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Es parla català-Man spricht Katalanisch

Kapitel 1-10

Immer wieder sind Touristen bass erstaunt, ob der eigentümlichen Sprache, die ihnen im Nordosten Spaniens entgegenschlägt. Da hat man sich auf den zukünftigen Urlaub gut vorbereitet, den ein oder anderen spanischen Sprachführer studiert, damit man sich in dem fremden Land artikulieren kann, und dann das!
Statt eines schwungvollen buenos días kommt ein bündiges bon dia, der Hotelier heißt sie mit einem freundlichen benvingut willkommen, anstelle des bienvenido und reicht ihnen statt des llave den clau, um ihre Zimmertüre aufzuschließen.
Der freundliche Kellner – der cambrer, und nicht etwa der camarero - bringt den beliebten milchigen Kaffee als café amb llet getarnt, obwohl einem das spanische café con leche doch schon perfekt geläufig war.

Die Selbstversorger kaufen beim Bäcker ihre panets, sprich Brötchen, und erkennen erste Ähnlichkeiten zum Spanischen, denn da heißen sie panecillo. Das kann man sich prima merken, denn es leitet sich folgerichtig von dem Begriff pan = Brot ab. Darum heißt die spanische Bäckerei schließlich auch panadería. Der Katalane folgt zumindest so weit dem Schema, dass Brot pa heißt, was ihn im Weiteren veranlasst, seine Bäckerei fleca zu nennen.
Im Falle gesundheitlicher Probleme wenden Sie sich bitte an einen metge, anstelle des bekannten, spanischen médico. Metge war übrigens einer meiner ersten Begriffe, den ich lernte. Nicht etwa weil ich krank war, sondern vielmehr weil das Wort in mir die Assoziation an ein deutsches Fleischerhandwerk wach rief.  Ich möchte aber betonen, dass es sich dabei um eine rein linguistische Wortbrücke handelt! 

Sol, sorra i mar, Sonne Sand und Meer, locken Jahr für Jahr viele Menschen aus aller Herren Länder in das schöne - la formosa - Catalunya. Mit Unterstützung des Bahia-Blicks wird Ihnen in Ihrem Zukünftigen Urlaub so manche Verständigung leichter fallen. Neben den neu erhaltenen Sprachkenntnissen, erfahren Sie auch immer wieder Wissenswertes über die Menschen und ihre Sitten. Darum sei an erster Stelle gleich auf Folgendes hingewiesen:
Zu dem sich im Ausland hartnäckig haltenden Gerücht, es handele sich bei dem Katalanischen um eine spanischen Dialekt, seien an dieser Stelle zwei Dinge vermerkt:
1. Das ist schlicht weg falsch, und
 2. lassen Sie diese Behauptung nie einen Katalanen verstehen!

El català ist eine eigenständige, romanische Sprache und wird von knapp 11 Millionen Menschen gesprochen. In dem südfranzösischen Département Pyrénées Orientales parlen els gents*  (der Franzose kann’ s verstehen) genauso català, wie in Katalonien, Valencia, den Balearen, Andorra,  Teilbezirken in Italien und auf Sardinien. Man gibt dem Kind nur gerne einen anderen Namen. Für den Valencianer ist es valenzianisch, der Mallorquiner spricht mallorqui, auf Ibiza spricht man eivissenc und der Menorquiner unterhält sich auf menorqui. Die Verständigung klappt  hervorragend auf català, selbst wenn jede Region ihre eigene Klangfarbe hat.
Der Franzose hat nur geringe Startschwierigkeiten mit der Sprache des kleinen Nachbarlandes Catalunya. Kein Wunder, viele Begriffe sind der französischen Sprache angelehnt.
*Parlar ist so ein schönes Beispiel. Der katalanische Infinitiv für sprechen, klingt beinahe gleich mit dem  französischen parler. Im Spanischen ist es das bekannte hablar.
So outen Sie sich mit dem kleinen Satz. “No parlo català“ recht elegant als Ausländer, und der Katalane wird verzückt sein ob ihrer fantastischen Sprachkenntnisse, und Ihnen begeistert versichern, dass Sie ihre Sache molt bé machen, also sehr gut.
So etwas motiviert und bringt Lust auf mehr, auch wenn hie und da es leider nicht ausbleibt, ein paar trockene, grammatikalische  Grundkenntnisse zu erlernen.
 Wenn Sie bis jetzt noch nicht vollends konfus (confús, manchmal ist es so einfach) sind, dann folgen Sie mir ab morgen auf den Spuren des català. A poc a poc,  peu à peu -  Schritt für Schritt, jeden Tag ein kleines Stück. Amb molt gust i fins demà
S.H.




Aller Anfang einer Konversation findet sich in der Begrüßung. Die ist einfach und geht schnell „ins Ohr“.

Bon dia kennen Sie bereits, im folgt zur nachmittäglichen Stunde ein
bona tarda, und zur Abendstunde, etwa ab 20 Uhr, begrüßt man sich mit bona nit.

Bo(n), bona bedeutet also gut.
El Dia heißt der Tag.
La Tarda  ist der Nachmittag. Es wird abgeleitet von tard = spät. Also spät am Tag. Daher ist diese Begrüßung auch erst am Nachmittag passend.

La Nit ist die Nacht. Damit ist aber nicht gemeint, dass Sie Ihrem neuen katalanischen Bekannten zu Bett schicken wollen. Es bezieht sich lediglich auf die Zeit. Der Südländer läutet den Abend später ein, als die Nordlichter. Darum also bona nit.
Wobei, am Rande erwähnt, man sich durchaus auch eine bona nit wünscht, wenn man zu Bett geht.

Ist Ihnen das alles zu kompliziert, kommen Sie auch mit dem bekannten Hola (H wird nicht betont) prima durch den Tag und die Nacht.

Der Katalane koppelt dieses aber gern:
Hola, bon dia – Hallo, guten Tag.

Und da er ein freundlicher Mensch ist, folgt dem stets ein Què tal? (kä tal)
„Què tal?“ bedeutet „Wie geht’s?“

Mit dieser freundlichen Begrüßung wird allerdings nicht erwartet, dass Sie jetzt eine genaue Beschreibung Ihrer Gemütslage geben. Es ist vielmehr eine Floskel. Ähnlich wie in Deutschland auch.
Anstelle des què tal können Sie aber auch com està, oder com va això
(kom ba äscho) sagen. Der Sinn ist der Gleiche.

Com va això birgt gleich zwei neue Ausspracheregeln:

Das katalanische V wird, genau wie im Spanischen, wie ein weiches b gesprochen. Daher sagen sie nicht kom wa äscho, sondern com ba äscho.

Die Kombination ix wird wie ein weiches sch (wie in dem deutschen Wort Schal) gesprochen.
Vielen Katalonienurlaubern ist das Geldinstitut La Caixa ein Begriff.  Die katalanische Sparkasse wird demnach Kascha (weiches sch!) ausgesprochen, und nicht wie oft gehört, Kaixa.

Caixa bedeutet im eigentlichen Sinn übrigens Kiste oder Truhe.
Am einfachsten merken Sie sich die Ausspracheregel an dem Wort Kaschmir. Das klingt nämlich in beiden Sprachen gleich, auch wenn der Katalane es caixmir schreibt.

Natürlich wollen Sie auf einen freundlichen Gruß auch antworten.
Hola kommt immer gut, ist aber etwas einsam. Gesellen sie ihm ein, für gut hinzu, das ist die Antwort auf die Frage Què tal?  Wie geht’s?

Sind sie besonders mit sich im Reinen, so setzen sie ein molt davor. Molt (t nicht mitsprechen) ist das spanische muy und bedeutet sehr.
Molt bé  (mol bä) bedeutet also, dass es Ihnen sehr gut geht.

Auch der Deutsche ist ein höflicher Mensch. Er bedankt sich für die Frage nach dem eigenen Befinden, und erkundigt sich nach dem Befinden seines Gegenübers. Das klingt dann so

Hola! Bé gràcies. I vostè? -  Hallo! Gut, danke. Und Ihnen?

Achten Sie bei der Aussprache darauf dass das gràcies auf dem a betont wird. Das c ist kein hartes deutsches c, sondern eher ein gelispeltes s.

Eine dritte Ausspracheregel lernen sie an dieser Stelle automatisch mit:
Das e am Schluss eines Wortes wird nicht wie ein Deutsches e (Emil) gesprochen, sondern wie ein Mittelding zwischen e und a.
So heißt es nicht grazies, sondern grasias.

Damit ist auch die Irritation um den Namen der Stadt Roses beseitigt. Der Katalane sagt eben nicht Roses, sondern Rosas, wobei das a nicht hart gesprochen wird.

 

Fassen wir zusammen:

Bona dia            Guten Tag
Bona tarda         Guten (Nachmit)Tag
Bona nit             Guten Abend /Gute Nacht

Hola!                  Hallo
Què tal?              Wie geht’s?
Com va això?      Wie geht’s?
Com està?           Wie geht es Ihnen?
Gràcies                Danke.

 

 

 

MERKE:

Das V wird wie ein B gesprochen:
Va (ba), vostè (bostä).

IX, wie in caixa oder caixmir, wird wie ein weiches sch gesprochen.
(kascha, Kashmir)

 




3.Kapitel

Der Katalane ist in seinem Umgangston lockerer, als wir Deutschen. Sind Sie ihm sympathisch, greift er schnell zum Du. Gehen Sie spontan darauf ein, ein weiteres Sie demonstriert Distanz und erscheint unhöflich.

Ein fröhliches: „ Hola! Com estàs?“ , steht sinngemäß für: „ Hallo! Wie geht's dir?“

Als Antwort wird wahrscheinlich das übliche „ bé, gràcies“ kommen, so wie Sie es bereits gelernt haben.

Oft kann man aber auch folgendes hören:

Aixì aixì * geht so...

Com sempre wie immer …

Fotut Kaputt, K.O.

Fatal schlecht.

* aixì (Adverb) heißt so

això (Pronomen) bedeutet dies(es), das (hier).

Heißt es Abschied nehmen, geht das Adéu locker über die Lippen.

Adéu ! (Betonung liegt auf dem e), steht für Auf Wiedersehen , oder auch dem in Deutschland gern gebrauchten Tschüss.

Aber ganz oft hört man auch Adéu-siau . Das ist die feinere Variante, macht aber den gleichen Sinn.

Der Franzose wird in dem a reveure (rebäure, das e am Ende „fällt in den Keller“, weder e, noch a.) sein au revoir wieder erkennen, was wörtlich übersetzt Auf Wiedersehen heißt.

Der Katalane nimmt dafür das Verb reveure. Veure = sehen.

Bis später, oder Bis nachher kann übersetzt werden mit fins més tard oder fins després .

 

Fassen wir also noch einmal zusammen:

Com estàs? Wie geht es Dir?

Aixì aixì Geht so, mäßig

 Com sempre Wie immer 

Fotut Geschafft, erledigt, kaputt

Fatal Schlecht, fatal

 

Zum Abschied

Adéu                      Tschüss, auf Wiedersehen

Adéu siau             Auf Wiedersehen, Geh mit Gott

A reveure            Auf Wiedersehen, (in wörtlicher Übersetzung)

Fins aviat            Bis bald, bis demnächst

Fins més tard      Bis später, bis nachher

Fins després      Bis später, bis nachher.

Soweit, so gut. Die Begrüßung klappt jetzt schon hervorragend. Der erste Schritt zur Kontaktaufnahme ist getan. Teil 3 befasst sich mit weiteren Ausspracheregeln, die Sie ganz schnell intus haben werden. Promès, versprochen. Und damit es nicht langweilig wird, wenden wir uns den katalanischen Wochentagen zu.

In diesem Sinne, adéu siau i fins demà!

S.H.

 



 

4. Kapitel

 

Beginnen wir heute mit ein paar wichtigen Ausspracheregeln.
Bei den Vokalen gibt es keine großen Unterschiede:
a o, i, wird genauso ausgesprochen, wie Sie es vom Deutschen her kennen.

a und e werden nicht so hart betont wie im Deutschen. Beide Laute klingen weder nach a noch nach e, eher wie das e in Katze oder Hütte.
Dies erscheint uns zunächst ungewöhnlich und bedarf einiger Umstellung.

Der Katalane setzt Akzente:

é, ó,   
hier haben wir unser klassische e und o, wie wir es kennen.

è, ò   
das e wird eher zum ä, wenn auch nicht so streng betont. Ähnlich wie dem e in Berg. Das o ist ein klares, kurzes o.

à, í, ú  
Lassen Sie sich nicht irritieren, der Akzent signalisiert lediglich  die Betonung der Silbe.

o
Achtung! Das o ohne Akzent klingt wie ein u.

ix  
Diese Kombination kennen Sie schon. Das x macht aus dem i ein stimmloses s wie Schal oder Schokolade.

eig, aig oig, uig
wird zu  etsch, atsch, otsch und utsch.

Nach so viel Lautmalerei wenden wir uns – zur Abwechslung – weiteren wichtigen Erweiterungen des katalanischen Sprachschatzes zu.

 

Sieben Tage hat die Woche – Els set dies de la setmana

Dilluns                Montag
Dimarts              Dienstag
Dimecres            Mittwoch
Dijous*               Donnerstag
Divendres           Freitag
Dissabte             Samstag
Diumenge*         Sonntag

*Dijous, (didschous) das j wird nicht wie in jeder oder Jacke gesprochen, sondern wie dsch  ähnlich wie in Jacket.

*Diumenge (diumendscha). Auch hier wandelt sich das g in ein dsch, das e am Schluss ist akzentfrei und wird daher wie ein Mittelding zwischen a und e gesprochen. (Siehe oben: Katze).

Soviel zur Aussprache der Vokale, die beiden Lautregelungen der Konsonanten lernen Sie am besten gleich mit. In dem nächsten Kapitel schauen wir uns die Zahlen von 1-10 an und lernen einige wichtige Redewendungen, die im Urlaub von Nutzen sind.
S.H.


 

5. Kapitel

Die Aussprachereglungen der Vokale und deren Verbindungen kennen Sie jetzt bereits alle. A poc a poc, also Schritt für Schritt, folgen nun weitere Besonderheiten, die Sie wissen sollten.

Ähnlich wie der Franzose oder Spanier, spricht auch der Katalane das h nicht aus. Es ist also stumm.
So heißt hora = Stunde und wird ora ausgesprochen, oder hipocamp, das Seepferdchen, wird ipokamp gesprochen.

Mallorca, die beliebte Ferieninsel, trägt 2 l in der Mitte. Gerne und oft (falsch) gesprochen, wie es geschrieben steht. Richtig heißt die Insel Maljorka, ll wird lj gesprochen.

Catalunya schreibt sich mit ny, die spanische Version schreibt es mit ñ
Die Aussprache ist gleich, in beiden Fällen ist es ein nj, wie in Tanja.

Zurück zur Insel Mallorca. Das schöne Küstenstädtchen Andratx wird richtig Andratsch ausgesprochen. Die Kombination tx = tsch.

Das r am Wortanfang ist ein stark gerolltes Zungen-r.
Das r im Wort wird als starkes und kurzes Zungen-r.
Das r am Wortende wird nicht gesprochen. (donar dona = geben).

 

Fassen wir zusammen

h bleibt stumm, wird nicht gesprochen.
Ll = lj
Ny =nj
Tx =tsch
R am Wortende ist stumm.

Soviel zum heutigen Aussprachetraining. Wenden wir uns als nächstes den Zahlen von i-10 zu.
Eine Zahl kennen Sie bereits, die 7 aus den set dies de la setmana.

0 zero
1 u/un/una *
2 dos /dues *
3 tres
4 quatre
5 cinc
6 sis
7 set
8 vuit
9 nou
10 deu

 

*u bedeutet nur die Ziffer 1.  Möchten Sie aber eine konkrete Sache bezeichnen, zum Beispiel ein Hund, dann heißt es un gos.
Un steht für die männliche Form, una für die weibliche Form.

*Auch für 2 kennt man eine männliche Form (dos) und eine weibliche Form (dues).

 

Und hier noch ein paar wichtige Redewendungen, die Ihnen für den Anfang hilfreich sind:

No parlo bé català.  Ich spreche nicht gut Katalanisch. Sagen Sie nicht
No parlo català, das stimmt nicht, denn etwas können sie ja bereits!

Com es diu això en català?  Wie heißt das auf Katalanisch?
Denken Sie an die Aussprachereglung bei això! (äscho)

No ho he entès. Ich habe nichts verstanden. (no u e entäs)

Ho pot repetir, si us plau*.  Können Sie das bitte wiederholen?
Erinnern Sie sich an bereits Gelerntes: das h bleibt stumm, das r am Wortende ebenfalls. O ohne Akzent = u. (U put repeti, sisplau.)

* si us plau = wenn es euch gefällt, in Kurzform: bitte.
Die drei kleinen Wörter zieht der Katalane gerne zu einem schnellen sisplau zusammen.

Zum Schluss noch ein sehr wichtiger Satz, denn merkt der Katalane, dass sie bereits einige Sätze beherrschen, ist er nicht mehr zu bremsen. Es folgt ein beschwingter Wortschwall, dem Sie am besten mit folgendem Satz Einhalt gebieten:

Més a poc a poc si us plau!  Sinngemäß übersetzt:
Bitte etwas langsamer!

In diesem Tempo machen wir weiter, nicht zu viel, nicht zu schnell, cada dia una mica més, jeden Tag ein Stückchen mehr!

 


6. Kapitel

 

Noch sind wir leider nicht am Ende mit unseren Ausspracheregeln. Folgende sind aber schnell verinnerlicht:

Das klassische, deutsche K tritt in der katalanischen Sprache so gut wie nicht auf. Wenn, dann sind es Worte, die uns Deutschen keine Übersetzungsschwierigkeiten machen. Zum Beispiel Kenya, ketcup,* karate, kiwi, kibbuts, für Kibbutz. Der kremlin ist der Kreml undkitsch gibtes, in exakt dieser Schreibweise, auch in Katalonien.
Übrigens gibt es auch kirsch, das steht dann allerdings nur für das Kirschwasser, die Kirsche als Frucht ist la cirera (ssirera).Und noch etwas hat der Katalane aus dem Deutschen übernommen, nämlich kaiser. Dieser kaiser steht aber ausschließlich für den Deutschen Kaiser. Alle weiteren heißen emperador.
Sie sehen also, mit dem geschriebenen K müssen wir uns nicht weiter befassen. Wohl aber mit dem Laut K, er ist ständig vertreten, wird aber anders geschrieben.

* es gibt noch eine zweite Schreibweise für die amerikanische Tomatensauce, nämlich quetxup, aber die müssen Sie sich wirklich nicht merken!

 

Merke

qui = ki   quilo 
que= ke  querella (Uns auch bekannt als Querele, Streit, Klage)

ca = ka  català, Catalunya
co = ko  columna (Säule, Columned)
cu = ku  cuc (Wurm)

In diesen Verbindungen spricht der Katalane also ein K.
Bis hierher ist es einfach.
Folgt dem c ein dunkler Vokal, also ein a, o, oder u, so wird das c wie ein k gesprochen.
Folgt dem C ein heller Vokal, also ein e oder i, so wird es wie ein scharfes s gesprochen.

Merke

Ce = sse  cervesa (Bier)  
Ci  = ssi  enciam (Kopfsalat)

 Keine Regel ohne Stolperstein, und der kommt jetzt. Das C hat nämlich sprichwörtlich ab und zu einen Haken. Der Franzose kennt das. Dann wird aus dem C ein Ç.  Ç trencada , so seine korrekte Bezeichnung, signalisiert, dass trotz eines jetzt folgenden dunklen Vokals, die Aussprach beim scharfen s bleibt.

Merke

Ça = ss    glaç (Eis) – glass
Ço = sso  Besanço   
 
Zum Schluss sei noch erwähnt, dass der Katalane ein ch oder sch nicht kennt. So macht er aus der Not eine Tugend und wandelt das ch in ein k. So zweifeln Sie nicht an sich, wenn der Katalane Ihnen von dem berühmten, deutschen Komponisten Bak vorschwärmt. Gemeint ist natürlich Johann Sebastian Bach.

Nach so viel Theorie wird es Zeit für ein wenig Praxis. Sicherlich sind Sie in Ihrem Urlaub auch einmal auf der Suche nach einem Geschäft, einer Bank oder der Post. Aus diesem Grund sollten Sie wissen, was folgende Einleitungen bedeuten:

Merke

Wo ist…?         On està…?
Haben Sie…?   Que té…?
Was kostet?  Quant costa?
Què és això…? Was ist das? (kä es äscho)

Die wichtigsten Fragewörter sind:

Què… ?       Was…?
Com…?        Wie…?
On…?          Wo…?
Quant…?     Wie viel…?
Qui…?          Wer…?
Per què…?   Warum…?
Cap a on…?  Wohin…?

In Verbindung mit diesen Fragewörtern, hier noch einige wichtige Wörter:

L’aeroport       der Flughafen
L’estació          der Bahnhof
La policia         die Polizei
Els correus       die Post
L’ajuntament   das Rathaus

L’hotel, el restaurant, el supermercado und el banc brauchen sicher keine Übersetzungsangaben.

Um sich nicht der berühmten Zeichensprache bedienen zu müssen, auch wenn sie oft hilfreich ist, hier zum Schluss noch folgende Hilfestellung:

Merke

Rechts          a la dreta
Links            a l’esquerra
Geradeaus    recte, oder aber auch tot dret.

 

Es wird Ihnen aufgefallen sein, dass katalanische Substantive, im Gegensatz zum Deutschen, klein geschrieben werden. Sie können sich freuen, bis auf den Satzanfang und Eigennamen, wird alles klein geschrieben. Auch was die Artikel anbelangt, können wir von der komplizierten, deutschen Grammatik, die jeden Ausländer in die Verzweiflung treibt, fröhlichen Abstand nehmen. Der Katalane unterscheidet lediglich zwischen zwei Geschlechtern, davon aber mehr im folgenden Kapitel.


7. Kapitel

Vorneweg etwas in eigener Sache. Mir ist – wie Sie bemerkt haben – ein Fehler unterlaufen. Perdoni, Em sap greu! Entschuldigen sie, das tut mit Leid. Ich werde diesen falta, error oder auch equivocació, gleich korrigieren. (=corregir, Sie sehen, die katalanische Sprache ist uns vertrauter, als man denkt…)
Natürlich lautet die Übersetzung für was kostet nicht was kostet, so einfach ist es dann wieder auch nicht. Richtig hätte es heißen müssen:
Was kostet?  Quant costa?   Ergänzen wir gleich noch eine Kleinigkeit hinzu, die Sie bereits kennen:
Was kostet dies?  Quant costa això?

Soviel zu Kapitel 6. Wenden wir uns heute, avui, weiteren Ausspracheregeln zu, viele sind es nicht mehr.

Heute geht es um den Konsonanten g. Hierbei gilt folgende Besonderheit:

Folgt dem g ein dunkler Vokal, also ein a, ein u, oder ein o, dann sprechen wir das g so wie wir es auch aus dem Deutschen kennen.

Beispiel

Gos i Gat. Hund und Katze werde so gesprochen, wie es da steht.
Gust heißt auf Deutsch Geschmack, Genuss, Vergnügen. Amb molt gust, bedeutet, dass sie etwas mit viel Vergnügen machen. Auch hier können Sie getrost bei der deutschen Aussprache des g bleiben.

Folgt dem g aber ein heller Vokal, also ein e oder i, sieht die Sache anders aus. Aus dem g wird ein weiches sch, wie da g in Garage.

So heißt Girona nicht so, wie es geschrieben steht, sondern Schirona. Gerd ist nicht etwa der gute Kumpel von nebenan, sondern es ist scherd, die Himbeere, und gent (Leute) werden schent gesprochen. Dem Franzosen ist das nicht neu, der Deutsche muss sich leider umstellen.

Will der Katalane jetzt aber doch ein deutsches gi oder ge sprechen, anstelle immer in sein schi oder sche zu fallen, bedient er sich eines simplen Tricks, er mogelt zwischen das g und den hellen Vokal ein u.

Das u wird nicht gesprochen! Es ist allein der Wegweiser, der sagt: Achtung die Aussprache ändert sich. Damit erklärt sich auch die Aussprache der Hauptstadt des Alt Empordà, Figueres. Sagen Sie nicht Figueres, es heißt Figeres. Auch hier verschränken Franzose und  Italiener gelangweilt die Arme hinter dem Kopf. Ihrer Eins bedient sich öfter dieser Lauttricksereien.
 

Merke

ga  go  gu    entsprechen der deutschen Aussprache
gi   gen        werden schi und sche gesprochen
gui  gue       werden gi  und  ge gesprochen

Damit nicht genug, strapaziert der Katalane das g indem er ihm ein ü folgen lässt. Als nächstes kommt immer und ausschließlich ein heller Vokal, also ein e oder ein i.
Aigües ist so ein Beispiel. Es heißt Wasser und wird aigwess ausgesprochen. Allzu viele Wörter dieser Art werden Ihnen aber nicht begegnen.

Merke

güe  =  gwe
güi   =  gwi   

Als letztes Merkmal sei die Kombination tge und tgi erwähnt. Keine Angst,  Sie bekommen keinen Knoten in die Zunge, den will der Katalane auch nicht. Also spricht er diese Kombination folgendermaßen aus:

Merke

tge  =  dsche  metge ( medsche), Arzt
tgi   =  dschi

Soviel zu dem katalanischen g. Però ara, aber jetzt, wenden wir uns anderen Dingen zu.

 

Substantive und ihre Artikel

Auch hier macht es der Katalane uns einfach. Er dekliniert seine Substantive nicht, wie wir es tun, er lässt sie netterweise immer in ihrer Reinform. Alles was Sie lernen müssen, ist das Geschlecht, Singular und Plural.
Es gibt keine eindeutigen, klaren Erkennungsmerkmale, wann ein Substantiv weiblich oder männlich ist. Lernen Sie daher den Artikel immer gleich mit.
Eine kleine Hilfe ist, dass Wörter, die auf –ment enden immer männlich sind.
Wörter, die auf –ió, -a, -tat enden sind (fast) immer weiblich.

Einige Ausnahmen sind:
el dia, (der Tag)
el tourista,
el problema
el camió ( der Lastwagen)
l’avió  (das Flugzeug).
Sie sind alle männlich, obwohl sie eine typisch weibliche Endung haben.
Es gibt nur zwei Geschlechter, das Neutrum dürfen wir getrost vergessen.

Der unbestimmte Artikel lautet

Un   =   ein  (masculin)
Una =   eine (feminin)

Der Plural erhält ein s:

uns    = einige (maskulin)          
unes  = einige (feminin)*

 

*was wären doch Regeln ohne Ausnahmen langweilig!
Achtung:
Der Katalane hat – mit (wer hätte es gedacht) wenigen Ausnahmen - kein as als Endung!!! Er spricht es zwar, aber er schreibt es nicht. Gut zu sehen bei der Stadt Roses. Er sagt Rosas, aber er schreibt Roses. Er sagt unas, aber er schreibt unes. Bis auf weiteres schlucken Sie die Kröte erst einmal.

Merke

Der Plural wird durch ein angehängtes s deutlich gemacht. Steht zuvor ein a, wandelt sich dieses in ein e.

 

Kommen wir zu den bestimmten Artikeln:

el  =  der
la  =  die

Dies ist der Singular. Der Plural bekommt wieder ein schlichtes –s angehängt, aber achten Sie auf die katalanische Unlust der as-Endung!!!

els  =  die
les  =  die

Der bestimmte Artikel wird vor Worten, die mit einem Vokal oder h anfangen, apostrophiert. Sie erinnern Sich? Das h ist stumm, ihm folgt in der Regel ein Vokal, deshalb auch hier die Apostrophierung.
So sagen wir nicht el home (der Mensch), sondern l’home. Das geht leichter über die Lippen.
l’avió ist das Flugzeug, statt el avió , l’espia ist der Spion, anstelle la espia, und so weiter und so fort.
Im Plural dürfen Sie dieses Reglement dann wieder vergessen. Hier wird immer der volle Artikel geschrieben.
Els avions, les espies…

Auch die Vornamen bekommen einen Artikel. Es sind nicht Marc oder Jordi oder Núria. Es ist der Marc, der Jordi und die Núria.

Beginnt der männliche Name mit einem Konsonant, also z.B. Marc wandelt sich das el zu einem en. Somit heißt es: En Marc, en Jordi, aber la Núria, denn die Núria ist nun mal weiblich.
Bei Namen, die mit einem Vokal anfangen, werden die bestimmten Artikel wieder apostrophiert, egal ob weiblich oder männlich. L’Ana, l’Antoni.

Um nicht weiter zu verwirren, lassen wir heute Erlerntes erst einmal sacken. Morgen dürfen Sie sich auf ein paar kleine Ausnahmen bei der Pluralbildung freuen, aber die haben Sie ganz schnell intus, estic segur, da bin ich mir sicher. Und dann wenden wir uns zur Abwechslung wieder einigen praktischen Übungen zu. In diesem Sinne fins dimarts.
S.H.


 

8. Kapitel

Sie können sich freuen, das leidige Thema zur Aussprachenregelung ist bald durch! Wenden wir uns heute dem j zu. Der Katalane spricht nicht j = jot, wie zum Beispiel in Jerusalem, er sagt j = dschota. In Verbindung mit folgenden Vokalen wird das j so ausgesprochen:

Merke
ja = scha   jaqueta, (schaketa) Jacket
je = sche   jersei,  (schersei)Pullover
jo = scho   joc, (schok), Spiel

Das kleine, deutsche Wort der Zustimmung ja, gibt es in der katalanischen Sprache ebenfalls. Gemäß Gelerntem sagen wir dann scha und meinen nicht si, als ja, sondern die zeitliche Bestimmung schon, bereits.
Das j steht häufig auch in der Kombination tja und tjo.

Merke
tja  =  dscha  Platga (pladsche), Strand
tjo  =  dscho  mitjons (midschons), Strümpfe

So viel zu dem katalanischen j. Bleibt noch das q, das s, das r und wir sind durch.

Das q gibt es in der Verbindung mit dem u, das kennen wir. Qualität, querfeldein, quasi (letzteres gibt es auch im Katalanischen, mit der gleichen Bedeutung), usw… Hier brauchen wir nicht umzudenken. Folgt dem qu ein e, wie zum Beispiel quepis (Käppi), wird es ke gesprochen. Unser katalanisches Käppi ist als ein kepi. Gleiches gilt für qu (ku) und qui (ki).

Merke
que  =  ke,  quefir (kefi / Sie erinnern sich, das r am Wortende wird        „verschluckt“), Kefir.

qui  =  ki,   qui (Fragepronomen) wer?
qua  = ka,  quatre (katre), vier

Es gibt aber auch die folgende Schreibweise:
qüe und qüi. Quälen Sie sich nicht. Das ü in der Mitte kennen wir bereits vom g (güe/güi) her. Das ü ersetzt einen Buchstaben, der so gut wie gar nicht in der katalanischen Sprache vorkommt, das w.

Merke
qüe  =  kwe  qüestió (kwestio), Streitfrage, Problem
qüi   = kwi

Sie werden diese Kombinationen allerdings nur selten sehen. Was das viel benutzte W im deutschen anbelangt, so gibt es im Katalanischen nur einige wenige Wörter, die aus anderen Fremdsprachen übernommen wurden. So zum Beispiel wàter für Toilette oder watt für Watt.

So viel für heute. Wenden wir uns nun, wie versprochen der Pluralbildung zu. Das Wichtigste wissen sie bereits. Man bildet den Plural durch das Anhängen eines -s.

Beispiel
El port, der Hafen  /  els ports, die Häfen.

Sie sehen, der Artikel verändert sich auf gleiche Weise, indem schlicht ein s angehangen wird. Vergessen Sie aber nicht: Der Katalane mag keine as-Endungen!

Beispiel
La rosa, die Rose  /  les roses , die Rosen.
La dona, die Frau  /  les dones, die Frauen.
(Sie sagen donas, rosas, aber schreiben dones, roses....)

Nun gibt es aber Wörter, die enden schon mit einem s. denken wir an den Hund, el gos. Wenn wir nun ein s anfügen, kann man nicht hören, ob der Plural oder Singular gemeint ist.
Also SOS, aufgepasst, der Katalane hängt ein sos an. So sind viele Hunde els gossos.

Merke
Endet das Wort auf –s, wird zur Pluralbildung ein –sos angehangen.

Kommen wir zur letzten Besonderheit bei der Pluralbildung.

Merke
Endet das Wort auf einem betonten Vokal, wird ein –ns angehängt.  

Diese Besonderheit erklärt sich daraus, dass hier das n weggefallen ist. Vergleicht man die Wörter mit der spanischen Sprache, findet man das n wieder vor. Beispiel estació – im Spanischen heißt der Bahnhof estación, hier ist das n vorhanden. Gleiches gilt für das katalanische avió. Der Spanier sagt avión, wenn er das Flugzeug meint. Auch hier ist das n noch da.  Der Katalane holt es sich zur Pluralbildung auch wieder, und lässt dafür den Akzent auf dem letzten betonten Vokal fallen.

Avió – avions
Estació – estacions

Zum Schluss einige wichtige Redewendungen, die Ihnen bestimmt bei Ihrem nächsten Katalonienurlaub von Nutzen sind:

Könnten Sie mir helfen?
Em podria ajudar? ( em poudria aschudar)

Wie komme ich nach/zu...?
Com si va a…?

Ich möchte...
Voldria

Ich möchte nach...fahren.
Voldria anar a…

Geben Sie mir bitte…
Doni’m si us plau (sisplau)…

Ich suche…
Estic buscant…

Ich brauche…
Necessito…

Haben Sie…?
Té…?
 
Soviel für heute avui, morgen demà ist Mittwoch, dimecres, dann lernen Sie die letzten beiden (simplen) Ausspracheregeln kennen, die Zahlen 10 – 20,  und die Personalpronomen.
S.H.


 

9. Kapitel

Heute, avui, ist ein guter Tag. Es un bon dia. Die letzten Ausspracheregeln können wir mit dem heutigen Mittwoch, dimecres, endgültig abhaken. Fangen wir also gleich an:

Das katalanische r wird in der Regel mit der Zunge gerollt, ist also kein Rachenlaut, wie ihn der Deutsche kennt. Sollten Sie Schwierigkeiten mit dem gerollten R haben, kümmern Sie sich nicht zu sehr darum, der Katalane versteht Sie auch mit einem deutschen R. Damit haben Sie zwar unweigerlich einen deutschen Akzent, aber den findet der Katalane ausgesprochen charmant. Ich darf das behaupten, ich selbst habe seit jeher meine Schwierigkeiten mit dem Zungenlaut. Negative Kritik habe ich nie geerntet, im Gegenteil.
Also, für den, der es kann:

Merke

R am Wortanfang  - einstarkes, kräftig gerolltes Zungen – r.
Ric (reich)  -  rrrrik

R im Wort  -  ein starkes, aber kurzes Zungen-r. Achten sie darauf, dass es nur kurz anklingt.

R am Wortende  -  das wissen Sie schon, das r am Wortende wird nicht gesprochen.

 

Das S wird einmal durch das klassische s gekennzeichnet, aber auch durch das, uns schon bekannte Ç, (ssä trencada). Wir kennen es aber auch in Verbindung de c mit einem hellen Vokal (ci= si/ ce=se). Weitere Verbindungen wie sch gibt es in der katalanischen Sprache nicht.

Merke

S am Wortanfang  -  stimmlos, wie das deutsche „scharfe s“. Salsa - Soße. Das S klingt in beiden Worten am Anfang gleich. Ähnlich auch wie in Saal (sala).

Ss, ç, c sind ebenfalls stimmlos

S zwischen Vokalen  =  stimmhaft. Denken sie an den deutschen Hasen. So spricht sich das stimmhafte s. casa -  Haus.

Damit sind wir mit den Besonderheiten der Betonungen durch. Verwirren Sie sich nicht zu sehr. Lesen Sie hin und wieder sich die Regeln durch und üben sie anhand der Wörter, die Sie neu lernen. Bei ihrem nächsten Urlaub im schönen Catalunya, können Sie dann prüfen, wo Sie noch feilen müssen, und wo nicht. Viel entscheidender ist, dass Sie auch wirklich sprechen, egal wie unsicher Sie sind. Das Gefühl kommt dann von ganz alleine. Der begeisterten Hilfestellung der Katalanen können Sie sich gewiss sein!

Bis 10 zählen können Sie bereits. Heute stocken wir auf 20 auf. Die Zahl heißt übrigens nombre. Das führt häufig zu Verwirrungen, da nombre im Spanischen Namen heißt. Name heißt auf Katalanisch schlicht und einfach nom. Der Familienname ist der cognom.  Damit Sie mit dem Spanischen nicht durcheinander geraten, können Sie zu Zahl auch número sagen, das entspricht der deutschen Nummer, oder xifra (schifra), was uns als Ziffer auch gut bekannt ist.

Merke

11  -  onze
12  -  dotze
13  -  tretze
14  -  catorze
15  -  quinze
16  -  setze
17  -  disset
18  -  divuit
19  -  dinou
20  -  vint

Bei den Zahlen können Sie gut noch einmal Ihre Aussprache kontrollieren. Sprechen Sie das tz nicht zu hart, denken Sie an das v, das eher wie ein b gesprochen wird, usw.….

Als nächstes schauen wir uns die persönlichen Fürwörter an, die Personalpronomen. Sie sind einfach und Sie werden sie bestimmt schnell gelernt haben.

Merke

jo         -        ich                        nosaltres   -  wir
tu         -        du                        vosaltres   -   ihr
ell/ella  -      er/ sie                  ells/elles    -  sie

Im Gegensatz zum Deutschen, hat der Katalane auch für die dritte Person Plural zwei Formen. Ells und elles, achten sie auf die as-Endungsunlust der Katalanen. Sie sagen zwar ellas, aber sie schreiben elles.

Der Katalane duzt schnell, wenn ihm eine Person sympathisch ist. Das haben wir bereits gelernt. Es gibt aber auch das klassische Sie. Das heißt dann vostè.

Für heute reicht es an Grammatik. Wir machen kleine Schritte, passos petits, damit es nicht zu viel wird. Zum Schluss können Sie noch einige Redewendungen lernen:

Quina llàstima!   =  Wie schade!
Em sap greu.       =  Das tut mir Leid.

Einverstanden!   =  D’acord!
Schon gut.           = Ja està.
Komm!                =  Vine!
Kommen Sie!      =  Vingui!

10. Kapitel

Gestern (ahir) haben Sie die Personalpronomen kennen gelernt. Der Katalane braucht sie, ebenso wie der Spanier, in der Regel selten. Die Endung des konjugierten Verbs zeigt an, welche Person gemeint ist. Und damit sind wir auch schon direkt bei einem Schwerpunkt der katalanischen Grammatik angelangt. Der Konjugation!

Keine Angst, so schwer ist das nicht, denn jede Sprache hat ein Raster, das auf festen Regeln aufgebaut ist. (Die Sache mit den Ausnahmen kommt dann später…). Lassen Sie sich nicht irritieren und gehen mit mir jeden Tag einen kleinen Schritt voran. Cada dia una mica més. Jeden Tag ein kleines bisschen mehr.

Merke

Verben werden konjugiert, indem an den Stamm des Verbes die jeweilige Endung angehangen wird. Das Personalpronomen kann – im Gegensatz zum Deutschen – weggelassen werden. Der Sprecher vermittelt über die jeweilige Endung, welche Person(en) er meint. Wir unterscheiden nach den Endungen drei Verbformen:
Die Verben, die auf – ar enden,
die Verben, die auf  –er enden und
die Verben, die auf  –ir enden.

Beginnen wir mit der einfachsten Variante, den Verben, die auf –ar enden. Sie bilden die Vielzahl der regelmäßigen Verben.

Cantar wird gerne genommen, es weist auch in der Schreibweise keine Veränderungen auf. Cantar ist der Infinitiv und heißt singen. Nehme ich nun die –ar –Endung weg, steht da nur noch cant. Cant ist der Stamm des Verbs.

Merke

Cant – o        ich singe             cant – em        wir singen
Cant – es      du singst             cant  - eu*       ihr singt
Cant – a        er/sie singt         cant – en          sie singen

Sie sehen, das Personalpronomen ( jo/ tu/ ell, ella/ nosaltres/ vosaltres/ells, elles) kann wegfallen. Somit kann ein katalanischer Satz durchaus aus einem Wort bestehen. Canto = Ich singe.

Eine Ausnahme ist die dritte Person Singular. Wenn Sie verdeutlichen möchten, dass sie oder er singt. Geht es aus dem Kontext nicht hervor, setzten Sie  ell/ella davor. Oder Sie möchten explizit betonen, das Sie etwas machen, dann können Sie in dem Fall jo (ich) davor setzten.  

  • canteu, ihr singt. Sprechen Sie kantä –u.

Das - eu nicht wie in dem deutschen heute aussprechen! Diese         kleine, aber feine Ausspracheregel fügen Sie bitte bereits Erlernten noch hinzu.

Die fettgedruckten Buchstaben bedeuten, dass hier die Betonung liegt. Das ist sehr wichtig, denn andere Betonungen können auch andere Zeiten darstellen. Wir bleiben aber in der Gegenwart, dem Präsens. Vorerst zumindest.

Merke

Das Präsens bei den regelmäßigen Verben auf –ar wird gebildet, indem ich an den Stamm des Verbs folgende Endungen anhänge:

- o
- es
- a   für die 1.2. und 3. Person Singular.

- em
- eu
- en  für die 1. 2. und 3. Person Plural.

Die Endung –eu, in der 2. Person Plural wird ä - u gesprochen. / kantä – u

 

Comprar ( kompra, das r am Wortende nicht mitsprechen!) = kaufen.

Compr – o     ich kaufe             compr – em -     wir kaufen
Compr – es   du kaufst             compr – eu  -     ihr kauft (kumprä-u)
Compr – a     er/sie kauft         compr – en  -      sie kaufen

 

Morgen (demà) schauen wir uns die Verben auf –er an. Bis dahin versuchen Sie die Endungen auswendig zu lernen, sie sind nicht schwer: o, es, a, - em eu, en.

 

Zum Schluss noch ein paar Redewendungen:

Guten Appetit!                      Bon profit!
Wir möchten zahlen.            Voldríem pagar
Die Rechnung bitte!             El compte si us plau ( sis plau)!
Bis bald!                                Fins aviat!

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