine Anzahl Modeschauen geben, die die neuesten Tendenzen vorführen. Dazu sind viele Prominente eingeladen, deren Identität jedoch der Presse nicht vorab mitgeteilt wurde. Bestätigt wurde nur die Teilnahme von Heidi Klum für das Haus Philipp Plein. Sie wird am 17. Januar abends um 19.00 Uhr im Katalanischen Nationalmuseum der Kunst auftreten. Spät abends desselben Tages zeigt dann der berühmte katalanische Modeschöpfer Custo seine neuesten Kreationen. Diese werden bereits die Wintermode 2009 umfassen, eine Kollektion, die offiziell erst Anfang Februar in New York vorgestellt wird.
12.01.2008
Noch nie eine Tomate gegessen Eine Untersuchung bei Schulkindern zwischen acht und elf Jahren ergab, dass jedes dritte Kind noch nie Spinat gegessen hat; jedes fünfte konnte nicht sagen, wie eine Tomate schmeckt und immerhin noch 15% hatten nie im Leben eine Apfelsine gekostet. Ganz ähnlich sah es bei anderen Produkten aus, die im Mittelmeerraum in jeder Speisekammer zu finden sein sollten wie schwarze Oliven, Spargel, Pinienkerne, Thunfisch in der Dose und Zwiebeln. Die Befragung ging über 25.000 Schüler in ganz Spanien, darunter 2.500 in Barcelona. Der Leiter der Stiftung „Mittelmeerkost“, Joan Castells, kommentierte die Umfrageergebnisse: mit den Worten „die Kinder essen zu Hause nicht wie sie essen sollten“. Auf die Verköstigung in der Schule angesprochen, meinte der Stiftungschef, die Ernährung sei ausgeglichen, glänze aber nicht durch Einfallsreichtum. „Man läßt sie eher eine Banane essen als eine Orange schälen“. Die Erziehung der Kinder sollte dahin gehen, dass sie an bestimmte gesunde Produkte gewöhnt werden wie beispielsweise Gemüse, das noch immer weitgehend abgelehnt wird. Die Kinder, die an solchen Schulungskursen teilnehmen, bekommen ein Buch mit 50 Rezepten der mediterranen Küche mit nach Hause. So können sie leichte Salate selbst herstellen und auch die Eltern können sich davon überzeugen, welche Speisen für sie und ihre Kinder gesund sind. In den Elternbeiräten gaben 60 Prozent der Eltern zu, ihre Kinder nicht richtig zu ernähren.
Ein Drittel mehr Insolvenzen Jede vierte Firma, die im letzten Jahr Insolvenz anmeldete, liegt in Katalonien. Es handelt sich meist um kleine und mittlere Familienbetriebe, die erstens über weniger finanzielle Eigenmittel haben und zweitens leichter von Zahlungsunfähigkeit bei Bankkrediten betroffen sind. Vorherrschend bei den Insolvenzen waren im letzten Jahr Firmen mit bis zu 50 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz bis zu fünf Millionen Euro. Auch in Galizien nahm die Zahungsunfähigkeit deutlich zu: knapp 42% mehr als im Jahre 2006, gefolgt von Valencia mit knapp 19 Prozent. Nur in sechs der insgesamt 17 Autonomiegebiete wurden weniger Pleiten verzeichnet als im Jahr davor.
TÜV wird teurer Was in Deutschland der TÜV, ist für Autos in Spanien die ITV (Inspección técnica de vehíbulos), also die Überwachung der Fahrtüchtigkeit. Die Tarife dafür waren seit 2002 nicht erhöht worden. Jetzt greift man den Autobesitzern kräftig in die Tasche: bei PKW’s wird die Prüfung um knapp zehn Prozent teurer. Bei den Industriefahrzeugen verteuert sich der Service nur um 1,54 Prozent, sodass die Erhöhung im Durchschnitt bei 5,4 Prozent liegt. Die Tarife liegen in Katalonien rund 10 Prozent unter den Tarifen von ganz Spanien, weshalb die Betreiber und Finanziers der ITV in Katalonien eine Steigerung der Tarife um 20 Prozent gefordert hatten. Diese Finanziers sind die Risikokapitalgesellschaft Carlyle und die Caixa Catalunya.
100 Jahre Musikpalast in Barcelona Am 9. Februar 1908 wurde das Jugendstilgebäude Palau de la Musica (Musikpalast) in Barcelona eingeweiht. Anlässlich des 100. Geburtstages dieses berühmten Konzerthauses hat sich die Stadt Barcelona ein Festprogramm ausgedacht, das sich über das ganze Jahr 2008 hinziehen wird. Aus diesem Anlaß wurde auch die Fassade in seine ursprüngliche Form zurückversetzt. Das Jahrhundertereignis soll mit einem Aufwand von sechs Millionen Euro gefeiert werden. Obwohl der Konzertpalast dem Orfeó Català und somit einem Privatbesitzer gehört, beteiligen sich sowohl das Kulturministerium in Madrid mit zwei Millionen, die katalanische Regierung mit 700.000 Euro, die Stadt Barcelona immerhin noch mit 250.000 und die Diputación mit 100.000 Euro an den Kosten. Am 9. Februar ist der Auftakt mit Haydns „Die Schöpfung“ mit dem Österreichisch-Ungarischen Haydnorchester und dem Orfeó Catalan. Von Februar bis April können Sie die Ausstellung „100 Jahre Palau“ sehen, veranstaltet vom Caixaforum. Am 15. Februrar erklingt das Requiem von Fauré mit dem Symphonieorchester von Barcelona. Weitere Konzerte sind für den 27. Februar, den 9. Mai und den 21. Juni geplant. Am 16. November kommt das Orchester des Autonomiegebietes Madrid nach Barcelona mit der Aufführung der Oper „Doña Francisquita. Und am 9. März 2009 spielt das Philharmonische Orchester von Galizien Werke von Montsalvatge, Berg, Falla und Rodrigo.
Der Tourismus boomt weiter Trotz aller Krisenbeschwörungen der letzten Wochen und Monate sprechen die Zahlen eine deutlich positive Sprache: Spanair, die Billigtochter der skandinavischen Fluglinie SAS kam knapp an die Zehnmillionengrenze an Fluggästen im abgelaufenen Jahr; die SAS beförderte über 41 Millionen Passagiere. Die katalanische Hotelgruppe HOTUSA übernahm weitere 316 Hotels, davon 137 in Spanien und 179 in 42 Staaten der Welt, darunter in China, auf Kuba und in Mozambique. Und die amerikanische General Motors verkaufte im letzten Jahr 2,18 Millionen Autos in ganz Europa, knapp neun Prozent mehr als im Jahr davor.
Täglich tausend Kranke eingewiesen Obwohl die diesjährige Grippewelle bisher als „mäßig“ eingestuft wird, nahmen die Notaufnahmefälle in der ersten Woche des neuen Jahres doch beträchtlich zu: Allein in Katalonien wurden rund 68.000 Fälle verzeichnet, was knapp zehn Prozent mehr waren als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Auch die Zahl der Menschen, die in dieser ersten Januarwoche ein Erstversorgungszentrum (CAP) aufsuchten, war mit rund 38.000 Personen um knapp 16 Prozent höher als im Vorjahr. Nur bei der ärztlichen Versorgung von Kindern war die umgekehrte Tendenz zu spüren: 3.780 gegenúber 4.150 vor einem Jahr.
Billiger mit dem Mobil telefonieren Die Handygespräche können mit neuen Anbietern bis zu 67 Prozent billiger werden. Diese neuen Anbieter sind Eroski Móvil, Yoigo und Carrefour Móvil. Demgegenüber bleiben die bisherigen Großunternehmen Movistar, Vodafone und Orange einfach zu teuer, falls sie ihre Tarife nicht den neuen Wettbewerbern angleichen.
Eine Statue für Ken Follet Der englische Schriftsteller Ken Follett enthüllte eine Bronzestatue seiner eigenen Person auf dem Platz las Burullerias in Vitoria, der Hauptstadt des Baskenlandes. Der Autor des Weltbestsellers „Die Pfeiler der Erde“ kam dieser Tage mit einem neuen Buch heraus „Un mundo sin fin“ (Welt ohne Ende), das im Mittelalter spielt und mehrfach auf die Kathedrale Santa María in Vitoria anspielt. Die etwas über lebensgroße Statue, die der Bildhauer Casto Solano schuf, fand bei Follett großen Anklang: „es ist die einzige, die auf der ganzen Welt von mir existiert“, meinte er bewundernd.
11.01.2008 Wildschweinplage in Barcelona In den letzten drei Jahren hat sich die Wildschweinpopulation im Park von Collserola in Barcelona verdoppelt. Zählte man im Jahre 2004 noch knapp 350 Exemplare, sind es heute mindestens 600, vielleicht sogar 650. Das kommt daher, dass inzwischen Menschen in den umliegenden Stadtbezirken diese Wildschweine füttern, sodass sie die Scheu verlieren und aufgrund der besseren Ernährung auch Junge bekommen. Fachbeobachter meinen auch, dass die immer größer werdende Anbaufläche von Mais dazu beiträgt, dass sich die Wildschweine so stark vermehren. In den letzten Tagen wurde beobachtet, dass eine Gruppe von mindestens 20 Tieren bis zum Hospital Vall de Hebron vorrückte und nahe dem Eingang zur Notaufnahme zu fressen begann. Die Tiere scheuen auch vor Rasenflächen nicht zurück, um ihren Hunger zu stillen. Die Fütterung von Wildtieren durch die Menschen hat den großen Nachteil, dass diese Tiere domestizieret werden und sich in ihrem natürlichen Lebensraum und den entsprechenden Überlebensbedingungen nicht mehr zurechtfinden. Ausserdem wächst die Belästigung durch Zerstörung von Parks, Rasen und Pflanzen und nicht zuletzt bedeuten die umherstreifenden Wildschweine eine ständige Unfallgefahr, vor allem nachts.
Nissan will freiwillige Kündigungen Die Firma Nissan will, wie wir berichteten, ab April 450 Arbeitsplätze in der Zona Franca von Barcelona streichen. Um die Situation der Betroffenen zu entschärfen, schlägt Nissan freiwillige Kündigungen vor. In diesem Falle könnten Arbeitnehmer je nach der Länge ihrer Zugehörigkeit zu dem Unternehmen Abfindungen zwischen 8.000 und 60.000 Euro erhalten. Die Beträge entsprechen 45 Lohntagen pro gearbeitetes Jahr. Bei Nissan in der Zona Franca und dem Zentrum von Montcada i Reixac sind über 5.000 Personen bei einer Gesamtbelegschaft in Spanien der Gruppe von 6.900 Mann beschäftigt.
Puig eröffnet Filiale in Mexiko Dass Lateinamerika ein wichtiger Handelspartner Spaniens ist, zeigte sich dieser Tage erneut. Die spanische Parfümeriegruppe Puig eröffnete eine Filiale in Mexiko. Das katalanische Unternehmen, das die Marken Carolina Herrera, Paco Rabanne und Nina Ricci vermarktet, tut dies unter dem Firmennamen Puig Prestige Mexico nun auch in Übersee. Bisher benutzte Puig das Parfümerienetz Versailles, das seinerseits eine Filiale von Chanel ist. Mit der neuen Niederlassung in Mexiko hofft Puig den bisherigen Umsatz von 12 Millionen US-Dollar pro Jahr zu verdoppeln.
Attentäter von Barajas gefaßt Igor Portu und Martín Sarasola wurden am 6. Januar gefaßt und haben bei den Verhören durch die Polizei zugegeben, das Sprengstoffattentat von Madrid Barajas ausgeführt zu haben, bei dem am 30. Dezember 2006 zwei junge Männer aus Ecuador zu Tode kamen. Das Kommando bestand aus vier Personen, von denen Mikel San Sebastián und Joseba Iturbide die Flucht gelang, sodass die Polizei weiterhin nach den beiden Männern fahndet. Die ETA-Führung hatte den Auftrag zu einem Grossattentat im Juni 2006 erteilt, genau zu dem Zeitpunkt, wo sie sich zu Verhandlungen mit der Regierung in Madrid bereit erklärt und Regierungschef Rodríguez Zapatero infolgedessen das Parlament entsprechend unterrichtet hatte. Die ETA hatte als Attentatsziel bereits im September 2006 den Flughafen Barajas festgesetzt. Zu jenem Zeitpunkt übermittelte Josu Ternera die Botschaft der Verhandlungsbereitschaft seiner Organisation mit der spanischen Regierung. Das jetzt zerschlagene Kommando sollte im Februar dieses Jahres – wenige Wochen vor den Parlamentswahlen – einen weiteren Anschlag mit möglichst vielen Todesopfern verüben. Gedacht war an den Parkplatz eines großflächigen Bezirks in Madrid, in dem viele Finanzunternehmen angesiedelt und Tausende von Menschen beschäftigt sind. Ausserdem sollte ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug nach Oropesa de Mar in der Provinz Castellon transportiert werden. Die Bereitschaft der ETA-Terroristen, so ausführlich Rede und Antwort zu stehen, brachte den Verdacht auf, sie hätten dies unter Zwang getan. Die Guardia Civil war früher dafür berüchtigt, bei Verhören mit Druck bis hin zu Foltermethoden zu arbeiten und einer der Verhafteten wies mittelschwere Verletzungen auf. Der verletzte Igor Portu wurde 17 Stunden nach seiner Festnahme mit einer gebrochenen Rippe und zahlreichen Prellungen in ein Krankenhaus des Baskenlandes eingeliefert. Innenminister Alfred Pérez Rubalcaba berichtete vor der Presse, der Verdächtige habe sich diese Verletzungen bei seiner Verhaftung zugezogen, als die Polizisten ihn festnahmen und niederrangen, da er sich widersetzt habe. Ein Gerichtsarzt bescheinigte, die Verletzungen seien keine Folge von Foltermassnahmen. Auch hatte der andere Festgenommene, Martín Sarasola, keinen Vorwurf wegen schlechter Behandlung durch die Polizei erhoben, was ETA-Aktivisten sonst gewöhnlich tun, sobald sie in die Hände der Guardia Civil fallen. Der Madrider Untersuchungsrichter Fernando Grande-Marlaska wurde am Donnerstag im Krankenhaus von San Sebastión erwartet, um Igor Portu zu vernehmen, um zu vermeiden, dass die dafür gesetzlich vorgeschriebene Frist verstreicht. (AE)
Galadiner zu Ehren des Königs Seinen 70. Geburtstag am 5. Januar verbrachte König Juan Carlos fern der Öffentlichkeit in seinem Wohnsitz la Zarzuela, aber umgehen ließ es sich nicht, dass der Monarch sich bei über 400 Männern und Frauen formell bedankte, die ihm in den 32 Jahren seiner Amtszeit als König von Spanien zur Seite gestanden und ihm über Internet, Fernsehen oder auch persönlich gratuliert hatten. Am 9. Januar fand im Pardo-Palast ein Galadiner für rund 450 Gäste statt, angefangen von Regierungschef Rodríguez Zapatero über den Oppositionschef Mariano Rajoy bis hin zu ehemaligen Präsidenten wie Felipe González und unzähligen Exministern. Der König äußerte dabei seine „erneute Entschlossenheit, dem spanischen Volk weiterhin zu dienen“. Als große Überraschung des Abends ergriff Kronprinz Felipe seinerseits das Wort, um in bewegenden und zugleich familiären Worten das Leben seines Vaters zu rühmen und ihm zu danken für alles, das er für das spanische Volk, vor allem aber auch für die Familie getan habe. „Gracias , querido Patron“, endete die kurze aber sehr persönliche Ansprache, in der der Kronprinz auch nicht vergaß, den Dank an den Vater auch auf die Mutter auszudehnen, die in wenigen Monaten ebenfalls 70 Jahre alt wird. Doña Letizia, die Ehefrau von Felipe, glänzte mit einer neuen Frisur, einem halblangen Schnitt ohne Stirnfransen, die ihr nach den Worten der einschlägigen Presse ein wesentlich ernsteres und reiferes Aussehen verlieh.
Bei der letzten Amtshandlung verstorben Gregorio García Antonio, „Goyo“ war 28 Jahre lang Bürgermeister des 215-Seelen-Ortes Sinlabajos in der Provinz Avila. Mit 92 Jahren beging er seine letzte Amtshandlung: er legte den Grundstein für ein Altenheim. Nach einigen Spatenwürfen voll Erde fiel der alte Mann hin – die zahlreichen Zuschauer der Zeremonie glaubten, er sei nur gestolpert. Doch rasch zeigte sich, dass Goyo einen Atemstillstand erlitten hatte. Zwei Damen des Publikums, beide ausgebildete Krankenschwestern, versuchten es mit Herzmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung, doch alle Bemühungen waren vergeblich. Der greise Bürgermeister war tot. Der Sozialist war seinen Idealen ein Leben lang treu geblieben und noch im letzten Jahr von Regierungschef Rodriguez Zapatero empfangen worden, der dem gebrechlichen alten Herrn die Stufen zur Moncloa hinaufhalf. Sein Tod direkt über dem Grundstein für ein Altenheim mag einem geheimen Wunsch des geborenen Kämpfers entsprochen haben: für alte Menschen zu sorgen, ohne sich selbst alt fühlen zu müssen.
10.01.2008 Das schönste Wahlgeschenk für Katalonien Die Regierung in Madrid hat beschlossen, die Arbeiten für den Tunnel zwischen Sants und Sagrera im Herzen von Barcelona in dieser Legislatur nicht mehr zu vergeben. Damit entfällt zumindest zeitweilig auch die umstrittene Frage, ob die Streckenführung unter der Sagrada Familia verlaufen soll. Dieses „Erbe der Menschheit“ könnte nämlich ins Wackeln geraten, würden die Hochgeschwindigkeitszüge AVE darunter durchdonnern. Regierungschef Rodríguez Zapatero ist sich nach der ununterbrochenen Pannenserie im Sommer darüber klar, dass er sich im Vorwahlkampf nicht erlauben kann, die Katalanen zu verärgern. Denn weder die CiU, auf deren Hilfe er möglicherweise bei der nächsten Regierungsbildung angewiesen sein könnte, noch die konservative PP sind mit dieser Streckenführung einverstanden: sie verlangen eine Umfahrung der Stadt anstelle einer Durchquerung. Zwar war zunächst beschlossen worden, den AVE an der unvollendeten Kathedrale des Antonio Gaudí vorbeizuführen, doch hatten mehrere Bürgervereinigungen dagegen geklagt und ein letztinstanzliches Urteil steht noch aus. Den Katalanen insgesamt wird diese Verschnaufpause recht sein, obwohl die Presse den Schachzug von Zapatero durchschaute und entsprechend verächtlich darüber berichtete. Unterdessen wurden bereits Wetten darüber abgeschlossen, ob der AVE denn im Februar Barcelona erreichen werde. Vorhergesagt war er zunächst für den 21. Dezember letzten Jahres, doch eine Anzahl von Erdeinbrüchen verlängerten die Schienenarbeiten. Die viel gescholtene Ministerin für Öffentliche Arbeiten, Magdalena Alvarez, deren Antipathie gegenüber Katalonien sprichwörtlich ist, weigert sich inzwischen hartnäckig, weitere Prognosen für die Indienststellung des Hochgeschwindigkeitszuges abzugeben.
Güterzug entgleist In Reus geriet am Dienstag ein mit Kohle beladener Güterzug aus den Gleisen und blieb stecken. Wegen der Schwere der Ladung mußte die Strecke über Stunden gesperrt bleiben. Der Zug war vom Hafen von Tarragona in Richtung der Stromzentrale Samper de Calanda in der Provinz Teruel unterwegs. Es brauchte über sechs Stunden, bis der Zug weggeschleppt werden konnte. Weitere 15 Züge waren von dem Vorfall betroffen und verzeichneten stundenlange Verspätungen. Reisende in Richtung Lerida wurden über die Stadt Valls umgeleitet, andere durch Busse weitertransportiert. Nachdem Kataloniens Regierung für alle Miseren, Vorfälle und Unfälle der letzten Monate die Regierung in Madrid verantwortlich machte, bleibt die Frage berechtigt, welche Schuld das Ministerium für Öffentliche Arbeiten denn wohl an einem solche Vorkommnis trage. Ob sich die Verhältnisse verbessern, wenn die Autonomieregierung Katalonien die volle Selbstverwaltung ihres Nahverkehrsbereiches erhält, wie sie hartnäckig fordert, bleibt abzuwarten. Heisssporne sollten sich klar machen, dass im letzteren Falle jede Möglichkeit entfällt, anderen die Schuld für Schlamperei und fehlende Professionalität in die Schuhe zu schieben.
Ehrung für tote Beamte Die 27 Polizei - und Guardia-Civil-Beamten, die im Jahre 2007 im Diensteinsatz ums Leben kamen, wurden am Dienstag im Regierungssitz von Rodriguez Zapatero in einer ernsten Feierstunde gewürdigt. Sie hätten „Risiken auf sich genommen, damit andere risikofrei leben können“, sagte der Regierungschef. Eine solche Ehrung soll in jedem Jahr im Januar stattfinden. Auch Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba würdigte die Toten des letzten Jahres. Den Familienangehörigen wurde ein entsprechendes Dankschreiben zusammen mit einer Erinnerungsmedaille ausgehändigt. Die Präsidentin des Autonomiegebietes Madrid, Esperanza Aguirre, tröstete jede einzelne Familie, darunter auch die Angehörigen der beiden jungen Guardia-Civil-Beamten, die vor wenigen Wochen in Südfrankreich von einem ETA-Kommando erschossen worden waren. Die Initiative eines solchen feierlichen Aktes zur Erinnerung an die Männer und Frauen, die im Dienst ihr Leben verloren, war dem Regierungschef gekommen, nachdem im Herbst ein Hubschrauber mit 17 spanischen Soldaten in Afghanistan abgestürzt war.
PP verlangt mehr Spanischunterricht Die konservative Partei PPC (Partido Popular de Cataluña) hat den Streit zwischen Katalanisch und Hochspanisch (castellano) als Unterrichtssprache an den öffentlichen Schulen in den Wahlkampf eingebunden. Sie beklagte, dass „in Katalonien kein Spanisch gelehrt wird“. Als Beweis wurde ein Video vorgeführt, in dem ein Telefongespräch der Mutter eines schulpflichtigen Kindes mit einer Beamtin des Erziehungsministeriums von Katalonien wiedergegeben ist. Die Mutter fragte, wo ihr Kind auf Spanisch unterrichtet werden könne, worauf die Beamtin antwortete: „in Katalonien wird auf Katalanisch unterrichtet“. Einige Privatschulen böten außerdem Unterricht in Englisch an. Das Video endet mit der Frage „Warum setzen Sozialisten und Nationalisten die Zukunft unserer Kinder aufs Spiel?“ und mit der Aufforderung: „Reagiere!“. Der Präsident der katalanischen Konservativen, Daniel Sirera, versprach in der Öffentlichkeit, bei einem Wahlsieg seiner Partei darauf zu dringen, dass per Gesetz die Eltern das Recht erhalten zu entscheiden, in welcher Sprache ihre Kinder unterrichtet werden sollen. Betrachtet man den massiven Zustrom von Ausländerkindern nach Katalonien, vor allem von solchen aus Lateinamerika, erscheint eine solche Forderung nur allzu verständlich. Spanisch ist nun einmal eine Weltsprache, die allein in 21 Staaten Südamerikas Amtssprache ist und zusammen mit den USA bald 500 Millionen Menschen spanischer Muttersprache aufweist. Die umgekehrte Entwicklung, nämlich aus einer unbedeutenden Regionalsprache wie Katalanisch und Baskisch das erste Unterrichtsvehikel zu machen, widerspricht elementarer Logik, denn wer sich - und das noch als Ausländer! – nur in dem engen Kreis seiner Regionalsprache zu verständigen gelernt hat, dem steht ein ebenso enges Berufs-und Arbeitsleben bevor. Der Marokkaner, der mit Katalanisch aufgewachsen ist, wird sich sicherlich nicht ins ferne Madrid oder Andalusien trauen, um eine bessere Arbeitsstelle anzunehmen. Es wird höchste Zeit, dass die hiesigen Institutionen sich auf die realen Verhältnisse in ihrer Gesellschaft besinnen und sie zu respektieren. Jahrzehntelang haben wir in Spanien ansässigen Ausländer zu hören bekommen, wir seien Gäste im Land und hätten die Einheimischen in ihren Rechten zu respektieren. Vielleicht ist es an der Zeit, nun einmal die Rechte derjenigen zu respektieren, die diesem Land nicht unwesentlich dazu verholfen haben, heute so gut dazustehen wie es dasteht. AE
Geschäft mit Weihnachtsgeschenken Die Statistik hat es an den Tag gebracht. Nur jedes dritte Weihnachtsgeschenk gefällt dem Beschenkten. Manch einer davon wird die Gabe aus sentimentalen Gründen dennoch behalten, und sei es nur, um sich später mit einiger Dankbarkeit des Gebers zu erinnern. Aber viele, vor allem junge Leute, benutzen die modernen Medien zur Wiederverwertung der erhaltenen Geschenke: man bietet sie beispielsweise zur Versteigerung bei E-Bay an, tauscht sie im Geschäft um oder verkauft sie weiter. E-Bay bietet so kurz nach Weihnachten rund 40 Prozent mehr Artikel an als in allen 12 Monaten des Jahres sonst. Noch vor einem Jahr lag der Prozentsatz bei 30. Die Tendenz ist also steigend. Die Statistik fand auch heraus, dass besonders Schwiegermütter wenig Geschick im Aussuchen von Geschenken haben. Die Leute in Valencia neigen am häufigsten zur Weiterverwendung ihrer erhaltenen Geschenke; am wenigsten neigen dazu die Basken – auch wenn ihnen die Geschenke nicht gefallen.
Abtreibungskliniken aus Protest geschlossen 38 Abtreibungskliniken landesweit halten ihre OP’s bis zum Sonntag, den 13. Januar geschlossen. Sie protestieren damit gegen die Rechtsunsicherheit für die Patientinnen und das Klinikpersonal, die entstanden, seitdem im November mehrere Privatkliniken dieser Art in Barcelona wegen Unregelmäßigkeiten von Amts wegen geschlossen worden waren. Es ist der erste große Streik seit Inkrafttreten des Abtreibungsgesetzes im Jahre 1985. Betroffen dürften rund 3.000 Frauen sein, die den Schwangerschaftsabbruch in diesen Tagen vollziehen lassen wollten.
Sieben Tonnen Haschich beschlagnahmt Die Guardia Civil hat bei einer Großrazzia in Lloret de Mar und Tossa sowie Hospitalet del Infant eine Bande von Drogenhändlern ausgehoben, die auf dem Seeweg sieben Tonnen Haschisch einschleusen wollten. Zehn Verdächtige wurden festgenommen, andere konnten fliehen.
09.01.2008
Neue Posttarife Zum Jahreswechsel haben sich auch die Posttarife verändert. Ein normaler Brief innerhalb Spaniens bis zu 20 Gramm kostet jetzt 31 Cents (vorher 30), ein entsprechender Brief im EU-Raum 60 Cents (bisher 58) Einschreibebriefe bis 20 Gramm in Spanien 2,44 €, in Europa 2,84 €. Eilbriefe normal 2,6 € in Spanien; in Europa 3,10 €. Ein eingeschriebener Eilbrief in Spanien 4,3 €, im restlichen Europa 5,25 €. Da die Post kaum noch gestaltete Briefmarken verkauft, die man auf altmodische Art anleckt und auf den Umschlag klebt und da außerdem die Druckmaschinen wieder abgeschafft wurden, mit denen die Beamten jeden Tarif individuell eingeben und auf selbstklebendem Papier ausdrucken konnten, darum wird die Aufgabe von Briefen, Karten und Paketen in Zukunft n o c h langwieriger und zeitraubender werden als bisher. Denn man soll die Briefe unfrankiert einliefern und der liebe Beamte stempelt sie dann mit eigener Hand und einer mittelalterlichen Maschine ab, wobei viel Muskelkraft gebraucht wird, vor allem bei Stosszeiten wie Weihnachten oder Ostern.
Figueras: in fünf Jahren Budget verdoppelt Innerhalb von nur fünf Jahren hat die Stadt Figueras ihr Jahresbudget verdoppelt. Mit 61,2 Millionen Euro soll die Stadt im Jahre 2008 regiert werden: 2004 waren es gerade einmal 31,4 Millionen Euro. Von dem neuen Rekordbetrag im Stadtsäckel sollen 17,5 Millionen in Investitionen fließen wie den Umbau der Avenida Vilallonga am Ortseingang, den bau von zwei neuen Vorschulen, die Sanierung des Bezirks Marca de’l Ham und den Ankauf von Gebäuden aus Privathand. Bei allem Ehrgeiz, Figueras moderner und sauberer zu gestalten, wollen die Mitglieder des Magistrats doch nicht über die erlaubte Verschuldung hinausgehen. Diese lag allerdings im
Südseite der Rambla gesperrt Seit dem 7. Januar ist die Südseite der Rambla von Figueras gesperrt. Schuld daran sind die Arbeiten an der carrer Nou, die linker Hand von der Rambla abzweigt. Die Stadtverwaltung stellte mit Befriedigung fest, dass sich die meisten Ladenbesitzer, Anlieger und Bürger mit der Neuerung einverstanden erklärten. Die Arbeiten in der carrer Nou sind mit 250.000 Euro veranschlagt und werden voraussichtlich drei Monate dauern. Figueras hat inzwischen die Marke von 40.000 Einwohnern überschritten. Nach neuesten statistischen Erhebungen zählt der Ort jetzt 41.115 gemeldete Bürger, was einer Zunahme von 3,7 Prozent innerhalb des letzten Jahres entspricht.
Kampf gegen Übergewicht Man führt einen Ballon aus Silikon in den Magen ein und schon hat man weniger Hunger. So einfach ist das neueste Verfahren, um Übergewichtigen zu normalen Gewichtsstandards zu verhelfen. Die Klinik Santa Creu in Figueras hat dieses moderne Verfahren jetzt eingeführt und verspricht den Menschen, sie könnten innerhalb von einem halben Jahr zwischen 20 und 25 Kilo abnehmen. Die Clinica Santa Creu ist vielen Ausländern gut bekannt: das kleine private Krankenhaus verfügt über erfahrene Fachärzte für schwierige Operationen und Herzkrankheiten, hat einen besonders angenehmen Ton bei seinem Personal und hat schon manches Ausländerkind auf die Welt kommen sehen. Obwohl die Methode des Ballons im Magen schon in vielen Krankenhäusern Kataloniens angewandt wird, ist die Santa Creu die erste Klinik im Hohen Ampurdan, die es anbietet. Patienen müssen über 18 Jahre alt sein und eine Körpermasse von über 30 aufweisen. Sie dürfen nicht schwer krank an Nieren, Leber oder Lunge sein und das Höchstalter für einen solchen Eingriff sollte bei 60 Jahren liegen. Die Kosten betragen 6.000 bis 8.000 Euro
Keine Wäsche auf den Balkons! In Rosas greift eine alte Unart wieder um sich: die gewaschene Wäsche auf den Balkons aufzuhängen, auch wenn diese zur Strasse gehen und die darunter liegenden Wohnungen und sogar Fußgänger belästigen. Manche Bürger beschwerten sich beim Rathaus sogar darüber, dass die aufgehängte Wäsche ihnen die Sonne nehme. Die Stadtverwaltung weist daher nochmals darauf hin, dass Wäsche auf den Dachterrassen oder im Waschkeller aufgehängt werden muß, nicht auf den Balkons. Ausserdem wurde dieser Anlaß dazu benutzt, um den Bürgern noch einmal ans Herz zu legen, ihre Hunde beim Gassigehen an der Leine zu führen und ihre Geschäfte nicht auf der Strasse liegenzulassen, sondern per Plastikbeutel zu entsorgen. „Dogbags“ heißen diese Spezialbeutel, die in jedem Supermarkt zum Kauf ausliegen. Im übrigen tut es auch jede andere Plastiktüte.
Niedrigster Wasserstand der Muga Seit zehn Jahren war der Wasserstand der Muga nicht mehr so niedrig wie in diesen Tagen. Die Wasserknappheit ist so groß, dass auch die Landwirte nur gerade so viel ihre Felder berieseln dürfen, dass die Saat nicht vertrocknet. Gedacht ist auch an Beschränkungen in Bezug auf öffentliche Schwimmbäder und private pools, von denen es gerade in Empuriabrava reichlich gibt. Auch Autowäsche könnte in Kürze eingeschränkt werden, falls es nicht bald einmal heftig und ausdauernd regnet.
Banausen in Religionsfragen Zwar bezeichnet die deutsche Presse Spanien noch immer als „das erzkatholische Land“, doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache.
08.01.2008
Glück für Katalonien Die große Lotterie zum Dreikönigstag „El Niño“ meinte es in diesem Jahr gut mit Katalonien. In Reus in der Provinz Tarragona hinterließ der „Knabe“ die Kleinigkeit von 50 Millionen Euro. In dem Autonomiegebiet Valencia, wo schon fünfzehn mal das Grosse Los des Niño gefallen war, wurden dieses Mal wiederum stolz 110 Millionen Euro ausgeschüttet. Die Inhaber der Losnummer 87.657 konnten es nicht glauben und es flossen Tränen der Freude wie der Überraschung bei einem solchen Geldsegen. Alle 55 Serien dieser Nummer wurden in der Annahmestelle 3 von Castellón verkauft. Der zweite Preis fiel auf die Losnummer 71098 und auch hier war bei den stolzen Losinhabern die Freude groß. Sekt und Apfelwein spritzten durch die Gegend und auch hier flossen Tränen. Die meisten Glücklichen erklärten den massenweise herbeigeeilten Journalisten, sie würden als erstes ein neues Auto kaufen, die Hypothek zumindest teilweise abzahlen, und „hier und da Löcher stopfen“. Nun war Katalonien auch dasjenige Autonomiegebiet, das nach Madrid, Valencia und Andalusien an vierter Stelle beim Loskauf gelegen hatte. Die Katalanen ließen sich das Glücksspiel durchschnittlich 14,57 Euro pro Person kosten; der Durchschnitt für ganz Spanien lag bei 17,26 Euro. In konkreten Zahlen: Katalonien investierte in „El Niño“ stolze 104.868.800 Euro. Die Provinz Barcelona gab am meisten aus: 73.762.520 Euro, das waren knapp drei Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Provinz Gerona investierte 8.458.000 Euro, was einer Zunahme von rund 3,5 Prozent entsprach und nur Lerida blieb gegenüber den Vorjahrszahlen zurück.
Konklave der Jesuiten in Rom „La Compañia de Jesus“ nennt sich der von Igancio de Loyola im Jahr 1540 aus der Taufe gehobene Männerorden, der jahrhundertelang der mächtigste christliche Orden der Welt war. Inzwischen umfaßt die Kompagnie nur noch rund 19.000 Mitglieder und auch hier – wie in der Katholischen Kirche – fehlt es an Nachwuchs. Am Montag begann in Rom die 35. Generalkongregation, um einen neuen „General“ zu wählen, der die Geschicke dieses militärisch aufgebauten Ordens zur Verbreitung der christlichen Lehre in Zukunft lenken soll. Der bisherige General, Peter-Hans Kolvenbach, tritt nach über 25 Jahren im Amt aus Altersgründen ab. Der letzte Papst mochte die Jesuiten nicht, weil sie sich zu sehr mit der in Lateinamerika herrschenden Theologie der Befreiung identifizierten und seiner Meinung nach den weltlichen Dingen mehr zugetan waren als der Frage nach dem Ewigen Leben. (In einem Interview erklärte es ein führender Jesuit so: „In einer Kirche verlöschen plötzlich die Lichter. Der katholische Priester fällt auf die Knie und bittet Gott um Vergebung für alle Sünden, die den Höchsten im Himmel dazu bewogen haben könnten, seine Gemeinde mit Finsternis zu strafen. Der Jesuit geht in den Nebenraum und wechselt die Sicherung aus“). Wie das Konklave ausgeht, ist für die internationale Öffentlichkeit noch nicht abzuschätzen. Alle Blicke richteten sich deshalb in diesen Tagen auf den scheidenden General: Peter-Hans Kolvenbach. Der heute über 80jährige Holländer aus den Haag wurde 1961 in Beirut (Libanon) zum Priester geweiht und stand dem Jesuitenorden von 1983 bis in diese Wochen hin vor. A. Eisenführ
Skiorte weitgehend ausgebucht Während der Weihnachtsferien haben 450.000 Skisportler die Pisten der Pyrenäen befahren. Die Betreiber der Lifte, aber auch die Hotel-und Gaststättenbesitzer äußerten sich mehr als zufrieden mit dem Saisonauftakt. Besonders gefragt war der Ort Vaqueira Beret im Valle de Aran, wo auch die spanische Königsfamilie zu wedeln pflegt: dorthin kamen 130.000 Besucher, um fünftausend mehr als zu den besten Jahren, die der Ort jemals verbuchte. Auch in Masella im Gebiet Cerdaña kamen zwischen 6.000 und 8.000 Skiläufer pro Tag, was einer Zunahme um rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprach. Die erneuten Schneefälle und tiefen Temperaturen, die die Arbeit der Schneekanonen erleichtern, wenn es notwendig werden sollte, erlauben einen zuversichtlichen Blick auf die nächsten Wochen der Wintersportsaison.
Neun Jahrhunderte Kunst in Tortosa Im Bischofspalast von Tortosa werden seit einigen Wochen Kunstgegenstände und architektisch wertvolle Stücke aus neun Jahrhunderten ausgestellt. Der Palast, der während des spanischen Bürgerkrieges mit über 200 Metern unterirdischen Galerien vor allem als Bunker für die Bürger der Stadt diente, beherbergte ungeheuere Kunstschätze, die jedoch wohlverpackt und von der Öffentlichkeit unbemerkt in tiefen Kellern lagerten. Zwischen dem 12. und dem 18. Jahrhundert lebten in dem Palast, der einen Ausflug nach Tortosa ebenso wert ist wie die Kathedrale der Ortschaft, rund 200 Mönche. Hier sammelten sich im Laufe der Zeit wertvolle flämische Wandteppiche, Altaraufbauten und Gemälde an.
200 Abgabestellen für Weihnachtsbäume „Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern“ sagt der Volksmund. Analog könnte man formulieren „nichts ist so unnütz wie ein Weihnachtsbaum im Januar“. Folgerichtig hat die Stadt Barcelona 200 Stellen eingerichtet, an denen die Bürger ihre ausgedienten Weihnachtsbäume umweltfreundlich entsorgen können. Sie werden nämlich nicht auf den Müll geworfen und verbrannt, sondern sauber zu Dünger für Parks und Gärten verarbeitet und ergeben so nach dem dekorativen und sentimentalen Gebrauch auch noch eine nützliche Verwendung. In 10 Distrikten der katalanischen Metropole sind die Punkte angezeigt, wo die Bäume abgelegt werden können, aber auch bei den grünen Punkten, die seit Jahren in der Stadt angezeigt sind, ist die Ablage gestattet. 07.01.2008 Der König brachte die Demokratie
Anlässlich des 70. Geburtstages von Don Juan Carlos erschienen in fast allen großen spanischen Zeitungen ausführliche Beilagen, die ganz dem Königshaus gewidmet waren und alle Einzelheiten der verschiedenen Aspekte des Monarchen beleuchteten: seine politischen Überzeugungen, seine Klugheit, Vorsicht und Diskretion, seine Fähigkeit zu langjährigen Freundschaften, seinen Sportsgeist und seine weitgespannten Hobbys. Die Historiker unter den Journalisten hoben hervor, dass in der langen Geschichte der spanischen Monarchie nur König Felipe Quinto (Philipp V.) länger regiert habe als der heutige König. Zur Erinnerung: Felipe Quinto war der Enkel des französischen Sonnenkönigs Ludwigs des 14. und wurde von diesem für den spanischen Thron vorgeschlagen. Er war der erste Bourbone, der Spanien regierte, davor waren es die Habsburger gewesen, die in Spanien „La Casa de Austria“ heißen. Dass Juan Carlos de Borbón nun schon über 30 Jahre die Stellung als Staatschef nahezu unangefochten hält, nämlich strikt in dem Rahmen, den die demokratische Verfassung von 1978 ihm zuweist, das wurde anläßlich des runden Geburtstages einhellig gelobt. Auch die einfachen Bürger Spaniens äußerten sich mit überwältigender Zustimmung zu seiner Amtsführung, was die Hunderte, ja Tausende von Botschaften im Internet und auf den Websites der großen Zeitungen bewiesen, die an den Tagen vor dem 70. Geburtstag des Königs eingingen. Vergessen sind die lächerlichen antimonarchistischen Demonstrationen eines Häufleins junger Katalanen, die im Sommer Fotos des Königspaares öffentlich verbrannten, vergessen auch die anstößige Karikatur des Kronprinzenpaares durch eine Satirezeitschrift. Heute ist das Lob für Juan Carlos und im weiteren Sinne für das gesamte Königshaus einstimmig. Auch die ausländische Presse brachte lange Artikel zum spanischen Königshaus: Die Frankfurter Allgemeine hob die Schwierigkeiten mit Marokko hervor, die entstanden, nachdem Don Juan Carlos und Doña Sofía die spanischen Enklaven Ceuta und Melilla besucht hatten; sie erwähnte die Trennung der ältesten Tochter Elena von ihrem Ehemann Jaime de Marichalar und sie gab die Meinung des Monarchen wider, er habe nicht die Absicht abzudanken, obwohl Kronprinz Felipe in diesem Jahr selbst schon seinen 40. Geburtstag feiert. In einem Land, in dem die Erinnerung an den mörderischen Bruderkrieg von 1936 bis 1939 noch lebendig ist und viele alte Wunden durch das kürzlich verabschiedete Gesetz „Zur historischen Erinnerung“ wieder aufbrechen dürften, ist die Tatsache, dass König Juan Carlos die bisher längste Periode der Demokratie in der Geschichte Spaniens garantiert hat, die begeisterte Anerkennung wert, die dem Monarchen an seinem Ehrentag zuteil wurde. Während des Geburtstages am 5. Januar war die Königsfamilie übrigens wie vom Erdboden verschwunden. Die öffentliche Feier findet am Mittwoch, dem 9. Januar mit einem Galadiner in Madrid statt, zu dem die höchsten Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Presse erwartet werden.
Bald Verbot der ANV? In politischen Kreisen erwartete man am Montag das baldige Verbot der neu geschaffenen baskischen Partei „Acción Nacionalista Vasca“ (ANV), da sich die ETA zu ihrer Nähe bekannt hat. Aus einem Interview des baskischen Kampfblattes „Gara“ ging hervor, dass die ETA über die ANV an den spanischen Parlamentswahlen vom 9. März teilnehmen wolle. Gleichzeitig kündigte die radikale Linke des Baskenlandes an, sie werde den neuen Hochgeschwindigkeitszug AVE im Baskenland als Anschlagsziel wählen.
Zapatero bei den Truppen im Libanon Regierungschef Rodriguez Zapatero nahm sich ein Beispiel am spanischen König, der noch kurz vor Silvester die spanischen Truppen in Afghanistan besucht hatte. Er reiste in einem Blitzbesuch in den Libanon, wo ebenfalls mehrere Hundert spanische Soldaten an einer Aktion zur Friedenssicherung tätig sind. Der Besuch fand genau am 70. Geburtstag des Königs statt. Daher forderte Zapatero seine Mannen auf, einen Toast auf den König auszubringen, was auch geschah. Allerdings vergaß der militärisch ungeübte Politiker, das unbedingt dazugehörige „Viva España“ (es lebe Spanien) zu rufen. Aus dieser Verlegenheit wurde er von einem altgedienten Soldaten befreit, der aus den Reihen der angetretenen Truppe auf eigene Faust „Viva España“ rief, worauf es die Truppe insgesamt wiederholte. In seiner Ansprache benannte Zapatero „das hohe Risiko“, das die Mission im Libanon darstelle. Die Mission sei aber im Zusammenhang mit dem größeren Projekt „Friede in Nahost“ zu sehen und daher die Bemühungen der Spanier wert.
Motos fordern mehr Todesopfer Im Jahr 2007 stieg die Zahl der Todesopfer bei Unfällen mit Motorrädern von 320 im Vorjahr auf 422 an; das war eine Zunahme um 25 Prozent. Ausserdem gab es über sechstausend Schwer-und Leichtverletzte bei Motorrädern und Mopeds. Die unfallträchtigste Strasse war dabei die Autovía A-7 bei Malaga.
Feuer in Rosas Ein Haus in der Avenida Montserrat in Rosas geriet am Samstag in Brand und ein Minderjähriger mußte mit Rauchverletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Aus zunächst ungeklärter Ursache brach das Feuer in einer Mietwohnung aus, in der sich ein Vater mit drei Kindern aufhielt. Zwar konnte der Brand durch die rasch angerückte Feuerwehr nach kurzer Zeit gelöscht werden, doch blieben zahlreiche Materialschäden in der Wohnung, in der sich unter anderem viele Bücher befunden hatten.
Tod unter 50 Katzen Ein 58jähriger Mann starb am Wochenende in einem Atiko in Barcelona. Dort hatte er mit über 50 Katzen zusammengelebt. Kurz vor seinem Tod hatte der Mann seinem behandelnden Arzt mitgeteilt, dass er seine Wohnung mit diesen Tieren teile. Der Mediziner verständigte die Gesundheitsbehörden und diese nahmen zunächst 30 Tiere mit. Die restlichen sollten wenig später in ein Tierheim gebracht werden. Die Mitbewohner beklagten wegen der Lärm-und Geruchsbelästigung durch die Katzen, dass der Verstorbene nicht früher für eine Abschaffung der Tiere gesorgt habe.
Es geschah zu Dreikönig:
Im Jahr 1119 gelang es dem König von Aragon, Alfonso I. dem Kämpfer, die Stadt Zaragoza aus der Hand der Araber zurückzuerobern.
1499 wird Juan de Avila geboren, der berühmteste spanische Priester und Mystiker.
1782 Die Stadt Mahon auf der Insel Menorca, die damals englisch ist, kapitulieret nach sieben Monaten Belagerung vor einem Heer aus Spaniern und Franzosen.
1911 wird ein deutsch-russisches Abkommen über den Bau einer Bahnlinie geschlossen, der Persien mit der Achse Berlin- Bagdad verbinden soll.
1914 führt Henry Ford den Achtstundentag in seinen Autofabriken ein.
1919 scheitert in Deutschland ein Kommunistenaufstand der Spartakusanhänger Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg.
Bald mehr Banken für Muttermilch Blutbanken und Spermabanken sind heutzutage Routine, aber Banken für Muttermilch gibt es in Spanien bisher nur auf den Balearen und seit einigen Wochen im Krankenhaus „Zwölfter Oktober“ in Madrid. Nun sollen Banken in Galizien und später in Andalusien und im Baskenland folgen. Es gibt immer mehr Fälle, wo die biologische Mutter nicht imstande ist, ihr Neugeborenes mit Muttermilch zu versorgen, zum Beispiel bei Frühgeburten oder weil ihr die Milch kurz nach der Geburt wegbleibt. In solchen Fällen soll Muttermilch zur Verfügung stehen, die gegenüber allen anderen Produkten, mit denen kranke oder frühgeborene Babies versorgt werden können, große Vorteile hat: sie ist entzündungshemmend und stärkt das Immunsystem des Neugeborenen, was in vielen Fällen lebensrettend ist. Infolgedessen können nur solche Frauen Spenderinnen von Muttermilch werden, die nicht nur gesund sind, sondern auch einen gesunden Lebenswandel führen: also keine Drogen, keinen Alkohol und keine Zigaretten konsumieren. Frauen mit chronischen oder durch Sexualkontakt übertragenen Krankheiten sind von der Spende ausgeschlossen, wie auch solche, die sich bis zu sechs Monate vor der Spende eine Tätowierung haben machen lassen. In einigen Krankenhäusern wird überdies nur Milch entgegengenommen, die im Hause selbst abgesaugt wurde, während in anderen Anstalten auch Milch am Wohnort der Spenderin abgenommen werden kann. In jedem Fall wird die Milch sorgfältig aufbereitet, ehe sie an die Babies verfüttert wird. Sowohl die Spende wie die Abgabe sind in allen Fällen kostenlos.
Noch mehr Geld für den Ausverkauf ? Am Montag beginnt in Katalonien der Winterschlußverkauf. Fachleute haben errechnet, dass in ganz Spanien in diesem Jahr der Durchschnittsbetrag von 250 Euro pro Person für Schlussverkaufseinkäufe um 5% überstiegen wird. Man rechnet mit einem Warenumsatz von über 10.000 Millionen Euro. Wie in jedem Jahr werden Modeartikel an der Spitze der Verkäufe stehen, allerdings rechnete man in der Branche nicht mehr mit starker Nachfrage nach Wintermänteln. Der Grund: es war im November und Dezember bereits ungewöhnlich kalt, sodass die Menschen sich mit warmen Sachen schon früher eingedeckt haben. Die Nachlässe werden sich im Großen und Ganzen um 30 Prozent bewegen.
Nissan baut Arbeitsplätze ab Nach fünf aufeinander folgenden Aufwärtsjahren mit Rekordproduktion will Nissan im Laufe dieses Jahres 450 Arbeitsplätze in Barcelona streichen. Die Produktion soll um etwas über sieben Prozent zurückgefahren werden und betrifft damit 11% der Belegschaft. Betroffen sind die Modelle Pathfinder und Navara. Nissan verteidigte seine Minderungspläne mit dem Argument, das Unternehmen habe im Oktober vorigen Jahres 465 Arbeitsverträge von befristet auf unbefristet umstellen müssen, um der starren Arbeitsgesetzgebung in Katalonien zu entsprechen. Dabei habe es schon damals weniger Absatzchancen für Nissanerzeugnisse gegeben.
100.000 Bicing-Teilnehmer Bürgermeister Jordi Hereu übergab am Donnerstag das 100.000. Abonnement für ein Mietfahrrad in Barcelona. In den neun Monaten seines Bestehens haben diese Fahrräder 3,7 Millionen Strecken innerhalb der Stadt zurückgelegt und die Flotte stieg auf 3.000 Einheiten.
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