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| Bahia-Blick Nachrichten | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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04.01.2008 Regen hochwillkommen Seit dem 2. Weihnachtsfeiertag lag die Provinz Lerida unter dichtem Nebel mit Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt, aber die so dringend herbeigesehnte Nässe drang nicht in Form von Regen durch. Am Donnerstag breitete sich ein weitgespanntes Schlechtwettergebiet aus; es regnete erstmals wieder zwischen moderat und heftig. Nach der Luftfeuchtigkeit und den geballten dunklen Wolken am Himmel zu urteilen, dürfte dieser hochwillkommene Regen noch einige Zeit anhalten.
Bürgermeisterin von Rabos tritt zurück Die Bürgermeisterin des 175-Seelen-Ortes Rabos in den Weinbergen hinter Garriguella trat unter Protest von ihrem Posten zurück. Mit ihr gingen ihr sozialistischer Parteikollege Salvador Fabrega, die Sekretärin des Gemeindeamtes, der Architekt, der Friedensrichter und drei weitere Rathausangestellte. Die Bürgermeisterin verweigerte ihr Einverständnis zur Umwidmung von 10.000 Quadratmeter Fläche „unter Mißachtung der gesetzlichen Vorschriften“. Auch in den entlegenen Bergdörfern streiten sich Befürworter zukünftigen Baulandes mit Naturschützern.
200 Millionen SMS zum Jahreswechsel Die Mobiltelefonanbieter registrierten in Spanien in diesem Jahr 200 Millionen SMS-Botschaften zum Jahreswechsel. Allein die Telefonica , die die Hälfte des Marktes beherrscht, transportierte in ihren Netzen 115 Millionen Sendungen und Empfänge. YOIGO konnte den Umsatz vervierfachen.
Andrang an den Skistationen Allein in der Provinz Lerida, wo sich einige bekannter Skiorte befinden, war man bisher mit den Besucherzahlen hoch zufrieden. Zwar gab es wenig natürliche Niederschläge in Form von Schnee während der Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel, doch konnten wegen der niedrigen Temperaturen die Schneekanonen aus vollen Rohren feuern und damit akzeptable Pisten aufbereiten. Über 20.000 Besucher pro Tag verzeichnete diese Gebirgsprovinz zur Zufriedenheit der Leiter des Tourismuspatronats von Lerida. Die Hotelbelegung war mit knapp 90 % während der Weihnachtsfeiertage und geschätzten 75% bis zum 7. Januar 08 ebenfalls sehr zufriedenstellend. Um wegen der Heiligen Drei Könige am 5. Januar nicht zu viel Publikum einzubüssen, weil die Kinder Melchior, Kaspar und Baltasar in ihren Heimatorten sehen wollen, organisieren mehrere Skiorte den traditionellen Umzug dieser Heiligen aus dem Morgenland, allerdings dort oben nicht auf Kamelen, sondern auf einem Schneeräumgerät. In La Molina treten Schlittenhunde eine Rennfahrt an. Hier kommen die königlichen Pagen mit brennenden Fackeln auf Skiern angebraust. Im Valle de Nuria und Masella erwarten die Kinder eine Vespermahlzeit mit heißer Schokolade und Schmalzkringeln. Die große Frage aber bleibt: bringen los Reyes auch Neuschnee mit?
Scharfe Antwort von der Regierung Zwar will es in Spanien niemand gerne mit der noch immer mächtigen Katholischen Kirche verderben, aber die kürzliche Einmischung des Klerus in den Wahlkampf ließ dem Ministerpräsidenten doch den Kragen platzen. Auf die Klagen verschiedener Bischöfe anläßlich einer Demonstration „für die traditionelle christliche Familie“ in Madrid, die neuesten Gesetze über Abtreibung, Homoehe und Blitzscheidung gefährdeten nicht nur eben diese christliche Familie, sondern sogar die Demokratie, konterte Rodríguez Zapatero: in einem Staat mit gültiger Verfassung hätten alle Menschen Platz und Rechte, auch solche, die keiner Religion angehörten. Die Kritik der Kirchenfürsten, so Zapatero, überschreite die demokratischen Spielregeln. Der Glaube sei keine Sache der Gesetzgebung, wohl aber sei es Sache der Legislative, die Rechte aller Menschen in diesem Staat zu wahren. In einer schriftlichen Note, die den Kirchenoberen zugestellt wurde, erinnerte der Präsident daran, dass gemäss der Verfassung Religionsfreiheit in Spanien garantiert werde und „keine Konfession Staatscharakter hat“. Insgesamt beurteilte die derzeit regierende sozialistische Partei PSOE die Äußerungen der Kirche als reine Wahlkampfstrategie, um der konservativen PP zum Wahlsieg zu verhelfen.
Rekordzahl an ETA-Aktivisten in Haft Mit 728 ETA-Aktivisten hinter Gittern hat die Terrororganisation einen neuen Rekord erreicht. Erstmals seit über 10 Jahren wurde jetzt die Zahl von 700 Häftlingen überschritten, die in Gefängnissen in Spanien, Frankreich, Großbritannien und Kanada einsitzen.In Spanien verbüßen derzeit 560 Etarras ihre Strafen beziehungsweise warten auf ihren Prozeß. Im Jahr 2007 wuyrden 125 Verdächtige dieser Organisation verhaftet, 76 weitere wegen des Verdachtes, an Strassenvandalismus („kale borroka) beteiligt gewesen zu sein . Ausserdem wurden 20 Spitzenleute der politischen Partei BATASUNA in Gewahrsam genommen und 47 Verdächtige des politischen, finanziellen, journalistischen und internationalen Netzwerkes der ETA angeklagt. Und schließlich wurden alte Haftbefehle auf Antrag der spanischen Staatsanwaltschaft wieder aktiviert, was wiederum zu einigen Verhaftungen führte.
Krankenhaus verlor 200 Krankengeschichten Das Hospital Joan XXIII in Tarragona hat über 200 Krankengeschichten „verlegt“ und muß daher eine noch unbekannte Zahl von Untersuchungen wiederholen. Das Personal zeigte sich überrascht und empört über das Vorkommnis, das sich in ein Chaos auszudehnen droht, denn während einige der verlorenen Akten inzwischen wieder aufgefunden wurden, verschwanden andere. Besonders betroffen von dieser Nachlässigkeit seien Patienten mit chronischen Erkrankungen, solche in Facharztbehandlung und solche, bei denen schwierige Untersuchungen mit Blutanalysen vorgenommen werden müßten. Aus Kreisen der Krankenhausleitung hieß es, Schuld an dem Chaos sei eine Neuordnung des Archivs, in dem über 600 000 Krankengeschichten gespeichert seien. Das Archiv unterscheide zwischen „aktiven“ und „passiven“ Patienten, wobei letztere sich in endgültig gesundgeschriebene Patienten einerseits und Verstorbene andererseits aufteilten.
Königstöchter im Schnee Die älteste Tochter von König Juan Carlos und Doña Sófia, Elena de Borbón, gerade erst von Ehemann Jaime de Marichalar getrennt, erholt sich dieser Tage in ihrem angestammten Skigebiet Vaqueira Beret im Valle de Aran (Provinz Lerida). Sie wird von Schwester Cristina begleitet, diese allerdings hat ihre drei Söhne und Ehemann Iñaki Urdangarín bei sich. Die Schwestern halten seit der von Elena ausgegangenen Ehetrennung noch enger zusammen als früher. Auch die Kinder von Doña Elena, Felipe und Victoria, freuten sich als Anfänger an dem weißen Sport. Sowohl die Erwachsenen wie alle Kinder waren mit Sturzhelmen und den inzwischen vorgeschriebenen Schneebrillen ausgestattet. Die Personenschützer hielten sich unauffällig im Hintergrund und in ihrer winterlichen Vermummung dürften nur wenige andere Skiläufer die Mitglieder der Königsfamilie auf den ersten Blick erkannt haben. Elena gilt als gute Sportlerin. Sie begann in früher Kindheit mit dem Skisport und ist eine passionierte Reiterin. Cristina, deren Ehemann früher Profihandballer war, ist wie ihr königlicher Vater eine routinierte Hochseeseglerin. 02.01.2008 80 km/h zeigt Erfolg Die kürzlich ergangene Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h in und um Barcelona zeigte erste Erfolge: die Fahrer reduzierten durchschnittlich um 15% ihre Fahrgeschwindigkeit und trugen so zu weniger Unfällen und weniger Luftverschmutzung bei. Während des Monats Dezember im letzten Jahr wurden Fahrer, die gegen die Beschränkung verstießen, nur gerügt; ab jetzt gelten Bussgelder, die bezahlt werden müssen. Die Polizei hatte während der Probezeit rund 15.000 Fahrer dabei ertappt, dass sie die neuen Regeln nicht einhielten. Das Jahr 2007 war für Katalonien, was die Verkehrsopfer betrifft, etwas günstiger als das Jahr davor. Während im Jahr 2006 noch 357 Menschen auf katalanischen Strassen ihr Leben liessen, waren es im letzten Jahr 333. Fachleute führten diese leichte Verbesserung in den Opferzahlen auf die Einführung des Punkteführerscheins sowie auf die verschärften Gesetze in der Strassenverkehrsordnung zurück.
Positive Bilanz der bisherigen Legislatur? Eine Umfrage der Zeitung EL PERIODICO zum Thema Zufriedenheit mit der bisherigen sozialistischen Regierung José Luis Rodríguez Zapatero brachte ein ausgewogenes Verhältnis: genau 50 Prozent der Befragten zeigten sich mit der Legislatur der Sozialisten, die drei Tage nach den Anschlägen vom März 2004 in Madrid begann und mit den Wahlen vom 9. März endet, zufrieden, genau 50 Prozent dagegen nicht. Das bedeutet aller Wahrscheinlichkeit nach ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Zapatero und dem bisherigen Oppositionsführer Mariano Rajoy. Die PP mußte in den letzten vier Jahren viel Schelte wegen starrer Beharrung auf erzkonservativen Grundsätzen einstecken, doch scheint das Volk insgesamt diese Auffassung weitgehend zu teilen. Obwohl erfahrungsgemäss eine einmal gewählte Partei normalerweise beim zweiten Urnengang wiederum eine Mehrheit erzielt, scheint der Wahlausgang vom März ungewiß. Das dürfte vor allem daran liegen, dass die finanziellen Erschütterungen durch die USA-Hypothekenkrise die bisherige Aufwärtsentwicklung Spaniens mit der Schaffung überdurchschnittlich vieler Arbeitsplätze bremsen könnten. Das würde man dann möglicherweise der regierenden Partei – hier also den Sozialisten – in die Schuhe schieben und sich mehrheitlich für einen Wechsel aussprechen. Sowohl Zapatero wie Rajoy sind sich darüber klar, dass sich ihr persönliches politisches Schicksal am 9. März dieses Jahres entscheidet. Keiner der beiden würde nach einer Wahlniederlage im März dieses Jahres im Jahre 2012 wieder mit Aussicht auf Erfolg bei Wahlen antreten können.
König Juan Carlos in Afghanistan Kurz vor seinem 70. Geburtstag am kommenden Samstag unternahm König Juan Carlos einen Blitzbesuch bei den in Afghanistan stationierten spanischen Truppen. In Begleitung von Verteidigungsminister José Antonio Alonso und einigen hohen Militärs besuchte der König das Lager in Herat, wo rund 700 spanische Soldaten und Soldatinnen unter Leitung der UNO am Wiederaufbau des Landes mitwirken. Diese Überraschungsreise war nur für die Öffentlichkeit und die Medien eine Überraschung: Don Juan Carlos hatte diesen Besuch mit Regierungschef Rodríguez Zapatero abgesprochen und mit ihm zusammen gründlich vorbereitet. Während seines fünfstündigen Aufenthaltes im Basislager erhielt der König denn auch einen Anruf von Zapatero. In Afghanistan sind seit 2002 spanische Truppen stationiert. Spanien mußte dabei 86 Todesopfer beklagen: 62 Soldaten kamen beim Rückflug aus dem Einsatzgebiet um, als ihre Maschine über Trebisonda in der Türkei abstürzte. Beim Absturz eines Hubschraubers kamen 17 weitere Soldaten ums Leben und noch einmal sieben Personen starben durch Attentate beziehungsweise Unfälle im Land am Hindukusch. Der spanische König war übrigens nicht der einzige, der seinen Truppen im Ausland Mut zusprach und Grüsse aus der Heimat überbrachte. Frankreichs Präsident Sarkozy, der Italiener Romano Prodi und der australische Präsident Kevin Rudd hatten ebenfalls ihre jeweiligen Truppen in Afghanistan besucht, Kanzlerin Merkel bereits im November.
Der erste Katalane des neuen Jahres Im Krankenhaus von Palamos kam vier Minuten nach Mitternacht zum Jahreswechsel Daniel García Cuenca zur Welt, dessen Eltern in Sant Feliu de Guixols leben. Der gesunde kleine Kerl wog 3,5 Kilo und dürfte das Entzücken seiner dreijährigen Schwester sein. In Katalonien ist die Geburtenrate in den letzten zehn Jahren um 56 Prozent gestiegen: Im Jahr 2006 wurden 55.000 Geburten gezählt – drunter 28% Ausländerkinder – und 2007 schloss mit 86.000 Geburten ab. Das Durchschnittsalter der Mütter lag bei 31 Jahren, doch rechnet man damit, dass der hohe Ausländeranteil dafür sorgen wird, dass das Durchschnittsalter der Gebärenden weiter sinkt.
Grippe im Vormarsch Seit der zweiten Dezemberwoche nehmen die Grippefälle zu. Die ersten Betroffenen sind Babies und Kleinkinder: deren Versorgung durch Ärzte und Erstversorgungszentren (CAP) nahm spürbar zu. Von einer Grippeepidemie konnte aber bisher nicht die Rede sein. Zwar sind alte Menschen mit Krankheiten der Atemwege oder Herzleiden besonders betroffen, doch gab es bisher keinen massiven Virusausbruch. Fachleute rechnen damit, dass die Grippewelle wie im Jahr 2007 höchstens sieben Prozent der Bevölkerung heimsucht.
Zug steckengeblieben Katalonien hat kein Glück mit seinem Bahnverkehr. Zu dem mehrmonatigen Chaos in und um Barcelona im Sommer kam jetzt ein ärgerlicher Vorfall auf der Strecke zwischen Barcelona und Puigcerdà. Zwischen La Molina und Alp blieb wegen eines technischen Fehlers ein Zug stehen. Die 70 Passagiere mußten ab 20.30 geschlagene zwei Stunden ohne Licht und Heizung in den Waggons ausharren, bis sie in einen Ersatzzug umsteigen konnten. Die Temperatur im Inneren fiel dabei bis auf Null Grad. Der nächste von Barcelona abgefahrene Zug derselben Strecke konnte erst gegen halb elf Uhr abends an den beschädigten Zug ankoppeln und ihn so bis zum Zielbahnhof Puigcerdà mitschleppen.
Großfeuer in Queralbs Nur einen Kilometer von der Gebirgsortschaft Queralbs entfernt vernichtete am Silvestertag ein Großfeuer 60 Hektar Pinien und Unterholz. Der Brand brach unweit des Tunnels Roc del Dui aus, den die katalanische Bahnverwaltung gerade erst gebaut hatte, um die Streckenführung des Zuges „cremallera“ hinauf nach Nuria im Hochgebirge zu verbessern.
400 Tote bei Bauarbeiten Noch immer fordert die Bautätigkeit in Spanien die meisten Todesopfer bei Berufsunfällen. Dabei ist das Schicksal besonders grausam: fast die Hälfte aller Opfer stürzen aus großer Höhe in die Tiefe und bleiben tot liegen. Katalonien nahm mit 33 Toten den zweiten Platz nach Andalusien mit 42 Toten ein, gefolgt von Madrid mit 31 Opfern. Zwar wurden die Sicherheitsvorschriften für das Baugewerbe in den letzten Jahren ständig verschärft, doch halten sich vor allem die kleinen Bauunternehmer sehr oft nicht an die Normen. Im übrigen gehören inzwischen 97 Prozent der Bauarbeiter nicht den Groß-und Mittelunternehmen direkt an, sondern sind Angestellte bei Subunternehmern.
Letizia wird Tante Die Ehefrau von Kronprinz Felipe de Borbón y Grecia,Letizia Ortíz, selbst Mutter von zwei kleinen Mädchen, wird in Kürze Tante. Ihre Schwester Telma, die zusammen mit ihrem Freund Enrique als Entwicklungshelferin auf den Philippinen Dienst tut, ist im fünften Monat schwanger. So schreibt es die spanische Gesellschaftszeitung „Hola“. Letizias Eltern Jesús Ortiz und Paloma Rocasolano werden sich über den Zuwachs in der Familie freuen. Im letzten Jahr hatten sie die Tragödie zu ertragen, ihre andere Tochter Erika zu verlieren, die sich im Zustand einer schweren Depression das Leben nahm.
Ein ganzes Königsleben aufgerollt Anlässlich des am Samstag bevorstehenden 70. Geburtstages von König Juan Carlos hat das erste spanische Fernsehen eine Serie über dessen Leben vorbereitet. Teil eins hat den Titel „Juan Carlos Primero, Rey Constitucional“ (Juan Carlos der Erste: ein König der Verfassung). Da über 30 Jahre nach der Verabschiedung der ersten demokratischen Verfassung Spaniens nach 40 Jahren Francodiktatur erneut eine Debatte darüber angefacht wurde, ob die Monarchie noch zeitgemäß sei, wollten die Autoren der Serie die Legitimierung des derzeitigen Königs herausstreichen. Schliesslich war Juan Carlos ja nicht der legitime Thronnachfolger nach dem Exil seines Großvaters, Alfons des 13., sondern dessen Sohn Don Juan de Borbón, der Vater unseres jetzigen Königs. Diesen hatte Franco jedoch gefürchtet und deshalb von der Nachfolge ausgeschlossen. In weiteren Kapiteln wird sich diese ganze Woche lang das 1. spanische Fernsehen TVE mit weiteren privaten, persönlichen und institutionellen Aspekten unseres Königs und seiner Amtsführung befassen. In kurzen Spots werden sich 70 Persönlichkeiten aus Journalismus, Kultur, Kunst und Politik zu Wort melden, um Don Juan de Borbón y Borbón zum 70. Geburtstag und 33 Jahren in Amt und Würden zu gratulieren. 02.01.2008 115.000 Ausländer in der Provinz Gerona Knapp 17 Prozent Ausländer werden jetzt in der Provinz Gerona gezählt, nachdem im letzten Jahr 43.000 neu hinzukamen. Die meisten Menschen kommen dabei aus Afrika, womit auch und besonders der Maghreb gemeint ist, allerdings auch immer mehr aus Lateinamerika. Seit 2004 hat sich die Zahl der Asiaten, die nach Spanien kommen, verdoppelt. Allerdings ist auch die Einwanderung von EU-Bürgern aus anderen Staaten der Union nicht zu unterschätzen: 32.000 waren es allein in diesem Jahr. Augenfällig war die große Zahl von 10.000 Rumänen und immerhin 1.300 Bulgaren. Diese beiden Länder kamen ja erst am 1. Januar 2007 zur EU. Das Durchschnittsalter aller dieser Neubürger liegt bei etwas über 30 Jahren. Fast alle kommen nach Europa, um Arbeit zu finden und sich ein besseres Leben aufzubauen, als sie es in ihren Heimatländern finden konnten. 17 Prozent der Einwanderer sind Minderjährige, während Menschen im Rentenalter nur etwas über vier Prozent ausmachen.
Mehr Rekruten ins Ausbildungslager Das traditionelle Ausbildungslager spanischer Soldaten in Sant Climent Sescebes wurde umgestaltet. Während dort bisher rund 400 junge Männer in den verschiedenen Waffengattungen geschult wurden, soll die Militärbasis General Alvarez de Castro in Zukunft eine Gebirgsjägereinheit werden und rund 600 Mitglieder umfassen. Damit würde das Lager in den Hügeln unweit der französischen Grenze in Zukunft der militärischen Oberhoheit von Jaca in der Provinz Huesca unterstehen und nicht mehr von einem General geführt werden. Die neue Gebirgsjägereinheit soll international eingesetzt werden, wo immer Not am Mann ist. Während in Sant Climent Sescebes in früheren Zeiten Tausende von Rekruten ihren Militärdienst („la mili“) ableisteten, war nach der Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht und der Schaffung eines Berufsheeres die Zahl der dort stationierten Soldaten auf rund 400 gesunken.
Weihnachtsbäume entsorgen Ab dem 5. Januar können die Bürger von Palamos ihre ausgedienten Weihnachtsbäume an 18 Stellen der Stadt entsorgen. Bis zum 13. Januar geht die Aktion. Bäume, die noch lebensfähig sind, sollen neu eingepflanzt werden, solche, die vertrocknet sind und nadeln, kommen in eine Kompostierungsanlage und können so später noch als Dünger genutzt werden. Beachten Sie also bitte die Schilder in der Stadt, die auf die Abfallplätze hinweisen.
Globaler Geschenkescheisser „El tío caganer“, die typisch katalanische Figur, die zu Weihnachten die Kinder entzückt, wird in aller Welt Geschenke fallenlassen, wenn man auf den Baumstamm mit dem aufgemalten Gesicht schlägt. Diese uralte Sitte ist in 116 katalanischen Gemeinden auf allen Kontinenten präsent. In 38 Staaten gibt es solche kleinen Kommunen ausgewanderter Menschen aus Katalonien: in Europa, im südamerikanischen Argentinien, Brasilien, Ecuador , Paraguay, Uruguay, Chile, Mexiko und in der Karibik. In Nordamerika, in Asien und im Pazifikbereich gibt es versprengte Gruppen von Katalanen. Man schätzt ihre Zahl auf etwa 300.000 . Vom 21. bis 25. April dieses Jahres findet wieder ein Treffen dieser Menschen aus fernen Landen statt, und zwar in Tarragona. Alle drei Jahre treffen sich diese katalanischestämmigen Emigranten in der alten Heimat. Es werden allerdings von jeder dieser Gruppen nur zwei Vertreter eingeladen, damit die Zahl der Teilnehmer in Tarragona maximal 350 nicht überschreitet. Bei der Tagung werden Fachleute über die Rolle dieser kleinen Gruppen in der Welt nachdenken, ihre Aufgabe als „öffentliche Diplomatie“ und als Hoffnung für die Verbreitung der katalanischen Sprache. Da Tarragona derzeit eine archaölogische Invasion durchmacht, sollen den Teilnehmern die historischen Schätze dieser alten Römergründung nahegebracht werden.
Wieder ein Jugendlicher mit dem Moped verunglückt In Cadaqués kam ein 14jähriger Junge ums Leben, als er mit seinem Moped gegen eine Laterne fuhr. Der Unfall ereignete sich im Bezirk els Caials und Schuld war nach Meinung der Polizei die starke Tramontana, die den Jungen offenbar aus dem Gleichgewicht brachte. Der Bürgermeister von Cadaqués sagte die Festveranstaltungen zu Silvester und Neujahr wegen des tragischen Todesfalls ab. Erst wenige Tage zuvor war in Santa Cristina de Aro ein fünfzehnjähriger Junge ebenfalls mit der Moto tödlich verunglückt. Seinen Namen gab die Polizei mit Hadji Lansana Silla i Ceesay an, was darauf schließen läßt, dass es sich um das Kind einen Immigranten handelte.
Auto fiel in Swimming pool Ein angetrunkener Franzose verlor bei seiner Heimfahrt nach Ampuriabrava in den frühen Morgenstunden die Herrschaft über seinen BMW. Auf der Höhe der Grünzone von El Trabuc rauschte das Fahrzeug gegen eine Mauer, durchbrach diese und landete in dem Gemeinschaftspool einer Appartementanlage. Alle vier Fahrgäste wurden leicht verletzt, der Fahrer wurde auf Alkohl getestet und das Ergebnis war positiv. Nicht viel besser erging es einer Patrouille der Mossos d’Esquadra in Gerona, als sie am Sonntag ein weiteres Polizeifahrzeug begleitete, das einen Verhafteten beförderte. Beide Autos hatten Licht-und Alarmsignale angestellt und überfuhren eine rote Ampel auf der Höhe der Strasse Joan Maragall, sodass eines der Fahrzeuge in einem Geschäft für Elektrogeräte landete.
Kirchliche Einmischung in den Wahlkampf Der katholische Klerus nimmt offen Partei im bereits voll ausgebrochenen Wahlkampf für den Urnengang im März dieses Jahres. Am Sonntag fand in Madrid eine Großveranstaltung „für die traditionelle christliche Familie“ statt, bei der die Bischöfe gegen Homoehe, Schwangerschaftsunterbrechung, Blitzscheidung und das neue Schulfach „Erziehung zum Bürgersinn“ zu Felde zogen. Dabei ging es aber nicht in erster Linie um diese Themen, über die ja das spanische Parlament im Gesetzgebungsverfahren längst entschieden hatte, sondern um eine massive Einmischung in die Politik. Die Veranstaltung, bei der keine Schilder und Transparente gezeigt werden sollten, um den unpolitischen Charakter zu unterstreichen, artete zu einem Donnerwetter gegen die Regierung Zapatero aus. Die konservative Partido Popular (PP) hatte keine Delegation entsandt und diejenigen Politiker, die dennoch erschienen waren, bezeichneten ihre Teilnahme als „privat“. Die Vereinigungen von Lesben und Schwulen bezeichneten die traditionellen Werte, für die die Bischöfe eintraten, als „religiösen Fanatismus“. Andere Körperschaften vertraten die Meinung, die Katholische Kirche habe bis heute nicht akzeptiert, dass Spanien seit der demokratischen Verfassung von 1978 ein akonfessionaler Staat sei. Auch die eingespielte und auf Riesenleinwänden übertragene Grußbotschaft von Papst Benedikt 16.in spanischer Sprache, in der der greise Pontifex für die unauflösliche Ehe zwischen Mann und Frau und eine traditionelle Familie eintrat, konnte die Gegensätze der Meinungen bei diesem Grossaufgebot der Christen nicht verhindern.
200 Jahre „Zweiter Mai“ Der zweite Mai ist für Spanien ein historisch gesehen ungeheuer wichtiger Tag. Am 2. Mai 1808 kämpften die Spanier im sogenannten Unabhängigkeitskrieg (la Guerra de la Independencia) gegen die napoleonische Besatzung. In diesem Jahr feiert man hier den 200. Jahrestag dieses Ereignisses, dem damals viele Spanier zum Opfer fielen. Berühmt ist das Goya-Gemälde von der Erschießung spanischer Aufständischer durch französische Soldaten. Die sozialistische Regierung Rodriguez Zapatero hat sich des Projektes einer breitgefächerten Erinnerung intensiv angenommen, obwohl sie nicht weiß, ob sie aus den Wahlen vom 9. März siegreich hervorgehen wird. Madrids Bürgermeister, der konservative Alberto Ruiz-Gallardón, übernahm die Federführung einer Kommission, die die Veranstaltungen aus diesem Anlaß in Madrid, Zaragoza, Cadiz, Aranjuez, Bailén und Mostoles koordiniert.
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