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| Bahia-Blick Nachrichten | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 11. Kapitel Gestern haben Sie die Präsens Konjugation der Verben mit der Endung auf –ar kennen gelernt. Sie sind die einfachsten, da sie zum größten Teil regelmäßig sind, und man somit um die vielen Ausnahmen herumkommt. Heute befassen wir uns mit der zweiten Verbengruppe, der Verben auf -re. Das Prinzip ist das Gleiche: Wir streichen die Endung und erhalten so den Stamm des Verbs. An diesen werden folgende Endungen angehangen: Merke Batre (schlagen) = Infinitiv Bat = Stamm / re = Endung Bat - o ich schlage Die unterstrichenen Buchstaben werden betont. Sie sehen, die 1.Person Singular behält das o als Endung. Die zweite Person Singular hat auch das s als Endung, das e fällt allerdings weg. Die dritte Person Singular erscheint ohne Endung nur als Wortstamm, was gut ist, so müssen Sie hier auch nichts lernen. Für heute haben Sie also nicht allzu viel zu Lernen. Wiederholen Sie am Wochenende (cap de setmana) noch einmal alles was Sie bis jetzt gelernt haben. Das ist schon eine ganze Menge. Schauen Sie sich noch einmal die Ausspracheregeln an, und lernen Sie die ersten Konjugationen, so dass Sie am Montag (dilluns) fitt für die dritte Konjugation sind.
Zum Schluss aber noch weitere, nützliche, kleine Sätze: Estic buscant l’hotel… Ich suche das Hotel… Estic buscant un bar/restaurant/una botiga… Estic buscant els serveis. Ich suche die Toiletten. M’agrada / t’agarada Es gefällt mir/ es gefällt dir Sóc alemany. Ich bin Deutscher
12. Kapitel Wir beginnen die neue Woche (la setmana nova) zügig, indem wir uns zielstrebig der dritten Konjugation nähern. Gemeint sind die Verben, die auf –ir enden. Damit Ihnen das Prozedere nicht zu langweilig wird, dürfen Sie sich hierbei gleich über eine Ausnahme (excepció) freuen. Beginnen wir aber zunächst mit der regelmäßigen Konjugation: Sentir = hören, fühlen. Trennen wir die Endung –ir ab, bleibt der Stamm Merke sent – o ich höre Sie sehen die Parallelen zu den vorangegangenen Konjugationen. Das o in der 1. Pers. Singular bleibt, genau wie das alleinige s in der 2.Pers. Singular, was wir ja auch schon bei den Verben auf –re gelernt haben. Ebenso fällt die Endung in der dritten Person weg. Da wir bei Verben auf ir sind, muss es folgerichtig auch im Plural im, iu heißen. Die dritte Pluralendung kennen Sie bereits, es ist ein –en. Soweit ist es nicht schwer: Man nimmt den Stamm des Verbs und hängt in der Reihenfolge an: o, s, -, im, iu, en. Nun zur ersten Ausnahme Merke Viele Verben, die auf –ir enden, verändern des Mittelstamm, indem in der Konjugation ein –eix- eingefügt wird. Die Aussprache lautet –esch-. Servir = bedienen serveixo (sserveschu) In der Regel fällt der eingefügte Mittelteil – eix- in der ersten und zweiten Person Plural weg. Achten Sie auf die Betonung. Der betreffende Laut ist wie immer, unterstrichen. Damit ist den Ausnahmen kein Ende gesetzt. Denn in vielen Fällen können wir uns leider nicht auf das o zur Kennung der ersten Person Singular verlassen. Hier gibt es viele Unregelmäßigkeiten. Aber im Grossen und Ganzen haben Sie nun einen guten Überblick über das Konjugationsschema Wir fassen zusammen: 1.Pers. Sing. – ich o, oder unregelmäßig 1.Pers. Pl. wir - em/ -im Für heute haben wir genug Grammatik gepaukt. Wichtig ist, dass Sie die drei Konjugationen gut beherrschen, denn in den nächsten Tagen kommen leider einige unregelmäßige Verben auf Sie zu. Sie sind wichtig, da sie im alltäglichen Sprachgebrauch ständig vorkommen. Ho hem de fer, da müssen wir durch. Zum Schluss, wie immer, ein paar kleine, aber bedeutende Sätze Ich habe Hunger. Tinc gana / tinc fam. *molt = viel. Das t sprechen sie nicht mit: Bostä es mol amable **entenc = ich verstehe. Hier finden Sie eine der Ausnahmen, die in der ersten Person Singular kein o haben. Das Verb verstehen lautet im Infinitiv entendre. Auch wenn es noch so verlockend ist, sprechen Sie es nicht französisch aus. Der Franzose hat für verstehen neben comprendre, auch entendre im Vokabular. Im umgekehrten Falle hat der Katalane neben entendre auch ein comprendre im Programm. Das irritiert manchmal und verleitet zu einer französischen Aussprache. Sprechen sie beide katalanischen Vokabeln aber „deutsch“ aus. entendre - verstehen - comprendre entenc ich verstehe comprenc entendre und comprendre sind beides Verben auf –re. Nehmen wir die Endung weg, müsste eigentlich entend, oder comprend als Stamm bleiben, an den wir die gelernten Endungen o/s/-/em/eu/en anhängen. 13. Kapitel Einen wesentlichen Part der Grammatik haben Sie bereits gelernt. Die Präsens-Konjugation der katalanischen Verben. Wie ich bereits angedeutet habe, gibt es hie und da Ausnahmen, die die gelernte Regelmäßigkeit auf den Kopf stellen. Em sap greu, pardoni, però què vols que faci? Tut mir Leid, aber was soll ich machen? Ohne diese geht es nicht. Gemeint sind die ersten 10 wichtigen Verben, die Sie ständig im Sprachgebrauch haben werden: gehen, sehen, sagen, kommen, haben, wissen, glauben, wollen, können und machen. Damit es nicht zu viel wird, schauen wir uns jeden Tag ein Verb näher an, Sie wissen schon lentament però segur, langsam aber sicher, cada dia fem un pas més, machen wir jeden Tag einen Schritt mehr. Fem= wir machen. Das ist eine gute Überleitung. Widmen wir uns also zunächst dem Verb fer = machen Merke Faig (fatsch) ich mache
Weiteres sollten Sie auch noch für heute dazu lernen. Es ist nur eine Kleinigkeit, aber man hört sie ständig, und auch Sie werden die beiden Wörter in Katalonien oft benutzen. Hi ha = es gibt. (Wörtlich übersetzt heißt es eigentlich er/sie/es hat da) Ob Sie nun im Geschäft fragen, ob es noch Brot gibt (hi ha un pa?), oder erklären dass es dort hinten ein neues Restaurant ist (hi ha un restaurant nou). Hi ha ist in aller Munde. Denken Sie daran, dass h nicht zu betonen. So klingt es tatsächlich wie der Ruf des katalanischen Symbols, dem netten Grautier: I A. Dafür müssen wir leider eine weitere Unregelmäßigkeit in der Verbenkonjugation lernen. Ich verspreche, mehr als diese beiden, werden es heute nicht sein: Merke Haver = haben he haig / (atsch) ich habe Füge ich nun das kleine Wort de hinzu, heißt he de = ich muss, Merke Soweit zur heutigen Grammatik. Wie immer folgen noch ein paar wesentliche, kleine Sätze: Me n’he d’anar. Ich muss los.
14. Kapitel
Gestern haben wir die ersten unregelmäßigen Verben im Präsens gelernt. In dieser Woche werden wir unser Augenmerk weiterhin verstärkt auf dieses Kapitel richten. Merke Anar = Infinitiv vaig ich gehe
Vaig (batsch), vas (bas), va(ba), anem (anem), aneu (anä-u), van (ban). In der Klammer steht noch einmal zur Verdeutlichung die Aussprache. Der fett gedruckte Buchstabe wird betont. Sie merken, die Präsens –Konjugation von anar klingt der schon gelernten Konjugation von fer (machen) recht ähnlich. Morgen lernen sie das Verb sagen = dir im Präsens näher kennen. Zum Schluss üben Sie einige Ausdrücke der Zustimmung, sowie – gegenteilig – der Ablehnung: Sí! Ja!
No, és així. Das ist nicht so. 15. Kapitel Heute ist Donnerstag, avui és dijous. Wir bleiben unserer Linie treu und beginnen zunächst mit einem weiteren, unregelmäßigen Verb. Dem Verb wollen = voler Merke Vull ich will Die fettgedruckten Buchstaben kennzeichnen wieder die Betonung. Denken Sie an die Aussprache: Das unbetonte o geht eher in ein u über. Das v ist ein leicht angedeutetes b. sagen Sie nicht voleu, sondern bulä-u. Merke Hallo, wie geht’s? Hola, com va això?
El meu cognom és… Mein Nachname ist… Això és el meu amic / la meva amica... Unbewusst haben Sie bereits die ersten beiden besitzanzeigenden Fürwörter kennen gelernt: mein und dein.
Merke El meu (me -u) mein(m) la meva meine (w)
So ist also mein Haus, la meva casa, denn casa, das Haus ist weiblich. Dein Pullover heißt auf Katalanisch el teu pul.lovèr.*, Denn pul.lovèr ist männlich. Dein Hund, wenn es ein Rüde ist, heißt el teu gos. Ist es aber deine Hündin, heißt es la teva gossa. Ihre Bluse ist auch im Katalanischen weiblich: la seva brusa. * Der Punkt in der Mitte des Wortes ist kein Tippfehler. Er signalisiert lediglich, dass Sie das l etwas in die Länge dehnen.
Für den Anfang reicht es heute an neu Erlerntem. Morgen lernen Sie den Plural des besitzanzeigenden Fürwortes (Possessivpronomen) kennen, das unregelmäßige Verb dir (sagen) im Präsens Indikativ, und einige weitere, kleine, sprachlichen Wichtigkeiten, die Ihnen in Ihrem Urlaub dienlich sein Können.
16. Kapitel
Im Rahmen der unregelmäßigen Verben, wenden wir uns heute dem Verb dir = sagen zu.
Merke dic ich sage d i us du sagst d i u er/sie sagt di e m wir sagen di e u ihr sagt d i uen sie sagen
Heute schauen wir zur Abwechslung einmal den Katalanen in die Töpfe. Unter der Rubrik "Mediterrane Küche" tun wir das schon eine ganze Weile, hier finden Sie jede Woche neu, schmackhafte Gerichte. Dennoch gibt es so ein paar Klassiker, die Sie auf der katalanischen Speisekarte finden, und deren Übersetzung Ihnen die Entscheidung erleichtern soll, diese zu probieren, oder doch lieber etwas anders zu essen. Essen heißt übrigens menjar ( menscha ). Es ist regelmäßig in der Aussprache, weist aber Unregelmäßigkeiten in der Schreibweise auf.
Merke
menjo ( menscho ) ich esse menges ( mensches ) du isst menja ( menscha ) er/sie isst mengem ( mengem ) wir essen mengeu ( menschä -u ) ihr esst mengem ( menschem ) sie essen
Zu den katalanischen Spezialitäten gehört zweifelsohne das Omelett in all seinen verschiedenen Zubereitungsvarianten. Omelett heißt auf Katalanisch truita . Truita heißt auch Forelle, aber in diesem Fall meinen wir die Eierspeise. Es gibt la truita de patates, das Kartoffelomelett, la truita d'espinaca, ein Omelett mit frischem Blattspinat, oder das französiche Omelett, la truita francesa , dahinter verbirgt sich ein Omelett mit Kräutern (herbes).
Eine schnelle, beliebte und ungemein leckere Spezialität ist pa amb tomàquet . Pa, das wissen Sie bereits, bedeutet Brot. Amb bedeutet mit (das b sprechen Sie nicht mit: am ) und tomàquets sind nichts anderes als Tomaten. Hierzu nimmt man eine Scheibe geröstetes Landbrot, Olivenöl und eben Tomaten. Das Brot wird mit dem Öl beträufelt, die Tomate wird halbiert und kräftig über das Brot gerieben, wer mag, gibt Salz ( sal ) dazu, oder belegt das Brot mit Schinken ( pernil ), Käse ( formatge ), Wurst ( botifarra ) oder aber eben auch mit truita , Omelett.
Escalivada ist eine weitere Köstlichkeit. Abgezogenen Paprika- und Auberginenstreifen werden über der Glut geröstete und in Öl ( oli ) geschwenkt. Dazu wird Stockfisch ( bacallà/ bacalao ) gereicht.
Sobrassada sei für heute noch erwähnt, eine Spezialität aus Mallorca, die auch auf dem katalanischen Festland geschätzt wird. Eine Art Streichwurst aus Schweinefleisch mit Paprika. Bestes Erkennungszeichen, ihre orangene Färbung.
Wer französische Rataouille schätzt, der bestellt in Katalonien samfaina , und erhält die Landesvariante. Soviel für heute, im Laufe der Zeit lernen Sie weitere, landestypische Gerichte kennen.
Werfen wir einen Blick zurück auf Kapitel 15. Dort haben wir uns unter anderem mit den besitzanzeigenden Fürwörtern, den Possessivpronomen, beschäftig. Heute lernen wir den Plural der ersten drei Pronomen.
Merke:
els meus (m) meine (die vielen.) les meves (f) els teus (m) deine les teves (f) els seus (m) seine les seves (f)
Sie sehen, es ist ganz einfach. Sie hängen ein s an den Artikel und das Pronomen, und schon sind Sie im Plural. Achten Sie dabei aber auf die as-Unlust der Katalanen. Daher heißt es nicht las mevas, sondern l e s mev e s. Sie erinnern sich? Aus der a-Endung im Singular wird im Plural ein -es!
Meine Häuser = Les meves cases Deine Autos = Els teus cotxes Ihre Hemden = Les seves camises.
17. Kapitel Heute starten wir – wie gewohnt – mit einem weiteren gängigen, aber leider unregelmäßigen, Verb. Poder heißt e und bedeutet können. Denken Sie an die erlernte Ausspracheregel: Das r am Ende wird nicht gesprochen, dafür wird das vorangehende e betont (pode) Merke wie gehabt liegt die Betonung auf dem fettgedruckten Buchstaben. Schwierig ist die Konjugation nicht, die kurzen Wörter gehen schnell ins Ohr. Merke El(s) nostre(s) unser(e) la nostra – les nostres unser(e) Sie sehen, die dritte Person Plural ist mit der dritten Person Singular identisch. La nostra casa - Unser Haus
Nun kennen Sie schon die Persönlichen Fürwörter, also die Personalpronomen (ich, du er/sie, wir, ihr, sie) jo, tu ell /ella, nosaltres, vosaltres ells /elles. Heute kommt ein weiterer, wichtiger Bestandteil der Grammatik hinzu, das Adjektiv oder auch Eigenschaftswort. Ohne dieses wäre die Sprache ein langweiliges Unterfangen. Wir unterscheiden zwischen weiblichen und männlichen Adjektiven, Singular und Plural. Im Allgemeinen steht das Adjektiv hinter dem Substantiv, dem Hauptwort. Das mag für uns Deutsche anfangs merkwürdig klingen. So heißt es nicht: Das volle Glas, sondern: Das Glas voll (el got ple). Merke Un gran amor eine große Liebe Wichtig ist, dass Sie im weiblichen Fall ein –a anhängen: la millora casa – Das beste Haus. Manche Adjektive verändern sich nicht in ihrer Form, sie bleiben gleich, unabhängig vom Geschlecht des Hauptwortes. Wir lernen im Laufe der nächsten Zeit einige, oft gebräuchliche Adjektive kennen. Im Falle einer Veränderung der weiblichen Form, steht diese dahinter. cansat/ cansada müde simple einfach So viel für heute. Sie wissen schon - kleine Schritte – passos petits! Morgen lernen wir neue Adjektive kennen. Das unregelmäßige Verb saber (wissen), wird im Präsens konjugiert. Die Zahlen 0 bis 20 kennen Sie bereits. Morgen stocken wir auf 50 auf. Zum Abschluss lernen Sie noch zwei weitere Spezialitäten der katalanischen Küche kennen.
18. Kapitel Wie bereits versprochen, schauen wir uns heute das Verb saber = wissen an. Es ist zwar unregelmäßig, aber die kurzen Wörter prägen sich genau so rasch ein, wie die voran gegangene Konjugation des Verbs poder (können) Merke
Weitere, häufig gebrauchte Adjektive: prim dünn *mal oder dolent, beides ist im alltäglichen Gebrauch üblich. ** gran heißt einmal groß, aber auch alt (groß“ an Jahren) Auch im Katalanischen gibt es das Adjektiv alt. Es hat eine Reihe an Bedeutungen, in erster Linie heißt es hoch, im Gegensatz zu baix (basch) = niedrig. Merke Soviel für heute an neuen Adjektiven. Damit es nicht zu eintönig wird, stocken wir unser Zahlwissen auf. Bis 20 haben wir bereits zählen gelernt. Trotzdem beginnen wir noch einmal von vorne, und ergänzen heute die Ziffern bis 50. Zero, u/un/una, dos/dues, tres, quatre, cinc, sis, set, vuit, nou, deu. Das sind die bereist bekannten zahlen 1 bis 10. Onze, dotze, tretze, catorze, quinze, setze, disset, divuit, dinou, vint. Das sind die Zahlen von 10 bis 20. Vint-i-u/un/una Trenta-u/un/una Quarenta-u/un/una Wie erinnern uns? U bedeutet nur “eins”. Will man eine konkrete Sache bezeichnen, verwendet man die männlich e Form un. Ist das bezügliche Hauptwort weiblich, heißt es una. Gleiches gilt für dos und dues. Dos steht bei männlichen Begriffen, dues bei weiblichen Begriffen.
Soviel zur trockenen Grammatik. Wenden wir uns zum Schluss angenehmeren Dingen zu und studieren die katalanische Speisekarte. Wenn wir beim Reis (àrros) bleiben, finden Sie auf katalanischen Speisekarten den àrros brut – den schmutzigen Reis – und den arròs negre, den schwarzen Reis. Beides klingt, zugegebenermaßen, nicht gerade appetitlich. Hinter dem schmutzigen Reis, dem àrros brut, verbirgt sich eine kräftige Reissuppe, una sopa d’àrros, ein ursprünglich mallorquinisches Geicht. Der àrros negre, der schwarze Reis, ist ein Tintenfischrisotto. Damit wird auch klar, woher der Reis seine Farbe hat, eben von dem Tintenfisch, dem calamars. Sollten Sie keine Freunde der den beiden letzt genannten Reisgerichte (plats d’àrros) werden, haben Sie zumindest für heute zwei neue Adjektive gelernt: negre=schwarz, brut = schmutzig. Morgen nähern wir uns langsam dem Ende der gängigsten, unregelmäßigen Verben. Das Verb veure (bä-ura) = sehen, steht auf dem Plan. Dann machen wir es uns einfach und ergänzen die zahlen von 50 bis 100, was keine große Sache mehr ist, da das Prinzip das Gleiche bleibt. Dank der Euroumstellung müssen wir in Spanien nicht mehr mit den ganz großen Zahlen operieren, was zum Zeitalter der Pesete noch ganz anders aussah. Und wenn wir in den Zahlen schon so fitt sind, schauen wir uns auch gleich die Uhrzeiten (les hores) an. Auch hier gibt es klare Aussagen und wenig Verwirrung – promès – versprochen! 19. Kapitel Schauen wir uns heute die Gegenwartsform, also das Präsens, des unregelmäßigen Verbs veure = sehen an. Denken Sie an die Aussprache. Wir lesen das Verb nicht, wie es geschrieben steht, sondern sagen bä-ura. Merke Veig (betsch) ich sehe Die Aussprache ist etwas ungewohnt, da man das Verb aber ständig im Gebrauch hat, sollten Sie es gut üben. Dabei lernt sich dann die Präsenskonjugation gleich wie von selbst mit. Wie versprochen vollenden wir heute die Zahlenreihe 50 bis 100. Das Prinzip ist immer das gleiche, so dass Sie in erster Linie jetzt nur noch die Zehnerschritte neu lernen müssen, den Rest kennen Sie bereits. Hier noch einmal die Zehnerschritte:
Die Uhrzeit – L’ hora Die Stunden werden nach dem 12 – Stundensystem angeordnet. Das bedeutete, dass man weder 14 Uhr noch 18 Uhr sagt, sondern stattdessen 2 Uhr Mittag, oder 6 Uhr nachmittags. Das Wort hora heißt Stunde. Es endet auf –a, ist also weiblich, was bedeutet, dass alle Uhrzeiten weiblich sind.Hora der Zeitangabe hinzuzufügen ist dem Katalanen zu umständlich. Er denkt es sich, sagt es aber er nicht. Gleiches machen wir Deutsche auch, wenn wir sagen: „Ich komme um drei, oder: der Bus fährt um fünf. Merke …del matí morgens Die Minuten, Viertelstunden und halben Stunden werden folgendermaßen ausgedrückt: Mitja = halb Les sis i deu = sechs (Uhr) und zehn (Minuten) Les onze i mitja = elf (Uhr) und halb = halb zwölf Durchaus geläufig ist auch folgende Version: Un quart de sis =ein Viertel von sechs = viertel nach fünf Wie spät ist es? Quina hora és? In Spanien ist der Nachmittag lang. Wenn es für uns 20 Uhr abends ist, ist es hier noch acht Uhr am Nachmittag. Die Zeitergänzung „de la nit“, wird ab 22 Uhr angefügt. Für wie viel Uhr verabreden wir uns? A quina hora quedem? Der Katalane nimmt das Verben quedar = bleiben, so kommt es, dass der Deutsche, der hier aufgewachsen ist, häufig auch in seiner Muttersprache fragt: Wie verbleiben wir? Will heißen: Wann treffen wir uns? Im nächsten Kapitel ergänzen wir einige Adjektive. Das unregelmäßige Verb tenir = haben, fehlt noch in unserer Reihe der zehn wichtigsten, unregelmäßigen Verben. Es ist das Siebte in der Liste, stehen noch creure = glauben, und venir = kommen aus. 20. Kapitel Das Verb haben = tener steht für heute auf dem Plan der unregelmäßigen Verben. Sie werden es schnell gelernt haben, abermals sind es kurze Wörter, die sich rasch einprägen. Merke Im folgenden Kapitel konjugieren wir das Verb venir = kommen. Es reimt sich nicht nur im Infinitiv wunderbar auf tenir (denken Sie daran, das Schluss-r wird nicht gesprochen!), sondern auch in seiner Konjugation. Nun zu einem anderen, ebenfalls sehr wichtigen, Thema: Das Verb ser wird verwendet, wenn es um etwas geht, was seinen festen Bestand hat, was unveränderlich ist. Bei Ortsangaben, selbst wenn der Aufenthalt nur flüchtig ist, wird ebenfalls ser verwand. Schauen wir uns das Verb ser = sein in der Präsenskonjugation an: Merke
Estar wird gebraucht, für alles Vorübergehende, was keinen dauerhaften Zustand hat. Ich bin krank. Dies ist ein momentaner Zustand, der sich auch wieder ändert. Es ist kein Wesensmerkmal meiner Person. Ich bin nicht von Hause aus krank. Daher heißt es jetzt: Estic malalt. Umgekehrt ist es leider auch kein Wesensmerkmal, dass ich immer gesund bin. Daher sage ich: Estic bé, denn momentan fühle ich mich wohl, was sich jederzeit ändern kann. Es ist wichtig diese Unterschiede zu machen, denn der Satz gewinnt schnell eine andere Bedeutung, wenn man ser und estar vertauscht: En Jordí és mort. Hier drückt die Konjugation von ser klar eine feststehende, unverrückbare Eigenschaft aus. Mort bedeutet tot. Also ist Jordí tot. Eine Tatsache an der man bekannterweise nichts ändern kann. Nehmen wir das Verb estar, würde der Satz folgendermaßen lauten: Merke: Zum Schluss – a la fi, finalment – ergänzen wir unseren Wortschatz der Adjektive mit einigen Farben Merke
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